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In der Welt der Wikinger

 Tour rund um Haithabu mit vielen Informationen zur Archäologie und Geschichte dieses Platzes.

von Kleine Meise     Deutschland > Schleswig-Holstein > Schleswig-Flensburg

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 54° 29.957' E 009° 34.145' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 2:00 h 
 Versteckt am: 09. Dezember 2013
 Veröffentlicht am: 09. Dezember 2013
 Letzte Änderung: 14. Januar 2019
 Listing: https://opencaching.de/OC1050B

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351 Aufrufe
9 Logbilder
Geokrety-Verlauf

große Karte

   

Gefahren
Infrastruktur
Der Weg
Wegpunkte
Zeitlich
Saisonbedingt
Listing

Beschreibung   

In der Welt der Wikinger

Plündernde, mordende, raubende, großgewachsene und grimmige Männer mit Hörnerhelm. Fragt man nach den Wikingern, so herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung dieses Bild vor. Jagt dies dem ein oder anderen nicht so realitätsaffinen Rollenspieler wohlige Schauer über den Rücken, so treibt es Archäologen, Historikern und sicher auch vielen ernsthaften Reenactment-Freunden die Tränen in die Augen. Die Museumslandschaft Haithabu ist prädestiniert, um über Irrtümer (Hörnerhelm) aufzuklären sowie die einseitige Vorstellung des brutalen Wikingerkriegers zu korrigieren. Dieser Cache soll dazu einen kleinen Beitrag leisten und das Interesse an der Archäologie wecken. Entstanden ist die Route im Rahmen eines Seminars zur Öffentlichkeitsarbeit in der Archäologie im Studiengang Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Mit "In der Welt der Wikinger" wollen wir euch mit auf eine Reise durch das facettenreiche Leben der Bewohner in Haiithabu nehmen. Kleine Wissensschnipsel helfen euch an der jeweiligen Zwischenstation das rege Treiben in diesem Handelszentrum in der Phantasie wiederentstehen zu lassen. Hoffentlich steht ihr dann wie wir mit glänzenden Augen vor einer leeren Kuhweide und lasst euch von der Faszination Archäologie begeistern. Die Route ist so konzipiert, dass ihr keine Eintrittskarte für das Museum oder den Freilichtbereich benötigt. Wir möchten euch den Besuch dieser neu konzipierten Ausstellung jedoch sehr ans Herz legen.
Für ein kleines Feedback wären wir euch sehr dankbar.
Der Ablauf der Route gestaltet sich folgendermaßen: Aus zwei vorhergehenden Stationen errechnet ihr jeweils die Koordinaten einer dritten Station, in der sich ein Zwischencache befindet. Dies sind die Stationen 3 und 6. In diesen findet ihr jeweils die Koordinaten der nächsten Station und Bildmaterial zur Veranschaulichung der Texte. Die Route startet auf dem Parkplatz von Haithabu.

Station 1 – Die Gründung von Haithabu
Koordinaten: N 54° 29.957 E 009° 34.145

Die Zeit der Wikinger beginnt offiziell mit dem Jahr 793, in dem das englische Kloster Lindisfarne von skandinavischen Wikingern überfallen wurde.
Nur kurze Zeit später, im Jahr 804, tritt der Name „Haithabu“ erstmals in Schriftquellen auf und 808 wird auch in den fränkischen Reichsannalen über den dänischen König Göttrick und von ihm nach Haithabu verbrachte Kaufleute berichtet. Bekannt als großer Handelsplatz ist die Gründung an dieser Stelle kein Zufall gewesen. Geographisch betrachtet im Grenzgebiet des dänischen Reiches zu den Friesen im Westen, den Sachsen im Süden und den Slawen im Südosten und somit ideal für Fernhandel. Zum anderen auf der West-Ost Achse am strategisch besten Punkt um eine Verbindung zwischen Nord- und Ostsee zu schaffen, da durch weit ins Land reichende Meeresarme und Flüsse auf beiden Seiten der zu überquerende Landweg nur 18 km beträgt. Bedingt durch diese Faktoren kam Haithabu eine elementare Bedeutung im Fernhandel zu, welche auch bis zum letzten bekannten Ereignis, dem slawischen Überfall 1066, anhielt. Gleichzeitig markiert dieses Datum auch das Ende der Wikingerzeit in dessen Welt ihr nun eintauchen könnt…

A: Betrachtet die Hinweistafel, wie viele Runensteine können auf der archäologischen Wanderung angelaufen werden?
B: Aus wie vielen Buchstaben besteht die dänische Bezeichnung für Haithabu?

Station 2 – Die Glaubenswelt
Koordinaten: N 54° 29.972 E 009° 34.199

Die nordische Religion der Skandinavier beinhaltete den Glauben an viele verschiedene Götter weiblichen und männlichen Geschlechts und wurde mündlich verbreitet. Dies stand ganz im Gegensatz zum Christentum, welches alle Funktionen und Fähigkeiten der nordischen Götter in einem Gott aufwies. Neu war ebenso, dass es ein Buch und auch ein Gebäude zur Ausübung der Religion vorsah. Die erste Kirche die für Haithabu durch Schriftquellen belegt ist, entstand um 850 und ist auf das Einwirken des Missionars Ansgar auf den dänischen König Horich I. zurückzuführen. Die Nutzung einer zugehörigen Kirchenglocke ist um 860 bekannt und belegt durch einen Fund eines bronzenen Exemplars aus dem Hafen von Haithabu. Sie datiert in das 10. Jahrhundert und stellt somit die älteste erhaltene Läuteglocke in ganz Nordeuropa dar.
Eine weitere Erwähnung findet sich für das Jahr 948 in dem neben Ribe und Aarhus auch Haithabu als Bischofssitz im Rahmen der Synode von Ingelheim genannt wird. Der dänische König Harald Blauzahn führte dann 965 endgültig das Christentum offiziell als Religion in Dänemark ein.

C: Wann gründete Ansgar die erste Kirche Dänemarks bei Haithabu?
D: Aus welchem Kapitel der Vita Ansgarii stammt die Inschrift auf der Stele?

Station 3: Hochburg und Hafen von Haithabu
Hier müsst ihr einen versteckten Zwischencache finden
Koordinaten: 54.(D*2+1)(B+699), 09.(A*28)(C-152)

Das Waldstück, auch „Hochburg“ genannt, umfasst ein Gräberfeld mit etwa 50 Grabhügeln. Diese können noch auf dem Plateau erkannt werden, genauso wie ein Teil des Walls, der das Areal umgab. Ihr müsstet jetzt genau auf oder neben diesem Wall stehen. Wenn ihr dem Weg weiter folgt, liegen die Grabhügel rechts neben euch. Die genaue Beziehung dieses Platzes zu Haithabu ist noch nicht geklärt, möglicherweise sind hier aber Kaufleute aus Haithabu bestattet worden, die am Hafen Handel trieben.
Für die Bewohner und die reisenden Händler war der Hafen der wichtigste Punkt Haithabus. Auf ihm gründete sich mit der Status als Fernhandelszentrum. Zu Beginn der Entwicklung noch nicht ausgebaut und ohne feste Anleger, wurden die ankommenden Schiffe per Hand ans Ufer und Land gezogen. Die ersten hölzernen Landungsbrücken wurden dann im Laufe des 9. Jahrhunderts gebaut und entwickelten sich ständig weiter, bis sie am Ende Haithabus weit in das vorgelagerte Noor hineinreichten.
Zusätzlich fungierten die Landungsbrücken auch noch als Marktplatz um die mitgebrachten Waren aus dem Westen und Osten darzubieten und weiter zu verhandeln.
Verschifft worden sind diese dann mit speziellen Handelsschiffen, welche eine sehr breite Bauweise und hohe Bordwände aufwiesen. Belegt ist diese durch Wrackfunde: das im Museum ausgestellte Wrack 3 ist als Handelsschiff von 22 m Länge und 6 m Breite eines der größten überhaupt bekannten.

Station 4: Die Entwicklung von Haithabu
Koordinaten: bei Station 3

Im Jahre 804 wird Haithabu erstmalig in einer schriftlichen Quelle erwähnt. Die fränkischen Reichsannalen verzeichnen, dass der dänischen König Göttrik den Handelsplatz Reric (vermutlich das mecklenburgische Groß Strömkendorf bei Wismar) zerstörte und die Kaufleute nach Haithabu verbrachte. Archäologisch fassen lässt sich eine Ansiedlung erstmals um 750 n.Chr. in Form von Grubenhäusern und Gräbern auf einer Kuppe am südwestlichen Ufer des Haddebyer Noors. Die dortigen, flachen Uferbereiche boten ideale Voraussetzungen für das Anlanden von Schiffen und somit für prosperierenden Handel. Im 9. Jahrhundert wurde der Uferbereich durch einen Weg erschlossen und der Schwerpunkt der Besiedlung verlagerte sich mit zunehmender Siedlungsdauer in Richtung Norden. Der zentrale Siedlungsbereich ist heute durch die rekonstruierten Häuser sichtbar gemacht. Hier finden sich ebenfalls die ausgedehnten Kaianlagen, die im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut wurden und auch Schiffen mit größerem Tiefgang das Anlegen ermöglichten. Zweiter wichtiger Wirtschaftsfaktor neben dem Handel, war das Handwerk. So zeugen mehrere Werkplätze etwa von Bronzegießern und Glasperlenmachern von der Produktivtät der Bewohner. Zum Schutz dieses Wohlstandes wurde Haithabu in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts mit einer Befestigung in Form eines Walles geschützt. Zur Mitte des 11. Jahrhunderts verliert die Siedlung an Bedeutung und an ihre Stelle tritt das am Nordufer der Schlei entstandene Schleswig.

E: Auf der Schautafel wird grob die Zeitspanne genannt, in der Haithabu bestand. Wie viele Jahre sind es?
F: Auf der Grafik ist der Halbkreiswall zu sehen, der die Siedlung umgibt. In wie viele große Abschnitte ist er heute geteilt?

Station 5 – Alltag in Haithabu
Koordinaten: N 54° 29.446 E 009° 33.931

Der Alltag in Haithabu wurde vor allem von der Arbeit bestimmt. Allgegenwärtig waren Hungersnot und Kindersterblichkeit. Die Beschaffung von Nahrung nahm viel Zeit in Anspruch und Gegenstände des alltäglichen Bedarfs wurden von den Menschen selbst hergestellt. Doch die Bewohner gingen auch regen Freizeitaktivitäten nach. So konnten Spielbretter aus Holz sowie Spielsteine aus Geweih oder Glas bei Ausgrabungen gefunden werden. Auch Musikinstrumente wie Leiern, Fiedeln und Flöten wurden offensichtlich genutzt. Kinder mussten so früh wie möglich anfangen, am Arbeitsleben teilzunehmen, um die Versorgung der Familie zu sichern. Doch belegen Spielzeugwaffen, Miniaturschiffe und Puppen, das auch Zeit für das kindliche Spiel vorhanden war. Daneben zeigt ein breites Repertoire von verzierten Gegenständen, wie wichtig die künstlerische Gestaltung den damaligen Menschen war. Die skandinavischen Kunststile sind vor allem von Tierdarstellungen beeinflusst, die die wikingerzeitliche Kunst unverwechselbar machen.

G: Auf der Schautafel sieht man die Rekonstruktion eines Hauses aus Haithabu. Wie viele Zimmer weist es auf?
H: Das Haus konnte über die Altersbestimmung der verwendeten Hölzer datiert werden. Wann wurde es gebaut?

Station 6 – Die Bestattungen von Haithabu
Hier müsst ihr einen versteckten Zwischencache finden
Koordinaten: 54.(G*16)(E+535), 09.(F*14)(H-187)

Die Bewohner von Haithabu bestatteten ihre Bewohner auf mindestens sechs Gräberfeldern, die in unmittelbarer Nähe zur Siedlung liegen. Bis heute wurden etwa 1350 Gräber freigelegt, doch wird ihre Gesamtzahl etwa 10 mal so hoch geschätzt. Es treten sowohl Brand-, als auch Körperbestattungen auf, wobei die Körperbestattungen mit mehr als 90% überwiegen. Die Toten wurden mit oder ohne Sarg beigesetzt, was möglicherweise Aufschluss über den sozialen Status geben kann. Mit Sicherheit zur Oberschicht der Stadt gehörten die Menschen, die in Kammergräbern beerdigt wurden. Hierfür wurde extra ein unterirdischer Raum aus Holz gefertigt, in den der oder die Tote gelegt wurde. Das wohl beeindruckendste und aufwendigste Grab ist das Bootkammergrab, das um die Mitte des 9. Jahrhunderts errichtet wurde. Unter einem Hügel von 40m Durchmesser befand sich ein 20m langes Kriegsschiff über zwei Grabkammern, in denen drei reich ausgerüstete Krieger lagen. In einer Nebenkammer waren ihre drei Pferde beigesetzt. Der einzeln in einer Kammer Bestattete kann auf Grund seiner prachtvollen Ausrüstung als adliger Herr oder vielleicht sogar als König angesehen werden. Diese Grablege befand sich in dem Areal direkt hinter euch. Vor euch auf der Wiese lag das Südgräberfeld, auf dem die ersten Bewohner Haithabus ihre Toten unter Grabhügeln bestatteten. Nach Verlagerung der Siedlung entstand ein Flachgräberfeld innerhalb des späteren Halbkreiswalles. Die erwähnten Kammergräber in der Nähe stammen aus der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts. Für eine kurze Zeit ließen sich die höher gestellten Personen der Siedlung auf diese Art und Weise bestatten. Die Kammern scheinen überhügelt gewesen zu sein. Auch auf der Hochburg sich noch rund 50 Hügelgräber in der Landschaft auszumachen. Wahrscheinlich wurden diese Brandgräber in einer frühen Phase Haithabus errichtet. Doch nicht nur auf seperaten Gräberfeldern, auch innerhalb des Siedlungsbereiches konnten Bestattungen gefunden werden. So zeigt sich für Haithabu eine vielfältige Bestattungssitte, die die Komplexität dieses Handelszentrums verdeutlicht.

Station 7: Haithabu innerhalb des Befestigungsverbundes Dannewerk
Koordinaten: bei Station 6

Das Gebiet der Schleswiger Landenge ist in der Wikingerzeit durch unruhige Verhältnisse und beständige Machtkämpfe geprägt. Bereits ab ca. 700 nach Christus wird mit dem 5,5 km langen Hauptwall die passierbare Ebene zwischen den ungangbaren Flusstälern der Rheider Au im Westen und dem schwer passierbaren Moränengelände östlich des Dannewerker Sees abgesichert. Schon im frühen 8. Jahrhundert erfuhr der Hauptwall mit der Errichtung von Krumm- und Nordwall einen massiven Ausbau und verband nun mit einer durchgehenden Linie das heutige Hollingstedt mit der Schlei. Zusätzlich riegelte der Osterwall die Halbinsel Schwansen ab und das Sperrwerk bei Reesholm befestigte die letzte Schwachstelle der Verteidigung in der Schlei. Nochmals entscheidend verändert wurde das Bild des Dannewerks im 10. Jahrhundert durch die Errichtung des Kograbens, der die Verteidigungslinie entscheidend verkürzte. Direkt geschützt wurde Haithabu durch die Errichtung des Halbkreiswalles um die Siedlung herum. Der Verbindungswall verband Haithabu mit der restlichen Verteidigungslinie. Zu seiner Zeit ist das Dannewerk in seiner Größe ohne vergleichbare Parallelen. Ähnliche starke Befestigungen wie der obergermanisch-rätische Limes schützten zudem ausschließlich Landesgrenzen, während das Dannerwerk einen parallel verlaufenden Handelsweg schützte. Am ehesten ist diese Befestigung in ihrer funktionalen Bestimmung mit der chinesischen Mauer und der berühmten Seidenstraße zu vergleichen. Teile der während der Han-Dynastie errichteten Mauer folgen direkt dem Verlauf der Seidenstraße und zeigen, wie das Dannewerk, den expliziten Schutz einer Handelsstraße. Einmal mehr zeigt sich darin die herausragende Bedeutung, die Haithabu als Handelszentrum zukam.

I: Wie viele Querstreben (ohne Handläufe) hat die Brücke die über das Bächlein führt, der durch den Durchlass im Halbkreiswall fließt ?
J: Aus wievielen Elementen besteht das Haithabu-Logo?

Station 8: Handel und Handwerk
Koordinaten: N 54° 29.626 E 009° 33.773

Da Haithabu verkehrsgünstig an der Schlei und der Nord-Süd verlaufenden Handelsroute „Ochsenweg“ lag, kam dem Fernhandel eine große Bedeutung zu. Sowohl über Land, als auch über Wasser konnten Waren beschafft und verhandelt werden. Viele Funde belegen einen weiträumigen Handel und verdeutlichen die Vernetzung der Wikinger in der damals bekannten Welt. Durch die hoch entwickelte Schiffsbautechnik erreichten sie über die russischen Flusssysteme Byzanz und das östliche Kalifat. Islamische Münzen bezeugen diesen Kontakt. Aus Russland wurden Pelze oder Honig importiert. Auch Edelsteine, die über die Seidenstraße von Asien nach Byzanz verhandelt wurden, finden sich in den Gräbern Haithabus. Aus dem Norden kamen vor allem Rohstoffe wie Schiefer oder auch Walrosszähne in die Stadt an der Schlei, aus England wurde Blei importiert. Aus dem Fränkischen Reich hingegen gelangten Keramikgeschirr, Wein und Edelmetalle nach Haithabu.
Doch auch in dem Handelszentrum selbst wurden Waren hergestellt. Produktionsabfälle, Halbfabrikate und Werkzeuge zeigen eine rege Handwerkstätigkeit. Das Handwerkerviertel befand sich im Nordosten der Siedlung und bestand aus eingetieften, sogenannten Grubenhäusern. Neben Tätigkeiten wie Holz- oder Bernsteinverarbeitung, die ohne große Vorkenntnisse als Nebenhandwerke ausgeführt werden konnten, etablierten sich auch Spezialisten wie Drechsler, Metallgießer oder Glasperlenhersteller. Filigrane Schmuckstücke aus Gold zeigen, welch hohes Niveau die Handwerkskunst dort erreichte.

K: Wie viel Prozent von Haithabu (Siedlung + Hafen) sind insgesamt von Archäologen ergraben worden?
L: Wann fand der Slaweneinfall in Haithabu statt?

Station 9: Das Ende von Haithabu
Hier ist der Finale-Cache versteckt
Koordinaten: (I+J+40).50056, (Quersumme aus L - 4). (K*1000 + 50972)

Der Untergang von Haithabu lässt sich vor allem aus den historischen Schriftquellen erschließen, während der endgültige archäologische Nachweis für eine gewalttätige Zerstörung von Haithabu noch zu erbringen ist. Als Drehkreuz des Fernhandels und den dadurch entstandenen Reichtum weckte Haithabu Begehrlichkeiten, die häufig nicht friedlicher Natur waren. Zeuge solcher Auseinandersetzungen sind zwei Runensteine, die zu Ehren von Kriegern errichtet wurden, die bei Kämpfen um Haithabu getötet wurden. Zahlreiche Pfeil- und Lanzenspitzen aus dem Hafenbereich unterstreichen zudem die militärische Präsenz in Haithabu. Über das Ende von Haithabu berichten mehrere Schriftquellen. Im Jahre 1050 wurde der Handelsplatz durch den norwegischen König Harald Sigurdson eingenommen und niedergebrannt. Überliefert ist dies durch die rund 200 Jahre später entstandene Heimskringla von Snorri Sturlusson. In seiner Hamburgischen Kirchengeschichte berichtet Adam von Bremen, dass Haithabu keine längere, friedliche Weiterexistenz beschieden war. Bereits 16 Jahre nach der ersten Vernichtung zerstörte ein, wohl slawischer, Überfall diesen Siedlungsplatz endgültig und das am Nordufer der Schlei gelegene Schleswig übernahm die Rolle als Fernhandelszentrum. Neuere Forschungsergebnisse weisen allerdings auf eine mögliche Weiterbesiedlung von Haithabu hin, bis zum Abschluss der Untersuchungen muss diese Frage jedoch offen bleiben.

Literatur: Birgit Maixner, Haithabu. Fernhandelszentrum zwischen den Welten [Ausstellungskatalog] (Schleswig 2012).


Bitte bedenkt bei diesem Cache, dass es sich um ein Naturschutzgebiet als auch ein geschütztes Bodendenkmal handelt.

Zusätzliche Wegpunkte   andere Koordinatensysteme

Parkplatz
N 54° 29.953'
E 009° 34.122'
Parkplatz von Haithabu
Station oder Referenzpunkt
N 54° 29.957'
E 009° 34.145'
Station 1 - Die Gründung von Haithabu
Station oder Referenzpunkt
N 54° 29.972'
E 009° 34.199'
Station 2 - Die Glaubenswelt
Station oder Referenzpunkt
N 54° 29.446'
E 009° 33.931'
Station 5 - Alltag in Haithabu
Station oder Referenzpunkt
N 54° 29.626'
E 009° 33.773'
Station 8 - Handel und Handwerk
Info Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.

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Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet Haddebyer und Selker Noor (Info)

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Logeinträge für In der Welt der Wikinger    gefunden 0x nicht gefunden 1x Hinweis 2x Wartung 2x

OC-Team archiviert 14. Januar 2019 Opencaching.de hat den Geocache archiviert

Dieser Cache ist seit mehr als 12 Monaten „momentan nicht verfügbar“; daher wird er automatisch archiviert. Er kann vom Besitzer jederzeit instand gesetzt und reaktiviert werden.

Hinweis Der Cache benötigt Wartung. Die Cachebeschreibung ist veraltet. 08. Mai 2018, 18:00 Le Dompteur hat eine Bemerkung geschrieben

FTF, DNF, oder Hinweis? Von allem etwas! Weil ich kein Logbucheintrag vornehmen konnte, muß ein Hinweis als Dokumentation herhalten.
Followings Einwand und Rettung des Caches vor dem Auto-Archiv ist berechtigt!

Am Morgen fand ich einen alten GlücksPFENNIG in der Gosse. Ob der den bevorstehenden Gerichtstermin beim OLG beinflussen könnte? In Ungewißheit ob dessen Urteil probierte ich den Pfennig außerdem noch bei einem großen Multi in der alten Wikingerstadt und archäologischen Hochburg Haithabu aus. Bekanntlich fehlt mir selbst bei kleinen, einfachen Multis die Begabung / das Glück. Aber hier, "in der Welt der Wikinger" flutschte es einfach nur! Nach nur drei Stunden war das Final in Sicht - ohne Rechenfehler aber mit einigen Überraschungen:
St.1 ist leicht zu finden, die abzulesenden Zahlen sind eindeutig!
St.2 ebenso.
St.3 will gesucht sein. An den errechneten Koordinaten sprang das GPS wie wild im dichten Unterholz. Aussichtslos, dort eine Dose zu finden, die seit vier Jahren von der Natur zurückerobert wird. Aber ein Denk-Trick half: In der Annahme, daß viele Mysteries und Multis "von hinten" erdacht und aufgebaut wurden, ein kleines Stück Richtung St.4 gelaufen und wieder kehrt gemacht. Et voilà: Ein klares Ziel an einem besonderen Baum. Mit einem Blick den Cache gesehen, der hier so lange unberührt liegen soll! Allerdings ist er direkt neben einem Freilichttheater platziert, das Abends auch als illegale Party-Location genutzt wird. Muggels haben das wohl als "geleerte Vesperdose" wahrgenommen und den vermeintlichen "Müll" achtlos liegengelassen. Die Koordinaten waren jedoch noch klar ablesbar. Glück im Unglück! Cache gesäubert und Muggelsicher unter einem Hasengrill in Augenhöhe versteckt.
St.4 ist wiederum leicht zu finden, mit einer atemberaubenden Aussicht. Allerdings ist Frage E damit nicht zu beantworten und F leicht interpretierbar.
Der Glückspfennig ließ mich hier aber noch nicht aufgeben und weiterwandern zu Station5 und siehe da: Auf dem (einzig möglichen) Weg dorthin, steht eine andere Infotafel mit dem gesuchen Zeitraum. Auch hier interpretierbar aber so, daß es nur zwei mögliche Zahlen gibt.
St.5 Ist eine reine Aufmerksamkeitsfrage (Tip: Alle Bilder betrachten und deren Beschreibungen).
St.6 errechnet und auf zu schlüssigen Koordinaten ca. 25 Meter abseits des Weges. Hier hätte ICH die Dose auch versteckt und als sicher betrachtet. Allerdings wollte diese partout nicht auftauchen - auch nach großzügiger Erweiterung des Suchradius'. Es gibt hier nur eine Art, wie sie versteckt sein kann und nur zwei Handvoll eindeutig mögliche Ziele. Hierfür würde ich einen DNF melden. Beim zurückstolpern auf den Hauptweg sah ich dann den Versteckten "Hinweis" zu der sechsten Station. Es war also alles richtig berechnet. Ohne die erhofften Koordinaten ist Station 7 aber nicht auffindbar. Die Suche nach einem Bach ist auf Offline-Karten und Google-Maps o.Ä. erfolglos.
Hier beschloß ich, endlich aufzugeben. 'war ja schon spektakulär weit gekommen, für meine Multi-Verhältnisse/-Fähigkeiten - fand ich.
Auf dem Rückweg, die Rückseite einiger Wegweiser an einem Haus gesehen. Näher rangetreten, um evtl. das Wort "Brücke" zu finden, fragte mich eine kleine "Leonie" was ich mache. Mein Begehr erklärt, hatte sie keine Antwort, rief aber "Mama unter der Dusche" die Frage zu, welche diese beantwortete. Durch Kindermund weitergesagt und entsprechende geogaphische Kenntnisse verfremdet, folgte ich der groben Richtung und fand nach 10 min. auf dem (logischen) Rückweg die Brücke. Streben und Elemente gezählt und auf zur letzten Station (Achtung! Genau lesen, welche Streben gesucht sind).
St.8 paßt aber nicht! Hier ist ein klarer Listing- und Logikfehler zu vermelden! Die Infotafel braucht es für diesen Multi gar nicht - sie enthält keinerlei Informationen zu den Fragen.
Über diese kam ich ins Gespräch mit "Martin", einem älteren Herrn auf einem Rad... der sofort schlußfolgerte, daß die gesuchte Zahl mit den 1400 Schiffen zusammenhänge, die im Jahre "L" eine Entscheidungsschlacht gegen die Angelsachsen weit weg ausfochten (SPOILER!). Dementsprechend viele Wikinger fehlten in der Heimat zur Verteidung, um die Slaven aus Neustadt i.H. abzuwehren.
Buchstabe "K" mußte ich im gerade schließenden Museum erfragen, weil ich mich vehement weigere, dauer-Internet-online in den Wald zu gehen.
Das Final dieses 8-km-Multis wurde fehlerfrei berechnet und rief nach meinem Glückspfennig. Zum Glück liegt es an einem Weg, den ich sowieso einschlagen mußte, um den letzten Bus in die Heimat zu erreichen.
Leider liegt es so "Verkehrsgünstig", daß es nicht unbeachtet die Zeit überstanden hat. Die Dose war mal ein Opencache. Selbst die laminierten Finderkunden sind feucht und fleddrig. Von einem Logbuch keine Spur. Komisch; hat der Owner doch erst vor 4 Monaten das Listing überarbeitet und dann keine Final-Kontrolle durchgeführt?
Ohne Gewissheit, daß ich die origninäre Dose fand, will ich keinen lupenreinen FTF melden, darf aber von dem "geilsten" und schönsten Multi berichten, den ich je geschafft habe und bei dem ich alles genossen habe: Das umfangreiche Listing, die schöne Wegführung, gute Ideen mit viel Kenntnis der Umgebung, und sooo viele nette, hilfsbereite Fremde, daß ich mich auf einem anderen Planeten wähnte.
Leider mußte ich hier in "Schapptüch" (Anzug, Kravatte, Aktenmappe) durchlaufen, gänzlich ohne die übliche Cacherausrüstung. Somit konnten keine Ersatzdosen oder -Logbücher ausgelegt werden.
Wer diese Empfehlenswerte Tour nachwandern möchte, um evtl. den offz. "FTF" abzugreifen, kann mich gerne per PM kontaktieren, dann spoilere ich alle Koords im Vorfeld - und als Erfolgsgarantie.

"Happy opencaching" wünsche ich sonst immer allen anderen - heute war das mal mir gewidmet Lächelnd

 

<EDIT 2018-05-12>
Fundstatus kurz in "Found it" geändert, damit mein Cachewolf mit der *.gpx-Datei die Entfernungen und Fundtage richtig berechnen kann. Danach und jetzt wieder auf den offiziellen "DNF"-Status zurückgesetzt Unschuldig
</EDIT>

Bilder für diesen Logeintrag:
St. 2 "Ansgar"St. 2 ´´Ansgar´´
St. 2 "Stele"St. 2 ´´Stele´´
St. 3 Erste "Dose"St. 3 Erste ´´Dose´´
St. 3 Neu verstecktSt. 3 Neu versteckt (Spoiler)
St. 4 Schild, fehlende Info!St. 4 Schild, fehlende Info!
St. 5 "Räume"St. 5 ´´Räume´´ (Spoiler)
St. 6 richtig berechnet!St. 6 richtig berechnet! (Spoiler)
St. 7 BrückeSt. 7 Brücke (Spoiler)
Resümee: Nur nicht aufgeben!Resümee: Nur nicht aufgeben!


zuletzt geändert am 12. Mai 2018

Hinweis Der Cache ist in gutem oder akzeptablem Zustand. 24. Januar 2018 following hat eine Bemerkung geschrieben

Die Koordinaten im Listing sind plausibel; weder die Koordinate von Station 2 noch die von Station 5 liegt im Wald. Der DNF-Logger von 2016 hat noch keinen einzigen Cache gefunden. Also hier könnte immer noch ein FTF möglich sein.

Die hohe Zahl von Beobachtern kommt durch die Beobachter der Liste "FTF nach über vier Jahren?" zustande.

OC-Team momentan nicht verfügbar Der Cache benötigt Wartung. 12. Januar 2018 mic@ hat den Geocache deaktiviert

Dem Vorlog zufolge hat dieser Multi unstimmige Koordinaten (diese liegen bei Station 2 und 5 im Wald). Der Owner sollte hier dringend vor Ort erscheinen und die Lage überprüfen, bis dahin setze ich den Status auf "Momentan nicht verfügbar". Sobald der Cache wieder gesucht werden kann, so kann dieses Listing durch den Owner selbständig über ein "kann gesucht werden"-Log reaktiviert werden.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

mic@ (OC-Support)

nicht gefunden 23. April 2016, 12:15 Anfield1970 hat den Geocache nicht gefunden

Die Koordinaten stimmen überhaupt nicht, bitte überprüfen...Aber ein netter Ausflug war es trotzdem😌