Vom visionären Klinikbau zum entspannten NFC Cache im Grünen
von TeamMB
Österreich > Steiermark > Graz
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Beschreibung
Die Architekturgeschichte des größten Krankenhauses Österreichs ist tragisch. Dabei begann es vielversprechend: Nach > 10 Jahren Erfahrung im Krankenhausbau erhielt der ambitionierte Architekt Adolf Rosmann den Auftrag, die größte und modernste Klinik Europas zu entwerfen.
Sein Konzept war außergewöhnlich: Anders als viele seiner Kollegen wollte er keinen zentralen Großbau errichten analog zu klassischen Gefängnissen. Stattdessen plante er eine Anlage in naturnaher Lage, rund zwei Kilometer außerhalb des Stadtzentrums, bestehend aus mehreren kleineren Pavillons für die einzelnen Fachrichtungen - passend zur Denk- und Arbeitsweise der Schulmedizin (teilweise werden sie bis heute entsprechend genutzt). Trotz der Hanglage verband er die Gebäude durch ein ausgeklügeltes unterirdisches Heizsystem, das bis heute in Betrieb ist.
Doch die Umsetzung geriet ins Stocken. Wie bei anderen Großprojekten kam es zu erheblichen Verzögerungen, Kostensteigerungen und die Eröffnung musste über Jahre verschoben werden. Schließlich stellten die Medien die Entscheidung infrage, einen so jungen Architekten mit diesem Großprojekt betraut zu haben. Ein Untersuchungsausschuss wurde eingesetzt, Rosmann mehrfach vorgeladen.
Das Ergebnis: 1912 wurde er von allen Vorwürfen freigesprochen. Ein eindeutiger Verantwortlicher für die Probleme konnte nicht benannt werden. Neben organisatorischen Schwierigkeiten dürften auch bürokratische Hürden und finanzielle Unregelmäßigkeiten der Stadt eine Rolle gespielt haben – nachweisen ließ sich jedoch nichts.
Für Adolf Rosmann kam die Entlastung zu spät. Unter dem Druck der Ermittlungen und den drohenden finanziellen Konsequenzen sah er 1911 keinen Ausweg mehr und nahm sich im noch unvollendeten Psychiatrie-Pavillon das Leben.
Geblieben ist sein Werk: eines der größten Krankenhäuser Europas - ein weitläufiges Jugendstil-Ensemble am Rand von Stadt und Wald auf > 60 Hektar. Allein die Wege und Straßen summieren sich auf > 10 km. Ergänzt wird die Anlage durch die Kirche zum Heiligen Erlöser, eine sehenswerte Jugendstilkirche; inzwischen befindet sich zudem ein islamisches Gebetshaus am Hang.
Im Laufe der Zeit wurde die Klinik erweitert. Zwar musste dafür ein Teil der Natur weichen, doch durch die Ergänzung einzelner Gebäude blieb der Charakter der Anlage weitgehend erhalten, auch wenn der Stilbruch zwischen Alt und Neu nicht zu übersehen ist. Im angrenzenden Wald befindet sich ein Eutanasie-Denkmal, das an die dunkle Vergangenheit der Klinik erinenrt.
Die Hörsäle für die Lehre sind in die jeweiligen Gebäude integriert. Zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten, darunter spätere Nobelpreisträger sowie einige der ersten Ärztinnen Europas, absolvierten hier ihre Ausbildung. Heute ergänzt ein moderner Med-Campus auf der gegenüberliegenden Straßenseite das historische Areal. Architektonisch besonders auffällig sind dort unter anderem die pyramidenförmige Bibliothek sowie eine Installation mit lebensgroßen Figuren, die – vom ungeborenen Kind bis zum Skelett – kopfüber von der Decke hängen und verschiedene Entwicklungsstadien des Menschen darstellen.
Der Cache befindet sich am Waldrand direkt hinter den Anatomiegebäuden, in denen Studenten aus Graz und Linz ihre Sezierkurse und Prüfungen absolvieren. Am einfachsten erreichst du ihn entweder über einen Trampelpfad vom Klinikgelände aus oder über den Menschenrechtsweg vom idyllischen Hilmteich.
Benötigte Ausrüstung: Ein NFC-fähiges Smartphone sowie eine passende NFC-Lese-App.
Der Cache besteht aus einem kleinen NFC-Tag (weißer, runder Aufkleber mit etwa 2 cm Durchmesser), auf dem das Logpasswort gespeichert ist. Er ist unter einer schwarzen Schutzabdeckung an einem Pfosten mit zwei gelben Schildern angebracht.
Du musst nichts öffnen oder entfernen: Aktiviere einfach NFC und deine App und halte dein Smartphone für 1–3 Sekunden möglichst ruhig an die schwarze Abdeckung. So kannst du das Passwort auslesen.
Zur Sicherheit: Es führen Wege dorthin – du musst weder Zäune überwinden noch etwas abschrauben oder beschädigen.
Bei Bedarf: Fahrradständer gibt's vorm Anatomie-Gebäude, ein (kostenpflichtiges) Parkhaus befindet sich in unten bei der Klinikzufahrt.
Viel Spaß! 🙂
Der (Berchtesgadener) Drive-In-NFC-Übungs-Cache Berchtesgaden (OC15355) liegt zwar ein Stück entfernt und ist mittlerweile im Archiv, enthält im Listing aber hilfreiche Tipps rund um das Thema NFC-Caching. Sollte es dennoch nicht funktionieren, gib mir gerne kurz Bescheid – per PN oder E-Mail. Wir finden bestimmt eine Lösung, damit du trotzdem loggen kannst.
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Logeinträge für Großprojekt - zu Risiken und Nebenwirkungen...
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29.03.2026, 21:57
aj-gps
hat den Geocache gefunden
Quick find on a late-evening bike trip.
Of course I had to log my find also on the tag ;p
Thanks!