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Beschreibung
Alaunwerk in Bad Freienwalde : Vom Ruhm zum Ruin – die vergessene Geschichte
Mit Blick auf ihre Industrie konnte und kann Bad Freienwalde nicht mit Städten wie etwa Eberswalde mithalten. Dennoch hat die Stadt eine spannende Industriegeschichte. Das Alaunwerk spielte einst eine Schlüsselrolle.
Reinhard Schmook leitet seit 1977 das Oderlandmuseum Bad Freienwalde und kennt sich gut mit der Geschichte der Stadt aus - auch mit der vergessenen Industriegeschichte.
Umgeben von malerischen Landschaften und eingebettet in das Oderbruch liegt die Stadt Bad Freienwalde. Sie ist berühmt und geschätzt als idyllischer Kurort und zieht mit ihren heilenden Quellen seit Jahrhunderten zahlreiche Besucher an. Während ihre Bedeutung als Rückzugsort für Gesundheit und Erholung zweifellos eine wichtige Rolle in der Stadtgeschichte spielt, hat Bad Freienwalde auch eine faszinierende industrielle Vergangenheit.
Schmook erklärt, wie Bad Freienwalde einst gerade mit seinem Alaunwerk eine Schlüsselrolle für Preußen spielte und was das alles mit dem Papst zu tun hatte.
Freienwalde wurde trotz Eberswalde zur Stadt mit wichtiger Industrie
„Wenn man über die Industriegeschichte der Stadt spricht, muss man zunächst wissen: Wir sind seit dem 17. Jahrhundert eine Kur- und Badestadt, wo Industrie im Grunde nur störend gewesen wäre“, betont Schmook zu Beginn.
Die industrielle Entwicklung habe daher größtenteils in Eberswalde stattgefunden. Dennoch gebe es aber einiges zu erzählen. Die meisten Stationen, auf die er im Gespräch eingeht, beschreibt Schmook auch in seinem Buch „700 Jahre Bad Freienwalde“ von 2016. Die wohl spannendste Geschichte, die er dabei erzählt, ist die des Alaunwerks. „Heute weiß kaum jemand davon“, so Schmook.
Begonnen habe alles im Jahr 1717, genauer am 20. Juli. An diesem Tag erteilte König Friedrich Wilhelm I. dem Generalleutnant Friedrich von Derfflinger „und einem Kompagnon die Erlaubnis, Raseneisenstein aus dem Oderbruch im Hammerthal verhütten zu dürfen“, sagt Schmook. An einem Punkt ihrer Suche nach Raseneisenstein stießen die beiden Männer dann stattdessen auf Alaunerz. „Alaun kommt ziemlich selten vor in Brandenburg“, betont Schmook, „und das Monopol auf den Alaunhandel hatte im 17. und 18. Jahrhundert der Vatikan.“ Soldatenkönig Friedrich I. habe sich davon unabhängig machen wollen und habe in Preußen auch gezielt nach Alaunerz suchen lassen.
Der Fund am Marienberg, drei Kilometer westlich von Freienwalde, war also ein Glücksgriff, denn „von hier ist es ja nicht weit bis nach Berlin.“ Aber wozu brauchte man in Preußen eigentlich Alaunerz beziehungsweise das durch dessen Verarbeitung gewonnene Alaun?
Alaunherstellung in Freienwalde machte unabhängig vom Vatikan
Das durch die Verarbeitung von Alaunerz gewonnene Alaun kam unter anderem in Gerbereien zum Einsatz, um Tierhäute zu konservieren, in der Textilindustrie, um Stoffe vor dem Färben zu behandeln, oder wurde zu medizinischen Zwecken verwendet – insbesondere zum Stillen von Blutungen oder um Hauterkrankungen zu behandeln.
Aufgrund dieser vielseitigen Einsetzbarkeit auf der einen und dem seltenen Vorkommen auf der anderen Seite war es für Friedrich von großer Bedeutung, im eigenen Land Alaunerz gefunden zu haben. Doch die Verarbeitung war im 18. Jahrhundert so komplex, dass sie hier nicht ausführlich beschrieben werden kann: „Wichtig zu wissen ist, dass das Alaunerz zunächst bergmännisch abgebaut werden musste und deshalb Bergleute aus Sachsen nach Freienwalde kamen, die das nötige Know-How besaßen, um Stollen zu bauen“, so Schmook.
Anschließend folgten langwierige Prozesse der Röstens, der Auslaugung, der Reinigung und Kristallisation, bevor aus dem Alaunerz endlich reines Alaun gewonnen war und zur industriellen Weiterverarbeitung abgepackt werden konnte. „Man brauchte im Grunde drei Abschnitte: den Bergbau, die Laugerei und die Siederei, um am Ende Alaun zu gewinnen. Und dazu gehört natürlich eine eigene Community.“
Für die Arbeiter seien damals extra Häuser gebaut worden, informiert Schmook. „1717 hatte Freienwalde vielleicht um die 1000 Einwohner und etwa 150 davon haben da draußen gearbeitet“, so der Museumsleiter weiter. „Die Alaunproduktion ist so autark geworden, dass sich ein eigener Ortsteil gebildet hat, mit eigenem Friedhof und eigener Kirche“ – der Straßenname Alaunwerk erinnert noch daran.
Das Freienwalder Alaunwerk ermöglichte es schließlich tatsächlich, dass sich Preußen bei der Alaunbeschaffung vom Vatikan lösen konnte. Die Bedeutung von Freienwalde als Industriestadt war entsprechend groß.
Als der Chemieindustrie nach 1800 kostengünstiger gelang, was zuvor die Alaunwerke taten, verdrängten erstere die Letzteren nach und nach. So wurde Mitte 1857 der Grubenbetrieb in Freienwalde gänzlich eingestellt. „Bis Ende 1862 arbeitete man noch das vorhandene Erz auf“, sagt Schmook. Doch bereits seit 1857 sei schon die Umwandlung des Alaunwerks in eine Ziegelei in Gange gewesen.
Nun aber endlich Informationen zum Multi:
Ihr folgt vom Parkplatz die Straße hoch, bitte zu Fuß und findet ein paar Stationen. Am Ende der Straße geht es in die "Pampa", für den einen ist das Terrain 2,5 und für andere 3,5 bis 4,5. Kommt auch auf die Witterung drauf an. Auf dem Weg zum Vorfinal kommt ihr u.a. in die Nähe eines ehemaligen Bergbaugelände, da wurde u.a. das Alaunerz abgebaut. Dieses braucht/dürft ihr nicht betreten! Wegstrecke knapp über 3km. Ihr benötigt keine ECGA, nur euer Schlauphone, ggf. Zettel für Notizen, einen Stift, eine Unterlage (z.B. Rettungsdecke) sowie ein bissl Zeit. Es muss nirgends gekletter oder was abmontiert werden! Und es ist KEIN Nachtcache!
Der Rückweg ist einfacher, Infos dazu im Finale!
Station 1: N 52 47.345 E 013 59.639
Um zu Station 2 zu kommen, ermittel Entfernung (Meter) BWW Nachname mal 1,9 und Richtung (Grad) QS der Zahlen auf dem Stein mal 3,782
Station 2: Finde den Finde QR Code u. auch M. M = 1. Zahl
Station 3: Entfernung linkes Schild BWW aller Buchstaben * 2,749 = m
Richtung rechtes Schild BWW aller Buchstaben = Grad
Auf mehreren Steinen findest du eine Zahl = 2. Zahl
Station 4: BWW vom Namen = 3. u. 4. Zahl
Station 5: Peile zum Vorfinale: 99.44 m, 133.64°
Vorfinale: Hier benötigst du die 4 Zahlen und suche da nach A bis P sowie W, X, Y, Z
Zusätzliche Wegpunkte
andere Koordinatensysteme
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N 52° 47.400' E 013° 59.680' |
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N 52° 47.345' E 013° 59.639' |
Station 1: Entfernung (Meter) BWW Nachname mal 1,9 und Richtung (Grad) QS der Zahlen mal 3,782 |
Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.
Hilfreiches
Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet Bad Freienwalde (Waldkomplex) (Info)
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