FTF für Jedermann - MULTI
por Dosenschmied
Alemania > Sachsen > Vogtlandkreis
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Descripción
Deutsch
(Alemán)
FTF für Jedermann – MULTI
Viele
Cacher schaffen es einfach nicht, früh schnell den gerade erschienenen
Cache zu machen und sich als Erstfinder einzutragen. Ein FTF ist schwer
zu erhaschen. FTF bedeutet First-Time-Found = Erstfund. Das möchte ich
ändern. Hier kann jeder einen FTF machen, und das auch noch Jahre nach
dem Release!
FTF steht hier für Filz-Tuch-Fabrik. Für Jedermann deshalb, weil es auch
einen einfachen Tradi gibt. Dieses hier ist der Multi aus der Serie.
Einen FTF - Bonus gibt es natürlich auch noch. So ist für Jedermann was
dabei.
Wer lieber nen schnellen Tradi mag, wird in unmittelbarer Nähe auch fündig werden.
Zur Geschichte der Fabrik ein paar Worte

1874
gründete der aus Lengenfeld stammende Tuchmachermeister Franz Louis
Wolff am Ortsausgang Rodewisch, Richtung Wernesgrün, einen Betrieb zur
Filztuchherstellung. Dieses Tuch wurde zur Papierherstellung benötigt,
wobei der Bedarf stetig stieg.
1887 bis 1897 wurde ein großer Teil der Fabrikanlagen gebaut, aber auch
die Chefvilla und die Arbeiterhäuser auf der anderen Straßenseite. Ein
Jahr später wurde eine Wasserturbine in Betrieb genommen, die das Wasser
des Wernesbaches ausnutzte.
Die Firma wuchs und gewann an Personal, Ansehen und konnte die
Produktion stetig steigern. Auch auf dem sozialen Sektor hatte der
Firmengründer viel geleistet. Es gab Betriebskrankenkasse,
Auszeichnungsfond und weitere Vergünstigungen für langjährige
Mitarbeiter. Aus dem Betrieb gingen insbesondere durch den Techniker
Ernst Rüdiger in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg 3 Patente hervor.
Bereits 1915 war die Belegschaft auf 250 Personen angewachsen und 1921
wurde sogar eine 25 Mitglieder starke Betriebsfeuerwehr gegründet.
1925 schieden Wolff und sein Sohn aus der Geschäftsleitung aus, die nun
Ernst Rüdiger inne hatte. Ab 1926 wurde der Betrieb erheblich erweitert.
Es entstand unter anderem das für damalige Verhältnisse hoch moderne
Stahlbetongebäude mit 5 Stockwerken und den beiden 36 m hohen Türmen. Es
beherbergte die Spinnerei und wurde später zum Wahrzeichen des
Betriebs.
Viel Aufwand wurde in Pumpen und Brunnenanlagen gesteckt, so war der
tiefste Brunnen 120 m tief. Die Produktion erforderte viel Wasser. Aber
auch Werksschlosserei, Kesselhaus und Schornstein, Walkereien und andere
Produktionsgebäude entstanden.

Im
Krieg war der Betrieb durch Beschuss nur leicht beschädigt worden. Es
konnte weiter produziert werden, wenn auch die Produktion seit der
Wirtschaftskriese stagnierte. Am 20.April 1945 mußte die Produktion
wegen der nahen Front eingestellt werden. Rüdiger verliess Betrieb und
seine Heimat. Der Geschäftsführer Gottfried Wunderlich , unter anderem
auch Besitzer des Rittergutes in Plohn, wurde am 5. Oktober enteignet.
Am 30. Juni 1946 wurde die Fabrik unter die Kontrolle der sowj.
Militäradministration gestellt. Der Betrieb wurde Staatseigentum.
1951 wurden die 4 Filztuchfabriken Rodewisch, Lengenfeld, Waldkirchen
und Wolfspfütz zusammengelegt, es entstand der VEB Vereinigte
Vogtländische Filztuchfabriken mit Sitz in Lengenfeld.
Erstmalig in der Welt konnten endlos gewebte Siebe aus synthetischen Drähten hergestellt werden.




1967
wurde unter Lizenzgabe beim Aufbau einer Filzfabrik in Indien geholfen,
wobei auch indische Arbeiter in Rodewisch ausgebildet wurden. Wenig
später wurden weitere Filzfabriken in den Verbund eingegliedert, unter
anderem aus Leisnig und Gera.
Die Filztuchfabrik unterhält in den frühen Siebzigern regen Kontakt zu
anderen Fabriken im sozialistischen Ausland, so z.B. nach Ungarn oder
der CSSR, aber auch Arbeiter aus Mosambik und Vietnam waren bis zur
Wende hier anzutreffen.
1977 wurde der neue Sozialtrakt und der moderne Speisesaal eingeweiht.


Der
Betrieb galt zu dieser Zeit als der modernste der osteuropäischen
Länder und deckte den Gesamtbedarf der DDR an Papiermaschienenfilzen.
Nach der Wende 1990 wurde der Betrieb aus dem Verband gelöst und als GmbH zum eigenständigen Treuhandbetrieb.
Gleichzeitig sank die Produktion durch den westlichen Konkurenzdruck
stark. Es mussten Arbeiter entlassen werden, die Geschäfte liefen
schlecht. Ein Verkauf und eine Schliessung waren im Gespräch. Die
Belegschaft sank innerhalb von 2 Jahren von 480 im Jahr der Wende auf
110.
1993 entging man auf persönliches Engagement einiger Mitarbeiter der
Liquidation durch die Treuhand. Auch das Geschäft mit einem
Kaufinteressenten wurde auf die Initiative der Belegschaft hin
unterbunden, da eine Schliessung des Werkes nach "Plünderung" der
Produktionsmittel und des Know-Hows zu erwarten war.
Zu dieser Zeit hatten einige Mitarbeiter den Plan den Betrieb selbst zu
kaufen und die Produktion selbst in die Hand zu nehmen. Doch der
Neuanfang in Rodewisch war auf Grund des großen, unrentablen Werkes
nicht machbar, zu viel hätte verändert und verkleinert werden müssen. Am
Betriebsstandort Lengenfeld standen die Chancen mit einer neuen Halle
einen neuen Anfang zu schaffen besser. So bleib der Betrieb in Rodewisch
bei der Treuhand.
Durch ein fünfköpfiges Managment-Buy-Out-Team und Investoren aus
Philadelphia und München konnte zumindest der Name, die Produktion und
somit formell der Betrieb gerettet werden, wenn auch die Betriebsstätte
Rodewisch ab diesem Zeitpunkt dem Tode gewidmet war. In Lengenfeld
wurden ab 1996 hingegen Geotextilien z.B. zur Haldensanierung und Filze /
Vliese zur Papierherstellung wie zu Beginn der Produktion vor fast 100
Jahren hergestellt.
Für den rodewischer Standort konnte kein Investor gefunden werden, aus marktstrategischen Gründen wurde jedoch zumindest der Name "Filztuchfabrik Rodewisch" auch in Lengenfeld weiter verwendet.
In den späten 90ern und bis 2007 wurde das Areal dem Verfall Preis gegeben. Hin und wieder nutzte z.B. die Bundeswehr das Gelände für Übungen im Häuserkampf, doch eine industrielle Nutzung war nicht mehr in Sicht.



Durch
unerklärliche Vorgänge war es auch möglich, dass zur Zeit der höchsten
Preise für Stahlschrott und Buntmetall hier ganze Abrissfirmen ihr
Unwesen trieben. Es wurde alles verwertbare aus dem Herzen der Fabrik
herausgerissen, die Altlasten und Trümmer blieben zurück, ohne das
jemand verantwortlich gemacht werden konnte.
Der Stadt Rodewisch gelang es erst durch großzügige Fördermittel einen
fachgerechten Abriss in den Jahren 2009 und 2010 in Auftrag zu geben.
Der Schornstein und die Fabrik wurden gesprengt, die Trümmer entsorgt
und das Areal renaturalisiert. Heute ist von der Fabrik nichts mehr zu
erkennen.



Hier ist auch ein VIDEO von der Sprengung des Schornsteins.
Ein Stück rodewischer Industriegeschichte geht zu Ende!
Dieser Cache soll an die 1000 großen und kleinen Geschichten rund um
diesen Betrieb erinnern, ohne dabei irgend einen Anspruch zu erheben. Er
soll euch Spaß machen und ein wenig in der Nähe herumführen. Ich
glaube, es wird eine schöne Tour - Nein, ich weiß es!
Und so präsentierte sich das Gelände 2010, kurz vor Ende der Renaturalisierung.


Quellen: Wolfgang Männel, Günter Wurdak, Gerd Buchold sowie Internetseite www.filztuch.de
Nun zum Cache
Station 1 – Koordinaten siehe Listing
ist unmittelbar am Parkplatz zu finden. Ihr seht auf einer Übersichtstafel eine ganze Reihe von Zahlen.
Folgende sind wichtig:
A = __ = die letzte Ziffer der letzten Zahl im Text.
B = __ = die dritte Ziffer der ersten Zahl im Text.
C = __ = die Arbeitsbreite minus 20 Meter.
Station 2 – Koordinaten siehe Listing
Hier
muß ich unbedingt davor warnen Werkzeuge oder Gewalt anzuwenden. Laßt
auch die Mauer ganz. Der Richtige Dreh entscheidet über den Erfolg zum
Zugang zur Station!
Bitte unbedingt wieder so verlassen wie vorgefunden! KEINE HINWEISE, KEIN WERKZEUG, KEINE GEWALT!!
Wenn Ihr das erste Hindernis geschafft habt, solltet ihr folgende Zahl einstellen, um weitere zum Inneren der Station vorzudringen:
CODE: { *** A *** B *** C *** }
Nun mit eurer 9V Batterie die Station starten.
Ihr erfahrt fürs Final die Zahl { DEF } und für den Bonus { ZZZ }.
Bei Ausfall der Station die Notfall-Matrix befragen, die hilft auch weiter, ist aber nicht so cool
Sucht auf den Feldern { ABC } und lest die beiden Werte { DEF } und { ZZZ } ab.
Bevor ich es vergesse, das Final wartet auf euch bei:
N:093 + { DEF } und E:1006 - { DEF }
Viel Glück und Spaß wünscht euch das Team Dosenschmied.
Inventar:
Logbuch, Bleistift und Cachenote (Bitte dort lassen)
Formel und Bedienelement für den BONUS (Benutzt den vorhanden Draht im großen Rohr. Das kleine Rohr ist nicht mehr in Verwendung)
Diverse Tauschgegenstände
Benötigt wird für diesen Cache eine 9V Blockbatterie!
Ihr solltet nicht bei mehr als 10 cm Schnee starten und feste Kleidung und festes Schuhwerk anziehen. An den Stationen könntet ihr euch die Hände schmutzig machen. Wer sich ekelt, sollte für das Heben der BONUS-Formel die Hand als Mundstück um das Blaue legen...
Schlußbemerkung:
Für diesen Cache wurde eine Menge Zeit, Material und letztlich auch Geld
investiert. Es wäre super, wenn die Stationen und das Finale mit
entsprechender Sorgfalt behandelt werden. Wenn was kaputt ist oder
kaputt geht sagt es mir, damit auch die nächsten Cacher den selben Spaß
haben können.
and: "no animal was harmed during make of this cache"
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ACHTUNG ! Bitte unbedingt anrufen,
wenn der Cache weg ist! DANKE
0162 4410066
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Ayuda adicional
Descripción
[Benötigt wird für diesen Cache eine 9V Blockbatterie!]
[S2] Qrpxry IBEFVPUGVT qerura. Nhs evpugvtrf Nasnrqrya orvz Mhfnzzraonh qre Qbfr npugra! --> XRVAR TRJNYG!!!
[Finale] Qre Qrpxry vfg AVPUG irefpuenhog
A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z
Utilidades
Buscar geocaches en las inmediaciones:
todo -
búsqueda -
mismo tipo
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