von Auf den Pfaden Dithmarschen
Deutschland > Schleswig-Holstein > Dithmarschen
Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!
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Beschreibung
Tour Süderdithmarschen: „Nationalsozialistischer Einbruch und demokratischer Neubeginn”
Auf dieser 42 km langen Fahrradtour durch Süderdithmarschen erhalten Sie beispielhafte Einblicke in die antidemokratische Geschichte Dithmarschens vor und während der NS-Zeit sowie den demokratischen Neubeginn ab 1945. Wie wurde hier die Demokratie zerstört? Wie wurde die NS-Herrschaft ausgeübt? Was unternahmen die britischen Besatzer, um nach 1945 eine stabile Demokratie aufzubauen? Wie können wir heute die Demokratie stärken?
Cache 3:
1944: Lager Gudendorf
Sie sind auf dem Gelände der Gedenkstätte Gudendorf. Das monumentale Mahnmal von Siegfried Assmann bildet den Mittelpunkt dieses 1962 eröffneten zentralen Gedenkorts für sowjetische Kriegsgefangene in Schleswig-Holstein. Warum Gudendorf? Was ist hier passiert?
Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion im Sommer 1941 sollte ein weiterer „Blitzkrieg“ werden. Eine Versorgung von bereits 1941 drei Millionen Kriegsgefangenen planten Wehrmacht und NS-Führung nicht; mehr als die Hälfte starb bis Frühjahr 1942.
Seit dem Winter werden sowjetische Kriegsgefangene ins Reich transportiert. Die Überlebenden kommen in elendem Zustand an. Norderdithmarschens NSDAP-Kreisleiter Hansen klagt, sie kämen „vollkommen verhungert“ an und könnten sich oft kaum „kaum mit eigener Kraft vorwärts bewegen“. Dabei sollen sie doch Zwangsarbeit leisten, zum Beispiel einen Flugplatz in Gudendorf bauen. In der rassistischen Hierarchie der Nationalsozialisten stehen sie ganz unten: Sie gelten als verachtete „Untermenschen“, deren Leben nichts wert schien.
Im Frühjahr 1944 verlagerte die Wehrmacht ihr zentrales schleswig-holsteinisches Zweiglager mit Krankenstation für sowjetische Kriegsgefangene hierher. Die medizinische Versorgung im Lager war indes nur auf eine schnelle Wiederherstellung der Arbeitskraft ausgerichtet. Es ist aufgrund schlechter Quellenlage nicht bekannt, wie viele Menschen hier tatsächlich starben.
Insgesamt kamen 1941 bis 1945 circa drei Millionen sowjetische Kriegsgefangene ums Leben. Die Sowjetunion verlangte nach Kriegsende, dass an Grabstätten auch Gedenksteine errichtet würden. So auch in Gudendorf. Die Neugestaltung mit Stele und Landschaftsgestaltung im Jahr 1962 wurde vom Land beschlossen. Träger der Einrichtung ist die Gemeinde Gudendorf. Seit 1983 sorgt die engagierte Initiative „Blumen für Gudendorf“ für eine aktive Erinnerungsarbeit.
Der offen vertretene menschenunwürdige, ja mörderische Umgang mit sowjetischen Soldaten war ein besonders schlimmer Ausdruck nationalsozialistischer Gewalt. Diesen Tiefpunkt auch der regionalen Geschichte nicht zu vergessen, ist die wichtige Aufgabe dieser Gedenkstätte!
Hinweis: Wenn Sie die ganze Tour Nationalsozialistischer Einbruch und demokratischer Neubeginn durch Süderdithmarschen geschafft haben, können Sie einen besonderen Sticker bei RIMO-Art (Direkt gegenüber der Neulandhalle einlösen. Als Nachweis zeigen Sie bitte die „geloggten Caches“ oder Bilder der Geocaches.
Verwendete Literatur:
Meier, Verena: Das Lager und die Gedenkstätte für sowjetische Kriegsgefangene in Gudendorf. Husum 2021.
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Logeinträge für Süderdithmarschen Cache 3/6
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28. August 2025
Opencaching.de
hat den Geocache archiviert
Dieser Cache ist seit mehr als 6 Monaten „momentan nicht verfügbar“; daher wird er automatisch archiviert. Er kann vom Besitzer jederzeit instand gesetzt und reaktiviert werden.
24. Februar 2025
dogesu
hat den Geocache deaktiviert
Den vorliegenden Logs und einer Meldung zufolge ist der Cache nicht aufzufinden und die Koordinaten liegen weit ab vom im Text beschriebenen Objekt. Der Owner sollte hier dringend vor Ort erscheinen und die Koordinaten überprüfen; bis dahin setze ich den Status auf "Momentan nicht verfügbar".
Sobald der Cache gewartet wurde, kann ihn der Owner wieder selbstständig durch ein "kann gesucht werden"-Log aktivieren.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.
dogesu (OC-Support)
08. Februar 2025
oneways
hat den Geocache nicht gefunden
Da das Lager ca.3Min weiter westlich liegt. Habe ich dir Dose dort vermutet, sber bei springenden Koord im Wald und ohne zielführendrm Hint hatte ich keine Chance.
Bitte Koordinaten prüfen.