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Kieler Stolpersteine II

von kamuckel&bohrsty     Deutschland > Schleswig-Holstein > Kiel, Kreisfreie Stadt

N 54° 19.117' E 010° 07.436' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 1:00 h   Strecke: 1.8 km
 Versteckt am: 03. November 2013
 Veröffentlicht am: 03. November 2013
 Letzte Änderung: 10. März 2014
 Listing: https://opencaching.de/OC102F0

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Gefahren
Infrastruktur
Zeitlich
Saisonbedingt
Listing

Beschreibung   

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Eine Liste aller "Kieler- Stolpersteine"- Caches


Wichtig für alle Cacher, die sich durch das zugegebenermaßen recht lange Listing abgeschreckt fühlen: es ist NICHT notwendig, das komplette Listing zu lesen. Es soll nur Hintergrundinformationen zu den einzelnen Stolpersteinen geben. Die Fragen zu den Stationen findet ihr auch unten bei den zusätzlichen Wegpunkten.


Die „Stolpersteine" sind ein Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig (*1947). Die in Fußwege eingebetteten Gedenksteine halten die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus - jüdische Bürger, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und „Euthanasie"-Opfer - wach. Jeder Stolperstein ist einem Menschen gewidmet, der durch nationalsozialistische Gewalt zu Tode kam. Seit 2003 hat Gunter Demnig in über 500 Städten und Gemeinden in Deutschland und mehreren Ländern Europas über 27.000 Steine verlegt.

Demnigs Intention ist es, den Opfern ihre Namen zurückzugeben:
„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist."

Auf den etwa zehn mal zehn Zentimeter großen Stolpersteinen sind kleine Messingplatten mit den Namen und Lebensdaten von NS-Opfern angebracht. Sie werden vor dem letzten bekannten und frei gewählten Wohnort in das Pflaster des Gehweges eingelassen. Finanziert werden die Stolpersteine durch private Spenden. (...)

[Quelle: http://www.kiel.de/kultur/stadtgeschichte/stolpersteine/kunstprojekt.php]

Die folgenden Informationen zu den einzelnen Opfern nationalsozialistischer Gewalt sind allesamt zu finden unter: http://www.kiel.de/kultur/stadtgeschichte/stolpersteine/dokumentation.php



1. Station: N54°19.117 E10°07.436

Der Stolperstein von Herbert Engel

Herbert Engel wurde am 25.10.1914 in Kiel als Sohn von Fritz und Berta Engel geboren. Er hatte eine Schwester, deren Name nicht bekannt ist. Herbert Engel war nicht verheiratet und hatte Tischler gelernt. Sein letzter bekannter Wohnsitz war hier in der Herzog-Friedrich-Straße 93 in Kiel.

Herbert Engel galt im Nationalsozialismus als „Asozialer“ bzw. „Gemeinschaftsfremder“. Das heißt, dass er als ein Mensch eingestuft wurde, der „sich nicht der in einem nationalsozialistischen Staat selbstverständlichen Ordnung fügen“ wollte. Heutzutage würde Engel vermutlich als Kleinkrimineller gelten. Er ließ sich zum Beispiel Lohn vor Abschluss einer Arbeit auszahlen, stahl Essen und Kleidungsstücke oder wiederholt Fahrräder, um sie zu verkaufen. Diese Straftaten beging er, um überleben zu können. Ein Psychiater der Nervenheilanstalt Neustadt, in die er zweimal „zur Besserung“ eingewiesen worden war, bezeichnete ihn als „haltlosen, willensschwachen Psychopathen“. Diese Aussagen nutzten die Nationalsozialisten als Rechtfertigung, um Herbert Engel letztendlich ins Konzentrationslager deportieren zu können. Hitler wollte jeden, der drei oder vier Verbrechen begangen hatte, definitiv ins Konzentrationslager stecken. Diesen Vorstellungen lag zugrunde, dass man zum Verbrecher geboren, nicht gemacht wurde. Die Diagnosen der Gutachter waren von menschenverachtenden Vorurteilen geprägt. 1932 meldete Engel sich zum freiwilligen Arbeitsdienst. Er wurde aufgrund seiner dabei verübten Straftaten zu mehreren kurzen Gefängnisstrafen verurteilt. In den Akten ist nachzulesen, dass er am 23.8.1939 zwangssterilisiert wurde, denn nach Meinung der Nationalsozialisten durfte er als „Asozialer“ seine Gene nicht weitergeben. Wegen seiner Verurteilungen und Herabsetzungen beging er insgesamt fünf Suizidversuche. Am 11.12.1942 wurde Herbert Engel mit einem Sammeltransport nach Celle in das dortige Zuchthaus gebracht. Es galt als besonders grausam. Herbert Engel wurde am 4. März 1943 laut Aktennotiz in das KZ Neuengamme bei Hamburg „entlassen“. Mehr ist über seine Deportation ins KZ nicht vermerkt.

Dort starb er am 7.10.1943. Die offizielle Todesursache lautete „offene Lungentuberkulose“; es ist jedoch fraglich, ob dies die tatsächliche Todesursache war. Es ist denkbar, dass er Opfer eines Krankenmordes wurde. Denn angeblich an Tuberkulose erkrankte KZ-Häftlinge wurden nach Aussagen Überlebender mit Benzin- oder Milchspritzen sowie mit giftverseuchtem Wasser, oft in medizinischen Experimenten, ermordet. Herbert Engel wurde nur 29 Jahre alt.

 

Im Haus nebenan ist ein kleiner Laden untergebracht.

A= Wieviele Buchstaben hat das Nomen vor „Laden“? [ ]

B= Direkt gegenüber steht ein beigefarbenes Haus. Was ist hier das besondere an der Hauseingangstür? 1. Die Fensterelemente sind assymetrisch [ ]

2. Die Tür ist doppelflüglig [ ]

3. Die Tür ist aus Eichenholz und hat einen Messingklopfer [ ]

 

 

2. Station: N54°18.969 E10°07.586

Der Stolperstein der Sandbanks

Wolf Sandbank, geboren am 9. Mai 1893 in Rudka/Polen,zog im Juni 1925 von Berlin nach Kiel. Dort lernte er Amalie Bombach kennen, geboren am 8. März 1900 in Zolynia/Galizien, die seit Mai 1913 in Kiel lebte. Beide waren polnischer Staatsangehörigkeit, bekannten sich offen zu ihrem jüdischen Glauben und traten nach ihrem Umzug nach Kiel sofort in die israelitische Gemeinde Kiel ein. Wegen ihrer jeweils vier jüdischen Großeltern galten Amalie, Wolf und später auch ihre vier Kinder laut nationalsozialistischen Gesetzen als „Volljuden“, die nicht zur sogenannten „Volksgemeinschaft“ gehörten.

Am 5. Dezember 1926 kam ihre erste gemeinsame Tochter, Frieda, zur Welt, es folgten Hermann am 11. September 1928, Fanny am 11. April 1930 sowie Betty am 7. Mai 1933. Alle Kinder waren Mitglieder der jüdischen Gemeinde. Familie Sandbank zog am 29. April 1930 in die Ringstraße 36, welches ihr letzter frei gewählter Wohnort in Kiel war. Dort betrieb Wolf Sandbank bis September 1939 ein Textil- und Schuhwarengeschäft. Wie bekannt, sollten alle Juden polnischer Herkunft mit der sogenannten „Polen-Aktion“ am 29. Oktober 1938 nach Polen abgeschoben werden, dies passierte aber nicht, da sich alles verzögerte. Nach Kriegsbeginn am 1. September 1939 ordnete der Chef der Sicherheitspolizei, Reinhard Heydrich, an, dass alle männlichen polnischen Juden verhaftet werden sollten. Daraufhin wurde Wolf Sandbank am 10. September 1939 festgenommen. Laut eines Zeitzeugenberichts des Neffen von Wolf und Amalie Sandbank, der zu dieser Zeit ebenfalls mit seiner Familie (Familie Mandel) in Kiel lebte, schickte Amalie nach der Verhaftung ihres Mannes ihre damals 10-jährige Tochter Fanny zu der Familie des Neffen, um sie zu warnen. Dank Fanny Sandbank konnte sich der Vater des Neffen wenige Sekunden, bevor die Gestapo auch bei ihnen ankam, verstecken und zunächst untertauchen. Die Quellen bestätigen, dass sich der unschuldige Wolf Sandbank im September und November im Gefängnis in Kiel in „Schutzhaft“ befand.

Am 13. September 1939 wurden Amalie und ihre Kinder Fanny, Betty, Hermann und Frieda mit Amalies Schwester und deren zwei Kindern (also ihren Neffen) nach Leipzig deportiert. In Leipzig lebten sie mit anderen jüdischen Frauen und Kindern aus Kiel in einer Turnhalle einer jüdischen Schule in der Gustav-Adolf-Straße 7. Die Familie von Amalies Schwester hatte Fluchtpläne und wollte die Sandbanks überreden mitzukommen, aber Amalie wollte auf die Freilassung ihres Mannes warten und dann erst flüchten. Familie Mandel konnte sich nach Israel retten, aber Amalie und die Kinder wurden am 13. Juli 1942 mit dem Transport 163 nach Auschwitz deportiert. Von diesem Transport gab es keine Überlebenden. Währenddessen wurde Wolf Sandbank in Kiel verhaftet und am 14. Februar 1940 in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Wie seine Frau und Kinder wurde er schließlich nach Auschwitz deportiert, vermutlich am 23. Oktober 1942 auf einem Transport mit 454 weiteren Häftlingen, da Himmler befohlen hatte, alle in Konzentrationslagern einsitzenden jüdischen Häftlinge in Vernichtungslager zu bringen. Die Familie Sandbank starb in dem Massenvernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Wolf Sandbank wurde am 11. Januar 1943 im Alter von 50 Jahren ermordet. Das Todesdatum von Amalie (43), Betty, Fanny, Frieda und Hermann geht aus den Quellen nicht klar hervor, aber der Internationale Suchdienst in Bad Arolsen vermutet auch den 11. Januar 1943 als Todesdatum. Die Kinder waren unter den letzten 20 deportierten Kindern aus Leipzig. Betty wurde 10 Jahre, Fanny 13 Jahre, Hermann 15 Jahre und Frieda 17 Jahre alt. Sie hätten ihr ganzes Leben noch vor sich gehabt, aber starben im Zuge des Holocausts

 

Direkt gegenüber befindet sich ein Unternehmen, dessen Farben, ähnlich wie beim „Großen Schweden“ blau, gelb und schwarz sind.

C= Wandle die Buchstaben des ersten Wortes der „Firma“ nach bekannter Methode um (A=1, B=2...) und addiere sie. [ ]

D= Wenn ihr die Straße hinunter schaut seht ihr eine „Säule“, an der rote Zahlen zu sehen sind. Wie viele Ziffern leuchten hier (Ziffern in Namen zählen nicht!)? [ ]

 

3. Station: N54°19.014 E10°07.735

Der Stolperstein der Wiesners

Die Eheleute Josef Hersch Wiesner und Cirel, geb. Heller, lebten laut Quellen seit spätestens 1921 gemeinsam in Kiel und hatten ein Wäsche-, Rohprodukt- und Textilgeschäft. Beide gehörten zu den sogenannten „Ostjuden“ und wurden am 3. Dezember 1894 oder 1896 in Manasterczany-Stanislau bzw. am 28. März 1900 in Wygoda-Dolina in Galizien geboren. Zwischen 1921 und 1937 bekamen sie insgesamt sieben Kinder: Charlotte (* 10. Dezember 1921), Regina (* 6. März 1923), die Zwillinge Rosa und Gisela (* 19. April 1924), die Zwillinge Frieda und Leopold (* 6. November 1927) und Selma (*25. Januar 1937). Rosa verstarb schon 1928 mit vier Jahren.

Das Pogrom vom 9./10. November 1938 bildete das Ende jeglicher Normalität für die Juden in Deutschland. Viele Angehörige der Familie Wiesner wurden in dieser Nacht verhaftet und ins Polizeigefängnis Kiel gebracht. Vorangegangen war die sogenannte „Polenaktion“ am 29.Oktober 1938, bei der alle Familienmitglieder bis auf Charlotte, die zu diesem Zeitpunkt in Hannover lebte, verhaftet. Am 11. und 15. Juli wurden mehrere Kieler „Ostjuden“ zur Abschreckung verhaftet und für mehrere Tage ins Kieler Polizeigefängnis gebracht, darunter auch Josefs Vater Alter Weber.

Spätestens jetzt war allen jüdischen Familien die bedrohliche Lage bewusst. Sie suchten verzweifelt nach Auswanderungsmöglichkeiten. Immerhin konnten Leopold und Frieda im Sommer 1939 mit Hilfe eines Kindertransportes nach England gebracht und so gerettet werden. Anfang Juli 1939 gelangte Josef Hersch mithilfe von bezahlten Schmugglern über die Grenze nach Belgien und weiter nach Brüssel. Dort bemühte er sich zusammen mit einem Schwager und einem seiner Brüder um Ausreisevisa für sich und seine Familie in die USA. Jedoch vergeblich. Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Belgien im Mai 1940 wurde er von den Nationalsozialisten wieder eingeholt. Vermutlich geriet er dort ziemlich schnell in Gefangenschaft und wurde am 11. August1942 mit dem Transport II von Malines deportiert und erreichte am 13. August das KZ Auschwitz, wo er bis 1945 blieb. Mit dem Herannahen der Roten Armee 1945 wurden die Häftlinge der frontnahen Konzentrationslager zu den sogenannten „Todesmärschen“ gezwungen. So gelangte Josef nach Neuengamme, wo er am 11. Mai 1945, drei Tage nach Kriegsende, an den Folgen des strapaziösen Marsches, der Unterernährung und seines Aufenthaltes im Konzentrationslager starb.

Cirel Wiesner und ihre Töchter Gisela (15 J.) und Selma(3 J.) wurden am 13. September 1939 mit mindestens 32 weiteren ostjüdischen Kindern und Frauen nach Leipzig deportiert. Dort wurden sie in einer als Sammellager umfunktionierten Schule interniert. Laut den Quellen gelang nur vier Menschen von dort die Flucht, darunter Gisela Wiesner. Sie flüchtete 1941 über Berlin, Zagreb, Italien und die Schweiz nach Palästina und emigrierte 1945 nach Australien. Ihre Mutter und die kleine Schwester Selma wurden am 21. Januar 1942 nach Riga weiterdeportiert. Vermutlich fanden sie in einem der umliegenden Lager oder bei einer der Massenhinrichtungen im sogenannten Hochwald den Tod. Regina Wiesner befand sich zum Zeitpunkt der Deportation ihrer Mutter und Schwestern nach Leipzig in einem Krankenhaus. Es wird davon ausgegangen, dass sie psychisch krank war. Am 16. September 1940 wurde sie von Neustadt/Holstein nach Hamburg-Langenhorn verlegt, wo sie nur eine Woche später ins ehemalige Zuchthaus Brandenburg deportiert wurde, das zu diesem Zeitpunkt als Tötungsanstalt für Euthanasieaktionen genutzt wurde. Noch am selben Tag, dem 23. April 1940, wurde sie dort ermordet.

Die älteste Tochter der Familie Wiesner, Charlotte, lebte bis zum 31. Juli 1939 mit ihrer Familie im „Judenhaus“ Feuergang 2 in Kiel, bis sie sich nach Hamburg abmeldete. Wie sie nach Bratislava gelangte, ist nicht bekannt, doch vermutlich ging sie dort am 3. September 1940 an Bord der„Pacific“, dem letzten Schiff, das während des Krieges Palästina legal erreichte. Kurz nach Ankunft im Hafen von Haifa kam sie bei der Explosion der „Patria“, die die Flüchtlinge zur Internierung nach Mauritius bringen sollte, am 25. November 1940 ums Leben.

 

Schräg gegenüber des ehemaligen Wohnhauses befindet sich heute ein Gebäude, das eine besondere Schule beherbergt. Der Name des „Trägervereins“ ist recht lang und besteht aus 5 Worten (mittleres Schild im Schaufenster).

E= Nehmt von jedem Wort den ersten Buchstaben, wandelt diese nach bekanntem Schema um (A=1, B=2,...) und addiert diese. [ ]

F= Direkt gegenüber seht ihr einen Parkplatz und eine große Häuserwand mit einem Schriftzug darauf. In welchem Bundesland liegt der dort zu lesende Ort?

1. Bayern [ ]

2. Baden- Würtemberg [ ]

3. Thüringen [ ]

4. Sachsen [ ]

 

4. Station: N54°19.056 E10°07.697

Der Stolperstein von Regina Karlsberg

Regina Karlsberg, geb. Berghoff, wurde am 28. Februar 1914 als Tochter von David und Sally Berghoff, geb. Bertenthal, in Kiel geboren. Die Familie lebte zur Zeit von Reginas Geburt im Königsweg 1. Regina war, wie ihre Eltern, Mitglied der israelitischen Gemeinde Kiel und wurde orthodox erzogen. Sie hatte die deutsche Staatsbürgerschaft inne und kam aus einem sehr wohlhabenden Elternhaus. Ihr Vater besaß ein florierendes Schuhgeschäft (Königsweg 1) und einige Immobilien, z. B. in Hamburg-Altona. Alles musste er am 28. August 1938 weit unter Wert verkaufen. Das Geld fiel an die Staatskasse.

Aufgrund der zunehmenden Verfolgung der Juden in Deutschland versuchte Regina 1939 nach Dänemark zu emigrieren, wurde von dort jedoch wieder zurückgeschickt, da sie „mittellos und ohne Geld war“. Am 7. Juni 1940 heiratete sie Rolf Abel Wilhelm Karlsberg, zu diesem Zeitpunkt noch wohnhaft in der Flämischen Straße 22 a in Kiel, während Regina weiterhin in ihrem Elterhaus wohnte. Das Ehepaar blieb kinderlos. Am 7. Juli 1940 bezogen beide eine Wohnung in Berlin in der Bötzowstr. 14, da Regina mit ihrem Mann einen wirtschaftlichen Neuanfang wagen wollte. Dieser hatte zuvor ein Toilettenartikelgeschäft besessen, das ihm jedoch aufgrund der staatlichen Maßnahmen zur „Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben“ abgenommen worden war.

Regina Karlsberg plante, den Beruf der Putzmacherin zu erlernen, während ihr Mann zum Schweißer umlernte. Im Mai 1941 zogen die Eheleute dann gemeinsam in ein Zimmer der Wohnung der Eltern Berghoff im Königsweg 1 in Kiel und planten ihre baldige Emigration nach Südamerika (vermutlich nach Brasilien, weil die Eltern Rolf Karlsbergs sich bereits 1939 dort niedergelassen hatten). Dieser Plan scheiterte jedoch und am 6. Dezember 1941 wurden sie gemeinsam nach Riga deportiert. Von Riga wurden die Eheleute Karlsberg dann 1944 ins KZ Stutthof bei Danzig gebracht. Während sicher ist, dass Rolf Karlsberg wenig später auf einem der „Todesmärsche“ nach Rieben/Pommern verstarb – er erhielt 2007 einen Stolperstein in der Kaiserstraße 73 –, ist das Schicksal seiner Ehefrau Regina Karlsberg nicht genau bekannt. Sie soll ebenfalls aus dem KZ Stutthof abtransportiert worden sein, jedoch ist der Zielort unbekannt. Die Spur von Regina Karlsberg verliert sich. Nach dem Krieg wurde sie mit Datum vom 8. Mai 1945 in Kiel offiziell für tot erklärt.

 

Wenn ihr rechts die Straße hinunter schaut seht ihr ein Warnschild.

G= Wovor wird gewarnt?

1. Schule

2. Wildwechsel [ ]

3. geänderte Vorfahrt [ ]

4. Altenheim [ ]

H= Von hier aus seht ihr auch weitere Verkehrsschilder, unter anderem eines, dass die Kirchhofallee zu einer besonderen Straße macht. Zu welcher Art von Straße macht dieses Schild die Kirchhofallee? (Anzahl der Buchstaben ohne das Wort „Straße“) [ ]

 

5. Station: N54°19.127 E10°07.592

Der Stolperstein der Winzelbergs

Jehuda Zwi Hirsch Winzelberg, geboren am 23. November 1888 in Chrzanow/Galizien, traf am 29. November 1919 als so genannter „Ostjude“ aus Wien kommend in Kiel ein. Noch im selben Jahr folgte der Eintritt in die israelitische Gemeinde Kiel. Seine Frau Sara, am 17. Januar 1893 in Dabrowa/Galizien als Sara Münz geboren, lebte ebenfalls als sogenannte „Ostjüdin“ seit dem 8. März 1920 in Kiel. Bereits ab Ende 1920 betrieb die Familie, die damals aus Hirsch Winzelberg, seiner Frau Sara und den beiden Töchtern Rosa (* 4. Januar 1913) und Anni (* 12. April 1914) bestand, eine Kurzwarenhandlung im Feuergang 2, also im Gängeviertel (heute Sparkassenarena), und sie lebte im zweiten Geschoss desselben Hauses. Bis zum Ende ihrer Tätigkeit im Feuergang im Juli 1926 wurde den Winzelbergs am 21. Juni 1921 der Sohn Abraham Bernhard geboren, am 2. Oktober 1927 folgte als viertes Kind Mila Sara.

Hirsch Winzelberg und seine Familie zogen im Jahre 1926 in die Herzog-Friedrich-Straße 72. Die neue Wohn- und Geschäftsadresse – es handelte sich um eine Textilwarenhandlung mit Warenlager in der Wohnung – zeigt den nun angehobenen Lebensstandard der Familie. In den Jahren nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten geriet die Familie jedoch zunehmend in Bedrängnis. Anni und Rosa Winzelberg konnten 1935 und 1936 nach Palästina emigrieren.

Als am 29. Oktober 1938 die sogenannte „Polenaktion“ durchgeführt wurde, also der Versuch der massenhaften Abschiebung polnischer Juden, war auch Hirsch Winzelberg mit, soweit bekannt, seiner Frau und Tochter Mila betroffen– innerhalb eines Tages ging es nach Frankfurt/Oder und zurück. Nach dem Novemberpogrom, indirekt eine Folge der „Polenaktion“, kam es in Kiel zu zahlreichen Verhaftungen von (polnischen) Juden. So wurde auch Hirsch Winzelberg am 15. November 1938 mitten in der Nacht in „Schutzhaft“ im Polizeigefängnis Kiel genommen, diese dauerte zunächst bis zum 28. d. M., es folgten weitere zwei Tage „Schutzhaft“, unterbrochen von dem Vermerk „Gerichtsgefängnis“.

Als die noch nicht ausgewanderten Kieler Juden polnischer Herkunft Ende Mai 1939 die Aufforderung erhielten, das „Reichsgebiet bis spätestens 15.Juni 1939 zu verlassen“ und, da dies nur den wenigsten gelang, zur Abschreckung am 11. und 15. Juli einige Kieler Juden zwecks Ausweisung in „Schutzhaft“ genommen wurden, war auch Hirsch Winzelberg unter ihnen. Die Haft dauerte vom 11. bis zum 18. Juli. Danach wurde er als staatenloser Jude aus Deutschland ausgewiesen. Noch im November 1939 emigrierte er illegal nach zwei bereits offenbar vergeblichen Versuchen nach Holland (wo sein Sohn sich bereits seit Ende Juli 1939 befand). Das Jahr 1941 und Januar bis August 1942 verbrachte er im Internierungslager Gurs (Südfrankreich), bis er schließlich am 12. August 1942 vom Sammel- und Durchgangslager Drancy (nahe Paris) den langen Weg nach Auschwitz antreten musste, wo er seitdem als „verschollen“ gilt.

Abraham Bernhard Winzelberg, der 1921 geborene Sohn von Sara und Hirsch Winzelberg, beendete 1936 seine Schulbildung und strebte eine Ausbildung zum jüdischen Religionslehrer und Vorbeter an, musste diese jedoch vorzeitig abbrechen. Eine seiner nach Palästina ausgewanderten Schwestern, Anni Schorr, geb. Winzelberg, schreibt später dazu: „Im Jahre 1937 wurde es jedoch infolge der sich immer mehr verschlimmernden Lage der Juden meinen Eltern klar, dass mein Bruder keinerlei berufliche Entwicklungsaussichten mehr in Deutschland hatte. Sie beschlossen daher, für ihn eine Auswanderungsmöglichkeit zu suchen. Er sollte nach Palästina gelangen. Da jedoch Einwanderungszertifikate für Palästina nicht sofort erhältlich waren, wurde er im Rahmen einer religiös-zionistischen Jugendgruppe auf ein Umschichtungslager nach Holland geschickt.“ Mit dieser Jugendgruppe emigrierte er also am 29. Juli 1939 nach Boekelo, Overijssel in Holland, um nach Palästina auszuwandern. In Holland erlernte er in jenem so genannten „Umschichtungslager“ den Möbeltischlerberuf (nach anderer Quelle war er auch landwirtschaftlicher Hilfsarbeiter). Anni Schorr schreibt weiter:„Bis zum Ausbruch des Krieges gelang es jedoch nicht, für ihn ein Einwanderungszertifikat nach Palästina zu beschaffen. Er wurde dann von der deutschen Besetzung verhaftet [...]“

Am 3. März 1944 wurde er von Enschede aus nach Auschwitz deportiert. Er starb dort am 31. April desselben Jahres im Alter von nicht ganz 23 Jahren. Seine Mutter Sara Winzelberg musste Kiel am 15. Dezember 1939 auf Anordnung der Gestapo verlassen, ihre Wohnung sowie sämtliche Wertgegenstände zurücklassen und wurde in die zum so genannten „Judenhaus“ umfunktionierte Carlebachschule in Leipzig (ehem. Höhere Israelitische Schule) in der Gustav-Adolf-Straße 7, dem „größten Judenhaus Leipzigs“ und schließlich „Sammellager“ für Deportationen, einquartiert. Seit dem 13. September befand sich schon ihre jüngste Tochter Mila Sara dort. Am 13. Juli 1942 wurden beide nach Auschwitz deportiert, allerdings mit getrennten „Transporten“. Sara Winzelberg wurde mit „Transport 116“ deportiert und gilt seither als „verschollen“. Mila Sara Winzelberg, genannt Malka, hatte zuvor die 1. Mädchenvolksschule Kiel besucht, welche sie Ostern 1938 beendete. Fortan ging sie auf die 1. Mädchen-Mittelschule (heute Klaus-Groth-Schule), von welcher sie nach dem Novemberpogrom, als der Mittelschulbesuch für jüdische Kinder verboten wurde, bereits am 14.

November 1938 „zwangsweise entfernt“ wurde. Fortan besuchte sie die „jüdische Volksschule“, die bereits im April 1938 eingerichtet worden war. 1939 musste Malka Kiel in Richtung Leipzig verlassen. Die Entschädigungsakten sprechen von einer Deportation 1942 nach Litauen, andere Quellen von einer „Weiterdeportation“ mit „Transport 180“ nach Auschwitz am 13. Juli 1942. Mila Sara Winzelberg wurde wohl etwa 15 Jahre alt.

 

I= Wie viele Straßenlaternen stehen in auf dieser Straßenseite auf den gelben Steinen? [ ]

 

6. Station: N 54°19.250 E 10°07.531

Der Stolperstein der Familien Glanz und Offen

Markus oder Mendel Glanz stammte aus Sieniawa in Galizien, das zur Zeit seiner Geburt, dem 4. Dezember 1896, noch zu Österreich/Ungarn gehörte. Er und seine spätere Frau Esther Glanz zählten zu den sogenannten Ostjuden, die in Kiel die Hälfte der jüdischen Einwohner ausmachten. Sie wurde als Esther Buchen am 24. Dezember 1898 in Zolynia in Galizien geboren und studierte an der Universität Krakau deutsche und russische Literatur.

Noch in Galizien hatten die beiden zionistisch Orientierten geheiratet. Dort wurde am 1924 auch ihr erstes Kind geboren: der Sohn Hersch-Heniu, später Henry genannt. 1925 wanderte die Familie nach Deutschland aus. Am 25. September 1925 zogen sie von Berlin nach Kiel. In Kiel betrieben Markus und Esther Glanz in ihrer Wohnung ein Abzahlungsgeschäft für Textilien, zunächst in der Reventlouallee, ab 1930 in der Sternstraße und ab 1933 in der Adelheidstraße. Der zunehmende Boykott gegen jüdische Geschäfte hatte sie zum Umzug in eine kleinere Wohnung gezwungen. So konnten Markus und Esther Glanz bis 1938 ihre inzwischen fünfköpfige Familie über Wasser halten. Am 19. Juli 1927 war ihnen eine Tochter geboren worden, die den Namen Gisela erhielt, und am 17. August 1929 ein weiterer Sohn, Joachim. Trotz der immer näher rückenden Bedrohung ihrer Existenz blieb die Familie bis 1939 in Kiel.  So floh Markus Glanz 1939 nach Brüssel, um von dort die Auswanderung seiner Frau und seines Sohnes Joachim zu betreiben. Seine Versuche, Ausreisevisa für die USA zu erhalten, blieben erfolglos.

Ein Klassenfoto der jüdischen Volksschule Kiel vom 2. März1939 zeigt unter 32 Schülern auch Joachim Glanz. Diese Schule existierte von Ostern 1938 bis zum Spätsommer 1939 in zwei Unterrichtsräumen der Gewerblichen Berufsschule in der Herzog-Friedrich-Straße. Sie bot ihren Schülern einen gewissen Schutz vor Diskriminierung durch Lehrer und Mitschüler. Ihr Ziel war es nicht zuletzt, die Schüler auf die Auswanderung vorzubereiten. Der Unterricht musste ab Januar 1939 auf den Nachmittag verlegt werden, da jüdische und nicht-jüdische Kinder nicht mehr gemeinsam unterrichtet werden durften. Vom 10. November 1938 bis Ende Januar 1939 fiel der Unterricht in beiden Klassen ganz aus, da die beiden jüdischen Lehrer im Zuge des November-Pogroms zunächst in

„Schutzhaft“ genommen und dann im Konzentrationslager Sachsenhausen festgehalten worden waren.

Die beiden älteren Kinder Henry und Gisela fuhren Ende August 1939 vom Kieler Bahnhof aus mit einem Kindertransport ins sichere Großbritannien. Es war ein Abschied für immer. Esther Glanz und ihr jüngster Sohn Joachim wurden am 13. September 1939 von Kiel nach Leipzig deportiert und in einer umfunktionierten Schule interniert. Von dort schreibt sie am 21. Oktober 1941 an ihre beiden Kinder in Großbritannien: „Wir beide mit dem l. [=lieben] Achim sind Gottlob gesund. Ich arbeite in einer Kirschnerei und verdiene für unseren Lebensunterhalt. Achim geht zur Schule und lernt außerdem privat Chumesch, Raschi, Tenach und Geigenunterricht, da er musikalisch ist.“ Chumesch, Raschi und Tenach umfassen die wesentlichen religiösen Grundlagen des Judentums. Noch unter den entwürdigenden Umständen der Internierung bemühte sich der elfjährige Joachim um

eine umfassende Bildung, zu der selbstverständlich die Grundlagen seiner Religion gehörten. Der Brief schließt mit den Worten: „Papa schreibt oft und möchte, wir sollen zu ihm nach Brüssel kommen, aber es geht leider nicht. Lebet wohl meine innigst geliebten Kinder, wir wünschen Euch alles Gute und bitten den l.[=lieben] Gott um ein baldiges Wiedersehen. Innigste Grüße und Küsse von Mutti und Achim“.

Dies war das letzte Lebenszeichen, das Gisela und Henry Glanz von ihrer Mutter erhielten. Am 10. Mai 1942 wurde Esther Glanz zusammen mit ihrem jüngsten Sohn Joachim deportiert und in Belzec ermordet. Es ist wenig wahrscheinlich, dass Joachim noch seinen 13. Geburtstag erlebte. Zu dieser Zeit war auch Markus Glanz bereits wieder in den Zugriffsbereich deutscher Truppen und Behörden geraten. Am 11. August 1942 wurde er von Brüssel nach Auschwitz deportiert. Von den 999 Deportierten dieses Transportes überlebten nur drei. Markus Glanz war nicht unter ihnen.

 

Der am 31. Juli 1896 geborene Naftali Offen stammte aus Zarszyn-Bochnia in Galizien. Seine Ehe-

frau Taube, geb. Appelberg, wurde am 13. November 1895 in Bolszowce in Polen geboren. Beide

kamen sie 1921 nach Kiel und waren zionistisch orientiert. Zur Familie gehörten außer den beiden Eltern der am 4. April 1922 geborene Sohn Julius (späterer Vorname Yehuda) und die Tochter Hanna, am 27. Oktober 1924 geboren. Dr. Posner, der Kieler Gemeinderabbiner, schrieb über Naftali: „ ...ein ernster Jude, frei in seinem Denken und Handeln, besuchte die Synagoge am Schabbath, ging aber auch seinen Geschäften nach.“ Das erklärte sein Sohn Yehuda, der einzige Überlebende dieser Familie, in einem Interview 1997 so: „Die meisten Kunden kamen am Sabbat. (...) Wenn ein Jude am Sabbat sein Geschäft nicht aufmachte, dann verlor er nicht einen Tag, er verlor fast die ganze Woche.“

Naftali Offens „Geschäft“: Das war der Handel mit Herren- und Berufskleidung, zunächst in einer Kellerwohnung in der Muhliusstraße. 1928 konnte die Familie eine Etagenwohnung in der Adelheidstraße beziehen und das Geschäft in ein Ladenlokal im Schülperbaum verlegen. Aus späteren Gedichten und Erzählungen des Sohnes Yehuda wird deutlich, wie aufmerksam und besorgt in der Familie das zunehmend antisemitische Klima wahrgenommen wurde: zum Beispiel anlässlich der Morde an dem jüdischen Rechtsanwalt und Stadtverordneten Dr. Spiegel im März 1933 und an dem jüdischen Rechtsanwalt Dr. Schumm im April desselben Jahres. Aber auch angesichts der judenfeindlichen Äußerungen von Lehrern in der Gelehrtenschule, die Julius seit 1932 besuchte.

Die Eltern sorgten dafür, dass ihr Sohn Julius 1936 zu Verwandten nach Hamburg zog. Dort besuchte dieser die Talmud-Thora-Realschule. Von Hamburg wurde er im Oktober 1938 nach Polen abgeschoben.  Zwei Wochen nach dem Novemberprogrom verkaufte Naftali Offen sein Geschäft und emigrierte mit Frau und Tochter nach Antwerpen. 1939 konnten Taube und Naftali Offen für ihren Sohn Julius die Flucht aus Polen über Krakau und Prag zu ihnen nach Antwerpen organisieren. Auch seine Rettung mit dem Schiff „Theodora“ nach Palästina im Sommer 1939 wäre ohne die Planungen seiner Eltern sicherlich nicht gelungen. Er schrieb 50 Jahre später: „...dann führte mich Vater zu einem verborgenen Regal im Bücherschrank und zeigte mir die gesammelten Werke Upton Sinclairs, damit ich von ihnen lernen sollte, daß die Welt auch anders sein kann, ohne daß homo homini lupus est – ein Mensch ist kein Wolf, so übersetzte er frei für Mutter –, und dann versprach mir Vater, mich nach Palästina zu schicken,..., und danach würde ich auch die Familie dort unterbringen.“

Von Belgien flohen die Eltern mit der Tochter weiter nach Frankreich. Dort wurden sie Ende August 1942 verhaftet und schließlich Anfang September in das Durchgangslager Drancy verbracht.1989 berichtete bei der Einweihung des Mahnmals zur Erinnerung an die Kieler Synagoge Yehuda Offen: „Meine Familie wurde am 11. September 1942 von Drancy in Frankreich nach Auschwitz deportiert. Von tausend jüdischen Deportierten an dem Tag im Transport Nr. 31 wurden nur sehr wenige gerettet. Meine Eltern und meine Schwester waren nicht unter diesen wenigen.“

 

J= Wenn ihr euch hier ein wenig umschaut, entdeckt ihr ein Schild, was euch zu einem Zentrum weist. Aber was ist das für ein Zentrum? Nehmt hier die Anzahl der Buchstaben der gesamten Bezeichnung [ ]

K= in der anderen Richtung seht ihr ein Center (kein Zentrum), was ist das für ein Center? Nehmt die ersten 5 Buchstaben und wandelt sie nach bekanntem Muster um und addiert die Werte. [ ]

 

 

Den Cache findet ihr nun bei:

N54°[J+B].[F][A][H-I-F]

E10°[I+G-2].[C-D-G][K-E-F+A]

 

ACHTUNG: Bitte den Cache wieder GENAU so herum wieder verstecken, wie ihr ihn entnommen habt, sonst passt die Konstruktion nicht!

Im Cache selber findet ihr neben dem Logbuch und einem Bleistift eine Bonuszahl, genauso wie in den anderen Caches dieser Stolperstein- Serie. Diese solltet ihr euch aufschreiben/merken/eintätowieren. In absehbarer Zeit werden bohrsty und ich die restlichen Caches veröffentlichen sowie natürlich den Bonuscache legen. Diesen könnt ihr nur finden, wenn ihr alle Bonuszahlen habt!

Und nun: happy hunting :)

Zusätzliche Wegpunkte   andere Koordinatensysteme

Station oder Referenzpunkt
N 54° 19.117'
E 010° 07.436'
Stolperstein von Herbert Engel

Im Haus nebenan ist ein kleiner Laden untergebracht.
A= Wieviele Buchstaben hat das Nomen vor „Laden“?

B= Direkt gegenüber steht ein beigefarbenes Haus. Was ist hier das besondere an der Hauseingangstür?
1. Die Fensterelemente sind assymetrisch
2. Die Tür ist doppelflüglig
3. Die Tür ist aus Eichenholz und hat einen Messingklopfer
Station oder Referenzpunkt
N 54° 18.969'
E 010° 07.586'
Stolperstein der Sandbanks

Direkt gegenüber befindet sich ein Unternehmen, dessen Farben, ähnlich wie beim „Großen Schweden“ blau, gelb und schwarz sind.
C= Wandle die Buchstaben des ersten Wortes der „Firma“ nach bekannter Methode um (A=1, B=2...) und addiere sie.

D= Wenn ihr die Straße hinunter schaut seht ihr eine „Säule“, an der rote Zahlen zu sehen sind. Wie viele Ziffern leuchten hier?
Station oder Referenzpunkt
N 54° 19.014'
E 010° 07.735'
Stolperstein der Wiesners

Schräg gegenüber des ehemaligen Wohnhauses befindet sich heute ein Gebäude, das eine besondere Schule beherbergt. Der Name des „Trägervereins“ ist recht lang und besteht aus 5 Worten.
E= Nehmt von jedem Wort den ersten Buchstaben, wandelt diese nach bekanntem Schema um (A=1, B=2,...) und addiert diese.

F= Direkt gegenüber seht ihr einen Parkplatz und eine große Häuserwand mit einem Schriftzug darauf. In welchem Bundesland liegt der dort zu lesende Ort?
1. Bayern
2. Baden- Würtemberg
3. Thüringen
4. Sachsen
Station oder Referenzpunkt
N 54° 19.056'
E 010° 07.697'
Stolperstein von Regina Karlsberg

Wenn ihr rechts die Straße hinunter schaut seht ihr ein Warnschild.
G= Wovor wird gewarnt?
1. Schule
2. Wildwechsel
3. geänderte Vorfahrt
4. Altenheim

H= Von hier aus seht ihr auch weitere Verkehrsschilder, unter anderem eines, dass die Kirchhofallee zu einer besonderen Straße macht. Zu welcher Art von Straße macht dieses Schild die Kirchhofallee? (Anzahl der Buchstaben ohne das Wort „Straße“)
Station oder Referenzpunkt
N 54° 19.127'
E 010° 07.592'
Stolperstein der Winzelbergs

I= Wie viele Straßenlaternen stehen in auf dieser Straßenseite auf den gelben Steinen?
Station oder Referenzpunkt
N 54° 19.250'
E 010° 07.531'
Stolperstein der Offen und Glanz

J= Wenn ihr euch hier ein wenig umschaut, entdeckt ihr ein Schild, was euch zu einem Zentrum weist. Aber was ist das für ein Zentrum? Nehmt hier die Anzahl der Buchstaben der gesamten Bezeichnung.

K= in der anderen Richtung seht ihr ein Center (kein Zentrum), was ist das für ein Center? Nehmt die ersten 5 Buchstaben und wandelt sie nach bekanntem Muster um und addiert die Werte.
Info Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

hagre 290.2

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

Hilfreiches

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Logeinträge für Kieler Stolpersteine II    gefunden 6x nicht gefunden 0x Hinweis 2x Wartung 2x

gefunden 05. September 2015, 18:00 Die JKS-Detektive hat den Geocache gefunden

Begleitet vom Wechselspiel des Regens und der Sonne besuchten wir heute die "Kieler Stolpersteine II". Wir konnten alle Stolpesteine sehr gut finden und zwar fast immer genau dort, wo sie laut eingemessener Wegpunkte auch sein sollten. Die Beantwortung der jeweiligen Fragen war ebenfalls nach einer kurzen Rundschau gut machbar. Nur an der zweiten Station fanden wir anstatt der drei in Aussicht gestellten Farben nur zwei vor. Nach einem kurzweiligen Spaziergang, der nur hin und wieder vom Regen unterbrochen wurde, standen wir nach etwa neunzig Minuten am Cache und schrieben unseren Namen ins Logbuch ein.

Dieser Stadtrundgang der besonderen Art hat uns gut gefallen. Wir fühlten uns wie auf einer Entdeckungsreise durch einem uns weniger bekannten Kieler Stadtteil. Für diesen gut gemachten Multi-Cache bedanken sich 

Die JKS-Detektive aus Kiel

gefunden 09. März 2014 gremeka hat den Geocache gefunden

Zusammen mit den SH_Nachtcachern konnten wir uns hier ins Logbuch eintragen.

Vielen Dank und viele Grüße!

gremeka

gefunden 09. März 2014, 22:30 SH_Nachtcacher hat den Geocache gefunden

Ui, dass war eine lange Reise. Obwohl nur sechs Stationen zu besuchen waren, dauerte die Reise länger als bei den ersten Stolpersteinen. Mehrfach waren die Koordinaten bis zu 50 Meter im Off oder die Fragen ließen mehrere Antworten zu - noch dazu war in der Formel für die Finalkoordinaten ein entscheidender Fehler. So suchten wir erst in einer Schrebergartensiedlung und dann an der Kiellinie, bis wir verzweifelt der freundlichen Cachebesitzerin schrieben.

Die Aufklärung folgte umgehend und nun sollte der Cache für alle Suchenden ohne Rätseln zu finden sein :) An den Finalkoordinaten konnten wir uns zusammen mit gremeka ganz zügig in das Logbuch eintragen. Insgesamt eine schöne Fortsetzung von Stolpersteine I.Wir sind gespannt auf den noch nicht veröffentlichten Teil IV und den Bonuscache :)

Hinweis 09. März 2014 kamuckel&bohrsty hat eine Bemerkung geschrieben

ACHTUNG: Koordinatenanpassung (danke an SH_Nachtcacher!) und kurze Änderung bzw. bessere Formulierung für Station 3. außerdem wurde die endberechnung angepasst, aufpassen!!

gefunden 10. Januar 2014 dellwo hat den Geocache gefunden

Die Runde hatte ich schon im letzten Jahr absolviert, dann aber in Ruhe zu Hause gerechnet. Zum Glück hatte die Ownerin dann einmal vor Ort nachgeschaut und die fehlende Dose entdeckt. :)
Die Erneuerung erfolgte prompt, so dass ich heute die Dose aus ihrem Versteck locken konnte.

Eine schöne Runde, mit wieder viel Lerneffekt und Nachdenken.
Dann kommt jetzt die Runde drei dran.

Danke für den Cache und Grüße an die Ownerin.
dellwo