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Virtueller Geocache
Auf Bernsteinsuche

 Finde einen Stein, von dem du denkst es könne ein Bernstein sein

von cacher.ella73     Deutschland

N 53° 53.525' E 008° 33.717' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 1:00 h 
 Versteckt am: 18. November 2014
 Veröffentlicht am: 19. November 2014
 Letzte Änderung: 25. November 2015
 Listing: https://opencaching.de/OC117F2

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Die Koordinaten zeigen auf das Wattenmeer zwischen Sahlenburg und der Insel Neuwerk.


Bernstein, das fossile Harz urzeitlicher Wälder

Schon vor 10.000 Jahren stellten unsere Vorfahren Schmuck aus dem fossilen Harz her. In der Antike war Bernstein ein begehrtes Handelsgut. Im Mittelalter schrieben die Menschen dem Bernstein magische Wirkung zu. Noch heute glauben viele Menschen an seine Heilkräfte. So soll z.B. eine Bernsteinkette Kleinkindern beim Zahnen helfen.

Die ältesten Bernsteine der Welt sind bis zu 400 Millionen Jahre alt. Der baltische Bernstein, der hier angespült wird, entstand vor etwa 40 bis 50 Millionen Jahren aus dem Harz subtropischer Nadelwälder.

Der typische, jedem bekannte Bernstein hat eine klare honiggelbe bis bräunliche Farbe. Es gibt aber auch eine Fülle von weiteren Farbvarianten:
Submikroskopisch kleine Bläschen trüben den Bernstein (sog. "matte", "flohmige", "flumige" Bernsteine).

 

 Das Bernstein Experiment

Suche einen Stein im Watt von dem du denkst, es könnte sich dabei um Bernstein handeln und führe mindestens zwei der folgenden Tests durch und Berichte in deinem Log, welches Experiment du durchgeführt hast und ob du wirklich Bernstein gefunden hast, oder nicht.

(Du benötigst evtl. ein Messer, Tuch aus Wolle, Watte oder Papierschnipsel, Schleifpapier, hohen durchsichtigen Behälter, Kochsalz, UV-Lampe, Feuer)

 

Test 1:

Wie kannst du Bernstein von den anderen Steinen unterscheiden? Denn am Strand liegen auch viele ähnlich aussehende Feuersteine herum und sogar abgeschliffenes Braunglas, das ich früher oft mit Bernstein verwechselt habe.

Versuche einmal, braunes Glas, Feuerstein und ein Stück Bernstein zu ritzen. Bernstein lässt sich im Gegensatz zu den anderen Materialien leicht mit einem harten Fingernagel oder mit einem Messer ritzen. Seine Härte beträgt 2-3 auf der 10-teiligen Mohsschen-Härteskala, es handelt sich also um ein recht weiches Material, etwa so weich wie ein Gipskristall.

 

Test 2:

Wenn du schon einmal einen Bernstein in der Hand gehalten hast, wird dir aufgefallen sein, dass er sich sehr leicht anfühlt. Seine Dichte liegt zwischen 1,05 - 1,096 Gramm pro Kubikzentimeter. Bei starkem Bläschengehalt kann die Dichte sogar unter 1 sinken und damit im Wasser schweben.

Schwimmt Bernstein tatsächlich? Probiere es aus.

Du brauchst für den 2. Test einen hohen durchsichtigen Behälter und Salzwasser! (Für zu Hause einfach ein paar Teelöffel Kochsalz zum normalen Wasser unterrühren).

Wenn du nun schrittweise die Salzkonzentration im Wasser erhöhst wirst du sehen, dass der Bernstein tatsächlich anfängt, in der Lösung zu schweben. Durch das gelöste Salz ist das Wasser schwerer geworden und je dichter das Wasser und je weniger dicht der Schwimmkörper ist, desto eher schwimmt der Körper oben.

 

Für den 3. Test benötigst du ein Tuch aus Wolle und Watte oder Papierschnipsel!

Die Römer nannten den Bernstein "electrum", die Griechen "electron".
Der elektrische Widerstand von Bernstein ist sehr hoch. Der Widerstand liegt bei ca. 10hoch18 Ohm.
Darum verhält sich Bernstein elektromagnetisch, d.h. an etwas Wolle gerieben, lädt sich der Bernstein elektrostatisch auf und zieht z.B. Haare, Wattefussel oder Papierschnipsel an.

 

Für den 4. Test benötigst du etwas Schleifpapier und eine UV-Lampe!

Frisch angeschliffener Bernstein leuchtet mit UV-Bestrahlung intensiv blau (Wellenlänge 320-380 nm). Gealterter Bernstein verändert die Farbe bei UV-Bestrahlung zu einem matten Olivgrün - so kann man auch annähernd bestimmen, wann der Bernstein beschliffen wurde.

 

Für den 5. Test kannst du ebenfalls Schleifpapier verwenden!

Bernstein enthält  ätherische Öle, die im Laufe der Millionen Jahre z.T. herausgedunstet sind, aber immer noch in großen Mengen im Bernstein vorhanden sind. Deshalb riecht Bernstein beim Beschleifen auch so angenehm harzig, ein Beweis für Naturbernstein.
(Gepresster Bernstein, erhitzter Bernstein, autoklavierter Bernstein riecht beim Beschleifen nicht mehr, weil alle flüchtigen Stoffe entwichen sind.)

 

Test 6:

Seit altersher ist bekannt, dass Bernstein brennt. Im Niederdeutschen heißt brennen "börnen" und Stein "Steen", also "Börnsteen" = Brennstein, daraus wurde dann (falsch übersetzt) Bernstein.
Du kannst natürlich auch versuchen den Bernstein zu verbrennen. Der Stein brennt aber nicht sofort, sondern schmilzt zunächst und zersetzt sich dabei. Vorsicht, der Geruch ist echt widerlich!

Einen richtigen Schmelzpunkt besitzt Bernstein nicht. Bei ca. 170 Grad Celsius wird er schon weich und formbar, so dass man aus Bernsteinresten Pressbernstein herstellen kann. Bei diesen Temperaturen werden aber die Einschlüsse schwarz, eine Fälschung ist auf diese Weise nicht herzustellen.
Oberhalb von 300 Grad schmilzt der Bernstein und zersetzt sich dabei, kann also nicht wieder zu richtigem Bernstein abkühlen.

So, jetzt wisst ihr, wie ihr Bernstein erkennt, aber wo findet man ihn am besten?

 

Die besten Chancen, Bernstein zu finden, hat man immer nach günstigen Winden im Herbst und im Winter an den Küsten der Ostsee und Nordsee. Aber kalt muss es sein, am besten 4 Grad C Wassertemperatur, dann hat Wasser seine größte Dichte und der Bernstein schwebt fast im salzigen Wasser. Bei 18 Grad C Wassertemperatur im Sommer liegt der Bernstein schwer und fest am Boden und wird auch bei starkem Wind kaum bewegt.
Wenn der Wind aus der richtigen Richtung leicht auf die Küste zuweht, dann kann man Glück haben. (Im Watt vor Neuwerk/Elbmündung ist es sogar bei Ostwind günstig, da dann das Wasser bei Ebbe noch weiter abläuft und man Wattflächen erreichen kann, die normalerweise überflutet sind.)

Meist versteckt sich der Bernstein im Spülsaum am Strand, zwischen Algen und schwarzen Holz – auch Modder genannt. Dort, wo nur Kieselsteine und Muscheln liegen, da liegt mit Sicherheit kein Bernstein und auch dort, wo der Strand mit zu viel Neigung ins Wasser abfällt, da kann kein Bernstein liegenbleiben. Aber weniger als 10% des im Wasser schwebenden Bernsteins wird wirklich an den Strand geschwemmt, über 90% bleibt im Wasser treibend liegen. Das bedeutet man muss mit einem Kescher ins Wasser, dort, wo Bernstein gerade angeschwemmt wird.


ACHTUNG:

Gefährlich kann es werden, wenn Sammler Phosphor mit Bernstein verwechseln. Getrockneter Phosphor entzündet sich nämlich und kann schwere Brandwunden verursachen.

 

 

Berichte von deinen Experimenten im Log und lade ein Foto hoch.

Dazu gib bitte noch die Koordinaten deines Fundortes an .

Jeder darf diesen Cache 1x loggen.

 

Happy Caching!

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in einem Naturschutzgebiet. Bitte verhalte dich entsprechend umsichtig! (Info)
Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer (Info)

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer (Info), FFH-Gebiet Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer (Info), Vogelschutzgebiet Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer (Info)

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Logeinträge für Auf Bernsteinsuche    gefunden 2x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 28. Oktober 2016 anmj hat den Geocache gefunden

Wir waren im August auf Rügen in Urlaub und haben gehört, daß man hier am Strand Bernstein finden kann. Voller Begeisterung haben wir uns mit den Kids auf den Weg gemacht und sind Kilometer weit am Strand entlang gelaufen und nichts gefunden.

Dann bei unserer einheimischen Quelle nochmal nachgefragt und erfahren, daß die Changen am besten stehen, wenn mindestens drei Tage lang starker Ostwind ist und wir bekamen noch gesagt, daß Bernstein relativ leicht ist und man deswegen in dem bereich am Strand suchen muß wo auch der Seetang liegt.

Also nochmal auf den Weg gemacht und nach langer suche auch wirklich drei klitzekleine Stücke gefunden. Mit diesen haben wir dann versucht die Experimente durchzuführen, was aber auf Grund der Größe der Stücke gar nicht so einfach war. Auf den Fotos seht ihr das Ergebniss.

Experiment 1: Die Bernsteine haben alle drei angefangen zu schwimmen.

Expirement 2: Mit einer Nagelfeile haben wir den Stein angeschliffen und die Feile hat wirklich harzig gerochen.

Expirement 3: Mit UV Licht auf die angescliffene Stelle geleuchtet, aber hier hat man auf grund der Größe nicht viel sehen können.

 

DfdC sagen ANMJ

 

01.11.2016

Sorry hab die Koordinate vergessen, wir haben die Bernsteine am Strand von Prora bei den Koordinaten N 54° 26.069 E 013° 34 867 gefunden.

Bilder für diesen Logeintrag:
Die Suche 1Die Suche 1
Die Suche 2Die Suche 2
Der FundDer Fund
Experiment 1Experiment 1
Experiment 2Experiment 2
Experiment 3Experiment 3


zuletzt geändert am 01. November 2016

gefunden 25. November 2015 siebenpunkt hat den Geocache gefunden

Während des Urlaubes in Cuxhaven (Sahlenburg) wurde bei:

N 53° 51.901 E 008° 35.719

ein Stein gefunden, der für uns wie ein Bernstein aussah.

Im Wattenmeer Besucherzentrum (Neueröffnung) haben wir dann auch echten Bernstein gekauft.

Wir haben die Tests zeitgleich mit dem gekauften und dem gefundenen Bernstein durchgeführt.

Den UV-Test fanden wir nicht so eindeutig, aber das Verbrennen hat uns überzeugt.

Der gekaufte Bernstein brannte (puh, was für ein Gestank!) und der gefundene leider nicht. Tja, Pech gehabt!

 

Weitere Tests mit dem gefundenen Bernstein:

  • anritzen = durchgefallen
  • Anziehung = durchgefallen
  • Kochsalzlösung = durchgefallen

 

Die Tests haben Spaß gemacht und werden wir des Öfteren bei vermeintlichen Bernsteinfunden anwenden, vielleicht haben wir beim nächsten Mal mehr Glück.Lächelnd

 

LG 7.

Bilder für diesen Logeintrag:
FundortFundort
BernsteintestBernsteintest
Noch mal UVNoch mal UV