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St.Andreas am Berg

 Leichter Mystery für "Aborigines" und solche die es werden wollen.

von florhelbxoc     Italien > Provincia Autonoma Bolzano/Bozen [3] > Bolzano-Bozen

N 46° 41.974' E 011° 40.528' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 0:50 h   Strecke: 0.3 km
 Versteckt am: 22. Dezember 2015
 Veröffentlicht am: 22. Dezember 2015
 Letzte Änderung: 20. Juni 2016
 Listing: https://opencaching.de/OC128DF
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Infrastruktur
Zeitlich
Saisonbedingt

Beschreibung   

St. Andrä ist Brixens größte Fraktion und seit der Eröffnung der Ploseseilbahn 1964 Dreh- und Angelpunkt des Brixner Wintertourismus. Damals stand in St. Andrä die Mittelstation der Seilbahn nach Kreuztal, die Mitte der 1980er-Jahre durch eine Umlaufbahn ersetzt wurde. Die neue Talstation liegt etwas oberhalb des Dorfes, das an den Wochenenden damit auch die Nachteile des starken Verkehrs zu spüren bekommt. Anders als die bereits 1928 eingemeindeten Fraktionen Albeins, Milland-Sarns, Elvas und Pfeffersberg wurde St. Andrä erst 1941 an die Stadtgemeinde Brixen angeschlossen. Die Initiative hierzu ging angeblich vom Dorf selbst aus: Im Sommer 1938 hatten einige St. Andräer den Anschluss an die Stadt vorgeschlagen, weil man hoffte, durch eine direkte Straßenverbindung mit Cortina d’Ampezzo am touristischen Aufschwung teilzuhaben. Für das kostspielige Projekt – der Anschluss sollte über das Halsl und das Würzjoch nach Stern im Gadertal verlaufen – benötigte man jedoch die Hilfe der Stadt Brixen. St. Andrä war damals bereits mit Afers zusammengelegt worden; der Podestà von Afers, Baron Arminio De Cles, hatte am 23. Mai 1928 der Vereinigung mit der Begründung zugestimmt, da Afers weniger als 1.500 Einwohner hatte und nicht über die Mittel für eine reguläre Verwaltung verfüge; mit der Straße Brixen - Palmschoß hatte man jedoch bereits eine gute Verbindung nach St. Andrä. Nach 1945 bereuten die St. Andräer den Anschluss an die Gemeinde Brixen und es gab Überlegungen, nach dem Beispiel der Gemeinden Feldthurns und Rodeneck, die alte Selbstständigkeit wieder herzustellen. Dem widersetzte sich die Südtiroler Volkspartei von Brixen, da eine bevölkerungsreiche Fraktion wie St. Andrä der deutschen Volksgruppe im Brixner Gemeinderat eine stabile Mehrheit sicherte. Vor etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren tauchten in St. Andrä erneut Sezessionspläne auf. Der Unmut in den Fraktionen wächst immer dann, wenn die Gemeinde zum Beispiel für das gesamte Gemeindegebiet einheitliche Müllgebühren festlegt, obwohl der Dienst in den Fraktionen wegen der geringeren Frequenz der Entleerungen nicht mit dem in der Stadt vergleichbar ist. In St. Andrä vergleicht man sich bei solchen Anlässen mit den Nachbargemeinden Lüsen oder Feldthurns. Zusammen mit Afers wäre St. Andrä etwa so groß wie Lüsen und hätte Anspruch auf Fördermittel für strukturschwache Gebiete, die das Dorf als Brixner Fraktion nicht erhält.

St. Andrä behauptet bis heute seinen Charakter als eigenständiges Dorf. Während in den umliegenden Dörfern und Weilern Wasserleitung, Fraktionswald oder Feuerwehr die einzigen gemeinsamen Interessen darstellen, hat St. Andrä von der Bank bis zum Postamt beinahe alles, was eine selbständige Gemeinde an Einrichtungen braucht, auch haben alle Vereine am Berg im Ort ihren Sitz. Insgesamt haben sich die St. Andräer aber damit abgefunden, zu Brixen zu gehören und schätzen auch die Vorteile im Hinblick auf Arbeitsplätze und größere Investitionen.

Wie alle anderen Fraktionen hat sich auch St. Andrä in den letzten Jahrzehnten von einer ländlichen Siedlung zum Dorf mit vielfältigen wirtschaftlichen Grundlagen gewandelt. Nur rund 20% der Bevölkerung sind noch in der Landwirtschaft tätig. Die meisten Bauern betreiben ihren Hof als Nebenerwerb; ein wichtiger Arbeitgeber ist die Ploseseilbahn, wo im Winter rund 50 Personen als Liftpersonal Arbeit finden.

St. Andrä hat ein schwach ausgebildetes Ortszentrum mit einer kurzen und engen Dorfgasse; ein Teilstück der Landesstraße nach St. Leonmhard und Karnol führt durch den Dorfkern, was besonders für Touristenbusse, die dorthin fahren, sehr schwierig ist. Trotzdem sieht der Verkehrsplan für St. Andrä keine Umfahrungsstraße in Richtung Afers vor, da dafür südöstlich der Kirche zwei Kehren angelegt werden müssten, die wertvollen Kulturgrund in Anspruch nehmen und das Dorfbild beeinträchtigen würden. Die Verkehrslawine während der Wintermonate erscheint vielen als kleineres Übel. Gewünscht wird hingegen eine Umfahrung des Dorfkerns in Richtung St. Leonhard, die im Sanierungsplan auch vorgesehen ist und nun (2015) bald verwirklicht werden soll. Sie würde durch die daraus erfolgende Verkehrsentlastung das Ortszentrum aufwerten sowie die Errichtung eines Dorfplatzes ermöglichen. Einen kleinen Dorfplatz gibt es bereits vor der Kirche bzw. dem Pfarrhaus.

Ein bis heute gepflegter kirchlicher Brauch ist das Glockenläuten, obgleich es nicht mehr den Tagesablauf gliedert, der sich auch bei den Bauern weniger nach den Tages- und Jahreszeiten richtet, sondern zunehmend nach der Öffnungszeit von Ämtern, Geschäften und Banken, nach der eigenen Arbeitszeit, dem Fahrplan von Bus und Zug sowie den Nachrichten in Radio und Fernsehen. Trotzdem bildet das regelmäßige Läuten der Kirchenglocken ein beruhigendes Zeitmaß für die Dorfbevölkerung. Auch die St. Andräer hängen sehr am Glockengeläut, da es aber kaum noch Glockenläuter gibt, wurde das Geläute der Glocken elektrifiziert. An großen Festtagen werden die Glocken aber von Hand geläutet; das Handgeläute trägt dazu bei, dem Feiertag ein besonders festliches Gepräge zu geben. An den Prozessionen zu Fronleichnam, am Herz-Jesu- Sonntag und Maria Himmelfahrt nimmt die Dorfbevölkerung eifrig teil, ebenso – mit der örtlichen Musikkapelle – an der Brixner Kassiansprozession. Bis vor rund dreißig Jahren legte der Pilgerzug den Weg nach Brixen noch zu Fuß zurück. Ein weiterer Brauch ist die Wallfahrt nach Freienbühel, die die Pfarrgemeinde St. Andrä zusammen mit Afers am Tag von Mariä Heimsuchung unternimmt. Als gemeinsamen Umgang gibt es die Bitttage, die früher vor Christi Himmelfahrt abgehalten wurden. Man ging mit dem Kreuz nach St. Leonhard, nach Mellaun und Klerant sowie im Rundgang um das Dorf. An Christi Himmelfahrt pilgerte man von den umliegenden Weilern zur gemeinsamen Pfarrkirche in St. Andrä. Nachdem diese Fest auf einen Sonntag verschoben wurde, beginnen die Bittgänge nun am Donnerstag und dauern bis zum Sonntag. Wie andere Fraktionen spürt auch St. Andrä den Priestermangel, denn der Ortspfarrer muss auch noch die Pfarre Afers betreuen. Der Friedhof in St. Andrä wird wie in den anderen Fraktionen vom Pfarrgemeinderat geführt. Dieser erlaubt nur schmiedeeiserne Grabkreuze und der Grabhügel darf nicht umzäunt werden. 1995 wurde mit der Erweiterung des Friedhofes begonnen, archäologische Grabungen verzögerten die Arbeiten aber um rund drei Jahre. Am 5. November 2000 wurde der um 170 Grabstellen erweiterte Friedhof eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Quelle: Stadtbuch Brixen

Achtung fiktive Startkoordinaten! Um die Finalkoordinaten zu erhalten, musst du das Rätsel lösen, sowie mit den Summen der Buchstabenwerte (Bstw: A=1, B=2, ...) der Lösung die Koordinaten wie angegeben ausrechnen.

Finalkoordinaten

N46° (Bstw 1,2,3,4) + 2, 960 – (Bstw 5,6,7,8)

E 11° (Bstw 9,3,10,11), 511 + (Bstw 8,12,1,13,2)

GeoCheck.org

Bilder

Puzzle St. Andrä
Puzzle St. Andrä
Rätselbild - St. andrä
Rätselbild - St. andrä

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Logeinträge für St.Andreas am Berg    gefunden 1x nicht gefunden 0x Hinweis 1x

Hinweis 20. Juni 2016 florhelbxoc hat eine Bemerkung geschrieben

Neues Versteck an anderem Ort. Koordinaten und Rätsel angepasst.

gefunden 23. November 2015 tonibx hat den Geocache gefunden

Seit langem gelöst, heute nahm ich endlich die Zeit diese Cache zu suchen. Dank genaue Koords und Hint GZ schnell gefunden. Die Dose lag aber am Boden und das Logbuch drinnen zerquetscht. Der Stiftspitzer ist noch da, aber fehlt ein Bleistift (ich hatte keinen geeigneten mit).
Ich habe geloggt und versucht die Dose in einen plausibel Platz wieder zu verstecken.
Ich bitte den Owner bei Gelegenheit zu kontrollieren.

Danke für's Herlocken und Pflegen. Schöne Grüße an den Owner und einen Favoritenpunkt!