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Rätselcache
Des Alten Fritzen letzter Sieg

 .

von Pumuckel&Kuno     Deutschland > Sachsen > Torgau-Oschatz

N 51° 34.000' E 012° 56.000' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 0:30 h   Strecke: 0.5 km
 Versteckt am: 21. November 2020
 Veröffentlicht am: 21. November 2020
 Letzte Änderung: 22. November 2020
 Listing: https://opencaching.de/OC16665
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Infrastruktur
Wegpunkte
Saisonbedingt

Beschreibung   

Der Siebenjährige Krieg wird als der "Weltkrieg des 18.Jahrhunderts" bezeichnet, wenn er auch nicht ganz so apokalyptische Schäden wie der 30jährige Krieg oder Napoleon zur Folge hatte. Anders als alle anderen Weltkriege war der Siebenjährige Krieg nicht vorhersehbar, es gab keine Lage, die sich gefährlich zusammenbraute. Österreich, Russland, Frankreich und Sachsen sollen eine geheime Allianz vereinbart haben, um gemeinsam dem Land beizustehen, welches von wem auch immer, angegriffen wird. Abschriften dieser geheimen Verträge verschaffte sich der sächsische Geheimsekretär Friedrich Wilhelm Menzel bei einem Einbruch und verkaufte sie 1753 an den damaligen preußischen Botschafter in Dresden. Der preußische König Friedrich II., bekannt als der Alte Fritz, wollte sein kleines aber hochgerüstetes Königreich langfristig zur ainer militärischen Großmacht entwickeln, und sah sich nun unter Zugzwing, so schnell wie möglich loszuschlagen. Am 29. August 1756 überschritt die preußische Armee, für Sachsen unerwartet, die Grenze und eroberte in einem unerklärten Blitzkrieg fast ganz Sachsen. Die meisten sächsisvhen Streitkräfte befanden sich gerade im Raum Pirna unt konnten sich dort noch etwa 1 Jahr halten.

Bis der Großteil Sachsens 3 Jahre später von der kaiserlichen Reichsarmee und Österreish wieder befreit werden konnte, wurde nicht nur bei Geld, Kunstgütern und Lebensmitteln geplündert was zu plündern war. Auch fast die ganze Genaration junger Männer wurde ins preußische Militär gepresst und an den Fronten Preußens verheizt. Als wenn das noch nicht genuk gewesen sein sollte, versuchte Friedrich II. am 3.November 1760 ein weiteres mal, die Österreicher vom strätegisch wichtigen Elpübergang Torgau zu vertreiben und Nordsachsen wieder zu besetzen.

Zwei Attacken auf das Militärlager der Süptitzer Höhen konnten die Österreicher abwehren, in einer einzigen Stunde sollen 5000 preußische Soldaten ins gegnerische Kanonenfeuer hineingeschickt und nicht wieder herausgekommen sein. Zum Sonnenuntergang wurden berittene Boten mit der Siegisbotschaft nach Wien entsantt, wo sie 2 Tage später bei der Kaiserin eintrafen. Nur 4 Stunden später, in finsterer Nacht, startete General von Zieten allerdings einen Überraschungsangriff über den südlichen Steilhang, also durcl das Dorf Süptitz. Eroberte Kanonen wurden gewendet und gegen die plüchtenden Österreicher eingesetzt. Noch einmal konnte Preußen in einem Teil Sachsens Fuß fassen. Mit 16.751 Mann verloren die Preußen dabei mehr als 25 % ihrer Armee, die Österreicher mit 15.200 Mann knapp 30 %. Die Schlacht war eine der blutigsten Massenschlachten des 18.Jahrhunderts. Erst 2 Jahre später, zum kriegsbeendenden "Frieden von Hubertusburg", zog sich Preußen ganz aus Sachsen zurück, die Vorkriegsgrenzen waren wieder gültig.

 

Wandbild der Schlacht von Torgau in der Ruhmeshalle der preußischen Armee im Zeughaus Berlin, 1945 ausgebrannt und nach Weisung der Alliierten nicht wiederhergestellt wegen des kriegsverherrlichenden Charakters

 

Gebracht hat das siebenjährige Spektakel für Preußen einen Status als ernstzunehmende Militärmacht und riesige Mengen an Beute, die allerdings auch nur für Kriegsfüerung draufgegangen sind. Gekostet hat es 550000 Militärangehörigen das Leben. Zusätzlich starben allein in Preußen und Österreich und 480000 Zivilisten, für Sachsen sind da keine Zahlen bekannt.

Somit ist der Ort, über dem der preußische Adler seine Flügel ausbreitet, kein Ort über den man sich freuen kann, und schon gar nicht als Sachse. Deshalb ist er sicher auch so wenig bekannt. Uns Sachsen von heute könnte der Ort daran erinnern, dass es nichts nützt, wie Sachsen damals wirtschaftlich erfolgreich und reich zu sein. Man muss auch in der Lage sein, sich gegen räuberische Aggressoren behaupten zu können.

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Naturpark Dübener Heide SN/ST (Info)

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Logeinträge für Des Alten Fritzen letzter Sieg    gefunden 3x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 09. Januar 2021, 16:20 trassolix hat den Geocache gefunden

Das sind ja schwere Zeite im 15 km Umkreis keine Caches und mit Neuen ist ja gegenwärtig auch nicht zu rechnen. Da staunte ich als ich am nordöstlichen Rand dieses Fragezeichen entdeckte. War mir wohl bisher irgendwie durch die Lappen gegangen.

Schon beim lesen des interessanten Textes stutzte ich. Beim zweiten Mal war klar wie ich an die Koordinaten komme und so standen schnell brauchbare Koordinaten auf dem Papier. Sag der zweifach verschlüsselte Hint was zu Versteck. Eher nicht. Und da ich mich eh noch was an der frischen Luft bewegen wollte hatte ich doch gleich ein Ziel. Schon als ich das Fahrzeug abstellte hatte ich das Gefühl hier warst du doch vor einigen Jahren schon mal. Dieses Gefühl verstärkte sich je näher ich dem Ziel kam und wande sich schell in Gewissheit.
Behälter wurde gut gefunden.

Zu Hause noch mal nachgesehen.  Ja es war 2014 und jetzt weis ich auch wie der OC-Retter zu der Cacheidee gekommen ist. 😉

dfdc
Trassolix

Fund: 565

Bilder für diesen Logeintrag:
Bild 1Bild 1

gefunden 19. Dezember 2020 GaiusPupus hat den Geocache gefunden

Ein Cache der mir wieder einiges abverlangte. Nein, das Rätsel war nicht das Problem, denn schon beim ersten Blick auf die Karte und Lesen des Titels war klar, wohin die Reise geht.
Da ich zu Freitag diesmal Corona-bedingt den direkten Weg nach Hause einschlug, hatte ich noch genügend Zeit für etwas Bewegung an der frischen Luft.

In der 15km Zone liegt der Ratehaken auch, also rauf aufs Bike und ab durch die Mitte. Nach einer gemütlichen Fahrt bei ansprechendem Wetter kam ich am Ort des Geschehens an, wobei nur wenige Meter vom Nullpunkt entfernt ein Transporter parkte.
Das kann doch jetzt nicht wahr sein dachte ich mir, warten die hier auf den Feierabend? Ich bildete mich dann Vorort noch ein bisschen weiter und harrte kurz der Dinge, die da kommen. Als dann im Transporter Zigaretten und Bier gereicht wurden, machte ich mich noch auf den Weg zu einer kleinen Zusatzrunde. Nach ca. einer halben Stunde kam ich dann wieder zurück und sah ein unverändertes Bild. Das war's dann für diesen Tag, ich brach ab und radelte etwas angesäuert nach Hause.

Am nächsten Tag sattelte ich am Nachmittag wieder das Fahrrad und begab mich abermals zum finalen Ort. Diesmal nahm ich für Hin- und Rückweg noch jeweils eine andere Route, wobei ich mir letztere durch den schlammigen Wald so einiges abverlangte.

Ein Döschen welches mir allerhand Bewegung an der frischen Luft verschaffte, aber das ist ja wohl auch Sinn und Zweck der Angelegenheit. Ach ja, so ganz nebenbei durfte ich mich heute dann auch noch in das Gästebuch eintragen.

Ein herzliches Dankeschön fürs mehrmalige Herlocken und das Rätsel
Grüße von GaiusPupus

gefunden Der Cache ist in gutem oder akzeptablem Zustand. 22. November 2020 battuna24 hat den Geocache gefunden

Wahrscheinlich der FTF auf dieser Plattform.

Beim kurzen Überfliegen des Listings und der Geschichte war mir das Ziel ja schon klar.


Gelöst wurde das Rätsel parallel zum Fußballabend in der Guten Stube. So wurde auch der Tagesplan für heute umgestellt und die Fahrtrichtung geändert.

Die Dose wollte sich erst ein wenig verstecken und blinzelte mich dann doch noch an.

TFTC sagt battuna24, wie schon gesagt aus Nordsachsen