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Klosterkirche - Neuwerk

 Cache für Zwischendurch!

von Mgiz     Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Mönchengladbach, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 51° 13.422' E 006° 28.312' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 0:10 h 
 Versteckt am: 31. Dezember 2008
 Gelistet seit: 31. Dezember 2008
 Letzte Änderung: 24. Januar 2009
 Listing: https://opencaching.de/OC72E0

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Beschreibung   

GEMUGGELT!!!!!!!!!!!!GEMUGGELT!!!!!!!!!!GEMUGGELT!!!!!!!!!!!!




um 1130 Ansiedlung einiger adliger Damen durch den Gladbacher Abt Walter bei einem Gutshof auf der Cranendonk, etwa eine Wegstunde nordöstlich seines Klosters. Es soll eine klösterliche Gemeinschaft nach benediktinischer Überlieferung entstehen. Die Schwestern erhalten auch ein Gebetshaus (oratorium), das zur Keimzelle der heutigen Klosterkirche in Mönchengladbach-Neuwerk wird. Zur Versorgung der Schwestern überschreibt der Abt ihnen den Zehnt einiger umliegender Höfe, die bislang dem Gladbacher Kloster zinspflichtig waren.

5. Dez. 1135 Erzbischof Bruno in Köln bestätigt "notariell" die Überschreibung des oben genannten Zehnten. Das ist die erste urkundliche Erwähnung der "Schwestern in der neuen Kapelle der Heiligen Maria und immerwährenden Jungfrau" [sororibus in novo beate marie perpetue virginis oratorio].
Das Mittelschiff dieser kleinen, dreischiffigen "neuen Kapelle" ist dort, wo heute das nördliche Seitenschiff der Kirche ist. Die Kapelle wird sehr schnell zu klein, da die Anzahl der Schwestern innerhalb der nächsten 20 Jahre förmlich "explodiert".

um 1160 Der Konvent entschließt sich zum Neubau einer Kirche, bezieht aber den ersten Bau mit ein. Dazu reißt man das bisherige südliche Seitenschiff ab und baut ein neues, großes Mittelschiff in der heutigen Größe an das alte Mittelschiff an. Das bisherige Mittelschiff wird dadurch zum nördlichen Seitenschiff des Neubaus, der noch durch ein kleines südliches Seitenschiff vervollständigt wird. Die Kirche ist flach gedeckt; nur das Chorquadrat hat ein Kreuzgratgewölbe.

um 1175 Die dritte Erweiterung der Kirche wird vorgenommen. Das sog. "Westwerk" besteht aus einem völlig von der Kirche abgetrennten Erdgeschoß mit neun mächtigen Bogengewölben. Dieser krypta-ähnliche Raum wurde als Kapitelsaal
benutzt. Das Obergeschoß ist eine zum Kirchenraum hin offene dreischiffige Empore, überdacht mit Kreuzgratgewölben. An der nördlichen und südlichen Ecke des Westwerks setzt man jeweils einen Turm. Jeder Turm ist zwei Stockwerke hoch und
trägt ein Rautendach.

1182/83 Zum ersten Mal spricht eine Urkunde jetzt von einer Kirche (ecclesia) und von Neuwerk (novum opus). Der Name setzt sich allmählich als Bezeichnung für das Kloster durch.

1249 Ein päpstlicher Erlass begrenzt den Konvent des als vornehm geltenden Neuwerker Klosters auf 24 Nonnen. Die Nonnen stammen vornehmlich aus rheinisch-westfälischer Adelsfamilien.

um 1340 Das nördliches Seitenschiff wird eingewölbt. Dazu kommen große Renovierungsarbeiten altersbedingter Bauschäden. Das Kloster erlebt eine wirtschaftliche Blütezeit.

1342 Einweihung des ersten Barbara-Altars im nördlichen Seitenschiff.

um 1400 Die Baufälligkeit des Nordturms in einer so bodenfeuchten Gegend wie der Kranendonk scheint so weit fortgeschritten zu sein, das der Turm aufgegeben und zurückgebaut wird.

1466 Reform des Klosters Neuwerk durch Erzbischof Ruprecht von Köln nach den Regeln der Benediktiner-Reform von Bursfeld mit Hilfe von Nonnen aus dem Kloster St. Agatha in Köln.

11. Dez. 1466 Zur Absicherung der Reform erhält der Neuwerker Beichtvater die Erlaubnis, den Nonnen die Sakramente zu spenden, was bis dahin immer in der Gladbacher Pfarrkirche erbeten werden musste.

1467-1491 Die Reform wirkt stimulierend auf das Kloster. Geistliches und wirtschaftliches Leben erleben eine neue Blütezeit, die sich auch baulich niederschlägt. Langhaus und Westwerk erhalten ein spätgotisches Gewölbe. Später bekommen auch Chorquadrat und Apsis ein spätgotisches Sterngewölbe. Dabei wird die Apsis nach oben gezogen, um den Chor größer wirken zu lassen.

1491 Die Arbeiten finden ihren Abschluss mit der Einweihung des Hauptaltars, der der Heiligen Gottesmutter Maria geweiht ist.

1499-1543 Odilia von Myllendonk ist Äbtissin in Neuwerk. Aus ihrer Zeit stammen im wesentlichen die heute stehenden Klosterbauten in spätgotischem Stil.

1583-1589 Im Rheinland tobt der Truchsessische Krieg. Das Kloster kommt relativ glimpflich davon und wird "nur" zweimal geplündert.

1612/13 Das Kloster muss geräumt werden. Es ist wegen der Kriegsschrecken im Vorfeld des dreißigjährigen Krieges zu unsicher geworden, zum anderen sind die Gebäude nicht mehr bewohnbar und bedürfen dringend einer Instandsetzung.

1618-1648 Deutschland leidet unter dem dreißigjährigen Krieg. Die Klostergebäude tragen große Schäden davon. Das Dach der Kirche brennt ab und stürzt ins Kirchenschiff. Der Turm wird in seinem oberen Teil zerstört.

1654 Die Instandsetzungsarbeiten an Kloster und Kirche sind kaum bezahlbar und dauern lange. Wie eine Rechnung zeigt, sind sie immer noch nicht abgeschlossen. Der Turm bekommt nach den Zerstörungen des Krieges eine Zwiebelhaube.

1686 Eine Urkunde der Barbarabruderschaft in Neuwerk spricht noch immer von "Aufferbawung des Christ Catholischen Kirchen und Gotteshauß zu Neuwerk".

1770 Die Kirche erhält vom Baumeister Johann Baues d. J. eine neue Dachkuppe ("die von einem anderen gantz missbauet war") und baut den Kirchturm in Gänze neu auf. Er stellt dem Kloster auch ein Haus in Rechnung, bei dem es sich wohl um das Priorhaus (sein Türsturz zeigt das Erbauungsjahr 1771) handeln dürfte. Ebenfalls wird im Westwerk ein großes Mittelfenster gebrochen und dafür das mittlere Chorfenster zugemauert.

1794-1802 Die französischen Revolutionsheere erobern die linksrheinischen Gebiete.

1799 übernimmt Napoleon (Bild) die Macht in Frankreich und annektiert 1801 die besetzten Gebiete (Frieden von Luneville).

Der Rhein ist nun die Ostgrenze Frankreichs. Die Menschen sind jetzt Franzosen, mit allen Rechten und Pflichten.

Systematisch werden die neuen Gebiete an die rechtlichen, administrativen und politischen Gegebenheiten Frankreichs angeglichen.

1802 wird in den neuen Gebieten die französische Verfassung eingeführt.

1798 Die Franzosen lösen das Amt Gladbach auf. Aus den Honschaften Donk (mit Neersbroich), Damm (mit Engelbleck), Dünn, Hoven und Bettrath bilden sie die Bürgermeisterei Unterniedergeburth, die zum Kanton Neersen (dem bevölkerungsreichsten Kanton im Arrondissement Krefeld) gehört. Erst ab 1836 wird die Gemeinde Neuwerk heißen.

9. Juni 1802 Napoleon verfügt die Aufhebung nahezu sämtlicher Klöster und Stifte im Linksrheinischen; ihr Besitz soll dem Staat zufallen. Das Dekret wird schnell und gründlich umgesetzt.

12. August 1802 Das Benediktinerinnenkloster in Unterniedergeburth (Neuwerk) wird aufgelöst. Besitz und Einkünfte werden zur Staatsdomäne erklärt; der Grundbesitz wird rasch verkauft, die Gebäude bleiben vorerst staatliches Eigentum.

Herbst 1802 Die letzten Nonnen haben das Kloster verlassen.

Oktober 1802 Die starken Bemühungen der Gemeinde Unterniedergeburth, sich von der Pfarre Gladbach zu lösen und eine selbständige Pfarre mit eigener Kirche zu werden, tragen erste Früchte. Der Karmeliterpater Michael Giesen - sein Kloster ist ebenfalls aufgelöst - bekommt die Erlaubnis, in der leer stehenden Klosterkirche den Gottesdienst zu versehen.

1803 Die sich bildende Kirchengemeinde entsteht finanziell und organisatorisch aus dem Nichts. Es mangelt an allem. Wohnungen für Pfarrer, Kaplan und Küster gibt es nicht. Es fehlt an Geld für deren Entlohnung, für Messwein, Kerzen, Weihrauch, usw. Kollekten werden in den einzelnen Honschaften abgehalten, sogar in Helenabrunn. Die Zeit ist äußerst schwierig, aber es herrscht Aufbruchstimmung, und jeder trägt sein Teil dazu bei, dass Kirche und Pfarrgeistlichkeiten irgendwie unterhalten werden können.

6. Mai 1804 Die Neuumschreibung der Pfarrgrenzen wird verkündet. Endlich ist es soweit: Unterniedergeburth (2200 Einwohner) wird von der Pfarre Gladbach (14000 Seelen) "nach langen Kämpfen und gegen die gladbacherische einwendungen" abgetrennt.

17. Mai 1804 Jubel in Unterniedergeburth (Neuwerk): Die ehemalige Klosterkirche wird in die Rechte einer Pfarrkirche erhoben. Michael Giesen wird als erster Pfarrer der neuen Pfarre, die unter dem Patronat der Himmelfahrt Mariens steht, in sein Amt eingeführt.

1805 Die Gemeinde zählt bereits 2000 Katholiken. Die Pfarrkirche, die bisher Stiftskirche für ein paar Nonnen war, ist viel zu klein und im Ganzen baufällig. Für Renovierungs- und Erweiterungsmaßnahmen fehlt noch lange Jahre das Geld. Die Pfarre lebt "von der Hand in den Mund".

1809 Der am 9. März 1776 geborene Peter Leufgens, Sohn eines Schmiedes im benachbarten Untereicken, wird Pfarrer (1809-1829) in Unterniedergeburth (Neuwerk).

Sein überlegtes Handeln, aber auch der Einsatz seiner eigenen finanziellen Mittel, tragen wesentlich zum Aufschwung der jungen Pfarre bei.

1811 Durch kaiserliches Dekret (Napoleon) wird der Pfarre das Priorhaus geschenkt, für das sie wegen Baufälligkeit schon seit 1808 keine Pacht mehr zahlen muss.

1812 Clemens Dapper, Müller der Broichmühle und zeitweilig auch Bürgermeister der jungen Gemeinde, sowie Pfarrer Peter Leufgens kaufen als Privatleute die Klostergebäude von Dietrich Lenssen (Textilunternehmer und Bürgermeister in Rheydt), der sie ein paar Monate zuvor von der französischen Domänenverwaltung erworben hat. Leufgens besitzt nun den Südflügel, den südlichen Ostflügel (direkt neben dem Chor der Kirche), einen Teil des Klosterhofs, den Garten hinter dem Priorhaus, die "Bleiche" (den inneren Obstgarten mit Teich und Umfassungsmauer) und einen Teil des Hofplatzes vor dem Ostflügel.

1815 Die Franzosen sind bereits ein Jahr lang weg. Der gesamte linke Niederrhein - bislang französisches Staatsgebiet - wird auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeschlagen. Die Rheinländer sind jetzt nicht mehr Franzosen, sondern Preußen ...

1820 Die Gemeinde kauft für 1000 Taler den gesamten Westflügel des Klosters von Clemens Dapper. Nach der fälligen Renovierung - das Gebäude hat zunächst 10 Jahre leer gestanden und wurde dann als Mehl- und Fruchthandlung benutzt - richtet Pfarrer Leufgens hier das Pastorat, die Vikarie und eine Schule ein. Der Kreuzgang um den Klosterhof wird zugemauert und, wie die oberen Geschosse auch, in Wohnungen umgewandelt.

1822 Das marode Dach der Kirche wird erneuert und neu gegliedert.

1826 Die Kirche wird endlich vergrößert, indem man das um 1175 entstandene "Westwerk" (siehe oben) dem Kirchenraum zuschlägt. Dazu bricht man die Trennwand zwischen Untergeschoß (Kapitelsaal) und Kirchenschiff ab und entfernt die Gewölbedecke zum Obergeschoß (Nonnenempore). Es entsteht ein großer, hoher Raum; der nutzbare Kirchengrundriss hat sich fast verdoppelt. Damit die Gewölbe über diesem Raum nicht einstürzen, werden die vier schlanken, runden Säulen des (nun nicht mehr vorhandenen) Obergeschosses, die die Gewölbe tragen, durch vier klobige Rechtecksäulen unterfangen (siehe Foto von 1895). In die Mitte der Giebelwand des Westwerks bricht man einen neuen Eingang.

1827 Das südliche Seitenschiff der Kirche wird renoviert und nach Osten hin erweitert. Das baufällige Dach des Seitenschiffes wird neu eingedeckt. Der Innenraum der Kirche wird zum Teil neu verputzt und geweißt.

1828 Chor und Mittelgang der Kirche bekommen neue Fliesen, die übrigen Bodenplatten werden neu und sauber verlegt.

1836 Die Gemeinde Unterniedergeburth wird mit Uedding und einem Teil von Lürrip (nördlich der Neußer Straße) zur Gemeinde Neuwerk zusammengeschlossen. Pfarr- und Gemeindegrenzen sind jetzt deckungsgleich.

1850/51 Bei dem Viersener Orgelbauer Müller wird eine neue Kirchenorgel in Auftrag gegeben, wobei er die wenigen, noch brauchbaren Pfeifen und Register aus dem 18. Jahrhundert wieder verwendet.

1861 Die alten Kirchenglocken werden eingeschmolzen und zu einem neuen Geläut gegossen (Marien- und Barbaraglocke).

1872 Den bisher als Wohnung gebrauchten Kreuzgang des südlichen Klosterflügels, der direkt neben der Kirche verläuft, wird in den Kirchenraum mit einbezogen. So begegnet man dem dringendsten Raumproblem. Auch der Bodenbelag der Kirche wird erneuert. 2300 Platten sind nötig, um den Fußboden neu zu gestalten.

Februar 1873 Der Kölner Glasermeister Robert Kiefernagel erneuert die Verglasung von sechs Kirchenfenstern (wohl im südlichen Seitenschiff) und einem Sakristeifenster.

1873 Bei der Firma Sonreck in Köln wird eine neue Kirchenorgel bestellt. Sie findet ihren Platz ebenfalls auf der Empore an der Westwand. Im gleichen Jahr findet Pfarrer Ludwig von Essen auf dem Speicher des Klosters die seit der Franzosenzeit vermissten Reliquien der Pfarre wieder.

1883/84 Pfarrer von Essen, der sich nach dem Ende des Kulturkampfes im Deutschen Reich vorrangig den Plänen Therese von Wüllenwebers gewidmet hat, wendet sich wieder dem Kirchenbau zu und beginnt nach den Plänen des Neußer Regierungsbaumeisters Julius Busch mit der Re-romanisierung der Kirche.

Das seit 1770 zugemauerte Mittelfenster des Chores wird wieder geöffnet und alle drei Chorfenster mit Fenstern des Roermonder Glasmalers F. Nicolas versehen (siehe Foto).

Diese Maßnahme wird laut Pfarrer Ludwig von Essen von den Jungfrauen der Gemeinde gestiftet.

Von Essen ersetzt den barocken Hochaltar im Zopfstil gegen einen "passenderen", den er vom Bocholter Bildhauer Theodor Stracke bauen lässt, und den er auch selber bezahlt.

1885 Im südlichen Seitenschiff werden die alten, gotischen Fenster gegen die heutigen romanischen Fenster im Rosettenstil ersetzt und kunstvoll mit Heiligendarstellungen verglast.

Die Bauarbeiten werden vom Bettrather Baumeister Peter Weuthen ausgeführt, der später auch den Bau der Bettrather Pfarrkirche übernimmt.

1886 Der bisher zweistöckige Turm wird um ein Stockwerk erhöht und die barocke Zwiebelhaube aus dem Jahr 1654 bzw. 1770 wird durch das heute noch vorhandene Rhomben- oder Rautendach ersetzt.
17. Juni 1887 Weihe der beiden neuen Glocken der Pfarre (Matthias- und Dreifaltigkeitsglocke).

Sommer 1896 Beginn der umfangreichen Arbeiten zur weiteren Re-romanisierung der Kirche. Im Giebel des Westwerks wird das große Mittelfenster von 1770 gegen 2 kleinere Fenster ersetzt, die in Form und Größe den beiden Kleineren angepasst sind. Das wuchtige barocke Walmdach der Kirche wird durch das heutige Satteldach ersetzt.

1911 Die Kirche bekommt als eines der ersten Gebäude in Neuwerk eine elektrische Beleuchtung.

1917 Mit Ausnahme der kleinsten müssen wegen des ersten Weltkriegs alle Kirchenglocken zur Metallverwertung abgegeben werden; sie werden eingeschmolzen.

1. August 1921 Ende der selbständigen Gemeinde Neuwerk. Sie wird zusammen mit der Bürgermeisterei Gladbach-Land und der Stadt Rheindahlen nach "München-Gladbach" (Mönchengladbach) eingemeindet.

26. Oktober 1924 Weihe des neuen Glockengeläuts (Marien-, Barbara-, Dreifaltigkeits- und Sebastianusglocke) durch Weihbischof Hammels auf dem Benediktusplatz.

1927 Im Westwerk werden drei neue Emporen gebaut; eine auf der Westseite (sie ersetzt die bisher schon vorhandene Empore), eine auf der Nordseite und eine auf der Südseite.

Die Brüstung der Westempore wird durch vier Tafelbilder (Beginn 17. Jahrhundert) geschmückt, die von dem Kempener Maler Heinrich Dieckmann restauriert werden.

Dieckmann gestaltet auch die neuen Fenster der Orgelbühne.

Die Sonreck-Orgel aus dem Jahr 1873 wird durch ein neues Instrument der Firma Stahlhut ersetzt.

Die bisher ungeheizte Kirche ist soweit durchfeuchtet, dass ein Eingreifen unumgänglich ist. Die Firma Wild aus Köln durchsägt das Mauerwerk in Bodennähe und zieht eine Isolierschicht aus Isolierpappe und Blei ein.

Der feuchte und marode Innenputz wird zwei Meter hoch abgeschlagen und die Kirche mittels Buchenholz-befeuerter Öfen ausgetrocknet.

1928 Die Kirche soll vollständig austrocknen und bleibt ein Jahr ohne Putz. Sie hat mit dem Putz auch ihre reiche Bemalung aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert verloren. Heinrich Dieckmann beginnt mit dem Ausmalen der Kirche in dezenten Grautönen und verstärkt die Wirkung durch wenige, gezielt gesetzte Akzente.

Der Doxal (die über dem nördlichen Seitenschiff gelegene Oberkirche, die durch Fenster mit dem Kirchenschiff verbunden ist und wegen der Raumnot ebenfalls seit vielen Jahrzehnten benutzt wird - die Kirchenbänke sind hier bis 1955 fest vermietet) wird renoviert. Die Fenster werden ebenfalls von Heinrich Dieckmann entworfen.

1929 Der faule Dachstuhl des Doxal wird erneuert. Dabei wird das Dach zur besseren Belüftung angehoben. Der Doxal bekommt eine kostengünstige Rabitzdecke.

1931 Heinrich Dieckmann bewertet die drei bisherigen Chorfenster von 1883/84 als "zu groß, unangenehm bunt und technisch und künstlerisch ganz mangelhaft". Sie werden gegen drei von ihm selbst entworfene Fenster mit Heiligendarstellungen ersetzt, die in ihren Abmessungen etwas kleiner gehalten sind.

März 1941 Bei einem Fliegerangriff tragen Chorfenster und Küsterwohnung größere Schäden davon. Die Dieckmann'schen Chorfenster-Originale sind zu diesem Zeitpunkt allerdings schon in Sicherheit gebracht.

1. Januar 1961 Die Salvatorianerinnen kommen nach Neuwerk und übernehmen von den Franziskanerinnen das seit 1889 bestehende Neuwerker Krankenhaus. Ihre Gründerin, Therese von Wüllenweber, hatte ab 1876 im Ostflügel des Klosters ein Damenstift betrieben und das Gebäude 1879 sogar angekauft, bevor sie 1888 zur Gründung des neuen Ordens nach Rom umzog und das Gebäude an die Franziskanerinnen verkaufte.

Die ehemalige Klosterkirche, die seit 1804 von den Neuwerkern als Pfarrkirche benutzt wird, ist immer wieder an die Bedürfnisse einer stetig wachsenden Pfarrgemeinde angepasst worden. Bei der Ankunft der Salvatorianerinnen zeigt sich folgender Grundriss:


Klar zu erkennen ist das nach Osten (rechts) ausgerichtete Mittelschiff mit der halbrunden Apsis. An das Mittelschiff schmiegen sich die beiden Seitenschiffe an: unten das südliche (es hat ein Tonnengewölbe) und oben das nördliche Seitenschiff mit seinen 5 Kreuzgewölben. Dieses Seitenschiff ist der älteste Teil der Klosterkirche und war einmal das Mittelschiff der allerersten Kirche, die bereits 1135 erwähnt wurde. An das Mittelschiff und die beiden Seitenschiffe schließt sich nach links das quadratische "Westwerk" an, das den Kirchenraum entsprechend verlängert. Daran angesetzt erkennt man ganz unten (Süden) den quadratischen Querschnitt des Kirchturms. Innerhalb des Westwerks sind ringsherum die 3 Emporen zu sehen: unten die kleine Südempore, die als Orgelbühne dient, links die Westempore und oben die Nordempore. Die 6 Felder ganz oben über dem nördlichen Seitenschiff und dem Westwerk gehören zum ehemaligen Kreuzgang des Klosters und wurden bereits 1872 in den Kirchenraum mit einbezogen. Ganz rechts oben schließt sich der Ostflügel des Klosters an und ganz links oben der Westflügel, der als Pfarrhaus benutzt wird.

2. Juli 1961 Erster Spatenstich zum Bau der neuen Pfarrkirche für Neuwerk an der Liebfrauenstraße.

1. Advent 1963 In der fertig gestellten neuen Pfarrkirche an der Liebfrauenstraße wird die erste Heilige Messe gefeiert. Die Klosterkirche des ehemaligen Benediktinerinnenklosters, seit 1804 Pfarrkirche der Neuwerker, wird nun nicht länger als Pfarrkirche gebraucht. Sie wird den Salvatorianerinnen überlassen, die sie nun als Stiftskirche für ihren Konvent benutzen.

1964-1974 Die Klosterkirche wird einer grundlegenden Umgestaltung unterzogen, die unter der Leitung des Mönchengladbacher Architekten Heinz Aretz durchgeführt wird. Das Ziel ist die Wiederherstellung der ursprünglichen romanischen Form unter Berücksichtigung der neuesten architekturhistorischen Gesichtspunkte. Das Ergebnis ist an der heutigen Kirche deutlich erkennbar.

Die Nonnenempore (Bild) überspannt jetzt wieder wie vor 1826 den ganzen Raum des Westwerks. Allerdings wird nur eine glatte Decke eingezogen; eine Wiederherstellung der ursprünglichen schweren Gewölbedecke hätte den Raum unter der Nonnenempore als Kirchenraum unbrauchbar gemacht. Die vor 1826 vorhandene Trennwand zwischen Westwerk-Untergeschoss (ehemals Kapitelsaal) und Kirchenschiff wird auch nicht erneuert; der Raum unter der Nonnenempore bleibt also weiterhin Kirchenraum.

Auf den Gewölben der Nonnenempore werden wundervolle Renaissancemalereien freigelegt und konserviert.

Die beiden Mittelfenster des Westgiebels von 1896 werden gegen ein einziges Fenster ausgetauscht, das in seinen Abmessungen nun den beiden vorhandenen äußeren Fenstern entspricht.

Der Fußboden der Kirche, der im Laufe der vergangenen Jahrhunderte um etwa einen Meter angehoben worden war, wird abgesenkt.

Die Apsis der Kirche, die man gegen Ende des 15. Jahrhunderts nach oben gezogen hat, wird wieder abgesenkt und erhält entsprechende kleinere Chorfenster. Die Dieckmann-Fenster "verschwinden"; heute weiß niemand, wo sie "abgeblieben" sind.

Die Durchbrüche im Chorquadrat zu den Seitenschiffen werden wieder geschlossen.

Kreuzgang und Doxal werden nicht länger als Kirchenraum benötigt. Die Durchbrüche im nördlichen Seitenschiff zum Kreuzgang werden geschlossen, ebenso die Fenster des Doxals zum Langhaus der Kirche (Ausnahme: das Fenster im Chorquadrat). Der Doxal dient nun als Klosterbücherei.

Die Innengestaltung der Kirche wird der romanischen Zeit angepasst. Ihre schlichte Form steht im deutlichen Gegensatz zur prachtvollen Ausgestaltung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

GEMUGGELT!!!!!!!!!!!!GEMUGGELT!!!!!!!!!!!!!!!GEMUGGELT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Logeinträge für Klosterkirche - Neuwerk    gefunden 4x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 12. Januar 2009 Vater und Sohn hat den Geocache gefunden

Sehr viele Hintergrundinfos für so eine kleine Dose...  ;)
Gruß und Danke für den Cache

gefunden 10. Januar 2009 snake.plisken hat den Geocache gefunden

Heute Mittag bei schönen Wetter gefunden.

gefunden 01. Januar 2009 cachermg hat den Geocache gefunden

Konnte es mir nicht nehmen lassen hier kurz einen STF zu verbuchen. So kann man das neue Jahr doch fast perfekt einklingen lassen.

TFTC

CacherMG.

 

gefunden 31. Dezember 2008 Moe hat den Geocache gefunden

Ein neuer Cache direkt um die Ecke?

Konnte mir nicht nehmen lassen, auf dem Weg zur Silvesterparty hier kurz einen FTF zu verbuchen. So kann man das Jahr doch perfekt ausklingen lassen :-D

TFTC, M.O.E