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Normaler Geocache
TB-Hotel "Hofgut Trages Somborn"

 Parkt bei: N 50° 07.302 E 009° 05.513

von The-Big-G     Deutschland > Hessen > Main-Kinzig-Kreis

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 50° 07.195' E 009° 05.566' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: groß
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 0:25 h 
 Versteckt am: 24. November 2009
 Gelistet seit: 24. November 2009
 Letzte Änderung: 10. März 2013
 Listing: https://opencaching.de/OC9899
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Trages

Bitte immer 2 Gäste im Hotel belassen!!!

Geschichte vom Hof Trages:

Südwestlich von Somborn an der Grenze zu Bayern liegt das Gut Trages. Seinen Namen verdankt es wohl dem Umstand der Rodung dieses Gebietes durch einen Drago, der im 9. Jahrhundert von Somborn aus einen sogenannten „Beyfang" durch Urbarmachung in den Wald vorgetrieben hatte.

Im 14. Jahrhundert werden 2 Höfe erwähnt: Vorder und Hinter Drages. Dem Peter von Dragus wird anno 1358 das Land durch die Ronneburger verwüstet. 1374 übergaben laut Urkunde Arnulf von Drages, seine Frau und 5 Söhne ihren Hof „Zum Trages" dem Herrn Ulrich von Hanau und erhielten den Hof als erbliches Lehen zurück. Als Abgabe hatten sie nur ein „Fastnachtshuhn" zu entrichten und die Pflicht, durchreisenden Herren einen Ehrentrunk zu reichen.

Im 30jährigen Krieg wurde Trages völlig zerstört und seine Bewohner vertrieben. Laut Lehensbrief von 1639 gab Hanau dem Dietrich von Erkenbrecht die „Höfe zum Trages" zu Lehen. Von dessen Nachkommen kaufte der Hanauische Kanzler von Cranz die Güter Trages und Hüttelngesäß Anfang des 18. Jahrhunderts (1727). Er und sein Sohn errichteten den Hauptanteil der heutigen Gebäude des ehemaligen Wirtschaftshofes und die Parkanlage mit den heute alten und stattlichen Bäumen sowie ein Gartenhaus, den Grundstock des jetzigen Schlossgebäudes. 1751 vererbte der kinderlose Johann Sebastian von Cranz Trages und Hüttelngesäß an den Sohn seiner Schwester, den nassauusingischen Geheimen Rat Christian Carl Ludwig von Savigny.

 

Von dessen 12 Kindern überlebt nur der am 21. Februar 1779 geborene Friedrich Carl von Savigny seine Eltern und Geschwister und war mit 16 Jahren allein und ohne Angehörige der einzige Spross der Familie von Savigny.

Doch ungewöhnlich wie sein Jugendschicksal war auch sein weiterer Lebensweg. Im Alter von 16 Jahren begann er seine juristischen Studien an der Universität Marburg und später in Jena und Göttingen, promovierte schon 1800 zum Dr. jur. und nahm, mit 24 Jahren bereits Professor, seine Lehrtätigkeit in Marburg auf. Daneben betrieb er intensive juristische Forschung. Im Jahre 1803 erschien sein erstes bedeutendes Werk „Das Recht des Besitzes". Darüber schrieb der Rechtsgelehrte Brun: „Durch dieses epochemachende Werk rückte Savigny auf in die Klassiker der Nation und wurde eigentlicher Begründer der historischen Rechtsschule, ihr Führer, ihr Haupt."

Schon in seinen Studien- und ersten Lehrjahren hatte Savigny einen großen Kreis von Freunden und Schülern um sich versammelt, die wie er in Wissenschaft und Dichtung ihrer Zeit große Bedeutung erlangt haben. Seine Studienfreunde waren die Dichter Clemens Brentano und Achim von Arnim, die Gebrüder Jakob und Wilhelm Grimm, die Dichterinnen Bettina Brentano, die spätere Gattin Achim von Arnims und deren Freundin Caroline von Günderrode. Zusammen mit Savigny - er heiratete 1804 die Schwester Brentanos, Gunda - waren diese häufig „auf dem Trages", dessen idyllische Lage und Umgebung für ihre romantischen Gefühle, ihre Liebe zur Natur, ihre Begeisterung für Heimatgefühl, Volkslied und Märchen dort rechte Nahrung und Anregung fand.

Clemens Brentano schrieb hier sein berühmtes Märchen „Gockel, Hinkel und Gackeleia". Im Brentano-Zimmer künden noch heute die 1809 bemalten Wände mit romantischen Darstellungen und Spottversen von ihrem Treiben. Das Günderrode-Häuschen neben dem alten Herrnhaus steht noch, und in vielen Briefen dieses Dichterkreises wird das Leben auf Trages beschrieben. Die wissenschaftliche Tätigkeit führte Friedrich Carl von Savigny zwar weit fort: 1804/05 zu Rechtsforschungen nach Paris, 1808-10 als Professor nach Landshut. 1810 erfolgte die Berufung an die 1809 gegründete Berliner Universität (Alma Mater Berolinensis), der heutigen Humboldt-Universität, deren Rektor er 1812 als Nachfolger des Philosophen Johann Gottlieb Fichte wurde. In Berlin veröffentlichte er seine großen Lebenswerke „Geschichte des römischen Rechts" und „System des römischen Rechts", zwei Grundlagen unseres heutigen Rechts und des internationalen Privatrechts. Unter Friedrich Wilhelm IV, wurde er Präsident des Staatsrates und 1847 Ministerpräsident. Jedoch kehrte er immer wieder nach Trages zurück, dessen Geschicke er auch aus der Ferne mit seiner großen Gründlichkeit leitete.

Jetzt ruht er in der Familiengruft in der Kapelle in Trages, welche 1870 von seinem Sohn Carl Friedrich von Savigny, ebenso wie das Schloss in seinem heutigen Hauptteil, erbaut wurde. Carl Friedrich von Savigny war Mitschüler und dann Studienfreund von Bismarck, mit dem ihn gemeinsame politische Tätigkeit verband, bis Savigny mit anderen führenden Politikern im Dezember 1870 die Zentrumspartei gründete.

Unter seinem Nachfolger, dem Reichstagsabgeordneten Carl von Savigny, wurde Trages zu einem modernen Landwirtschafts- und Forstbetrieb ausgebaut. Daneben wurden die baulichen und schriftlichen Zeugnisse der Geschichte dieses „Hof Trages" erhalten und betreut und finden heute zahlreiche interessierte Besucher. Die stets enge Beziehung zu Somborn, zu welchem Trages nach Auflösung der selbständigen Gutsbezirke im Jahre 1929 auch verwaltungsmäßig, gemeindlich gehört, lässt es an dem Jubiläum des alten „Sonnenborn" freudig teilnehmen.

Der anliegende Golfpatz muss und darf auf keinen fall Betreten werden!!!

Weiterhin dürft Ihr KEINEN "Drive-In" daraus machen!!!

Viel Spass beim suchen.

HAPPY HUNTING!!!

Hilfreiches

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Logeinträge für TB-Hotel "Hofgut Trages Somborn"    gefunden 21x nicht gefunden 0x Hinweis 1x

Hinweis 10. März 2013 mic@ hat eine Bemerkung geschrieben

Bitte bei Statusänderungen, die bei geocaching.com durchgeführt werden, auch immer hier den Status ändern.
Dieser Cache ist auf geocaching.com archiviert und hier nicht mit dem Attribut "OC only" versehen. Aus diesem Grunde archiviere ich ihn auch hier. Sollten sich später neue Aspekte ergeben und der Cache wieder aktiviert werden, so kann dies durch den Owner selbstständig über die Funktion "Cache bearbeiten" erfolgen.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

mic@ (OC-Support)

gefunden 23. Juni 2012 julien85 hat den Geocache gefunden

Anlässlich des Events in Somborn heute mal eine kleine Radtour durchs Freigericht und das angrenzende bayerische Ausland gemacht [:D]
Auf den gut 42 km waren 6 Tradis, 1 Event und 1 Mystery dabei, und davon sogar ein T5er [:)]

Nummer zwei auf der Runde war zügig gefunden.. ui ui schon fast in Bayern gelandet [;)]

gefunden 10. Januar 2012 horizontx hat den Geocache gefunden

Also mit den schmutzigen Schuhen wäre ich vielleicht nicht ins Hotel gekommen. Beim TB-Hotel wurde ich aber freundlich empfangen und habe dann mal getauscht.
TFTC horizontx

gefunden 21. April 2011 DieMurdocks hat den Geocache gefunden

In der anbrechenden Dunkelheit mit Jabepa und ZicMorley flott gefunden.
TFTC

gefunden 21. April 2011 Jabepa hat den Geocache gefunden

Richtung Nachtcache zusammen mit ZicMorley und Murdock noch schnell einen Abstecher hier vorbei gemacht, um uns das Froschkonzert anzuhören und nebenbei den Cache zu suchen. Auch im Dunkeln war der Behälter nach kurzer Suche gefunden. Danke für den Cache. NoTrade
#2853