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Normaler Geocache
Steinkreuze 5: Das Steinkreuz bei Heideck

 Ein einfacher, schneller Tradi, für jede Altersgruppe geeignet. Im Winter bei Schnee und Frost, nicht möglich.

von Die drei Hobbits     Deutschland > Bayern > Roth

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 49° 08.658' E 011° 09.499' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: archiviert
 Versteckt am: 10. März 2011
 Gelistet seit: 15. März 2011
 Letzte Änderung: 05. Mai 2012
 Listing: https://opencaching.de/OCBF86
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Geokrety-Verlauf

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Gefahren
Der Weg
Wegpunkte
Zeitlich
Personen

Beschreibung   


Die Serie die „Steinkreuze“:

Dies ist eine Serie, von derzeit sechs Steinkreuzen aus der Umgebung von Roth-Hilpoltstein. OCBF82, OCBF83, OCBF84, OCBF85, OCBF86, OCBF87
Die Kreuze liegen jeweils ein Stück von einander entfernt. Mit dem Auto locker an einem Nachmittag machbar. Mit dem Fahrrad für sportliche Fahrer sicher auch. Ansonsten, eben an unterschiedlichen Tagen anfahren.
Jeder Cache hat seine eigene Dose, die aber in der Größe unterschiedlich ausfällt. Die Dosen liegen nie direkt am Kreuz, da diese unter Denkmalschutz stehen. Aber oft sind die Dosen in Sichtweite oder ganz in der Nähe versteckt. Natürlich könnt und sollt Ihr jeden Cache einzeln loggen.
Ihr findet in jedem Logbuch einen zusätzlichen Buchstaben-Zahl Hinweis. Wenn Ihr alle sechs zusammen habt, könnt Ihr die Koordinaten für den Bonuscache OCBF88 "weisses Kreuz" damit auflösen.
Gleich im Anschluss eine Erklärung speziell zum Steinkreuz bei Heideck. Weiter unten dann eine Erklärung, allgemein zu den Steinkreuzen.

Bitte beachtet, dass alle Steinkreuze streng unter Denkmalschutz stehen. Der Sandstein ist sehr empfindlich. Auch wenn hier keine Person begraben liegt, sollte dieser Ort und die Kreuze stets mit Respekt und Würde behandelt werden.


Das Steinkreuz bei Heideck:

The Spot
Hierbei handelt es sich um einen Stein, der in Form eines Kreuzes gehauen wurde. Somit wird dieser unter Fachleuten als „Steinkreuz“ bezeichnet.
Dieses Steinkreuz liegt sehr versteckt und unbeachtet am Rande eines Weges in einem Gestrüpp. Dabei ist es ein besonders interessantes Steinkreuz. Es ist 130 cm hoch, 90cm breit und wegen des harten, quarzhaltigen Sandsteinmaterials in der Form gut erhalten. Unter dem Kreuzbalken sind Armstützen vorhanden.
Geschichtlicher Hintergrund aus dem Jahr 1485 dazu im Heidecker Stadtbuch.

Haintz Seubat von Tiefenbach, hat aus Irrung und Zwietracht den Totschlag an dem Gilgen Reichel aus Heideck begangen. Von den Spruchmännern und Geschworenen, wurde folgende Urteilsauflage erlassen:

„ Eine Pilgerfahrt nach Rom, eine weitere nach Aachen, dreyssig Mess lesen lassen und funffzehen Pfund Wachs darzue prennen, ein staynes Kreutz syben Schuch ob Erde und drey darunter setzen“ Ausserdem musste Seubat an die Erben des Getöteten 30 Gulden rheinisch entrichten, zahlbar zu je fünf Gulden jedes Jahr am Tag St. Pauli Bekehrung. Sechs namentlich genannte Bürger hatten notfalls dafür einzustehen.
Bei diesem Kreuz, handelt es sich also eindeutig um ein Sühnekreuz, welches der Mörder am Tatort aufstellen mußte.

Einige Wetzrillen sind zu erkennen, sowie das Relief einer Gefäßfigur. Möglicherweise ist dies mit dem Beruf des ermordeten in Verbindung zu bringen. Vielleicht ein Töpfer?.

Der Cache liegt sehr Nahe am Kreuz. Ich würde sagen, in einem Umkreis von 2 Metern.
Ihr könnt mit dem Auto der Straße so weit folgen, wie es noch erlaubt ist. Dann parken. Die letzten Meter müsst Ihr dann noch zu Fuß gehen. Bitte haltet Euch daran.

Bitte die Tarnung danach wieder genauso herstellen

Achtung ! Auf dem Weg dorthin, als auch in der Nähe des Kreuzes am Wegrand, liegt sehr viel Hundekot !!!! Wie den Schildern der Anwohner zu entnehmen ist, sind diese auch nicht sonderlichbegeistert darüber. Also bitte aufpassen.


Allgemeine Informationen zu Steinkreuzen:

An Hand von Zeitungsberichten des lokalen Historikers Ernst Wurdak, konnte ich zu manchem Kreuz einen geschichtlichen Hintergrund finden. Die Allgemeinen Informationen habe ich aus der Internet Seite www.suehnekreuz.de
Diese Seite kann ich zu diesem Thema empfehlen. Hier findet Ihr auch viele Kreuze aus anderen Teilen Deutschlands. Sogar mit GPS Angaben.
Die Steinkreuze:
Meist unbeachtet am Rand alter, vergessener Verkehrswege findet man sie, die Steinkreuze. Oft schon halb im Boden versunken und durch den Zahn der Zeit stark in Mitleidenschaft gezogen, sind sie dennoch für den interessierten Wanderer Grund genug innezuhalten. Meist sind sie aus leicht zu bearbeitenden Sandstein gefertigt, unterliegen in Form und Stil der jeweiligen Entstehungszeit und variieren in der Größe. Doch was hat es damit auf sich? Man unterscheidet zwischen Steinkreuze allgemein, die ein besonderes Ereignis wie einen Unfall, das Ende einer Seuche, einer Schlacht oder aber oft auch nur den Prozessionsweg zu einer Kirche kennzeichnen. Oder aber den Sühnekreuze. Sühnekreuze stehen am Ort einer Bluttat für die Sühnung der Tat und des Täters.
Sie sind Denkmale mittelalterlichen Rechts. Sie waren ein Erfüllungsteil von Sühneverträgen, welche zwischen zwei verfeindeten Parteien geschlossen wurden, um eine Blutfehde wegen eines begangenen Mordes oder Totschlages zu beenden. Der Mörder wurde vor Gericht verurteil zur Strafe und Sühne seiner Tat, solch ein Kreuz anfertigen zu lassen. Der Standort ist stets auch der Tatort des Mordes gewesen. Allerdings wurden viele Sühnekreuze oder Steinkreuze wegen der Flurbereinigung oder Straßenbau in unserer Zeit an andere Orte versetzt.
Der überwiegende Teil der Steinkreuze ist in Kreuzform gestaltet, oder deutet ein in Stein gehauenes Kreuz an. Oftmals ist die Mordwaffe bzw. ein berufstypisches Gerät des Entleibten in den Stein gehauen. In den seltensten Fällen finden sich eingeschlagene Jahreszahlen. Text findet sich auf keinem echten Sühnekreuz aus dem 13.-16. Jahrhundert. Der einfache Bauer hätte es ohnehin nicht lesen können, weshalb Bilddarstellungen dominierten.

Häufig finden sich Wetzrillen und Rundnäpfchen an den Kreuzen. Dafür gibt es zwei Deutungen.

  • Die Menschen kratzten mit Gegenständen diese Rillen und runden Einkerbungen in den Stein, um das Steinmehl dann als Medizin oder Heilpulver gegen Pest, Epilepsie oder Gicht zu verwenden.
  • Die Bauern wetzten Ihre Sicheln und Sensen an den Steinen um die Kraft der Steine auf Ihre Werkzeuge zu übertragen.

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Orvz Onhz hagre qrz Fgrva

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Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet Schutz des Landschaftsraumes im Gebiet des Landkreises Roth - "Südliches Mittelfränkisches Becken östlich der Schwäbischen Rezat und der Rednitz mit V (Info)

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Logeinträge für Steinkreuze 5: Das Steinkreuz bei Heideck    gefunden 7x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 05. Februar 2015 The New Hunters hat den Geocache gefunden

Schnell gefunden. Schnee ist momentan kein Problem. Leider vergessen die Bonuszahl aufzuschreiben. Falls wir bald wieder in die Gegend kommen, und die Serie noch da ist, fahren wir halt nochmal hierhin. Wäre schön, wenn die Caches noch etwas blieben !

gefunden 06. Januar 2012 Kings Scouts hat den Geocache gefunden

Im Rahmen eines "Nachmittagsspaziergangs" gefunden. Mit der Hintergrundgeschichte zu diesem Kreuz ist der Cache doppelt interessant. Wegen der Einfachheit ist er ideal als Einsteigercache mit (Fast-)Erfolgsgarantie. Zwinkernd

Unseren Pfadfindern hat es jedenfalls sehr gut gefallen, Vor allem die spannende Geschichte dazu!

gefunden 21. Oktober 2011 Indiana-Jones-Family hat den Geocache gefunden

TFTC

gefunden 16. Oktober 2011 wolf-cacher hat den Geocache gefunden

Nach längerer Zeit mal wieder eine Sonntagsrunde gemacht und bei schönstem Herbstwetter diesen Cache schnell gefunden. Schönes große Dose. Danke, no trade!

gefunden 09. September 2011 thesimpsons62 hat den Geocache gefunden