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Y Sero Muldi

 Ein wandalensicheres Versteck ?

von Pumuckel&Kuno     Deutschland > Sachsen > Muldentalkreis

N 51° 09.600' E 012° 47.900' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: groß
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 2:00 h   Strecke: 5 km
 Versteckt am: 15. Juli 2010
 Gelistet seit: 10. August 2011
 Letzte Änderung: 22. September 2013
 Listing: https://opencaching.de/OCCED5
Auch gelistet auf: geocaching.com 

2 gefunden
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Geokrety-Verlauf

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Gefahren
Der Weg
Wegpunkte
Zeitlich
Benötigt Werkzeug

Beschreibung   

Bevor wir uns, ganz nach alter Letterboxing-Tradition, nur mit Kompass und Augenmaß durch den Dschungel kämpfen werden, erst mal ne kleine Lektion regionalhistorische Theorie. In grauer
Vorzeit siedelte in Franken und Mitteldeutschland der Stamm der Hermunduren. Geschichtsschreiber Tacitus berichtet im Jahre 41:
"Sie sind treue Verbündete der Römer und stehen mit ihnen in friedlichem Handelsverkehr, als einzige von allen Germanen."

Nicht in den kühnsten Träumen dachte damals jemand an Autobahnen. Der Fernhandel und die Völkerwanderungen liefen über ständig wechselnde Wanderpfade, die sich nur grob an größeren Flüssen orientierten. Solche "waypoints" wie die Muldenvereinigung bei Sermuth waren also damals besonders wichtig als dauerhafter Orientierungspunkt. Ein Jahrtausend später, als hier Slawen siedelten, wurde das älteste erhaltene Dokument über das Dorf geschrieben, damals hieß es Seromut. Da es im Slawischen kein "sero" und kein "mut" gibt, wird sich der Name sehr wahrscheinlich herleiten vom altrömischen "sero" "ich sammle, ich reihe aneinander") und "muldi" ("die Mulden"). Das Wappen des (ehemaligen) Muldentalkreises und auch der Titel dieses Caches tragen deshalb das Symbol dieses "waypoints", das "Y".

Mit dem Einfall der gewaltigen Reiterscharen der Hunnen brach 375 das Chaos über Europa herein. Ganze Völkerscharen flüchteten in Angst und Schrecken westwärts und nahmen sich unterwegs, was sie zum Überleben brauchten. Nach den Goten kamen die Wandalen, und dass die nach dem Plündern nie aufgeräumt haben, das hat sich im Sprachgebrauch bis heute überliefert. Den Familienschatz im Garten zu vergraben - das konnte man sich sparen. Den Trick kannte jeder. Doch Muldenflößer Kunos Versteck war so gewieft, das es bis heute die Zeiten überdauert hat.

 

Wer viel Zeit hat, kann sich auch zu Fuß durch die weglose Wildnis kämpfen. Bitte nicht mit Auto auf gesperrten Feldwegen durch die Kuhweiden fahren, die hiesige Kolchose wird das nicht mögen. Gemütlicher und schneller geht es per Boot. Eine Slipstelle zum Einschiffen bietet sich an beim Podelwitzer Schloß, an der Sermuther Zwickauer-Mulden-Brücke müsste es auch gehen. Wenige Minuten nach dem "Waypoint" namens Sero Muldi heißt es die Augen offen halten, damit Du nicht am Inselstein zerschellst, der da mitten im Fluß liegt. Ab einem Wasserstand von ca. 150 cm am online-Muldenpegel Golzern
http://www.umwelt.sachsen.de/de/wu/umwelt/lfug/lfug-internet/hwz/MP/560021/index.html
kann man die Kette nicht mehr so einfach mit dem Arm ertasten, dann braucht man also eine Taucherbrille und ein Seil zum festhalten wegen der Strömung. Ab 180 cm verschwindet das Inselchen ganz unter Wasser, aber dann wird es sowieso zu gefährlich.

Als Gedankenstütze hat der Alte Muldenflößer Kuno dort genau " x " Kettenglieder angebracht, eines für jeden Hektometer des linken Ufers, das Du passieren musst (also nicht die Luftlinie). Am letzten Glied hängt eine Münze mit dem Wort "yyyyyyyyy".

Wenn Du dann bis dahin getrieben bist, siehst Du am Ufer ein "yyyyyyyyy", bei Pegelmarke 220 bis 240 cm verschwindet es unter Wasser. ACHTUNG: Habe Anfang Mai 2013 eine Kopie der "Münze mit den XY Kettengliedern" am zum Seromuldiwackerstein nächstgelegenen Baum angebracht (Entfernung ca. 55m, etwa in Höhe des 2002er Jahrtausendhochwassers, also vorerst hochwassersicher. Welches Ufer es ist, sieht man ja dann wenn man vor Ort ist).

Ein paar Schritte das Ufer hinauf findest Du in der Basis einer mehrstämmigen Linde die Hinweis-Dose. Um das Versteck zu schützen, sind einige Entfernungsangaben in Hektometer (hm) und der Text ist *teilweise verschlüsselt*. Denk beim Lesen einfach immer an den nächsten Buchstaben im Alphabet.


Es geht dann mal für einige wenige Minuten richtig in die Wildnis, rechne mit Dornen, Morast und steilem Gelände. Also barfuß und kurze Hosen sind nicht so das Optimale. Aber es wird belohnt mit einem seltenen Ausblick. Dort schön festhalten, wer absolut nicht trittsicher ist sollte sich mit einem kurzen Stück Seil sichern.

Eine günstig gelegene Slipstelle zum Ausschiffen befindet sich an der Muldenbrücke Kössern.


Auf der ersten Seite des Logbuches findest Du die Position von Markotonis Bonuscache. Man vermutet, das Bonusversteck sei nicht nur wandalensicher, sondern atombombensicher.

Ich danke opencaching.com für die Bereitstellung des Mediums. Das gedankliche Eigentum dieses Geocaches liegt jedoch bei mir als Owner. Mit einer kommerziellen Nutzung (Medien, Werbung) bin ich nicht einverstanden. Dieses Verbot gilt nicht für öffentliche Gebietskörperschaften und unpolitische gemeinnützige Organisationen. Touristikunternehmen können den Cache nutzen, aber keine auf den konkreten Geocache bezogene Werbung veröffentlichen.
Wenn das nicht klappt, werde ich meine Dosen wieder
einsammeln.

Wegpunkte:

1 Wackerstein N...68 E ...869

2 das gesuchte Dingsda ...660 ...718 , knapp 10m westlich die Dose im und am Baum

3 Dose 2 Baum  N.....30 E.....38

Final N......88 E ......77

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet Thümmlitzwald - Muldetal (Info)

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Logeinträge für Y Sero Muldi    gefunden 2x nicht gefunden 0x Hinweis 1x Wartung 1x

kann gesucht werden 23. Mai 2017 Pumuckel&Kuno hat den Geocache gewartet

Cachewartung:
Der Start-Hinweis am Inselstein wurde erneuert.

Die Hektometerkette mit der viereckigen "yyyyyyyyy"-Münze ist greifbar direkt am Stein
in Höhe des Wasserstandes 
entsprechend Pegel Golzern=100 cm.

gefunden 29. Mai 2014 Eulenstein hat den Geocache gefunden

Diese Letterbox stand schon lange bei mir im Programm. Im Verlaufe des "UnsinkbarTag III" BootsTour 2014 konnte sie nun endlich in Angriff genommen werden. Dabei musste bei S1 der Redunanz-Hinweis genutzt werden, da der Mulde-Wacker vollständig abgetaucht war. Alle anderen Statione waren gut zu finden, sodaß wir uns nach kurzem Geländemarsch ins Büchlein einstempeln konnten.

Danke für's Zeigen
Eulenstein

Hinweis 09. Mai 2013 kuno + von der Parthe hat eine Bemerkung geschrieben

Habe heute eine Kopie der "Münze mit den XY Kettengliedern" am zum Seromuldiwackerstein nächstgelegenen Baum angebracht (Entfernung ca. 55m, etwa in Höhe des 2002er Jahrtausendhochwassers, also vorerst hochwassersicher. Welches Ufer es ist, sieht man ja dann wenn man vor Ort ist). Denn der Wackerstein selber ist immer noch knapp unter Wasser und ich kann ihn dieses Frühjahr verletzungsbedingt auch nicht überprüfen.
Das Final hab ich letztens auch wieder in Ordnung gebracht, der Cache müßte also insgesamt okay sein.

gefunden 20. September 2012 H.E.R.A. hat den Geocache gefunden