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SAS-Fe im Glastner Wald

von Pumuckel&Kuno     Deutschland > Sachsen > Muldentalkreis

N 51° 09.907' E 012° 43.271' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 1:00 h   Strecke: 2.0 km
 Versteckt am: 26. September 2011
 Gelistet seit: 26. September 2011
 Letzte Änderung: 01. September 2017
 Listing: https://opencaching.de/OCD332
Auch gelistet auf: geocaching.com 

8 gefunden
0 nicht gefunden
2 Bemerkungen
2 Wartungslogs
2 Beobachter
1 Ignorierer
232 Aufrufe
2 Logbilder
Geokrety-Verlauf
3 Empfehlungen

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Gefahren
Infrastruktur
Benötigt Vorarbeit

Beschreibung   

Februar 1990.

Das Ende der DDR ist im vollen Gange. Reformer innerhalb der SED hoffen noch, die im März angesetzten freien Volkskammerwahlen gewinnen zu können. Die Stasi, der Geheimdienst der SED, hat nach wie vor „das Ohr am Volk“ und glaubt selber nicht mehr dran.

In Leipzig schaffte es das Bürgerkomitee, die Stasizentrale noch im Jahre 1989 friedlich zu besetzen und eine Vernichtung belastender Stasiakten zu verhindern. In Berlin beschloß der „Runde Tisch“, der Stasi dies zu erlauben. Allerdings stehen nun die Massen vor den Toren der Berliner Stasi-Hauptverwaltung um sie zu stürmen. Fieberhaft werden die Reißwölfe gefüttert, bis einer nach dem anderen kaputtgeht. Man merkt zunehmend, daß es bis zur Wahl nicht gelingen wird die riesigen Aktenmengen zu beseitigen. Hunderte von Mitarbeitern sitzen nun den ganzen Tag in den Archiven und reißen Schnipsel.
Speziell die Aufzeichnungen über in Westdeutschland forcierte Intrigen im Berufs- und Eheleben von Mauerflüchtlingen und freigekauften Gefängnisinsassen verschwinden fast vollständig. Gerade diese Opfer können sich alle noch an den Abschiedsgruß der Stasi erinnern:
„Draußen erzählen sie kein Wort!  Denn vergessen Sie nie – unser Arm ist sehr ,  sehr lang ...“
Vermeintlichen Kundendienstmonteuren gelingt es, in die Berliner Hauptverwaltung einzudringen und in verschrottenen Reißwölfen eine interne Dienstanweisung zu sichern:

                     Interne Dienstanweisung – Streng  ertraulich!                             
                   Maßnahme zur Sicherstellung der „Aktion Aktenfriedhof“                      
                                                                                                                                             
Entsprechende Funkdepesche konnte von der SED-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt nicht empfangen    werden.                                                                                        
Übermitteln Sie die Nachricht noch mal zur Hauptnachrichtenzentrale 3 der NVA. Nur dieses Organ ist noch in der Lage zur Weiterleitung verschlüsselter Geheimtexte nach Karl-Marx-Stadt. 
 
Inhalt:                                                                                        
Bitte mitteilen wieviele leere LKW zum nächsten Aktentransport in der Nacht zum 30.1.1990 nach  Berlin kommen werden. Abteilungsleiter Generaloberst Breitohr erbittet nähere Informationen über den Ort des Endlagers.....                                                              

..........                                                                                     

.                                                                                                                                             

Verschlüsselte Botschaften ?? NVA-Funker ?? Sofort erinnerte sich das Leipziger Bürgerkomitee an einen gewissen Bruder Kuno. Der erzählte doch immer beim oppositionellen Umweltgottesdienst in Mölbis von Feldlagern der NVA-Funker mit kirchturmhohen mobilen Funkmasten, mal in Großsteinberg, mal im Glastner Wald. Von Gesprächen über die besten Pilzflecken, die bei Phrasentafeln und codierten Funksprüchen endeten. Und da haben wir ja schon eine ganz heiße Spur ...

Der alte Bruder Kuno: "Aaaach, wie war das doch gleich. So eine geheime Dienstvorschrift DV 040/0/014, deren Besitz Zivilisten bei Strafe verboten war, hatten die Feldfunker mir doch zu DDR-Zeiten gegen einen Korb Pilze eingetauscht. Hab ich natürlich nicht zuhause gelagert, sondern gleich im Wald in einem Betonrohr. Und laß Dich bloß nich erwischen, dafür kannste nach Bautzen kommen ! "
(Hihi, heute kann man diese "Geheimsache" sogar im Internet nachlesen ;-)

Am Start ist nur noch 1 Exemplar der Dienstvorschrift vorhanden, bitte am Ort belassen. Darin ist der weiterführende Tipp zweimal zu finden. In der ebenfalls existierenden online-Version nur einmal. Dafür hinaus ist die online-Version das ungekürzte, also längere Originaldokument.


Der vor 25 Jahren verfüllte Bunkereingang wurde im Sommer 2017 freigebaggert, um im Inneren Fledermauskästen anzubringen. Deshalb wurde das Bunker-Areal eingezäunt und die Finaldose musste an das bisherige Vorfinal verlagert werden.

Vielleicht habt ihr Glück und trefft vor Ort eine offene Tür an, dann könnt ihr eventuell auch mal einen Blick in den Bunker werfen. Verbotsschilder konnten wir bei unserer Cache-Wartung am 1.9.2017 nicht entdecken.

Als kleinen Bonus gibts im Logbuch noch die Wegbeschreibung zu einem nahegelegenen Kuno-Mysterie. Die dabei mit "X" oder "Y" angegebenen Gradminuten stellen keine Zahlen dar, sondern sind quasi nur Leerzeichen, Du wirst das richtige Planquadrat durch die dazugelieferte Wegbeschreibung finden. Wenn Du diese Hinweise nicht vorfindest, peile vom Final zum Bonusdose etwa 365 m in 96°. Sie liegt außerhalb des Bunkers unterhalb einer kleinen Mauer, der Eingang Zunge raus ist übrigens 40 m südöstlich davon. 

 

Bitte immer auch die hier in den Wegpunkten gegebenen Hinweise beachten: 

A1 Start-Dose am Parkplatz im Betonrohr

weil die Stationen 2 und 3 ab und zu verschwinden,
ist auf der Rückseite des Zusatzzettels in der Startstation
der Code für Station 4 zu finden

A2 Funkmastfundament

fehlt eventuell

A3 Küchenpunkt

fehlt eventuell

A4 Stabszelt beim Kommandeur

nach dem Besuch des Kommandeurs geht´ 's nordwärts.
die "2 aufrechten" Dinger sind deutlich länger als 1m.

A5 zwei Aufrechte .112/ .124

A6 Final    .152/ .136

Dose 1,5 m unter Fußbodenenniveauu,
Hint: Birkenholz

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet Colditzer Forst (Info)

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Logeinträge für SAS-Fe im Glastner Wald    gefunden 8x nicht gefunden 0x Hinweis 2x Wartung 2x

kann gesucht werden 01. September 2017 Pumuckel&Kuno hat den Geocache gewartet

Der vor 25 Jahren verfüllte Bunkereingang wurde im Sommer 2017 freigebaggert, um im Inneren Fledermauskästen anzubringen. Deshalb wurde das Bunker-Areal eingezäunt und die Finaldose mußte an das bisherige Vorfinal verlagert werden.

Vielleicht habt ihr Glück und trefft vor Ort eine offene Tür an, dann könnt ihr bestimmt einen Blick in den Bunker werfen. Verbotsschilder konnten wir bei unserer Cache-Wartung am 1.9.2017 nicht entdecken.

Bitte immer auch die hier in den Wegpunkten gegebenen Hinweise beachten !

gefunden Empfohlen 22. Dezember 2016, 00:18 Valar.Morghulis hat den Geocache gefunden

Ganz spontan entschlossen Ulli_McEvil, Phoenix-Feder, mein Nachwuchscacher und ich uns noch den Spuren von SAS-Fe im Glastner Wald nachzugehen.
An den Startkoordinaten schwärmten wir aus, konnten aber zunächst nicht fündig werden. Erst eine erhebliche Vergrößerung des Suchradius erbrachte Erfolg, weil Phoenix-Feder hier den richtigen Riecher hatte. Dann war erstmal allgemeine Lesestunde und die weitere Vorgehensweise war schnell geklärt. Mit der digitalen Kopie der streng geheimen Dienstvorschrift DV 040/0/014 hangelten wir uns von Station zu Station und konnten nach einem kleinen Irrweg den finalen Bunker entdecken.Während wir noch überlegten, ob man nun einsteigen müsse, war Phoenix-Feder auch schon darin verschwunden. Beim nochmalige Überlegen fiel mir ein, dass da doch im Listing etwas anderes stand.Also alle aufs Dach und da war der Schlingel.
Natürlich haben wir auch noch die Bonus-Koordinaten notiert und weiter ging's. Noch war es schließlich hell genug für ein weiteres Kuno-Abenteuer.

Vielen Dank an den Kuno für das schöne Rätsel und das Zeigen dieser Ecke des Glastener Waldes.Dieser Multi hat wieder mal richtig Spaß gemacht.

Valar.Morghulis
22. Dezember 2016 # 391

Bilder für diesen Logeintrag:
Da geht es rein...oder auch nicht Da geht es rein...oder auch nicht

gefunden Der Cache ist in gutem oder akzeptablem Zustand. 15. Oktober 2016, 15:40 Trüffelswine hat den Geocache gefunden

15.10.2016 - 15:40
Dieser Cache steht schon länger auf unserer Liste und heute wurde er spontan in Angriff genommen. Wir haben eine spannende Geschichte vorgefunden, die viel Spaß gemacht hat. Wenn man diese Zeit selber aktiv mitgemacht hat (machen musste) und sich nach so langer Zeit eigentlich nur an die positiven Dinge erinnern kann, hat das noch einen extra Reiz.
Heute in Kooperation mit Snobeli ging das Decodieren flott. Einer liest vor, Eine decodiert und Eine schreibt. Am Finale haben wir zuerst in die falsche Röhre geguckt und uns deshalb im Ersatzlogbuch verewigt. Nachher wurde aber die richtige Dose auch noch gefunden und signiert. Sorry für den Doppeleintrag.

Das hat der Kuno wieder fein gemacht, deshalb ein gro´ßes Dankeschön für diesen Cache.

P.S. Im Moment gibt es mehr Pilzsucher als Pilze im Wald.

gefunden Empfohlen 05. Oktober 2016 THEO_GB hat den Geocache gefunden

Die Zeit war reif für einen Besuch bei "SAS-Fe im Glastner Wald".

Nach dem ich vor nicht all zu langer Zeit beim "Muldental-Parthisanen-Versteck" fündig wurde, stand dieser Cache jetzt ganz weit oben auf meiner Liste. Ich wollte unbedingt sehen, was sich Bruder Kuno dieses mal ausgedacht hatte. Ich wurde nicht enttäuscht und das lies mich auch den leichten Nieselregen, der unterwegs eingesetzt hatte, vergessen.

Die einzelnen Stationen des Multis war sehr abwechslungsreich und gut zu finden. Manchmal musste ich nur mit geschärften Augen schauen, denn es erschloss sich nicht immer auf dem ersten Blick. Was ich dabei so alles im Wald entdeckte, dass beeindruckte mich. Ich wohne zwar in der Nähe, aber dies hatte ich hier nicht vermutet. Dafür bin ich wahrscheinlich zu jung. Ich fand das Final an der beschriebenen Stelle und verewigte mich im Logbuch. Die Bonus-Info sicherte ich mir, auch wenn ich den Bonus dann nicht mehr besuchte. Der Regen war inzwischen zu stark geworden.

Vielen Dank Bruder Kuno für diesen Cache. Es war eine abwechslungsreiche sowie lehrreiche Tour und dafür gibt es ein Schleifchen.

kann gesucht werden 09. September 2016 Pumuckel&Kuno hat den Geocache gewartet

Cache wurde überarbeitet