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Virtueller Geocache
Schwarzrheindorfer Doppelkirche

 Ein Kleinod der romanischen Baukunst

von Eisenbergw     Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Bonn, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 50° 45.030' E 007° 06.894' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 0:10 h   Strecke: 0.5 km
 Versteckt am: 31. Mai 2012
 Gelistet seit: 31. Mai 2012
 Letzte Änderung: 21. Juni 2017
 Listing: https://opencaching.de/OCE45C

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Infrastruktur

Beschreibung   

Ein Kleinod der romanischen Baukunst, die Schwarzrheindorfer Doppelkirche in Bonn

Die kreuzförmige Doppelkirche in Schwarzrheindorf gehört zu den schönsten Schöpfungen romanischer Architektur.

Die Schwarzrheindorfer Doppelkirche ist ein architektonisches und kunstgeschichtliches Kleinod von herausragender

Bedeutung, die Erzbischof Arnold Wied in Gegenwart des Staufer-Königs Konrad 111, als Burgkapelle am 24. April 1151 einweihte.  Die in ihrer Art einmalige kreuzförmige Doppelkirche mit Vierungsturm und Ostapsis bis hin zum Langhaus von einer Zwergen Galerie umgeben. Als "Doppelkirche" werden Kirchen bezeichnet, die in einem Gebäude zwei räumlich getrennte Kirchen enthalten.

Der Bauherr

Bauherr der Kirche war der in der Mitte des 12. Jahrhunderts nach dem König mächtigste Mann des "Heiligen römischen Reiches deutscher Nation", Arnold von Wied. Er war nämlich nicht nur designierter Erzbischof und Kurfürst von Köln, sondern auch Reichskanzler. Arnold von Wied hat mit diesem Bau seinen hohen machtpolitischen Anspruch dokumentiert, den er auch über seinen Tod hinaus anschaulich machen wollte. Die Kirche sollte zugleich sein "Mausoleum" bilden. Hierzu wurde ein Zentralbau in Form eines Kreuzes, bei dem die gegenüberliegenden Arme jeweils gleich lang waren, gebaut. Derartige Zentralbauten haben in der Baugeschichte häufiger als Ausdruck herausgehobener Bedeutung gedient. Nach dem der Stifter in der Unterkirche sein Grab gefunden hatte, gründete seine Schwester Hedwig hier 1173 ein Benediktiner Nonnenkloster und ließ die Kirche um ein ebenfalls zweigeschossiges Langhaus erweitern.

Diese richtete dort ein adliges Frauenstift ein und hat die Kirche für diese Zwecke umgebaut, indem sie einen Kreuzarm nach Westen verlängerte. Das fällt dem Unkundigen nicht weiter auf, weil der Anbau bereits um 1170 und daher im selben Stile erfolgte. Im Übrigen hat Arnold von Wied im Zentrum der Kirche in deren Boden sehr wahrscheinlich sein Grab gefunden.

Das Besondere an dieser Kirche ist aber weiterhin, dass sie ein Obergeschoss hat. Immer diente diese Baugestaltung der Dokumentation eines besonderen Machtanspruchs. Es sind Kirchen für den Fürsten und weniger für das Volk. Das war auch hier der Sinn der zweiten Etage mit der achteckigen Öffnung genau in Raummitte. Auf diese Weise konnte der Herrscher der Messe beiwohnen, ohne sich unter das Volk zu begeben oder auch nur gesehen zu werden.

Galerie und Säulen

Damals war es eben selbst in der Kirche mit demokratischer Gleichheit nicht weit her. Der Herrscher konnte auf der im vorigen Jahrhundert wieder hergestellten Verbindung von der benachbarten Burg, die es nicht mehr gibt, zur Messe und zurück gehen. Dieser Verbindungsweg mündet in die Zwerggalerie, die ebenfalls auf der Höhe außen um die ganze Kirche herumführt und von eigenem Reiz ist. Alle Säulen sind mit unterschiedlichen Kapitellen geschmückt. Oft sind Fabelwesen dargestellt, die durch die farbige Bemalung schön hervorgehoben werden. Wie durch ein Wunder sind die Wandmalereien aus der Erbauungszeit erhalten, da die Kirche nach der Säkularisation als Stall und Scheune Verwendung fand.

Diese zunächst arg bunt wirkende Bemalung stieß, nachdem man das Gebäude über lange Jahre im grauen Verputz gesehen hatte, vielerorts auf Skepsis. Bei deren Überwindung half die Versicherung, dass diese farbige Fassung der ursprünglichen Gestaltung entspreche. Inzwischen hat man sich so daran gewöhnt, dass ältere Abbildungen mit ihrer eher tristen Anmutung negativ auffallen. Von dieser Zwerggalerie hat man trotz der mittlerweile hohen Bäume um die Kirche einen schönen Blick ins Land, der einem die gelungene Platzwahl verdeutlicht.

Zurück ins Innere der Kirche

Hier sind die Fresken in Unter- und Oberkirche hervorzuheben. Die Fresken in der Unterkirche illustrieren das Buch Hesekiel. Uns sind die Schilderungen dieses Propheten wohl nur noch selten geläufig. Aber seinerzeit war das eine Bildererzählung zu bekannten Geschichten, die des Lesens in aller Regel Unkundigen. Der Maler ist namentlich nicht bekannt, weil diese individuellen Personen in der damaligen Zeit keine Rolle gespielten. Es handelt sich wohl um einen Meister einer Körner Werkstatt. Was jedoch besonders ins Auge sticht, ist der meisterliche Umgang mit den schwierigen Flächen, die die Architektur zur Verfügung gestellt hat. Es ist faszinierend, wie zwanglos der Künstler die Figuren in die Dreiecke und Rhomben eingefügt hat. In der Oberkirche, die erst später ausgemalt wurde, ist das demgegenüber weit weniger gut gelungen und der Unterschied fällt durch den direkten Vergleich besonders auf.

 

Die Kirche diente über viele Jahrhunderte dem Stift und nicht der Gemeinde, so dass sie mit der Säkularisierung aus dem kirchlichen Gebrauch ausschied und ganz anderen Zwecken dienen musste, nämlich als Stall und als Scheune. Die Fresken waren da schon einige Jahrhunderte übermalt. Sie wurden erst ab 1846 wieder entdeckt, nachdem die Kirche als Pfarrkirche in den Dienst genommen worden ist. Nach der Freilegung wurden die Fresken restauriert und zum Teil in einer Weise ergänzt, die man heute wieder korrigiert. Es gibt eben immer bessere Erkenntnisse in der Restaurierung von Gebäuden.

  

Partnerstadt Mirecourt

 Schließlich bot gerade dieses wunderbare und wichtigste Gebäude in Beuel den Anlass für die Verbindung mit Beuel und der Partnerstadt Mirecourt (Frankreich). Unter der Besetzung durch Napoleon war eine der Kirchenglocken aus der Doppelkirche mit Namen "Michael und Magdalena" nach Mirecourt gelangt. Der dortige Pfarrer, Jean Noel, nahm Ende der fünfziger Jahre mit der Beueler Gemeinde Kontakt auf und am 27. März 1965 wurde die Kirchenglocke hier wieder in Empfang genommen, während in Mirecourt eine extra für diesen Zweck gegossene andere Glocke deren Platz einnahm. Damit konnte gerade diese Kirche, die unter den deutsch-französischen Auseinandersetzungen selbst im wahrsten Sinne des Wortes gelitten hatte, die Aussöhnung mit dem "Erbfeind" dokumentieren.

 

 Wikipedia

Das Buch Ezechiel oder Hesekiel ist eine im Zeitraum von ca. 600–560 v. Chr. in Babylonien entstandene Schrift des jüdischen Tanach und des christlichen Alten Testaments, die seit dem Mittelalter in 48 Kapitel unterteilt wird. Es schildert die Visionen und symbolischen Handlungen des Propheten Ezechiel, der zur ersten Gruppe der im Rahmen des Babylonischen Exils verschleppten Israeliten gehörte. Ezechiel war ein israelitischer Priester.

 

Öffnungszeiten

Sommer: tägl. 9 -18.30 Uhr, So ab 12.15 Uhr im Winter tägl. 9 - 17 Uhr.

Oberkirche nur Sa außerhalb der Gottesdienste montags ist die Doppelkirche geschlossen.

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Brunnen
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Doppelkirche
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Logeinträge für Schwarzrheindorfer Doppelkirche    gefunden 17x nicht gefunden 0x Hinweis 0x Wartung 2x

OC-Team archiviert 21. Juni 2017 Opencaching.de hat den Geocache archiviert

Dieser Cache ist seit mehr als 6 Monaten „momentan nicht verfügbar“; daher wird er automatisch archiviert. Er kann vom Besitzer jederzeit instand gesetzt und reaktiviert werden.

OC-Team momentan nicht verfügbar 18. Dezember 2016 mic@ hat den Geocache deaktiviert

Virtuelle Caches zu legen bietet sich an, wenn es vor Ort unmöglich ist ein echte Dose zu verstecken. Um hier Mißbrauch als "Couchpotatoe" wirksam zu verhindern, muss ein virtueller Cache einen klar erkennbaren "Outdoor-Part" haben. Dies sollte durch eine entsprechende Maßnahme (Aufgabe, die definitiv nur vor Ort gelöst werden kann) erfolgen. Da hier aber keine Logbedingung erkennbar ist, deaktiviere ich nun das Listing. Sobald die Beschreibung vom Owner angepasst wurde, so kann dieses Listing durch den Owner selbständig über ein "kann gesucht werden"-Log reaktiviert werden.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

mic@ (OC-Support)

gefunden 12. Mai 2016, 20:36 König Moderig hat den Geocache gefunden

Sehr interessante Kirche!

TFTC an Eisenbergw,
König Moderig (Nik)

gefunden 11. Mai 2016, 15:20 chulupi hat den Geocache gefunden

#1913

Auf einer Wanderung mit den KollegInnen kam ich heute zu dieser schönen Kirche, die ich sicher noch einmal besuchen werde.

Danke für's Zeigen und den Cache!

chulupi 

gefunden 16. April 2016, 19:26 4FingerFu hat den Geocache gefunden

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16. April 2016 19:26
Cache Nr.: 102
Favorit: nein
Logbuch: nicht voll
Mit Hilfe: nein
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Ich habe heute einen Spaziergang gemacht und dieser Cache hier stand dabei auf meiner Liste.

Ich möchte mich beim Owner für den Cache bedanken.

Dfdc

4FingerFu
😃