Ein Leben lang, nur Rot
und und Weiß.....das sind die Schlagworte, die jeder
eingefleischte Fan des örtlichen Fußballvereins
verinnerlicht hat und bei jedem Spiel wird dies ausgerufen. Legenden
wurden auf dem Bieberer Bersch "geboren".Hier sind
Fußballheroren entstanden, die Teilweise nationale wie
internationale Sportgeschichte geschrieben haben. Manche haben davon ihre
ersten Schritte auf dem Fußballplatz hier beim OFC getan. Einige davon
möchte ich hier mit dieser Cacheserie mal etwas näher
beleuchten.
Legenden des OFC No.15
Jimmy Hartwig
Diese Beschreibung
enthält ein mehr persönliche Details und ist
länger, im Vergleich zu den anderen Legenden, Grund
dafür ist, das ich seine Biographie ("Ich bin ein
Kämpfer geblieben" ) gelesen habe. Ich hoffe und
wünsche das die Cacher dies auch lesen mögen...
Viele kennen ihn nur als "Jimmy" Hartwig. Doch eigentlich
heißt er richtig "William George Hartwig". Er erlebte alle
Höhen und Tiefen des Lebens. Aufgewachsen in
ärmlichen Verhältnissen in der einstigen
"Lohwaldsiedlung" in der Kirschenallee.
Wenn er in seinen jungen Jahren schon erwähnte, wo er wohnte,
wurde er na ja "schief" angeschaut. Sowohl die Lohwaldsiedlung als auch
die Kirschenallee gibt es heute nicht mehr. Das Gebiet wurde dem
Erdboden gleichgemacht und soll heute als "An den Eichen" wieder
Bewohner anziehen.
Die einstige Kirschenallee heißt heute "Eichenallee" - so
geht man in Offenbach mit Geschichte um...
William George Hartwig wurde von seiner Mutter immer angehalten, ja
nicht aufzufallen oder gar anzuecken. Das war nun mal auch aufgrund
seiner Hautfarbe und seiner Herkunft nicht gerade einfach. Er versuchte
den "Leidlinien" seiner Mutter nach Kräften nachzukommen, was
ihm aber mehr Scherereien einbrachte. Oft wurde er zum Spielball derer,
die sich dazu berufen fühlten, über sein
"Wohlergehen" entscheiden zu wollen. Unser William war nicht dumm, nein
einfach nur faul, ihm fehlte jemand, der ihn
forderte/förderte. Mit dem Ball konnte er schon immer gut
umgehen und so wurde er auch entdeckt.
Mit Jungen aus der Nachbarschaft hetzte er hinter dem runden Leder her.
Darunter war auch ein gewisser Willi Rodekurt*, sechs Jahre
älter als er und bereits OFC - und Jugendnationalspieler. Er
nahm William zur Seite und fragte ihn, ob er nicht Lust hätte
im Verein zu spielen - bei den Kickers. Wo die OFC- Legenden Nuber,
Held oder Kostedde Vorbilder von William waren und er sich nie
hätte träumen lassen im selben Stadion zu spielen.
Mutter Hartwig war davon zunächst gar nicht begeistert, doch
Willi Rodekurt votierte für Sohnemann William, so sei er
runter von der Straße und es würde was aus ihm
werden. Unter dem Trainer Kurt Schreiner (OFC-Legende No.6) trainierte
er zum ersten mal am Bieber Bersch und damit begann sein Aufstieg zum
Profifußballer. Hier musste er sich erstmals in einen
geregelten Tagesablauf und in eine Mannschaft einfügen. Ein
ungewohnte Erfahrung für den Einzelgänger, den
Kämpfer Hartwig. Wenn er einmal den Ball hatte, wollte er
nicht wieder hergeben, bis seine Mitspieler auf die Barrikaden gingen,
ihm gar nicht mehr erst den Ball zuspielten. So lernte er sich in
dieses System zu fügen, er war nicht mehr alleine, sondern
musste sich unterordnen.
* wie ich aus privaten Recherchen weiß, bin ich bzw. meine
Frau Mama mit Willi Rodekurt sogar verwandt.
Hartwig durchlief die verschiedenen Jugendaltersklassen -
D-C-B-A-Jugend machte nebenbei eine Lehre als Maschinenschlosser nach
erfolgreichem Abschluß seiner Lehre wurde ihm ein Vertrag als
Lizenzspieler für die erste Mannschaft angeboten . So wurde er
Profifußballer und konnte nun seinen Traum leben, sein Geld
mit Fußball zu verdienen. Noch im selben Jahr verlieh man ihn
an den VFL-Osnabrück, der eine Klasse tiefer als der OFC
spielte, der ja zur damaligen Zeit in der Bundesliga mitmischte. Mit
seinen nun zarten 19 Jahren sah Hartwig eine Chance darin, sich
fußballerisch weiter zu entwickeln.
In Osnabrück war es, wo er seinen heutigen "Rufnamen"
>>Jimmy<< bekam. Es war wohl ein
Journalist, der ihm diesen Namen verpasste, weil Hartwig damals gerne
mal ein Glas Cola mit Jim Beam zu sich nahm - Jim - Jimmy ?!
Doch in Osnabrück fühlt er sich nicht gerade wohl, es
war kein Mensch da, den er kannte und so reduzierte es sich hier rein
auf den Fußball. Eine unschöne Geschichte um einen
von ihm in der Kabine das VFL gefunden Geldschein, den er leider
einsteckte, ohne zunächst was in der Mannschaft zu sagen,
wurde ihm dann zum Verhängnis. Er wurde des Diebstahls
bezichtigt. Und obwohl er auch juristisch für unschuldig
erklärt wurde, war dies ein Makel der an ihm hängen
blieb. In Osnabrück hatte er keine Zukunft mehr. Nicht mal der
OFC wollte ihn wieder haben, wer holt sich schon gerne einen "Dieb" ins
Haus?! So kroch er erstmal wieder zu Hause in der Kirschenalle unter
bis ein Telefonanruf des damaligen Managers des
TSV1860München, Walter Kraus ihm wieder eine
fußballerische Zukunft ermöglichte. Hier spielte er
zunächst unter Max Merkel, der Hartwig aber nicht gerade
freundlich gesonnen war. Erst mit einem Trainerwechsel beim TSV
avancierte Hartwig zum Leistungsträger. So das damals
Günther Netzer, Manager des Hamburger Sportvereins an ihn
herantrat und ihn an die Elbe holte. Beim HSV erlebte er dann die
erfolgreichsten Jahre seiner Karriere. Privat ging´s aber
schon während seiner Münchner Zeit bergab. Seine Ehe
mit seiner Frau Erika bekam erste Risse, die sich noch mehr vertieften,
als Hartwig in Hamburg spielte. Schließlich lernte sie einen
anderen Mann kennen, bei dem sie sich "ausheulen" konnte da Hartwig
sich immer wieder mit jungen und schönen Damen umgab. Eine
Trennung war die Folge. Sie war eine geborene Bayerin und er hatte sie
mit ihn den hohen Norden genommen - ihr bekam das "Klima" dort einfach
nicht. Seine Zukunft sah Hartwig beim HSV - doch um seine Ehe zu
retten, wechselte er schließlich zum 1.FC Köln. So
begann auch sein sportlicher Abstieg. Kaum war er das 1.Mal
über den Kölner Rasen getrabt begannen die Probleme,
er kam als dreimaliger Deutscher Meister und Nationalspieler aus
Hamburg. Die "Platzhirsche" in Köln hatten wohl Angst um ihre
Stellung und so machten sie ihm das Leben so schwer wie
möglich. Nach einem knappen halben Jahr wurde
schließlich zu Casino Salzburg verliehen. Doch die dortigen
Verhältnisse waren nahezu "katastrophal". Wegen
Meniskusproblemen musste er sich in Salzburg "unters Messer" legen.
Eine Entscheidung, die wahrscheinlich endgültig das Karierende
eingeläutet hatte. Sage und schreibe 4h schnippelten die
Ärzte an seinem Knie rum und um schneller wieder auf die Beine
zu kommen, verzichtete er auf die Reha, womit er sein Knie wohl
endgültig kaputt gemacht hatte, so das an
Profifußball nicht mehr zu denken war. Ein letzter Anlauf
beim FC Homburg endete damit, das er mehr Zeit auf der Ersatzbank als
auf dem Rasen verbrachte.
Aus sportlicher Sicht, war dies das Ende eine Fuballerkarriere. Er zog
zurück nach München, wo inzwischen seine Frau Erika
wieder lebte. Doch alle die ihm in seiner glanzvollen Zeiten auf die
Schulter geklopft hatten, waren auf einmal wie in Luft
aufgelöst. Von ganz oben, wurde Hartwig im Eiltempo nach ganz
Unten durchgereicht. Er begann sich herumzutreiben, tingelte durch
Bars, nahm Drogen, traf sich wieder mit anderen Frauen, was auch seine
Ehe endgültig zerstörte.
Hartwig versuchte wieder Tritt zu fassen, sich eine neue Existenz
aufzubauen, reiste viel herum, war zwischendurch sogar
Repräsentant eines brit.Kondomherstellers. Arbeite in Dieter
Burdenskis Fußballschule, heuerte bei Sachsen Leipzig als
Trainer an. Als erster Wessi bei den Ossis zur damaligen Zeit. Doch
aufgrund von Finanzschwierigkeiten seitens des Clubs, die ihn nicht
mehr bezahlen konnten, ging auch hier nichts mehr.
Ohnehin gebeutelt von den Ereignissen, die er bis hier hin durchlebt
hatte kam dann für ihn der Hammer - die Diagnose
Prostata-Krebs im Jahre 1990.
In München wurde er operiert, ein Teil des kranken Gewebes
entfernt. Um den Krebs zu bekämpfen folgte eine Behandlung mit
Chemo u. Kobaltbestrahlung, die Hartwig den letzten Funken Kraft
kostete, der noch in ihm war. Schließlich brach er diese ab,
sein damals behandelnder Arzt prognostizierte ihm damals das er dann
noch max.2 Jahre zu leben hätte.
Wie der Zufall so spielt, lernte er einen Arzt kennen, der als
Heilpraktiker arbeitet und sich der alternativen Behandlung
verschrieben hatte. Mit seiner Hilfe, gelang es Hartwig die
Krebserkrankung unter Kontrolle zu bringen.
Da Hartwig schon immer mit den Medien in Kontakt stand, versucht er
sich hier ein neues Standbein aufzubauen, war Moderator beim
"DSF"(heute "Sport1"), dann entdeckten ihn Fernseh- u.
Filmproduktionen, besetzten ihn mit versch. Nebenrollen.
Auch war er mal Teilnehmer des RTL-Dschungelcamps - hier wohl, um .sich
finanz zu gesunden, wie Viele die dort rum eiern...
Und wieder half der Zufall, das Hartwig den Theaterregisseur und
Schauspieler Thomas Thieme begegnete, der ihn schließlich ans
Theater brachte. Einer von Hartwigs ersten Theaterrollen war in "Baal"
die Rolle des Kabarettdirektors "Neger John". In seiner ersten
Hauptrolle gab Hartwig im Central-Theater Leipzig den "Woyzeck". Und so
hat William George Hartwig, einst genialer Fussballer und Lebemann
seine neue Berufung als Theaterschauspieler gefunden. Wobei auch auf
dem Fußballplatz ein guter Fußballer auch etwas
schauspielerisches Talent mitbringen sollte - somit schließt
sich ein Kreis. Heute lebt Hartwig übrigens meist in
München, in seine Geburtsstadt Offenbach kommt er leider nur
noch selten, erst Recht, nach dem seine Mutter verstorben ist.
Beim Hören des OFC-Fanradios bin ich auch auf ein Video
gestoßen, in dem Hartwig, noch in den alten Räumen
des OFC-Museums in der Goethestraße, von Lars Kissner
interviewt wird - siehe
hier
Wer wissen will, was er aktuell, heute so treibt, der kann sich hier
informieren...
Cache:
Es handelt sich um eine 0,7ltr.Dose , die:
das Logbuch
einen Stift,
den Bonus-Hinweis ( kann auch im Logbuch liegen...),
Gaanz faule, die
vielleicht nicht die ganze Serie sondern nur den hier als
"grab´n´go machen möchten können
ihrTöff Töff bei
N50°04.252
E8°47.228 abstellen oder bei
N50°04.882 E8°46.677 ("nasses Dreieck") oder
N50°04.909 E8°47.602
Besondere Hinweise:
Muggelalarm in Form von einfachen Spaziergängern,
Gassigehpersonal, sowie Forstwirschaft möglich
Bitte nicht Nachts suchen, Förster und Wild danken
es
Je nach Witterung könnten die wege zum Cache auch
mal sehr tief und feucht sein - festes Schuhwerk ist empfehlenswert!
Zum
Schluß:
Viel Erfolg - Happy Hunting
Stand: 26.02.2014
Hulpmiddelen
This geocache is probably placed within the following protected areas (Info):
Landschaftsschutzgebiet
Landkreis Offenbach (Info), Landschaftsschutzgebiet
Landschaftsteile im Stadtkreis Offenbach (Info)
Heute mal wieder nach viel zu langer Pause die Zeit gefunden gemeinsam mit Samsam11 meinem beliebten Hobby nachzugehen.
Ich bedanke mich beim sarah_B für das legen und pflegen der Dose. TFTC Hardy39 54
04.02.2024, 13:49
SnowCrashX
heeft de cache gevonden
🔹📅 4. Februar 2024🔹
🔹🕒 13:49 Uhr🔹
🔹📦 #26🔹
Da wir diesen Cache schon vor längerer Zeit gefunden haben aber nur auf geocaching.com geloggt wurde, wird der Log hier nun nachgeholt. Angemeldet sind wir bei opencaching schon lange.
TFTC an "sarah_B" für das auslegen und pflegen👌🏼
Gruß SnowCrashX 🦎
(Abkürzung bei kleinem Logbuch: SCX)
[TEAM NANOBI 🦎 / 👺 / 🦁]
18.05.2023, 12:01
Fassenachterin
heeft de cache gevonden
Mit Urmel32 wanderte ich heute im Wald zwischen Offenbach und Bieber, auf den Spuren der Legenden des OFC. Wir haben dabei einen schönen Cachetag verbracht. Nun stehen wir im Logbuch und freuen uns über das Smiley [:)] auf der Karte als Erinnerung an unser Geocaching-Erlebnis. Danke an sarah_B für den Cache und die vielen Infos zu den Legenden.