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Description
Deutsch
(Allemand)
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Sie haben es geschafft! Sie
befinden sich nun an einem für das Land Brandenburg sehr wichtigen Bau-
und Bodendenkmal, der Kuhburg von Wüsten Vahrnow. Südlich des Ortes,
der auf ein Gutsvorwerk mit Koloniè des 18. Jahrhunderts zurückgeht,
befindet sich hier die noch über 4 m hohe Ruine eines massiven, fast
quadratischen Steinturms mit Seitenlängen von etwa 8,7 m und einem 2,2
m starken Schalenguss-Feldsteinmauerwerk. Die mittelalterliche Ruine
mit dem ungewöhnlichen Namen hat schon immer Fragen aufgeworfen. Sie
wurde abwechselnd als Kirche, als Wartturm, als Burg und sogar als
Ausguck zur Bewachung von Kuhherden gedeutet. Ein von der unteren
Denkmalschutzbehörde des Landkreises Prignitz angestoßenes
For-schungsprojekt hat die Ruine zwischen 2020 und 2023 umfassend
untersucht. Die geo-physikalischen, archäologischen und bauhistorischen
Forschungen ergaben, dass es sich um eine kleine Turmburg handelte, die
in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut worden ist. Zu dem
stattlichen Turm gehörte eine Vorburg, dabei befand sich das Dorf. Als Erbauer kommt die in der
Region bedeutende Familie Gans zu Perleberg in Betracht, aber auch
einer ihrer Vasallen, die mächtigen "Edlen Gänse" waren zwar Lehnsleute
der askanischen Markgrafen von Brandenburg, traten zeitweise aber wie
Fürsten auf und waren von einer großen Zahl ritterlicher Gefolgsleute
umgeben, die sich eigene Burgen in ihren Grundherrschaften erbauten. Um
1300/1310 starb die Perleberger Linie der Gänse im männlichen
Geschlecht aus. Ihr Lehen fiel an die Markgrafen von Branden-burg
zurück, die später Neuhausen zur Vogtei im Land Perleberg erhoben.
Aufgrund dieser politischen Umbrüche, aber auch infolge der großen
spätmittelalterlichen Wirtschaftskrisen wurden Burg und Dorf Vahrnow im
14. Jahrhundert verlassen. Der übliche Typ der niederadeligen Burg in Brandenburg war der sog. Turmhügel als künstliche, grabenumgebene Aufschüttung mit einem eher bescheidenen Gebäude, oft nur aus Holz und Lehm. Die Kuhburg fällt hier aus dem Rahmen: Der stattliche Feldstein-Wohnturm von fast 9 m Seitenlänge und wahrscheinlich ehemals 10-15 m Höhe, mit Fenstern und Hocheingang verband Komfort, fortifikatorischen Wert und hohe herrschaftlich-repräsentative Wirkung. Darin werden große materielle Möglichkeiten und ein besonderer Anspruch sichtbar. Das spricht dafür, dass sich die Gans von Perleberg selbst hier einen Ansitz errichtet hatten, eher als Jagd- und Sommersitz denn als militärischer Stützpunkt. Sicherheit ist hier aber nicht zu gewinnen, da alle Schriftnachrichten über die Kuhburg fehlen. ... Auszug Infotafel Kuhburg |
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