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Virtueller Geocache
Auf Stolpersteinsafari (weltweit)

 Finde einen Stolperstein

von Valar.Morghulis     Deutschland

N 55° 13.701' E 003° 16.355' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 0:05 h   Strecke: 1.0 km
 Versteckt am: 06. Mai 2017
 Veröffentlicht am: 06. Mai 2017
 Letzte Änderung: 23. März 2019
 Listing: https://opencaching.de/OC13A74

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Nordsee-Safari von FlashCool

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Beschreibung   

safari.png

Dies ist ein virtueller Safari-Cache. Es ist nicht an einen festen Ort gebunden, sondern kann an verschiedenen Orten gelöst werden. Die oben angegebenen Koordinaten dienen nur als Beispiel.
Weitere Caches mit dem Attribut "Safari-Cache" findet man mit dieser Suche.
Safari-Caches und die zugehörigen Logs werden auf der Safari-Cache-Karte angezeigt.
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Dies ist ein Safari-Cache zum Thema: "Stolpersteine (weltweit)".

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in 1099 Orten Deutschlands und in zwanzig Ländern Europas. Eine Liste aller  Stolpersteine sowie weitere Informationen findest du hier. Du findest die Liste in den jeweiligen Tabellen in der rechten Spalte.

 

Die Aufgabe:

1. Finde einen Stolperstein.
2. Fotografiere ihn. Auf dem Bild sollte erkennbar sein, dass du selber vor Ort warst.
3. Gib in deinem Log die Koordinaten deines Fundes mit an.
4. Jeder Fundort nur einmal und pro Cacher nur drei Logeinträge.

Bitte die in der Logbedingung geforderten Koordinaten im Format "N/S DD MM.MMM E/W DDD MM.MMM" (z.B. "N 48 00.000 E 008 00.000") ins Log eintragen, damit die Positionen von der Safari-Cache-Karte korrekt erkannt und angezeigt werden können!
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Logeinträge für Auf Stolpersteinsafari (weltweit)    gefunden 73x nicht gefunden 0x Hinweis 2x

gefunden 01. März 2021 aendgraend hat den Geocache gefunden

Diese Stolperstein für die Familie Hahn liegen in Neumarkt/Oberpfalz bei den Koordinaten

N 49° 16.677 E 011° 27.588

 

Der Stolpersteine-Guide weiß über die Familie Hahn aus Neumarkt folgendes zu berichten:

Markus Hahn und Regina Elise Ansbacher brachten in Neumarkt 1884 bis 1888 die ersten drei Kinder Emanuel, Else und Siegfried zur Welt. Sie waren Besitzer eines Ladengeschäftes zuerst am Unteren später dann am Oberen Markt. Sechs weitere Kinder kamen zur Welt, Ludwig und sein Zwillingsbruder Julius 1892, und vier weitere Geschwister.

Im Ersten Weltkrieg erlitten auch Hahns schmerzliche Verluste: Vier Söhne rückten ein, Siegfried und Ludwig fielen vor Verdun. Emanuel Hahn erlitt einen Kopfschuss und lebte fortan mit einer Silberplatte im Kopf.

Emanuel Hahn hatte wie sein Vater eine Frau aus Wilhermsdorf, Hilda, geb. Neuburger, geheiratet. Er führte zunächst am Unteren Markt 22 ein großes Kolonialwarengeschäft und trat dann mit seinen Brüdern Julius und Rudolf in das Geschäft des Vaters am Oberen Markt ein und wohnte auch dort. 1921 und 1922 wurden die Töchter Edith Regina und Anneliese geboren, 1925 der Sohn Max. Auch Emanuel Hahn war ein angesehener Kaufmann. Zusammen mit SPD-Mitgliedern gründete er 1924 die Ortsgruppe des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, einer Vereinigung, die sich als überparteiliche Schutzorganisation der Weimarer Republik und der Demokratie vor den zunehmenden Angriffen nationalsozialistischer, aber auch kommunistischer Gruppen verstand.

Noch konnten Hahns ihren Kolonialwarenladen aufrecht erhalten und die Bevölkerung mit Waren wie Kaffee, Zuckerwaren Tabak oder Maschinenöl aus Leipzig. Doch die Kundschaft wurde weniger, die Zahlungsmoral sank, Schulden wurden nicht mehr bezahlt.

1937 konnte die Tochter Edith Regina Hahn als einzige Jüdin mit 11 anderen Schülerinnen das sechsklassige Lyzeum in der Bräugasse abschließen. Edith verließ Neumarkt und besuchte vermutlich eine Frauenfachschule in Marienbad.

Im Juli 1937 wurden Emanuel Hahn und sein Nachbar Semi Haas wegen angeblicher Devisenvergehen einen Monat lang inhaftiert. Der Verdacht ließ sich nicht aufrechterhalten. Doch bei der Durchsuchung der Wohnungen entdeckte die Polizei den Brief eines früheren Dienstmädchens an Julius Hahn. In peinlichen Verhören wurde eine Liebesbeziehung ans Licht gezerrt, die seit den Nürnberger Gesetzen von 1935 verboten war. Julius Hahn wurde wegen sog. „Rassenschande“ zu fünf Jahren Zuchthaus und Ehrverlust verurteilt. Er blieb bis zu seiner Deportation 1942 in Haft, zunächst im sog. Zuchthaus Amberg, ab Juni 1941 im Zuchthaus Zweibrücken.

Zwei Tage nach der Pogromnacht wurden in Neumarkt alle arbeitsfähigen Männer unter 60 Jahren der Gestapo in Regensburg überstellt und vier Tage später am 15.11.1938 in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert. Unter ihnen war auch Emanuel Hahn. Über einen Monat musste er die grauenhaften Zustände in dem durch die bayernweiten Verhaftungen völlig überfüllten Lager miterleben, wo Erschießungen, Demütigungen und Selbstmorde an der Tagesordnung waren.

Ebenso wurde der damals 13jährige Max am 10.11.1938 von der Schule verwiesen. Der linientreue Schulleiter kam dabei sogar dem offiziellen Befehl des NS-Kultusministeriums zuvor, welcher erst drei Tage später verkündet wurde.

Opa Markus Hahn war über 80 und schwer herzkrank. Als Emanuel Hahn aus dem KZ zurückkehrte, stand er vor dem Nichts. Sein Laden war geschlossen worden, die Waren verkauft. Der 55jährige musste ab August 1939 als Hilfsarbeiter auf Baustellen in Sulzkirchen, Erasbach oder Nürnberg-Doos Geld verdienen, um seine Familie über die Runden zu bringen.

Nach Kriegsbeginn zogen sich die Schlingen immer enger: Ausgangsverbote wurden verhängt und streng kontrolliert. Jüdische Wohnungen wurden beliebig gekündigt. Im Rahmen der Arisierung war auch Emanuel Hahn gezwungen das Haus zu verkaufen. Das Geld kam auf ein Sperrkonto, von dem er monatlich nur 250 Mark für sich und seine Familie abheben durfte. Immerhin konnte er mit seinen Kindern noch in diesem Haus wohnen bleiben. 1941 wurde das Haus zu einem der sog. Judenhäuser deklariert, in denen sich die nun unbehausten Familien auf engstem Raum zusammendrängen mussten. Alle Sparkassenbücher von Emanuel Hahn und seinen drei Kindern wurden konfisziert. Ebenso die Schreibmaschine und sein Fahrrad. Für den inhaftierten Julius Hahn waren 130 RM zu zahlen.

Am 3. April 1942 wurden Emanuel, Anneliese und Max Hahn zusammen mit anderen Leidensgefährten aus Neumarkt und Sulzbürg nach Regensburg deportiert. Emanuels und Annelieses Spuren enden in Piaski, der 17jährige Max wurde im Juni 1942 in Majdanek ermordet, Julius in Lublin. Edith Regina, die in Stubnianske Teplice (heute Turcianske Teplice, Slowakei) als Kinderfrau gearbeitet hatte, wurde am 3. April 1942 vom Bahnhof der slowakischen Stadt Poprad deportiert und in Auschwitz ermordet.

Das Haus der Familie Hahn wurde im Februar 1945 beim Bombardement Neumarkts vollkommen zerstört.

Bilder für diesen Logeintrag:
Stolpersteine der Familie Hahn aus Neumarkt/OPf.Stolpersteine der Familie Hahn aus Neumarkt/OPf.


zuletzt geändert am 02. März 2021

gefunden 04. Februar 2021, 22:37 Robidog24 hat den Geocache gefunden

Inzwischen habe ich viel Spaß mit den Safari-Caches. Heute hat es nach Feierabend endlich mal nicht geregnet.
Also rauf auf's Rad und zur Safari.....

N 47° 39.510' E 009° 10.163'

Stolpersteine in Konstanz

Danke für's Herführen und das Legen und Pflegen vom Büchsle.
Ein virtuelles Glückskäferle ist eingezogen.
Viele Grüße von Robidog24.
Been there, done that #207.

Bilder für diesen Logeintrag:
Solpersteine KonstanzSolpersteine Konstanz

gefunden 05. Januar 2021, 16:53 xxtine19 hat den Geocache gefunden

Hier in Berlin Adlershof über Steine gestolpert!

N 52° 26.127' E 013° 32.892'

Bilder für diesen Logeintrag:
Stolpersteine Berlin-AdlershofStolpersteine Berlin-Adlershof

gefunden 01. Januar 2021 Bergburschi hat den Geocache gefunden

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Weitere Stolpersteine in Lauenförde

N 51 39.885 E 009 22.861

Erinnerung an die Familie Kohlberg, deportiert 1942 und im Ghetto Warschau ermordet

Bilder für diesen Logeintrag:
In Gedenken an die Familie KohlbergIn Gedenken an die Familie Kohlberg

gefunden 01. Januar 2021 Bergburschi hat den Geocache gefunden

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Stolperstein vor der Villa Löwenherz in Lauenförde

N 51 39.566 E 009 23.191

Erinnerung an Toni Löwenherz, gestorben auf der Flucht 22.03.1942

Bilder für diesen Logeintrag:
In Gedenken an Toni LöwenherzIn Gedenken an Toni Löwenherz