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Pruner Stift - Altkatholische Kirche

von Fam_Marple     Österreich > Oberösterreich > Linz-Wels

N 48° 18.464' E 014° 17.531' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 04. Dezember 2018
 Veröffentlicht am: 04. Dezember 2018
 Letzte Änderung: 04. Dezember 2018
 Listing: https://opencaching.de/OC14EA7
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Infrastruktur
Zeitlich
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Personen

Beschreibung   

Wir wollen euch zu einem Kleinod in Linz locken.

Dieses Gesamtgebäude versteckt sich etwas in den Häuserschluchten und im Schatten der Bankgebäude entlang der Donaupromenade. Daher wollen wir euch dieses Gebäude und dessen Geschichte etwas näher bringen.

Das Prunerstift ist eine Stiftung des Linzer Bürgermeisters Johann Adam Pruner (1672 - 1734), aus deren Erträgen über 180 Jahre lang für bedürftige Erwachsene und Waisen gesorgt wurde. Das 1737 anstelle des Egererschlosses errichtete und 1975 vollständig renovierte Gebäude ist in Linz an der Ecke Fabrikstraße 10 / Prunerstraße 1 zu finden und beherbergt seit 1919 die Kirche der Altkatholiken und seit 1979 die Musikschule der Stadt Linz.

Das Stiftsgebäude

Für den Bau des Stiftsgebäudes und der Kirche wurde das Areal des Schloss Egereck angekauft. Dieses war im Wesentlichen das Schlossgebäude sowie eine Wiese, die sich von der Lederergasse bis zur Fabrikstraße erstreckte. Das Material für den Bau des Prunerstifts an der Fabrikstraße wurde durch den Abriss des Schlosses Egereck, das im südlichen Teil des Grundstückes an der Lederergasse lag, gewonnen. Zwar wurde mit dem Abriss des Schlosses sofort begonnen, doch aufgrund eines kaiserlichen Dekrets vom 23. November 1735 musste dieser sofort eingestellt werden, da kein kaiserlicher Konsens (Bewilligung) eingeholt worden war. Vom Landeshauptmann von Oberösterreich,Graf Christoph Wilhem Thückheim, wurde daraufhin ein Gutachten erstellt, in welchem die Argumente der Bauherrn unterstützt wurden (das Schloss sei unbewohnt und in einem schlechten Zustand und an dem übelriechenden Gewässer der Ludl gelegen, ein günstigeres Grundstück habe für die Stiftung nicht gewonnen werden können), so dass am 4. Februar 1737 die kaiserliche Bewilligung für den Abriss erfolgte. Da die Ausgaben für den Bau des Stiftes in den Jahren 1734 bis 1739 aber durchaus vergleichbar waren, muss man davon ausgehen, dass die verfügte Baueinstellung nicht ernst genommen wurde.

1739 konnte das Gebäude seiner stiftungsgemäßen Bestimmung übergeben werden. Das Haus hatte den Namen „Prunersches Stiftsgebäude in der Unteren Vorstadt“. Die ersten Pfründner und Waisenknaben konnten am 6. Januar 1740 einziehen.

Das Stiftsgebäude wurde als zweigeschoßiger Bau errichtet und ist trotz mehrmals beabsichtigter Umbauten noch in der ursprünglichen Form erhalten.

Der Haupttrakt ist gegen die Fabrikstraße gerichtet. Von diesem zweigen drei Flügel ab, durch deren Quertrakte zwei Innenhöfe geschaffen wurden. Den mittleren Flügel bildet die Kirche zu den drei heiligen Königen. In den Innenhöfen waren heute nicht mehr vorhandene Brunnen aufgestellt. Die Hauptfront ist durch vor- und zurückspringende Risalite gegliedert. In der Mitte befindet sich auch heute wieder das mit einer barocken Graniteinfassung und einer Wappenkartusche versehene Hauptportal. Zwei Engel halten oberhalb des Wappens eine fünfzackige Freiherrnkrone (J. A. Pruner ist als Edler (praenobilis) von Pruner im Sterbebuch der Stadt Linz eingetragen). In den Seitentrakten befanden sich die Einzelzimmer für die Pfründner, daneben waren Wohnungen für den Benefiziaten sowie den Verwalter eingerichtet. Die Knaben waren in zwei Schlafsälen untergebracht, zudem waren für sie ein Krankenzimmer, ein Musikzimmer und ein Refektorium vorgesehen. Für einen Deutsch- und einen Latein-Präzeptorwar jeweils eine Wohnung vorgesehen. Diese mussten die Knaben beaufsichtigen und unterweisen und den schulischen Lernstoff wiederholen. Der Lernerfolg der Prunerstiftknaben galt regelmäßig als hervorragend.

Die Stiftskirche

Die Prunerstiftskirche ist zwischen 1737 bis 1740 erbaut worden. Das Deckenfresko zeigt unter anderem eine Scheinarchitektur mit Armen und Kranken, die ihre Hände nach einem von einem Engel getragenen Füllhorn, aus dem sich ein Münzstrom ergießt, ausstrecken. Das Hauptmotiv des Deckenfreskos ist die himmlische Dreifaltigkeit mit dem Auferstandenen.

Der linke Seitenaltar zeigt die Enthauptung desJakobus des Älteren, der rechte die Verbrennung des Märtyrers Laurentius. Das Bild des Hauptaltars stellt die Anbetung des Jesukindes durch die drei heiligen Könige dar. Es ist mit M. A. 1737 monogrammiert und stammt von Martino Altomonte.

Den Abschluss der Kirche bildet ein halbrunder Chor, der mit einem Dachreiter und einem großen Doppelkreuz (crux gemina) geschmückt ist. Im Dachreiter befinden sich zwei Glocken von 1737, die größere musste aufgrund eines Sprunges 1931 ausgewechselt werden und befindet sich heute imOberösterreichischen Landesmuseum

Die Kirche wurde von Joseph Dominik, Kardinal der römischen Kirche und Fürst des Heiligen Römischen Reiches zu Passau, am 6. Oktober 1739 konsekriert.

Der offizielle Name ist daher Prunerstiftskirche, weil die Weihe einer Kirche an Heilige zur Erbauungszeit nur Pfarrkirchen vorbehalten war und die Stiftskirche damals diesen Status nicht hatte.

Die Altkatholische Prunerstiftskirche

Die staatliche Anerkennung der altkatholischen Kirchengemeinde Linz sprach das k.k. Kultus-Ministerium am 28. August 1909 aus. Nach rund 20 Jahren mit - vom Magistrat der Landeshauptstadt überlassenen - wechselnden Gottesdienststätten, ersuchten die Linzer Altkatholiken 1918 um Überlassung der Kirche im Prunerstift.

Die Prunerstiftskirche war noch bis ins Jahr 1919 als Eisenmagazin in Verwendung, per 1. Mai 1919 fand die Übergabe an die altkatholische Kirchengemeinde statt. Nach rund einjährigen Adaptierungsarbeiten, auch unter Eigenleistung der Gemeindemitglieder, wurde der Kirchenraum im Juni 1920 im Rahmen eines Festgotttesdienstes neu geweiht, gefolgt von der Errichtung und Segnung eines neuen Hochaltars 1927. Der Einbau einer Orgel sowie der dafür notwendige Durchbruch vom Kirchenraum zur Empore, diese war noch abgemauert und für Wohnzwecke entfremdet, fanden 1928 statt.

Die Prunerstiftskirche (gelegentlich auch Pruner-Stiftskirche) ist eine Pfarrkirche derAltkatholischen Kirche Österreichs


Im Jahr 2012 wurde durch den altkatholischen Bischof John Okoro im Prunerstift erstmals in Oberösterreich die Weihe einer Diakonin durchgeführt.

Informationen zur Altkatholischen Kirche liegen in der Kirche auf.

Zugang zur Kirche über das Hauptportal (Haupteingang der heutigen Musikschule) und

an Schultagen von 8 bis 18 Uhr öffentlich zugänglich.

Der Cache befindet sich nicht in der Kirche.


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