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Unbekannter Geocache
Mömlingens „Heisses Pflaster“

 Earthcache auf dem Buchberg

von blend-a-med     Deutschland > Bayern > Miltenberg

N 49° 50.271' E 009° 04.341' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 1:18 h   Strecke: 3.0 km
 Versteckt am: 04. Dezember 2018
 Veröffentlicht am: 08. Dezember 2018
 Letzte Änderung: 08. Dezember 2018
 Listing: https://opencaching.de/OC14EE1

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Beschreibung   

Mömlingens "Heisses Pflaster"

In der Waldabteilung Buchberg südwestlich von Mömlingen verläuft ein steil einfallender Gang von dichtem bis feinkörnigem Basalt durch den Buntsandstein. Der Gang war an der Oberfläche 5 bis 10 m mächtig aufgeschlossen, verbreiterte sich in einer Tiefe von rund 35 m unter der Oberfläche, eine Seltenheit im Basaltbergbau, und rechtfertigte damit auch einen untertägigen Abbau.

Basalt ist ein vulkanisches Ergussgestein (Lava), dies entsteht wenn dünnflüssiges, kieselsäurearmes Magma an der Erdoberfläche austritt oder oberflächennah in Hohlräume eindringt und dort erkaltet.
Während die weltweit vorkommenden dunkelgrauen bis blauschwarzen Steine auf den ersten Blick recht einheitlich erscheinen, zeigt sich bei genauerer Analyse selbst kleinräumig eine große Bandbreite in der chemischen Zusammensetzung. Als Hauptbestandteile sind die Mineralien: Plagioklas, Pyroxen, Olivin, Magnetit sowie Augit und Quarz zu nennen.

Ein rechtwinklig angelegtes, steil stehendes Verwerfungs- und Kluftnetz bot hier vor rund 50 Millionen Jahren einen Aufstiegsweg für basaltische Gesteinsschmelzen.

Wenige Meter nord-nordöstlich des Hauptvorkommens am Buchberg konnte im Jahre 1985 durch geomagnetische Messungen ein weiteres kleines Basaltvorkommen bestätigt werden. Ihm dürfte der zweite Steinbruchversuch am Buchberg gegolten haben. Im Gegensatz zu den teilweise Lagergangartigen Vorkommen bei Eisenbach folgte der Abbau am Buchberg dem steilen Gangeinfallen in der Tiefe und war daher im direkten Vergleich aus der Sicht des bergbautechnischen Aufwandes unrentabler. Während in Eisenbach und bei Mömlingen im Eichwäldchen (Grube Berta) und am Mühlhansenloch Bergbau auf Eisenerze am Kontakt zwischen dem Basalt / Basalttuff und dem Buntsandstein betrieben wurde, gewann man in der Grube am Buchberg ausschließlich den Basalt zur Verwendung als Baustoff.
Zugerichtet als rundliche Steine, diente der Basalt in sämtlichen Straßen Mömlingens als Kopfsteinpflaster, welches jedoch schnell wieder entfernt wurde.

Laut unterlagen im aus dem Gemeindearchiv entstand in der Nähe dieser Hütte 1851 ein Basaltsteinbruch. Etwa 15 Jahre lang wurde hier der Basalt im Tagebau abgebaut. Vermutlich gab es hier schließlich Abbauschwierigkeiten, was zur Einstellung des Tagebaubetriebs führte.
Um 1890 wurde darüber nachgedacht, den Abbau des Basalts unter Tage fortzuführen. Ein Betriebsplan zeigt, dass damals ein Schacht und ein Stollen existierten.
Nachdem der Basaltbruch zwischen 1900 und 1903 still gelegen hatte, entschloss sich die Gemeinde Mömlingen Ende 1903, einen neuen und auch stabileren Schacht abzuteufen. Dieses instandgesetztes Bergbaurelikt ist dieser "neue" Schacht aus der Betriebsphase zwischen 1903 und 1928 Anfangs wurde er als Förderschacht, später diente er nur noch zur Belüftung oder als Notausstieg.
Etwa Mai 1905 begann man mit der erneuten Absicherung (Aufwältigung) des 1896 bereits 91 m langen Stollens, der aber größtenteils wieder zusammengebrochen war. Nach der Reperatur wollte man den Stollen weiter zum neuen Schacht vortreiben, um eine Verbindung zwischen Stollen und Schacht herzustellen. So sollte eine Förderung des Basaltes über Loren ermöglicht werden. Zuvor wurde der Basalt über Seilwinden durch die Schächte befördert.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam es zu einer erneuten Aufwältigung des Stollens. Doch schon nach kurzer Zeit wurde der Abbaubetrieb wieder eingestellt.
Erst im Jahre 1927 wurde der Betrieb durch einen neuen Pächter aus Mömlingen wieder aufgenommen und bereits ein Jahr danach, wahrscheinlich wegen fehlender Finanzmittel, endgültig eingestellt.

Quelle: Geopunkt Hinweisschild
bergwerk-im-spessart.de
https://www.lfu.bayern.de/geologie/index.htm
mobileslandschaftsmuseum.de

Um diesen Cache zu loggen müsst ihr nun folgende Aufgaben erledigen:

1. Beantwortet folgende Fragen:
A: Erkläre mir in Deinen Worten, wie die Basaltgänge entstanden sind.
B: Benutze die Kamera und betrachte das Gestein genau. Welche Gesteinsfärbungen kannst Du hier erkennen?
C: In dieser "Mine" wurde ausschließlich Basalt abgebaut, nun liegt es an Dir, zu erklären warum. Kleiner Tip, hier hilft Dir die Antwort von Frage B weiter.

2. Es würde mich freuen, wenn Du ein Bild mit einem geschlossenen "Natur Rahmen" von der Location machst und es Deinem Log beifügst.
"Natur Rahmen" bedeutet, Du darfst alles verwenden, um Deinem Bild einen Rahmen zu geben. Lediglich nicht erlaubt sind digitale Rahmen. Nimm also Stöcke, Finger, Meterstab oder was Du sonst noch so dabei hast um den Rahmen um das Bild zu erstellen.

 

Schicke nun Deine Antwort über mein Profil an mich. Du darfst danach sofort
loggen, sollte es irgendeine Unklarheit geben, werde ich mich bei Dir melden.

 

Gerne kannst Du, wenn Du dann den Cache geloggt hast,
auch das dazu gehörige Banner verwenden.

Heisses Pflaster

<a href="https://www.geocaching.com/geocache/GC7ZR4W_momlingens-heisses-pflaster" target="_blank" rel="noopener"><img src="https://s3.amazonaws.com/gs-geo-images/d68118ea-290d-42b3-8674-2d516cc665d2_l.gif" alt="Heisses Pflaster" width="320;" height="302;" /></a>

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet LSG innerhalb des Naturparks Bayerischer Odenwald (ehemals Schutzzone) (Info), Naturpark Bergstraße/Odenwald BY (Info)

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