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Meldorf - auf den Spuren Christian Bütjes

 Ein Rundgang durch Meldorf auf den Spuren von Christian Bütje (1750-1817)

von Melville     Deutschland > Schleswig-Holstein > Dithmarschen

N 54° 05.419' E 009° 04.313' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 27. Februar 2019
 Veröffentlicht am: 27. Februar 2019
 Letzte Änderung: 28. Juni 2019
 Listing: https://opencaching.de/OC150B9

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Geokrety-Verlauf

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Infrastruktur
Wegpunkte
Zeitlich
Saisonbedingt
Personen

Beschreibung   

Diese Geocaching-Route führt auf den Spuren von Christian Bütje (1750-1817) und seinen beiden Zeitgenossen Carsten Niebuhr (1733-1815) und Heinrich Christian Boie (1744-1806) durch Meldorf und durch einen Teil der Meldorfer (Schul-)Geschichte. 

Christian Bütje unterstützte die Armenschule und stiftete das Grundstück der damaligen Meldorfer Gelehrtenschule, heute Dithmarscher Landesmuseum. Genaueres ist auf der Route und auf den einzelnen Stationen zu erfahren.

Noch heute erfährt die Gelehrtenschule Unterstützung durch die Christian-Bütje-Stiftung.

Die Route wurde von Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse der MGS gestaltet.

Um die Route mit dem Handy abzulaufen, wird eine Geocaching App (z.B. GeoCaching Buddy) benötigt.

An den einzelnen Wegpunkten sind kleine Caches mit einem Logbuch und der jeweiligen Lösung für das Rätsel aus der Beschreibung versteckt.

Zusätzliche Wegpunkte   andere Koordinatensysteme

Station oder Referenzpunkt
N 54° 05.419'
E 009° 04.313'
Carsten Niebuhr (1733 – 1815)
Nach seinem Mathematik- und Astronomie Studium in Göttingen siedelte Carsten Niebuhr nach Kopenhagen über und trat als Ingenieurleutnant in dänische Dienste. Vom damaligen dänischen König Friedrich V. wurde er 1761 auf eine Arabienexpedition berufen, auf der er die Halbinsel Sinai und das rote Meer vermaß. Er war der einzige, der lebend von der Expedition zurückkehrte.
1787 zog Niebuhr mit seiner Familie nach Meldorf, weil er zum königlich-dänischen Landschreiber ernannt wurde. Er baute sich ein Haus, die heutige Domgoldschmiede, und freundete sich mit Heinrich Christian Boie an. Im Alter von 66 Jahren kaufte Niebuhr ein Grundstück am Fuhlensee im Meldorfer Moor und baute einen Landsitz namens „Niebuhrlust“.
Nach und nach erblindete er und konnte sein Amt als Landschreiber nicht mehr alleine ausüben. Aus diesem Grund wurde Niebuhr zum Etatsrat von Meldorf ernannt. 1815 starb er im Alter von 82 Jahren. Ein Denkmal steht für ihn in unmittelbarer Nähe zu seinem alten Haus am Meldorfer Dom.

Für die Zielkorrdinaten: Wie alt war Niebuhr, als er die Arabienreise antrat? Die erste Ziffer dieser Zahl steht an der letzten Stelle der Zielkoordinate N.
Station oder Referenzpunkt
N 54° 05.433'
E 009° 04.196'
Armenschule
Eine Armenschule war eine Bildungsmöglichkeit für Kinder aus armen Familien. Da in diesen Schulen spätere Angestellte und Arbeiter unterrichtet wurden, standen nur die nötigsten Themen im Lehrplan, sodass die Schüler später nicht ausrechnen konnten, was sie verdienten oder wie viel Geld ihre Herren besaßen. Armenschulen wurden privat oder staatlich finanziert. Die Meldorfer Armenschule wurde unter anderem von Christian Bütje unterstützt. Als Schulgeld wurde zudem jährlich eine Bienenwachskerze verlangt, die damals sehr wertvoll war.
Heute ist das Gebäude der Meldorfer Armenschule nicht mehr zu sehen. Dort, wo sie einmal gestanden hat, findet sich jetzt das Gebäude „Evers Druck“.

Für die Zielkoordinaten: Die Hausnummer des Hauses von Niebuhr (heute Domgoldschmiede) - 2x die Hausnummer von ,,Evers Druck" ergibt die viertletzte Stelle der Zielkoordinaten N.
Station oder Referenzpunkt
N 54° 05.357'
E 009° 04.404'
Heinrich Christian Boie
Heinrich Christian Boie wurde am 19. Juli 1744 in Meldorf geboren und ist dort auch am 25. Februar 1806 gestorben. Er war ab 1781 Landvogt in Süderdithmarschen. Dort lernte er den Arabienforscher Carsten Niebuhr kennen und freundete sich mit ihm an. Neben seiner Arbeit als Landvogt war er Schriftsteller und Herausgeber. Zu seinen bekanntesten Werken gehört der ,,Göttinger Musenalmanach“. In der Regel waren es Zeitungen mit literarischen Nachrichten, Rezensionen und Möglichkeiten zur Erstveröffentlichung seiner und anderer Werken. Auch andere bekannte Schriftsteller haben in seiner Zeitung mitgewirkt wie z.B. Goethe, Hölty oder Bürger. Zu Goethe hatte er engeren Kontakt.

Für die Zielkoordinaten: Die Quersumme von Boies Alter zum Zeitpunkt seines Todes + 1 ergibt die vorletzte Ziffer der Koordinaten zu N und die beiden letzten zu E.
Station oder Referenzpunkt
N 54° 05.164'
E 009° 04.374'
Das Christian-Bütje-Bad
Bis in die 1960er verfügten Wohnungen noch nicht unbedingt über ein Badezimmer. Aus diesem Grund gab es die sogenannten Volksbäder. Dies waren öffentliche Einrichtungen, in denen die Bürger warme Wannen- und Duschbäder nehmen konnten. Das ehemalige Meldorfer Volksbad befindet sich neben der heutigen Grundschule. Einmal die Woche kamen die Menschen hierher, um sich zu waschen.
In Erinnerung an seine Verdienste um die Stadt, wurde das Meldorfer Volksbad nach Christian Bütje benannt.
Station oder Referenzpunkt
N 54° 05.265'
E 009° 04.263'
Meldorfer Klosterbrauerei
Die Klosterbrauerei in Meldorf stand im 18. Jahrhundert am Klosterhof, wo sich heute das Gemeindezentrum befindet. Heutzutage würde man zu dieser Brauerei eher Kneipe sagen. Damals haben dort allerdings nicht die Mönche aus dem Kloster gebraut, sondern einfache Dithmarscher.
Christian Bütje durfte die Kneipe zu der Zeit eigentlich noch gar nicht betreten, da er noch nicht alt genug war, allerdings war er trotzdem sehr häufig dort.
Damit Betrunkene nachts nicht schreiend aus der Kneipe kamen und laut durch die Straßen gingen, gab es die Nachtwächter, welche an der Tür standen und für Ordnung sorgten. Vergleichbar wären diese heute wohl mit den Türstehern vor Discotheken.

Fun Fact: Aktuell gröhlen die angeheiterten Jugendlichen eher auf dem Weg zur oder von der Dithmarschenhalle (D-Halle).
Station oder Referenzpunkt
N 54° 05.468'
E 009° 04.460'
Frühere Klosterschule in Meldorf
Die Klosterschule wurde 1540 als erste offizielle Lateinschule gegründet. Da die Schule mehr Klassenräume benötigte, wurde 1631, während des 30-jährigen Krieges, unter anderem das heute noch bestehende Gebäude gebaut. Die Klosterschule durfte nur von den Söhnen der Oberschicht besucht werden.
Es war den Schülern verboten, Deutsch in der Schule zu sprechen, damit sie die lateinische Sprache besser erlernen konnten. Doch es wurde nicht nur fließend Latein, sondern auch Griechisch und Hebräisch unterrichtet, um die Originalfassung von Texten lesen zu können, wie zum Beispiel die Bibel.
In dem Anbau wohnten am Anfang der Rektor und Konrektor. Später wurden die Räume auch noch als Klassenräume genutzt, um insgesamt vier Klassen unterrichten zu können.

Für die Zielkoordinaten: Die drittletzte Ziffer von N und die erste fehlende von E ist die Hälfte von einer der Hausnummern der Klosterschule.
Station oder Referenzpunkt
N 54° 05.491'
E 009° 04.385'
Christian-Bütje-Straße
Friedrich Christian Bütje besaß in Meldorf mehrere Häuser:
• ein Mietshaus am Klosterhof,
• ein kleines Haus am Heisterberg, welches er nach seinem Tod seiner langjährigen Dienstmarkt Wiebke Kühl vermachte und
• ein Wohnhaus in der Nähe vom Klosterhof.
Letzteres wurde nach den Bestimmungen von Bütjes Testament der Mel-dorfer Gelehrtenschule vermacht, 1854 jedoch abgerissen, als ein Neubau des Gymnasiums aus Platzgründen von Nöten war.
Die Straße, die an das Wohnhaus Bütjes grenzte, hieß zu seinen Lebzeiten Totenstraße, da die Trauergemeinde aus der Sankt Johannes Kirche diesen Weg zum Friedhof nahm. Doch nachdem Friedrich Christian Bütje kinderlos verstarb, wurde die Straße aufgrund seiner großzügigen Stiftung ihm zu Ehren in Christian-Bütje-Straße umbenannt.

Für die Zielkoordinaten: Die drittletzte Zahl von E ist der Durchschnitt der drei Hausnummern des Landesmuseums.
Ziel
N 54° 05.491'
E 009° 04.385'
Der letzte Schritt zum Ziel:

N 54° 0 _ . _ _ _'
E 009° 0 _ . _ _ _'


Grabstätte Christian Bütjes
Der seit 1811 genutzte Friedhof, welcher von Christian Bütje gestiftet wurde, ist nun auch dessen eigene Grabstätte.
Auf dem Grabstein ist Bütjes voller Name zu sehen und es wird auf seine Bedeutsamkeit als Landesgevollmächtigter hingewiesen. In Anerkennung seiner Unterstützung u.a. für die Bildungseinrichtungen ist sein Grabstein außerdem mit folgendem Spruch versehen: „Wohl dem Manne, dem die Nachwelt dankend den Kranz auf das Grab legt. Er ruht in Gott.“ Noch heute wird ihm jährlich ein solcher Kranz auf das Grab gelegt.

Der Grabstein kann ebenfalls besichtigt werden, die Koordinaten sind N: 54°05.584‘ E: 009°04.473‘

An dieser Stelle endet der Rundgang.
Info Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.

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