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Spuren jüdischer Geschichte

 Diese Tour führt zu Orten der jüdischen Geschichte Miltenbergs

von wurzelzwerge     Deutschland > Bayern > Miltenberg

N 49° 41.963' E 009° 14.977' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 1:30 h   Strecke: 3.0 km
 Versteckt am: 11. Juli 2013
 Veröffentlicht am: 16. Januar 2020
 Letzte Änderung: 16. Januar 2020
 Listing: https://opencaching.de/OC15D39
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Der Weg
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Beschreibung   

Dieser Multi-Cache ist eine Zeitreise in die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Miltenberg. Die einzelnen Stages befinden sich an Orten von außerordentlicher Bedeutung für das damalige Gemeindeleben oder erinnern an einzelne wichtige Persönlichkeiten.

Ein Rundweg von ca. 2,5 km. Zu Fuß solltet ihr etwa 1 - 1,5 Stunden einplanen.

Stage 1: Die Mikwe (N 49° 41.963; E 009° 14.977)
Da der Empfang hier oft sehr schlecht ist: Es ist das Fachwerkhaus auf der rechten Seite (vom Main aus gesehen) in der Löwengasse. Hier befand sich seit dem 14. Jahrhundert eine Mikwe (rituelles Tauchbad) der jüdischen Gemeinde. Durch Untertauchen in der Mikwe konnte ein Jude seine rituelle Reinheit, beispielsweise nach dem Kontakt mit einem Toten, nach Menstruation oder Geburt, usw. wiedererlangen. Vorraussetzung war “lebendiges” Wasser in der Mikwe, d.h. natürliche Wasseransammlungen wie Quell-, Grund- oder gesammeltes Regenwasser. Herbeigetragenes und anderweitig transportiertes Wasser erfüllte diese Bedingungen nicht.

1) In welchem Jahr wurde das Erdgeschoss dieses Gebäudes errichtet? Jahreszahl = A
2) Wann wurde der erste Stock errichtet? Jahreszahl = B
3) Wie viele Kerzen können mittlerweile nur noch in den ausgestellten Leuchter gesteckt werden? Anzahl = C
Die äußere Eingangstüre ist eigentlich nie verschlossen und darf geöffnet werden, bitte einfach mal probieren. Sollte die Türe dennoch verschlossen sein (dies scheint mittlerweile leider die Regel zu sein), so kann der Leuchter im Schaufenster nicht gesehen werden. In diesem Falle: C = Quersumme von A - 11

Stage 2: Die erste Synagoge (N 49° 40.369 + A; E 009° 13.567 + B)
Die erste Miltenberger Synagoge entstand um das Jahr 1290. Sie ist eine der ältesten, erhaltenen Synagogenbauten Deutschlands. Aufgrund ihrer Lage wird sie auch als Synagoge am Schlossberg bezeichnet. Leider ist das zum Teil noch vorhandene Gebäude nur sehr schwer zu sehen. Es befindet sich im Gebäudekomplex unterhalb dieses Weges. “Der recht kleine Bau (Außenmaße: 11m x 8m und ca.8m hoch) wies an drei Seiten hohe Spitzbogenfenster auf. An der Ostseite befand sich zusätzlich ein rundes Fenster, der sogenannte Okulus. Die Nordseite war fensterlos. Im 15. Jahrhundert gehörten zur Synagoge auch noch ein Hof, ein Keller, ein Garten, ein Haus und ein Frauengebetsraum. Mit der Vertreibung der Juden im Jahr 1429 ging die Synagoge in den Besitz der Gemeinde über. 1755 wurde sie von der jüdischen Gemeinde wieder zurückgekauft und diente bis 1851 als Synagoge.”

Welche Zahl ist auf der Laterne zu finden? Zahl = D


Stage 3: Die dritte Synagoge (N 49° 41.(D x D)(C + D)(D); E 009° 15.(C - 5)(C + 1)(C)
1889 gründet die jüdische Gemeinde einen Synagogen- und Schulhausbau-Verein, dessen Ziel die Errichtung einer neuen Synagoge in der Mainstraße ist. In den folgenden Jahren werden dazu Grundstücke aufgekauft und Spenden gesammelt. Auch viele ehemalige Miltenberger Juden aus aller Welt beteiligen sich mit großen Summen. Die Pläne für die 1904 fertiggestellte Synagoge entwirft der Stadtbaumeister Ludwig Frosch. Sie besteht aus einem zweigeschossigen Gebetssaal, einem Gemeinschaftsschulzimmer, einer Lehrerwohnung und einem Frauenbad. Die Miltenberger Bevölkerung sieht in dem, aufgrund der Kuppel, orientalisch wirkenden Bau eine städtebauliche Bereicherung der Mainstraße. In der “Reichskristallnacht” wird die Inneneinrichtung zerstört. Das Gebäude wird im Anschluss von der Stadt gekauft und umgebaut. Nach dem Krieg sind verschiedene Behörden in dem Gebäude untergebracht, wie beispielsweise Landpolizei, Arbeitsamt, Kreisjugendring,...

1) Wann wurde der Grundstein für die Synagoge gelegt? Monatszahl = E
2) Aus wie vielen Steinen besteht der Bogen über der Eingangstüre? Anzahl = F


Stage 4: Haus von Berta Mannheimer (N 49° 41.822 + (E x F); E 009° 15.347 - (E x F))
In dem Haus mit der Nummer 147 betrieben das Ehepaar Josef und Berta Mannheimer ein Manufaktur- und Modewarengeschäft. Sie zählten zu den wohlhabendsten Familien der Stadt und durften sogar den Titel “Königlich bayerischer Hoflieferant” führen. Als Josef Mannheimer 1926
starb, wurde das Geschäft von seiner Frau Berta weitergeführt. Doch auch an ihr ging das Novemberprogrom 1938 nicht spurlos vorbei. So musste sie 2 Tage in Schutzhaft verbringen. Der Kriegsausbruch durchkreuzte ihre Pläne auszuwandern. Um weiteren Anfeindungen zu entgehen zog sie in das jüdische Altersheim nach Würzburg. Von dort wurde sie am 10. September 1942 im Alter von 67 Jahren mit 176 anderen Juden nach Theresienstadt deportiert.

1) Wie viele Dachgauben besitzt das Haus? Anzahl = G
2) Zähle die Stufen, die heute in das Geschäft führen. Anzahl = H
3) Welche Farben haben die Fensterrahmen im ersten und zweiten Stock?
Grün I = 100
Blau I = 200
Rot I = 300
Grau I = 400


Stage 5: Die zweite Synagoge (N 49° 42.925-(G x I); E 009° 15.(H - 1)(H + H + 1)(H + H + 1)
Der Empfang ist hier manchmal ziemlich schlecht. Gehe die Gasse nach dem Spielzeugladen bis fast ganz nach oben!
1851 kauft die jüdische Gemeinde dieses Gebäude als behelfsmäßige Synagoge und Schule. Anlass dafür waren die geschätzten Kosten für eine notwendige Renovierung der ersten Synagoge und die dortigen Platzprobleme aufgrund der Vergrößerung der Gemeinde. Hier gab es nun zwei getrennte Betsäle, einen Schulraum und eine Lehrerwohnung.

1) Zähle die Rauten in der Haustür. Anzahl = J
2) Welche Farben sind in der Fassade zu finden?
Gelb, rot, grau K = 15
Grau, braun, grün K = 30
Gelb, blau, schwarz K = 45
Blau, grau, schwarz K = 60


Stage 6: Alter jüdischer Friedhof (N 49° 42.000 + J + K; E 009° 15.(J + 1)(J + 1)(K - 8)
Von hier aus führt ein Weg nach oben am Alten jüdischen Friedhof vorbei. Bevor du dich auf den Weg machst, lies die Aufgaben genau durch!
Vor diesem Friedhof muss es in Miltenberg mindestens noch einen weiteren jüdischen Friedhof gegeben haben, denn ein solcher ist für das Jahr 1336 erwähnt. Ab wann dieses Areal als Friedhof genutzt wurde ist nicht bekannt. Der älteste Grabstein stammt zwar erst aus dem Jahre 1812, aber es ist anzunehmen, dass bereits seit dem 16. Jahrhundert hier Juden aus Miltenberg und teilweise bis zu 20 km Umgebung bestattet wurden. Es könnte sein, dass auf einen früheren, tiefer gelegenen Friedhof Erde aufgeschüttet wurde und diese neu entstandene Ebene wiederum als Friedhof genutzt wurde. Diese Praxis findet sich auch bei anderen jüdischen Friedhöfen. Da man bei der Erweiterung der Straße die vorhandenen Gräber nicht überbauen wollte, befinden sich einige Gräber an der Straßenseite unter einem Gewölbe. Von einigen Stellen auf der Treppe ist dies deutlich sichtbar. Der Friedhof und die Gräber müssen zur Lösung nicht betreten werden!

1) Bis wann wurde dieser Friedhof genutzt? Einerstelle der Jahreszahl = L (z.B. 1783 = 3)
2) Zähle alle Stufen, die von der Stadt bis zur Straße hinaufführen. Anzahl = M


Stage 7: Miltenberger Ehrenbürger (N 49° 42.000 - L; E 009° 15.388 + M)
1913 wurde der Friedhof durch die Unterstützung eines ehemaligen jüdischen Bürger, der nach London ausgewandert war, renoviert.

Wie hieß dieser Miltenberger Ehrenbürger? Position des Anfangsbuchstabens des Nachnamens im Alphabet = N (z.B. A=1, B=2)


Das Final befindet sich hier:

N 49° 41.(C + D + E + F + G + H + I + J + K + L + M + N + 418)
E 009° 15.(A - B - 5)

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Fgntr 1: Va Ybrjratnffr, ibz Znva nhf qnf yrgmgr Unhf nhs qre erpugra Frvgr
Fgntr 3: yvaxr Unhfrpxr
Fgntr 5: Ahzzre arha
Fgntr 7: Znhrerpxr na qre Fgenßr
Svany: fgrvarearf Mhunhfr - Oretfrvgr - hagra - erpugf

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Naturpark Bergstraße/Odenwald BY (Info)

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