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Biosphärengebiets-Tour durch den Bannwald Flüh

von Biosphärengebiet_Schwarzwald     Deutschland > Baden-Württemberg > Lörrach

N 47° 46.758' E 007° 53.770' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 3:30 h   Strecke: 8 km
 Versteckt am: 21. August 2020
 Veröffentlicht am: 25. August 2020
 Letzte Änderung: 25. August 2020
 Listing: https://opencaching.de/OC16480
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Geokrety-Verlauf

große Karte

   

Infrastruktur
Der Weg
Wegpunkte
Zeitlich
Benötigt Vorarbeit

Beschreibung   

Willkommen zu diesem Geocache des Biosphärengebiets Schwarzwald!

Der Geocache führt Sie über sechs Stationen auf eine Tour durch den Bannwald Flüh bei Schönau. Zu jeder Station gibt es eine Aufgabe. Werden alle Aufgaben richtig gelöst, erhält man die Zielkoordinate. Dort muss ein letztes Rätsel gelöst werden. Am Ende wartet eine kleine Belohnung.

Fünf der sechs Stationen sind besondere Orte, zu denen Sie jeweils einen spannenden Hintergrundtext lesen können. Diese Texte dienen als Zusatzinformation und nicht zur Lösung des Rätsels.

Die Strecke führt fast durchgängig über schmale Wanderwege. Auf dem Hinweg geht es über 200 Höhenmeter bergauf. Insgesamt sind für den Weg vom Einstieg bis zur Zielkoordinate und den Rückweg von dort nach Schönau etwa 8 Kilometer zurückzulegen und 3 bis 4 Stunden einzuplanen. Festes Schuhwerk und eine gesunde Kondition sind von Vorteil.

Bis einschließlich zur Station 6 laufen Sie über den Waldlehrpfad (Urwaldpfad) des Naturparks. Dessen Beschilderung müssen Sie folgen. Der Weg führt von Schönau nach Künaberg und von dort aus in einem Bogen wieder zurück. Der Pfad verläuft größtenteils durch ein Naturschutzgebiet. Bitte verlassen Sie in diesem Bereich nicht den Wanderweg. Alle Aufgaben können auf dem Weg gelöst werden.

Schönau ist gut mit dem Bus zu erreichen. Die Linie 7300 fährt von Titisee über den Feldberg und Todtnau nach Schönau. In entgegengesetzter Richtung fährt die 7300 von Schopfheim über Zell hierher. Mit der Linie 7215 gelangt man von Kirchzarten über den Notschrei mit Umstieg in Todtnau nach Schönau. Steigen Sie an der Haltestelle Zentrum, Schönau im Schwarzwald aus. Wenn Sie mit dem Auto kommen, parken Sie bitte im Ort und laufen dann zum Startpunkt.

 

Das Biosphärengebiet Schwarzwald

Biosphärengebiete (außerhalb Baden-Württembergs Biosphärenreservate genannt) sind Regionen, in denen das fruchtbare Miteinander von Mensch und Natur gefördert und weiterentwickelt wird. Über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaften mit ihren ureigenen Besonderheiten haben wertvolle Lebensräume für Mensch und Natur entstehen lassen. Diese zu erhalten und die Balance zu finden zwischen natürlichen Kreisläufen und der Nutzung für eine regionale Wertschöpfung, gehören zu den zentralen Aufgaben des Biosphärengebiets Schwarzwald.

Mit einer Größe von 63.000 Hektar erstreckt sich das Gebiet über 29 Gemeinden in drei Landkreisen.

 

Startpunkt

N   47°46.758‘

E 007°53.770‘

Hier ist der Startpunkt des Geocaches und zugleich auch der Startpunkt des Waldlehrpfades (Urwaldpfades). Bitte folgen Sie bis zur Station 6 der Beschilderung des Waldlehrpfades (Urwaldpfades). Der Weg führt durch die Kernzone „Bannwald Flüh“ des Biosphärengebiets. Kernzonen machen circa drei Prozent der Fläche des Biosphärengebiets aus. Hier darf sich die Natur ohne Eingriffe des Menschen frei entwickeln. Bitte bleiben Sie deshalb immer auf dem Weg.

 

Station 1

Position:

N   47°46.652‘

E 007°53.844‘

Die richtige Beantwortung der Aufgabe ergibt die unterstrichene Zahl in der Zielkoordinate.

Wie viele Querbretter hat die Holzbrücke in ihrer Nähe?

A: 10 - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 5

B: 11 - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 8

C: 12 - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 1

D: 13 - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 3

  Zielkoordinate:

N  47°46.? ? ?'

E 007°53.? ? ?'

 

Station 2

Position:

N   47°46.554‘

E 007°53.783‘

Die richtige Beantwortung der Aufgabe ergibt die unterstrichene Zahl in der Zielkoordinate.

Hier sind Sie nun am ersten besonderen Ort angekommen. Vier Orte mit vier Hintergrundtexten stehen zur Auswahl. An welchem befinden Sie sich hier? Die zugehörigen Texte finden Sie weiter unten im Dokument.

A: großer Fels                    - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 9

B: Blockschutthalde           - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 1

C: Borkenkäferareal          - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 2

D: Wald-Weide-Wechsel   - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 5

Zielkoordinate:

N   47°46.? ? ?‘

E 007°53.? ? ?‘

 

Station 3

Position:

N   47°46.405‘  

E 007°53.598‘

Wieder gilt es, sich genau umzuschauen. An welchem der vier Orte sind Sie nun angekommen?

A: großer Fels                    - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 4

B: Blockschutthalde            - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 7

C: Borkenkäferareal            - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 1

D: Wald-Weide-Wechsel     - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 8

Zielkoordinate:

N   47°46.? ? ?

E 007°53.? ? ?‘

 

Station 4

Position:

N   47°46.113‘  

E 007°53.569‘

Nach einem Blick durch die Umgebung: Welcher Hintergrundtext passt wohl am besten zu diesem Ort?

A: großer Fels                    - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 9

B: Blockschutthalde            - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 2

C: Borkenkäferareal            - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 3

D: Wald-Weide-Wechsel      - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 7

Zielkoordinate:

N   47°46.? ? ?‘

E 007°53.? ? ?‘

 

Station 5

Position:

N   47°46.276‘ 

E 007°53.599‘

Hier sind Sie nun am Johann-Peter-Hebel-Blick angekommen. Doch bevor Sie die Aussicht genießen, sollten Sie einen Blick auf das Holzschild mit dem Gedicht werfen. Wenn Sie aus der Gegend kommen, werden Sie beim Lesen wohl kaum Probleme haben. Wer jedoch kein alemannisch spricht, darf den Text von Johann-Peter-Hebel als Herausforderung betrachten.  Was hilft dem lyrischen ich im Gedicht, damit es ihm besser geht und es sich weniger Sorgen macht?

A: Pfeife rauchen.                           - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 8

B: Ein Bier mit Freunden trinken.    - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 6

C: Holz hacken.                               - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 2

D: Spazierengehen in der Natur.     - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 4

Zielkoordinate:

N   47°46.? ? ?‘

E 007°53.? ? ?‘

 

Johann Peter Hebel

Johann Peter Hebel, geboren 1760, aufgewachsen in Basel und in Hausen im Wiesental (letzterer Ort liegt etwa 15 Kilometer von Schönau entfernt), war ein berühmter deutscher Schriftsteller. Bekannt ist vor allem seine Gedichtsammlung „Alemannische Gedichte“. In dieser beschreibt er die Natur, die Menschen und das Leben in seiner Heimat, dem Wiesental (zu dem auch Schönau gehört). Alle Gedichte dieses Bandes sind im alemannischen Dialekt verfasst. Hebels Werke wurden schon zu seinen Lebzeiten vielfach bewundert, sowohl von der breiten Bevölkerung, als auch von berühmten Dichterkollegen wie beispielsweise von Goethe. Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren, lohnt sich ein Besuch im Hebelmuseum in Hausen im Wiesental.

 

Station 6

Position:

N   47°46.407‘  

E 007°53.893‘

Wenn Sie bisher alles richtig gemacht haben, wussten Sie bereits, was Sie hier, an der letzten Station, erwartet. Zum Glück sorgt wenigstens der Hintergrundtext, den Sie im Idealfall gleich lesen, noch für Spannung. Und hoffentlich auch die Erwartung, was sich bei der Zielkoordinate befindet, die Sie mit der Beantwortung der letzten Frage nun erhalten. An welchem Ort befinden Sie sich gerade?

A: großer Fels                    - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 1

B: Blockschutthalde            - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 5

C: Borkenkäferareal           - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 6

D: Wald-Weide-Wechsel     - ersetzen Sie das unterstrichene Fragezeichen durch eine 3

Zielkoordinate:

N   47°46.? ? ?‘

E 007°53.? ? ?

 

Nun haben Sie die Zielkoordinate herausgefunden. Bitte achten Sie weiterhin auf das Wegegebot. Über Wanderwege ist das Ziel einfach zu erreichen. Das Zielobjekt befindet sich direkt am Wegesrand.

 


 

Station großer Fels

Die Entstehungsgeschichte des Schwarzwaldes reicht viele Millionen Jahre zurück. Schon immer gab es sehr dynamische Prozesse, die das Mittelgebirge formten. Ständige Felsabgänge gehören dazu. Irgendwann, in Hundert, Tausend oder Zehntausend Jahren, wird vielleicht auch dieser Fels, den sie hier über sich sehen, abbrechen und ins Tal stürzen. Nur wenige Kilometer von hier entfernt, ist genau das kürzlich passiert. In Geschwend bei Todtnau brach 2019 ein sechs Tonnen schwerer Felsbrocken am Hang ab, rollte ins Dorf hinunter und kam nach einer Tour durch mehrere Vorgärten schließlich auf einem Garagenvorplatz zum Stehen. 2020 donnerte in der Nähe von Bernau ein PKW-großer Fels mitten auf die Landstraße. Nun versucht man, die Gegend mit dem Bau eines Auffangzauns vor weiterem Geröll zu schützen.

Diese Vorfälle erwecken eine leichte Ahnung, welch gewaltige Prozesse der Schwarzwald in seiner Entstehungsgeschichte durchlebt hat. Durch die Kollision von tektonischen Platten hob und senkte sich der Schwarzwald mehrmals. Sein Grundgebirge aus Gneis und Granit entstand vor über 300 Millionen Jahren. Nach einer Phase der starken Abtragung des Gebirges brach vor etwa 50 Millionen Jahren der Oberrheingraben ein und senkte sich ab, wodurch sich an beiden Seiten wieder Gebirge auftaten: Die Vogesen und der Schwarzwald.

Der Südschwarzwald wurde zudem deutlich durch die letzte Eiszeit geprägt. Damals waren große Teile der Gegend hier vergletschert. Wo Sie gerade stehen, erstreckte sich ein 20 km langer und bis zu 420 m mächtiger Gletscher vom Feldberg bis nach Mambach. Die Gletscher schliffen die Berge zu der Landschaft, die wir heute kennen.

Dieser Fels stürzte 2020 auf eine Landstraße nahe Bernau.

 

Station Wald-Weide-Wechsel

Biosphärengebiet kann eine Region nur dann werden, wenn sie eine einzigartige, besonders schützenswerte Landschaft hat. Im Biosphärengebiet Schwarzwald ist das der Wechsel zwischen artenreichem Offenland und Wald. Durchschnittlich sind hier 70% der Fläche bewaldet, auf 25 % der Fläche befinden sich Weiden und Mähwiesen, nur 3 % verfallen auf Siedlungsflächen. Die Umgebung, in der Sie im Moment stehen, ist typisch für die Region. Klein strukturierte Weiden in Hanglage und begrenzt von Wald.

Doch die Landschaft sah nicht immer so aus. Bevor der Mensch im 10. Jahrhundert anfing, den Schwarzwald dauerhaft zu besiedeln, war dieser flächendeckend bewaldet. Über die Jahrhunderte ging durch die Nutzung des Menschen jedoch immer mehr Wald verloren. Für den Bau von Minenschächten und Häusern, als Brennstoff oder für die Herstellung von Holzkohle, Holz war ein äußerst begehrter Rohstoff.

Dies führte dazu, dass bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts sehr viel Offenland entstand. Auf den offenen Flächen betrieben die Schwarzwälder vorrangig Viehwirtschaft. Eine intensive Bewirtschaftung durch großflächigen Ackerbau ist im Schwarzwald meist nicht möglich. Die kargen, oft schwer erreichbaren Bergweiden konnten nur für die Viehhaltung verwendet werden.

Eine besondere Form der Bewirtschaftung waren die so genannten Allmendweiden. Diese Flächen wurden von mehreren Leuten gleichzeitig genutzt, auf ihnen weideten Tiere verschiedener Bauern gleichzeitig.

Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts kehrte sich der Trend langsam wieder um. Durch einen stärkeren Fokus weg von der Landwirtschaft hin zur Industrie, stieg die Waldfläche nach und nach wieder an. Seitdem sinkt die Anzahl an Weidetieren beständig, viele Weiden werden nicht mehr genutzt, wachsen zu und werden schließlich zu Wald.

Dieser Entwicklung versucht das Biosphärengebiet Schwarzwald entgegenzuwirken.

Denn auf den wenig intensiv genutzten Weidflächen existiert eine große Artenvielfalt. Für seltene Arten wie Arnika, Silberdistel, Flügelginster, Warzenbeißer oder Wiesenpieper dient der Südschwarzwald mit seinem Offenland als wichtiger Rückzugsort.

 

Die Anzahl der weidenden Rinder im Biosphärengebiet sinkt nach wie vor beständig.


Station Blockschutthalde

Was Sie hier, etwas versteckt, hangaufwärts sehen können, findet man im Biosphärengebiet an zahlreichen Stellen: eine Blockschutthalde.

Dabei handelt es sich um natürlich entstandene, kleine Steinwüsten. Seit dem Ende der letzten Eiszeit zerbröckelten größere Felsen durch Frostsprengung. Bei diesem Prozess dringt Wasser in Felsritzen und Höhlen ein, gefriert und dehnt sich dabei aus, wodurch so viel Druck entsteht, dass der Fels „gesprengt“ wird. An manchen Stellen wiederholte sich dieser Prozess so häufig, dass ganze Felder voller Gesteinsbrocken entstanden.

Diese Blockschutthalden dienen als Lebensraum für besondere Tiere und Pflanzen. Im Randbereich wachsen oft trockenresistente Flechten und Moose. Sobald sich etwas Humus zwischen den Steinen ansammelt, beginnen auch Sträucher und Bäume mit der Eroberung des Geländes. Teilweise entstehen auf diese Weise ganze Wälder, so genannte Blockwälder.

Auch tierische Bewohner findet man in diesem speziellen Lebensraum. Im Schwarzwald sogar welche, die weltweit einzigartig sind. Im nahe gelegenen Präg wurde 2003 in einer Blockschutthalde eine Käferart entdeckt, die es sonst nirgendwo anders gibt: der Präger Dammläufer.

 

Station Borkenkäferareal

Hier stehen Sie nun in einem Areal, in dem der Borkenkäfer gewütet hat. Wenn Sie die Rinde eines Baumes am Wegesrand betrachten, fallen Ihnen vielleicht die zahlreichen Bohrlöcher des Käfers auf.

Weltweit gibt es weit über tausend Borkenkäferarten. Die beiden, die den deutschen Wäldern gerade am meisten zu schaffen machen, sind Buchdrucker und Kupferstecher (auf sie bezieht sich der weitere Text). Diese befallen vorrangig Fichten. Sie bohren sich in deren Stamm und ernähren sich anschließend vom Bast, einem nährstoffreichen Gewebe auf der Innenseite der Rinde des Baumes. Der Bast versorgt den Baum mit Nährstoffen. Befallen zu viele Tiere einen Baum, stirbt dieser ab.

Gesunde Bäume wissen sich allerdings zu helfen: Sie bilden Harz, das die Angreifer abtötet.

Sind die Bäume jedoch beispielsweise durch Trockenheit geschwächt, versiegt der Harzfluss und die Käfer haben leichtes Spiel.

Zudem profitieren die Schädlinge von warmem Wetter: Damit die Brut gedeihen kann, werden dauerhaft hohe Temperaturen benötigt. Je länger es warm ist, desto mehr Generationen entwickeln sich in einem Jahr. Statt der üblichen zwei, entstehen in einem warmen Jahr so bis zu vier Borkenkäferbruten. Dies kann zu einer explosionsartigen Vermehrung führen. In der Masse greifen die Käfer, die sonst nur auf geschwächte Bäume gehen, auch gesunde Bäume an. So können innerhalb kürzester Zeit ganze Waldgebiete absterben.

Das warme Wetter und die Trockenheit der letzten Jahre sowie das Sturmtief Sabine im Februar 2020, das zahlreiche Bäume umwarf und den Borkenkäfern so eine gute Nahrungsgrundlage lieferte, richteten 2020 große forstliche Schäden an. Durch Sturmwurf und Borkenkäferbefall fielen im Südschwarzwald rund eine halbe Million Festmeter Schadholz an.

Kurzfristig wird daher nun versucht, alles befallene Holz schnellstmöglich aus dem Wald zu holen, um eine weitere Verbreitung des Käfers zu verhindern.

Langfristig ist es sinnvoll, auf Mischwald zu setzen und Monokulturen zu vermeiden. Denn stehen, wie hier im Bannwald natürlicherweise, verschiedenste Baumarten nebeneinander, ist es für die auf einzelne Bäume spezialisierten Borkenkäferarten deutlich schwerer, sich großflächig auszubreiten. Und klar ist auch: Je stärker der Klimawandel ausschlägt, desto wärmer und trockener wird es, und desto besser werden die Bedingungen für den Borkenkäfer.

 


 

Sie haben es bis zum Zielpunkt geschafft! Nur noch das Zahlenschloss versperrt Ihnen den Zugriff auf den Geocache.

Schauen sie sich jedoch zunächst das Zielobjekt genau an. Es reiht sich, wenn auch im Miniaturformat, in eine lange Schwarzwälder Tradition ein: Das Bauen mit Holz.

Im Schwarzwald waren die Menschen schon immer gut darin, mit dem zu leben, was vor Ort zur Verfügung stand. Als Baustoff kam daher vor allem Holz infrage. Die prächtigen Schwarzwald-Höfe, die ab dem 16. Jahrhundert aus diesem Material gebaut wurden, sind heute weltbekannt. Damit Sie sich die Dimensionen der Schwarzwälder Baukunst besser vorstellen können, dürfen Sie gleich ein paar Schätzfragen beantworten.

Zu diesem Zweck stellen wir Ihnen kurz den Resenhof in Bernau vor: Dieser Schwarzwaldhof von 1789 ist heute ein Museum. Der Bau war damals wahrlich eine Meisterleistung: Mit Schlitten wurden im Winter große Fichten und Tannen ins Tal geschafft. Aus diesem Holz entstand innerhalb von 2 Jahren der Resenhof.

Das Dach wurde, wie der Rest des Gebäudes, komplett aus Holz gefertigt. Wie es früher hier üblich war, deckte man das Dach mit einer dreifachen Schicht Holzschindeln.

Im Resenhof lebten lange Zeit über 30 Menschen und ihr Vieh.

Der Resenhof in Bernau

 

Die richtigen Antworten von oben nach unten ergeben den Zahlencode.

Schätzen Sie:

 

Wie viele Holzschindeln befinden sich auf dem Dach des Resenhofs? (Das Dach hat eine Grundfläche von 800 Quadratmetern, die Schindeln sind in etwa vergleichbar mit denen, die Sie gerade vor sich sehen und wurden dreifach übereinandergelegt)

22 000           - Die erste Ziffer des Zahlencodes ist eine 5

67 000           - Die erste Ziffer des Zahlencodes ist eine 8

96 000           - Die erste Ziffer des Zahlencodes ist eine 2

 

Wie lange arbeitete der Schindelmacher damals, um alle Schindeln für das Dach herzustellen?

3 Monate       - Die zweite Ziffer des Zahlencodes ist eine 1

6 Monate       - Die zweite Ziffer des Zahlencodes ist eine 3

12 Monate     - Die zweite Ziffer des Zahlencodes ist eine 7

 

Wie viele Bäume wurden im kompletten Haus verbaut?

70                   - Die dritte Ziffer des Zahlencodes ist eine 4

170                 - Die dritte Ziffer des Zahlencodes ist eine 2

300                 - Die dritte Ziffer des Zahlencodes ist eine 0

 

Das Resenhof-Museum ist übrigens auch Partner des Biosphärengebiets. Ein Besuch lohnt sich!

 

Bonusfakt: Holzbau heute

Holzbauten haben nicht nur eine lange Vergangenheit, sondern auch eine vielversprechende Zukunft:

Der Bau eines Holzhauses verursacht weitaus weniger Treibhausgase als der eines Stahl- oder Betonbaus. Denn die Herstellung von Stahl und Beton verbraucht sehr viel Energie. Holzhäuser dagegen speichern sogar Kohlenstoffdioxid: Pro Kubikmeter verbauten Holzes etwa eine Tonne.

Zudem ist es durch die technischen Fortschritte der letzten Jahre gelungen, Holzbauten stabiler und brandsicherer zu bauen, sodass inzwischen sogar dutzende Meter hohe Holzhochhäuser verwirklicht werden können.

 

 

Wir hoffen, Ihnen hat die Tour gefallen. Lassen sie uns gerne online oder im Logbuch ihr Feedback da.

 

Unser Dank geht an die Gemeinde Fröhnd und die Weidegemeinschaft Künaberg für die Erlaubnis, den Geocache auf ihrer Fläche platzieren zu dürfen sowie an den Resenhof für die Bereitstellung der Informationen.

Zusätzliche Wegpunkte   andere Koordinatensysteme

Station oder Referenzpunkt
N 47° 46.652'
E 007° 53.844'
Station 1
Station oder Referenzpunkt
N 47° 46.554'
E 007° 53.783'
Station 2
Station oder Referenzpunkt
N 47° 46.405'
E 007° 53.598'
Station 3
Station oder Referenzpunkt
N 47° 46.113'
E 007° 53.569'
Station 4
Station oder Referenzpunkt
N 47° 46.276'
E 007° 53.599'
Station 5
Station oder Referenzpunkt
N 47° 46.407'
E 007° 53.893'
Station 6
Info Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Qvr Fhzzr qre 6 sruyraqra Mvssrea qre Mvryxbbeqvangr retvog 23. Qvr Fhzzr qre 3 trfhpugra Mvssrea qrf Mnuyrafpuybffrf retvog fvpu qhepu sbytraqr Erpuahat: 20-10+7-17+12-5

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

Bilder

Karte Biosphärengebiet Schwarzwald
Karte Biosphärengebiet Schwarzwald
Felssturz bei Bernau
Felssturz bei Bernau
Rinder im Biosphärengebiet
Rinder im Biosphärengebiet
Resenhof in Bernau
Resenhof in Bernau

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Naturpark Südschwarzwald (Info)

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Logeinträge für Biosphärengebiets-Tour durch den Bannwald Flüh    gefunden 2x nicht gefunden 0x Hinweis 0x

gefunden 29. August 2020 hexehexe hat den Geocache gefunden

Heute morgen die Mails gecheckt und gesehen das ein neuer in Schönau aufgegangen ist... Ne auf FTF Jagd hatte ich keine Lust, erstmal alles zu Hause erledigt und gegen Mittag los gezogen... und so ging es auf doch zum Teil sehr bekannten Pfaden zu den einzelnen Stationen, welche alle sehr gut finden kann und auch beantworten. Als ich alles beisammen hatte, Finalkoords eingegeben, kann das sein ???? Mhhhh, doch muss so sein und los ging es zu der schönen Finaldose....hier stellte ich mich ein wenig an, wer lesen kann ich klar im Vorteil, dann klappt es auch mit dem ZS....aber es hat dann doch noch geklappt und ich konnte mich im Logbuch verewigen....
Hoffentlich bleibt die schöne Dose lange erhalten

Danke an BSG_Schwarzwald fürs auslegen dieses Multis

hexehexe

gefunden 26. August 2020 5er-pack hat den Geocache gefunden

Gestern aus dem Urlaub zurück gekommen und beim abendlichen Spaziergang über den nächsten Tag siniert und just in diesem Moment geht dierer tolle Multi auf.

Die bessere Hälfte nun heute geschnappt un eine kleine Wandertour in die Flüh unternommen. In diesem schönen Wald bin ich nun schon oft gewandert und es war wiederum herrlich zumahl das Wetter ideal war, sonnig nicht zu warm und ein herliches Lüftlein blies.

Alle Stationen waren eindeutig und auch das Finale obwohl nicht so auf abwegen vermutet war gut zu finden. Es ist ganz zum Thema eine gelungene Finale Dose. Wir hoffen auf ein langes Leben und bedanken uns für das Einrichten dieser schönene Runde.

 

TFTC 5er-pack