Wegpunkt-Suche: 
 
Virtueller Geocache
Give me five (Challenge)

von diecuxies     Deutschland > Niedersachsen > Cuxhaven

N 53° 51.916' E 008° 35.738' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 17. Oktober 2020
 Veröffentlicht am: 19. Oktober 2020
 Letzte Änderung: 19. Oktober 2020
 Listing: https://opencaching.de/OC16573

0 gefunden
0 nicht gefunden
0 Bemerkungen
0 Beobachter
0 Ignorierer
20 Aufrufe
0 Logbilder
Geokrety-Verlauf

große Karte

   

Der Weg
Wegpunkte
Zeitlich
Listing
Personen

Beschreibung   

 Naturecaching [natürlich cachen]

UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer
2009 hat das Welterbe-Komitee das Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Das Wattenmeer kann nun im gleichen Atemzug genannt werden mit Naturwundern wie dem Great Barrier Reef in Australien, dem Grand Canyon in den USA, dem Kilimandscharo in Afrika und den Galapagos-Inseln im Pazifischen Ozean.
 

 

Expedition Wattenmeer für Kids - und natürlich Erwachsene

 

Für diese virtuelle Challenge müsst ihr alle der hier gesuchten Lebewesen finden und fotografieren. Nur wer alle 5 gefunden hat der darf diesen Cache loggen.

Bitte denkt an die zum Loggen erforderlichen Fotos (gern auch als Collage, dann braucht ihr nicht 5x hochladen). Auf mindestens einem Foto sollte zu erkennen sein, dass ihr selbst vor Ort gewesen seid.) Logeinträge ohne Foto müssen wir leider löschen.

Die Startkoordinaten liegen in Sahlenburg am Wattenmeerzentrum. Ihr könnt aber von überall in Cuxhaven ins Watt gehen.

 

Auf den ersten Blick sieht es aus, wie eine riesige Matschfläche, aber wenn man genau hinsieht, wimmelt es dort vor Leben. Wir wollen uns nun auf die Suche nach den berühmt-berüchtigten "Small Five" machen - den fünf kleinen Tieren, die für das Wattenmeer besonders wichtig sind.

 

 

 

 

Aber wer sind diese "Small Five"? Um diesem Geheimnis des Wattenmeeres auf die Spur zu kommen, müssen wir uns auf eine Wattenmeer-Safari begeben.

Dazu brauchen wir idealerweise:

  • Gummistiefel
  • ein Sieb
  • ein Köcher
  • eine Schaufel / Schippe

Falls ihr ungeplant auf diese Safari gestoßen seid, könnt ihr beruhigt sein, es geht zur Not auch ohne Spezialwerkzeug!

Na dann, ab ins Watt...

 

Als Small Five bezeichnen Forscher und die Nationalparkverwaltungen Wattenmeer die fünf bedeutsamsten Tiere im Wattenmeer. Sie sind angepasst an Überflutung und Trockenfallen, sie ertragen Salzwasser und Regenschauer, überdauern bei Frost und sommerlicher Hitze. Und sie sind das Werbesymbol für das Weltnaturerbe Wattenmeer.

Gemeint sind:

  1.  der Wattwurm
  2.  die Herzmuschel
  3.  die Wattschnecke
  4.  die Strandkrabbe
  5.  die Nordseegarnele

Diese Tiere tragen wesentlich zum Umsatz von Biomasse bei. Sie fressen kleinstes Plankton und Algen, die im Wasser und auf der Oberfläche des Wattes leben. Anderseits dienen sie als Nahrungsgrundlage für Vögel und Fische.

Was euch bestimmt schon im Watt aufgefallen ist, sind diese merkwürdigen Sandspaghettihäufchen die hier überall herumliegen. Das sind die Spuren des ersten unserer Small Five, nämlich dem

WATTWURM:

https://www.youtube.com/watch?v=jdLae186UzY

(siehe dazu auch OC13C79 Der Wattwurm)

Jetzt müsst ihr auch graben, um an den Wattwurm zu gelangen.

Bitte beachtet: Würmer, die mit Spaten oder Forke gegraben werden, sollten nie aus ihren Höhlen gezogen werden, das könnte sie verletzen! Wenn man dagegen den Aushub mit der Hand aufbricht, kann man die Würmer leicht aufsammeln. Füllt die Grablöcher nach dem Graben bitte wieder zu.

 

Um das nächste unserer „Small Five“ zu finden könnt ihr ein Sieb benutzen. (Aber in den meisten Fällen reicht es schon einmal mit der Hand in den Matsch zu fassen, um "es" zu erwischen.) Grabt zuerst mit der Schaufel ein Loch in den Wattboden. Anschließend könnt ihr wie ein Goldgräber mit dem Sieb in dem Wattklumpen nach diesem Lebewesen suchen.

Es handelt sich dabei um die HERZMUSCHEL:

Zu ihrem Namen kam die Herzmuschel, weil die Form ihres Gehäuses einem Herz gleicht, wenn man beide Gehäusehälften von der Seite anschaut. Sie ist die häufigste Muschelart, die ihr hier sehen könnt. Sie sind überall im Watt anzutreffen. Wenn ihr bei Ebbe mitbloßen Füßen über den Boden läuft könnt ihr die Muscheln manchmal sogar spüren. Sieht man genau hin, kann man oft ovale, bis 1 cm lange Löcher sehen: ein Hinweis, dass im Boden darunter Herzmuscheln leben. Manchmal sieht man es sogar, wenn eine Muschel verbrauchtes Wasser in einer winzigen Fontäne ausstößt.

Wird die Herzmuschel freigespült, kann sie sich mit ihrem Fuß schnell wieder in Boden verbuddeln. Grabt eine Muschel aus und setzt sie auf den Boden, dann könnt ihr beobachten wie sie ihren Fuß, der wie ein kleiner rosa Finger aussieht, aus dem Gehäuse schiebt und sich ruckzuck selbst wieder in den Boden eingräbt. (Das Schauspiel dauert meist nur zwei bis zehn Minuten.) 

https://www.youtube.com/watch?v=Y1MActpbvYs 

Die Herzmuschel kann sogar bis zu 50 cm weit springen: Dazu krümmt sie die Spitze ihres Fußes ein, stemmt sie gegen ein festes Hindernis im Boden, streckt den Fuß schnell wieder aus und schnellt sich so in die Luft.

Eine 3 cm große Herzmuschel kann in einer Stunde 2,5 Liter Wasser filtern. Mithilfe ihrer Kiemen filtert die Herzmuschel aus dem einströmenden Wasser das Plankton (mikroskopische kleine Lebewesen und Pflanzen) die im Wasser schweben. Da so unglaublich viele Herzmuscheln im Wattenmeer leben, hat man errechnet, dass sie innerhalb weniger Wochen das gesamte Wasser des Wattenmeers filtern können.

 

Und? Habt ihr eine Herzmuschel entdecken können?


Dann geht es jetzt zum nächsten faszinierenden Lebewesen, der

WATTSCHNECKE:

Die Wattschnecke ist zwar sehr klein – sie wird nur 4 bis 6 mm groß - dafür ist sie aber in sehr großen Mengen vertreten. (ca. 4000 bis zu 60000 Tiere pro m2)

https://www.youtube.com/watch?v=puSoN6dIqeY

Man findet die Wattschnecke bevorzugt im wässrigen Schlickwatt, aber auch im Mischwatt. Dort kriecht sie auf dem Boden herum und "grast" (mit ihrer ganzen Herde) winzige Algen und die Abfallprodukte des Meeres (abgestorbene Tiere und Pflanzen) ab. Die Wattschnecke ist also die "Kuh" des Meeres.

Bei Ebbe gräbt sich die Wattschnecke 3 bis 10 mm tief ein, was dann die perforierten Oberflächen hinterlässt.

Außerdem produziert die Wattschnecke durch die große Anzahl ihrer Artgenossen sehr viel Kot und Schleim, die den Sand verkleben, so dass er durch die Strömung weniger gut wegtransportiert werden kann und zudem die Ablagerung von neuem Sandbegünstigt wird.

 

Beim Strandspaziergang könnt ihr auch den vorletzten Kandidaten entdecken, die

STRANDKRABBE:

 

Vielleicht habt ihr am Strand schon mal Skelette der Strandkrabbe entdecken können. Anders als gedacht handelt es sich dabei nicht um die sterblichen Überreste der Krabbe, nein eher das Gegenteil ist der Fall, denn bis die Krabbe ausgewachsen ist muss sie sich bis zu fünf Mal häuten. Dabei platzt ihr alter Panzer auf, wird abgestreift und häufig an die Küste gespült.

https://www.youtube.com/watch?v=n8DW_D9eZaI

Die Strandkrabbe ist ein sehr gefräßiger Krebs. Er frisst neben Muscheln, Schnecken, Algen und Würmern auch jede Menge Aas. Auf diese Weise trägt auch die Strandkrabbe ihren Teil zur Reinigung des Wattenmeers bei.

Aufgepasst: Werden sie aufgeschreckt, nehmen die männlichen Krabben ihre Drohstellung ein und bäumen sich auf. Mit ihren Scheren können sie ganz gut zukneifen. Weibchen sind weniger aggressiv und tendieren in solchen Fällen eher dazu, sich kompakt und unangreifbar zu machen.

Wenn ihr keine lebendigen Strandkrabben gefunden habt, dürft ihr auch die leeren Panzerhüllen fotografieren!

 

 

 

 

Das letzte Lebewesen das zu den Small Five zählt ist am Strand schon schwerer zu entdecken (außer auf’m Fischbrötchen 😉). Gemeint ist hier die

NORDSEEGARNELE:

Mit der Flut kommt sie auf das Watt, mit der Ebbe sammeln sich die Garnelen in Prielen.
Sie frisst kleinstes Plankton und Algen, die im Wasser und auf der Oberfläche des Wattes leben. Dazu dient sie als Nahrungsgrundlage für Vögel und Fische.
Sandgarnelen können ausgewachsen eine Länge von bis zu 9,5 Zentimetern erreichen.

https://www.youtube.com/watch?v=_q3_I4A0qLA

Der Nachwuchs der Sandgarnele nutzt das Wattenmeer nur in der warmen Jahreszeit, um sich vor Räubern zu schützen.
Sie vergraben sich meist flach im Sand, um Schutz vor Vögeln, Fischen und jungen Robben zu suchen. Pigmentzellen ermöglichen es der Garnele, ihren Krebspanzer farblich an den gräulich-braunen Wattboden anzupassen.

Da die Nordseegarnele nicht so leicht zu finden ist dürft ihr hier etwas kreative Eigeninitiative zeigen. (Vielleicht werdet ihr ja im Wattenmeerzentrum fündig oder auf der "Fressmeile".)

 

Zum Abschluss:

Alle Tiere, die wir während unserer Suche gefunden haben, lassen wir wieder frei, denn schließlich wollen wir, dass es allen Lebewesen hier im Watt gutgeht.

 

Wichtig:

Beachtet während eurer Suche die Regeln des Wattenmeer-Nationalparks, z.B. wann und wo man langlaufen darf. Indem wir uns im Urlaub an die Regeln des Nationalparks halten können wir helfen das Naturwelterbe Wattenmeer zu erhalten und zu schützen.

Zu eurem eigenen Schutz achtet auf die Wattwanderzeiten und begebt euch bei Nebelaufkommen nicht ins Watt.

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in einem Naturschutzgebiet. Bitte verhalte dich entsprechend umsichtig! (Info)
Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (Info)

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer (Info)

Suche Caches im Umkreis: alle - suchbare - gleiche Cacheart
Download als Datei: GPX - LOC - KML - OV2 - OVL - TXT - QR-Code
Mit dem Herunterladen dieser Datei akzeptierst du unsere Nutzungsbedingungen und Datenlizenz.

Logeinträge für Give me five (Challenge)    gefunden 0x nicht gefunden 0x Hinweis 0x