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Normaler Geocache
ehemaliger Stolleneingang Berghol

von Scheune07     Deutschland > Niedersachsen > Nienburg (Weser)

N 52° 25.816' E 009° 12.947' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 05. November 2020
 Veröffentlicht am: 29. Januar 2021
 Letzte Änderung: 31. Januar 2021
 Listing: https://opencaching.de/OC16866
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Gefahren
Infrastruktur
Zeitlich
Saisonbedingt

Beschreibung   

Zu Zeiten des Bergbaus in den Rehburger Bergen, wurde auch in Berghol ein Schacht gegraben. Wann der Kohle-Abbau in der Gegend um Münchehagen begann, das ist bis heute nicht wirklich geklärt. Der älteste Stollen soll aber jener sein, der den Namen Georg-Stollen trägt und mit dessen Bau 1751 in den Rehburger Bergen nahe der Heimvolkshochschule begonnen wurde. Nah dabei fingen die Bergleute um 1791 damit an, den Kloster-Stollen zu graben, der rund 100 Jahre später – 1883 – beim Emilien-Schacht auf dem jetzigen Gelände des Dino-Parks endete. Rund 100 Jahre, um einen fünf Kilometer langen Gang zu graben und sich der Kohle dort zu bemächtigen.

Der Eingang des Kloster-Stollens ist noch vorhanden, als solcher aber nicht mehr zu erkennen. Im Wald hinter der Heimvolkshochschule plätschert ebenso wie beim Erlengrund ein Bächlein. Malerisch ist es dort, mit einer winzigen Brücke über diesen Bach mit seinem kristallklaren Wasser – das aus einem schmalen Loch fließt. Diese kleine Öffnung war einmal der Eingang zu dem langen Stollen.

Nicht wesentlich offensichtlicher aber zumindest in Münchehagen wesentlich bekannter ist der Maximilian-Schacht. Gegenüber dem Freibad erhebt sich ein Hügel. Wer ihn umrundet, dann heraufklettert kommt an eine Beton-Platte mit einem rund zehn Zentimeter großen Loch. Direkt darunter befindet sich der Schacht. Wer einen Stein hineinfallen lässt und auf das Platschen beim Aufprall auf das Wasser wartet, bekommt eine vage Vorstellung von der Tiefe, in die die Bergleute dort einmal einstiegen – um die 60 Meter. Münchehagens Gästeführer machen sich einen Spaß daraus, Gruppen dorthin zu führen und ihnen mit einem Lot die Tiefe zu demonstrieren.

Dem Kohlebergbau in den Rehburger Bergen soll das benachbarte Bad Rehburg seinen einstmaligen Status als Kurort verdanken. Ein Einstieg ist auf dem Gelände der Teefabrik Hiller noch vorhanden. Beim Graben nach Kohle kam eine Quelle zutage – deren Wasser dann heilende Wirkung zugeschrieben wurde und die so manches Mitglied der hannoverschen Königsfamilie gerne nutzte. Die Quelle versiegte, mittlerweile plätschert dort nur noch Regenwasser vom Berg und auch dieser Stollen ist nicht öffentlich zugängig – so interessant der Abstieg in die Unterwelt auch sein mag.

Nicht ergiebig – das traf auch auf die vielen Stollen und Schächte in Münchehagen zu. Große Kohlevorkommen wurden dort nie gefunden, den professionellen Bergbau hielten die Vorkommen aber immerhin über rund 170 Jahre am Leben. Als sich dann bei der jüngsten Grabung am Erlengrund die Flöze als wesentlich weniger mächtig als erwartet herausstellten, war mit dem gewerbsmäßigen Bergbau in Münchehagen in den 1920er Jahren Schluss. Das einzige sichtbare Zeichen dieser Epoche im Dorf ist die Lore, die der – immer noch existierende – Bergmannsverein in der Langen Straße aufgestellt hat.

Die Folgen der Schließung trafen die Münchehäger hart, denn in den besten Zeiten des Bergbaus waren rund 120 Männer aus dem Dorf dort beschäftigt. Mit diesem Ende machten sie allerdings ein neues Kapitel in ihrer Dorfgeschichte auf: Um Arbeit zu finden zogen viele gen Niederlande, verdingten sich als Grasmäher und manche von ihnen zog es weiter bis zur Nordsee. An jener Stelle beginnt die Seefahrer-Geschichte Münchehagens.

Aus dieser Zeit ist der ehemalige Stollen Eingang, nahe Berghol, noch vorhanden. Ca. 5 Meter kann man noch in den Stollen hineingehen, danach ist er verschüttet.

Quellen und Nähere Infos unter www.rehburg-loccum.de

Zum Cache:

Hier handelt es sich um einen einfachen Tradi, der euch diesen Lost Place zeigen soll. Vor Ort ist auch noch ein weiterer, alter Cache zu finden, der aber nur bei Opencaching gelistet ist. Auch wenn hier im Wald die Koos stark schwanken, ist der Stolleneingang trotzdem gut zu finden. Parken könnt ihr direkt am Ortseingang von Berghol.

Das verlassene Haus und Grundstück auf der anderen Straßenseite bitte nicht betreten. Es ist zwar zzt. nicht bewohnt, soll aber demnächst renoviert und bewohnbar gemacht werden.

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Fgrva

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Bilder

ehemaliger Stolleneingang
ehemaliger Stolleneingang

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet Rehburger Berge (Info), Naturpark Steinhuder Meer (Info)

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gefunden Empfohlen 30. Januar 2021 Heimon hat den Geocache gefunden

Wunderbar, der fleissige Cacheverstecker hat auch für OC unsere Nr. 154 versteckt.

Bei Geocaching waren wir hier schon am 6.11.20.

Oh, wie toll! Ein schöner Tagesabschluss. Hier haben wir uns vor Jahren schon mal verlustiert😄. Danke fürs erneute Herlocken, den edlen Petling, das schöne Herbst- bzw. Winterbild auf dem listing.....mit blauem Gruß, Heimon

gefunden 07. November 2020 wimahe hat den Geocache gefunden

Der Ort kam uns bekannt vor. Danke für die ausführliche Infomation.
Liebe Grüße wimahe