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Rätselcache
Der unterirdische Klostergang zu Grymme

 Projektion, Suchbild und Nachtcache führen besonders mutige Primaner zum tief unter der Erde verborgenen Final.

von Pumuckel&Kuno     Deutschland > Sachsen > Muldentalkreis

N 51° 12.874' E 012° 44.483' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 4:00 h   Strecke: 5 km
 Versteckt am: 21. Oktober 2008
 Gelistet seit: 25. Oktober 2008
 Letzte Änderung: 01. Mai 2018
 Listing: https://opencaching.de/OC6C29
Auch gelistet auf: geocaching.com 

20 gefunden
1 nicht gefunden
4 Bemerkungen
4 Beobachter
1 Ignorierer
1506 Aufrufe
1 Logbild
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9 Empfehlungen

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Gefahren
Der Weg
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Zeitlich
Saisonbedingt
Benötigt Werkzeug
Benötigt Vorarbeit

Beschreibung   

Projektion, Suchbild und Nachtcache führen besonders mutige Primaner zum tief unter der Erde verborgenen Final. Calculire mit 1 Stund bei Tag zuzüglich 2 Stund bei Nacht. Durch den Grimmaer Bibelcache wurde ich darauf aufmerksam, daß Bruder Kuno in alten Klosterschriften auf die absonderliche Begehmheit vom Mönchskelche zu Grimma gestoßen ist:
Um 1280 kauften Zisterzienser-Nonnen das niedergegangene Landgut in Nimbschen und errichteten dort ihr Kloster.1287 gründeten Augustiner-Bettelmönche im damaligem "Grym" ihr Einsiedlerkloster. In dieser Zeit war Grimma ein zentraler Handelsknoten der gesamten Region am Schnittpunkt von Muldenflößerei und den Fernhandelsstraßen. Es entstanden die 3 großen Kirchen, Stadtmauer, das Schloß, viele Dörfer mit großen Rodungen, der hunderte Meter lange Tiefkellerstollen im Fels des Tempelberges und ( warum nicht ?! ) ein Verbindungsgang zwischen den beiden Klöstern.
Als 1523 Martin Luther eine seiner öfter wiederkehrenden Gastvorlesungen am Augustinerkloster hielt, überzeugte er mit seinen reformatorischen Ideen die Hälfte aller Mönche, die welche daraufhin das Kloster verließen.
In den folgenden 30 Jahren standen die alten Klostergemäuer zunehmend leer.Gleich nachdem der reformfreudige Landesherr Moritz von Sachsen den Thron erbte, beschlagnahmte er ab 1539 die Klöster und schenkte sie den Städten. Den Grimmaern war die Enteignung der letzten Mönche nicht so recht geheuer und die Stadt gab dieses Geschenk nach 10 Jahren zurück.
1550 beauftragte der Landesfürst den Kirchengelehrten Adam Siber mit dem Aufbau einer landessächsischen Eliteschule im ehemaligen Kloster. Aus dieser Zeit fand Kuno folgende Überlieferung:

 

Einige Jahre nach der Umgestaltung des alten Klosters zu einer gelehrten Schule ist dem damaligen Rector derelben, dem berühmten Philologen und neulateinischen Dichter Adam Siber hinterbracht worden, daß man auf jenem damals noch allgemein bekannten Gange, dessen Eingang verschlossen war, zuweilen des Nachts Stimmengewirr und Gesang vernehme. Er versammelte also die stärksten und ansehnlichsten seiner Primaner um sich – diese waren damals Männer mit Bärten und 25 – 30 Jahre alt, von etwas männlicherem Aussehen wie unsere heutigen Studenten – man versah sich mit scharf geschliffenen Schwertern und Fackeln, und so stieg man guten Muths in den geöffneten Gang hinab. Derselbe ging natürlich nicht geradeaus, sondern war wie alle derartigen Stollen in Krümmungen angelegt. Als man nun aber um die Ecke einer solchen Galerie gekommen war und das Licht der Fackeln von der eingeschlossenen Luft in seiner Helligkeit vielfach behindert ward, trat ihnen auf einmal auf einer Mauerblende ein eisgrauer, schwarz gekleideter Mönch entgegen, der sie fragte, was sie wollten, und der, als er sie auf ihre Antwort, sie wollten den Gang untersuchen, vergeblich zu Umkehr aufgefordert hatte, ebenso schnell verschwand, wie er gekommen war. Diese Erscheinung wiederholte sich, als sie wiederum um einer andere Ecke gekommen, nochmals. Die neugierigen Forscher ließen sich jedoch dadurch nicht abhalten, sie gingen immer weiter, trotz dem, daß ihre Fackeln fast zu erlöschen drohten. Da erblickten sie plötzlich vor sich eine Tafel, auf der große, angezündete Wachskerzen standen und um welche schwarzverhüllte Gestalten mit Todtengesichtern saßen. Von diesen erhob sich eine, wie es schien, ein alter Prior, und sprach: "Kehret augenblicklich um und lasset die Todten ruhen, sonst seid Ihr alle des Todes. Zum Andenken aber an das, was Ihr gesehen habt, nehmt hier diesen silbernen Becher und versprecht, uns in Ruhe zu lassen." Bei diesen worten verschwand er und die Tafel und ihre Beisitzer, die Fackeln verloschen, und die Wände des Ganges, den jene noch zu durchwandern hatten, stürzten zusammen. Bebend vor Schrecken eilten alle dem Eingange zu, und als man nach vielen Jahren den Gang abermals betreten wollte, war er verschüttet. Jener silberne, vergoldete Kelch, der mit schön gearbeiteten Figuren geziert ist und die Jahreszahl 1519 trägt, wird aber noch heute, wenn den Fürstenschülern das Abendmahl ausgespendet wird, gebraucht und führet den Namen "Mönchskelch".

Mönchskelch zu Grimma
Wer meint, ich hätte mir das nur ausgedacht, überzeuge sich hier:
ZENO.ORG
Heutzutage geht nun in Historikerkreisen das Gerücht um, Bruder Kuno gehe intensiv geheimen Hinweisen nach, doch noch erhaltene Relikte des unterirdischen Ganges zu finden. Auf meinen Brief antwortete er nur so:

 Wenn Sie mir eine profunde Schulbildung nachweisen können, wären Sie eines Besuches bei meinen Aucsgrabungen wohl würdig. Ziehen Sie also eine Luftlinie zwiscen Ein- und Ausgang des Ganges. Tragen Sie von Nimbschen aus den Goldenen Schnitt darauf ab. Erscheinen Sie vor Ort und suchen Sie den Roten Turm vom Suchbild. Am besten gelingt das weiter westlich, am Tor zum Verein der Seeleute am östlichen Ende der Mulden-Hängebrücke.

 Genau unter dem Turm zu sehen, am Ende eines teils verschutteten Uferpfades finden Sie meinen Suchstollen, den ich in den Fels zu treiben gedenke, Ihre Hilfe sei willkommen !

 Wenn ich nicht mehr da bin, hinterlasse ich eine Nachricht unter einem Stein (dasselbe findet man auch in einem anderen Mundloch, 80 m weiter südlich, 3 Meter hoch in einer Felswand).

 Salut - Bruder Kuno

 

 

 

 


Roter Turm, unten das Mundloch Luftbild

Falls Du den Roten Turm nicht finden kannst, gibt es nur hier bei opencaching einen alternativen Einstieg:
Daß auch der Tempelritterorden in Grimma Töpferstraße eine Niederlassung unterhielt, kann man am betreffenden Gebäude nachlesen. 570 Meter in 190° davon ist Kunos Mundloch, nur von Süden her zu erreichen.

Die Brücke, die auf das Mundloch folgt, hat Momentan keinen Reflektor, aber die Koordinaten des nächsten Reflektors stehen darunter. Die Koordinaten einer der folgenden Stationen stehen vorübergehend auch auf der Rückseite des Verkehrsschilds, welches dort eiserne Kutschen verbietet. Auch 3 Stationen weiter am Teich fehlt der Reflektor. Suche dort 10m südlich unter einer alten Bank. Der Klostergang selbst ist frei zugänglich und momentan ungetarnt.

Viel Spaß !

 

Wem die Mysterie-Aufgabe sowie das Nachtcachen nicht liegt, oder wenn es mit der Lösung arg klemmt: es gibt ab 29.4.2018 einen parallel zum Cache verlaufenden Munzee-Trail zum Klostergang !

Bilder

Der Original - Mönchskelch im hiesigen Museum
Der Original - Mönchskelch im hiesigen Museum
Suchbild Roter Turm + Mundloch
Suchbild Roter Turm + Mundloch
Luftbild
Luftbild

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): FFH-Gebiet Vereinigte Mulde und Muldeauen (Info), Landschaftsschutzgebiet Colditzer Forst (Info), Vogelschutzgebiet Vereinigte Mulde (Info)

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Logeinträge für Der unterirdische Klostergang zu Grymme    gefunden 20x nicht gefunden 1x Hinweis 4x

Hinweis 01. Mai 2018 Pumuckel&Kuno hat eine Bemerkung geschrieben

Wem die Mysterie-Aufgabe sowie das Nachtcachen nicht liegt, oder wenn es mit der Lösung arg klemmt: es gibt ab 29.4.2018 einen parallel zum Cache verlaufenden Munzee-Trail zum Klostergang !

gefunden Empfohlen 28. November 2016, 11:51 Valar.Morghulis hat den Geocache gefunden

Nach einwöchiger ärztlich verordneter Cacheabstinenz wollte ich heute meiner Sucht mal wieder stattgegeben und endlich den unterirdischen Klostergang zu Grymme zu Ende bringen. Den Tagteil hatte ich schon im Sommer absolviert, aber irgendetwas kam immer dazwischen, sodass das Fragezeichen in der Homezone weiter offen blieb.Vor ein paar Tagen wagte ich mich dann trotz Cacheverbot zu einem kleinen Spaziergang. Frische Luft ist ja bekanntlich gesund.
Das es dabei dunkel war und ich eine Laterne mit mir trug, wird hierbei natürlich nicht verraten.So konnte ich ganz nebenbei die zwei ersten Nachtcachestationen entdecken. Der Weg zum Final war mir im Finsteren dann doch noch nix und so wartete ich bis heute und konnte nun beim zweiten Tagteil auch diesem einen Besuch abstatten.Das war auch gut so, da man im Hellen hier viel besser rumschnarchen und alles begucken kann.
Das finale Döslein war natürlich fix entdeckt und beim Eintrag ins Logbuch war ich mucksmäuschenstill, damit ich ja keine Fledermaus aufwecke :-)... war natürlich nur Spaß. Hier gibt's nämlich gar keine :-P
Schlussendlich muss ich noch sagen, dass dies mein allererster Nachtcache war und wirklich großen Spaß gemacht hat.Hier wurde wieder mal durch Bruder Kuno eine tolle Story mit einer schönen Location verknüpft und deshalb gibt's bei GC-Vote die volle Punktzahl.
und ein Empfehlungssternchen.
Dankeschön für diese schöne Runde.

Valar.Morghulis
28. November 2016 # 345

Bilder für diesen Logeintrag:
Ist das der mysteriöse Gang? Ist das der mysteriöse Gang?

gefunden Der Cache ist in gutem oder akzeptablem Zustand. Empfohlen 22. September 2016, 19:40 Trüffelswine hat den Geocache gefunden

22.09.2016 - 19:40
Jawohl!!! Wieder ein "aller erste Sahne Cache". Aber der Reihe nach. Nach dem Lesen der viel versprechenden und spannenden Cache-Beschreibung war unsere Neugier geweckt. So eine spannende Geschichte lässt einen dann auch nicht wieder los.... Also wurden Texte und Bilder studiert (Irgendwann hab ich dann auch die unterschiedlichen Formen vom "S" begriffen...... ), es wurde gepeilt und vor etwa zwei Wochen ging es dann an den Tag-Teil. Nach einer kurzen Irrwanderung und als uns plötzlich eines der vier Elemente den Weg versperrte, fanden wir den richtigen Pfad und das südlicher gelegene Mundloch. Die nächste Station und der Start für den Nacht-Teil wurde rasch gefunden, aber der NC für später geplant. Heute war es dann soweit. Nach spontaner Entscheidung standen wir in der Dämmerung an der ersten NC-Station. Die neue LED-Taschenlampe hat ihren ersten Einsatz gut bestanden. Alle Stationen und das Final wurden gut gefunden. In Dunkelheit und Taschenlampenlicht ging es dann etwas dreckig, aber höchst zufrieden auf den Rückweg. Die bessere Hälfte hat sich wegen der Geräusche in der Dunkelheit etwas gegruselt und hat gemeint "NCs wären nichts für sie", aber zufrieden war sie denke ich auch und etwas dreckig.

Lieber Kuno, man muss sich nicht wundern wo die FP hin sind, wenn man Deine Caches macht . So viel tolle Geschichten und Orte, Respekt.

Herzlichen Dank dafür.

gefunden Empfohlen 25. Juni 2016 Die krasse Herde hat den Geocache gefunden

Hier sitzt gerade ein zufriedener Herdenvater, der mit breitem Lächeln im Gesicht diesen Found-Log in den Rechner hämmert. 
Schon lange hatten wir diesen Cache auf dem Schirm, aber immer haben wir ihn als zu komplex vor uns her geschoben (schließlich kennen wir den Owner... ).
Heute nun haben wir uns ein Herz gefasst und wollten versuchen, ihn anzufangen. Und wenn wir wenigsten den Einstieg zu Kunos Mundloch finden könnten, denn schon das schien uns etwas schwierig.
Also parkten wir am späten Nachmitttag den Herdenbus an günstiger Stelle und zogen los. Nach etwa 300 Metern kam schon die erste Überraschung: Die Steinfrau kam uns am Cafe Raffinesse entgegen! Also erst mal kleine Pause gemacht und etwas über den Cache gefachsimpelt. Viele Grüße an dieser Stelle! 
Dann ging es weiter, immer das ausgedruckte Listing und das GPS-Dingens im Blick.
In großem Bogen näherten wir uns dem Zielgebiet des Mundloches. Es war nicht einfach, die Vegetation gedeiht hier prächtig. Und kurz vorm Mundloch wird das Gelände auch etwas kompliziert, so dass sich der Herdenvater die letzten 50 Meter allein vortastete, um Bruder Kunos Nachricht zu lesen.
Der Rückweg in die Zivilisation wurde dann gewaltig abgekürzt, auch wenn ein paar Passanten recht verdattert guckten... 
Station 2 wurde gut gefunden (man muss nur richtig lesen ) und so ging es zügig weiter in Richtung des angekündigten Nacht-Teils.
Alles lief wie am Schnürchen, ohne hier auf weitere Einzelheiten einzugehen. Schließlich wollen wir nicht, dass uns wegen Spoilerns der Fluch der Mönche trifft.
Jedenfalls ist uns der Nacht-Teil auch bei Licht gelungen, zum Glück hatten wir aber eine Taschenlampe dabei, denn die braucht man trotzdem, sonst sucht man sich, zumindest an einer Station, dumm und dusslig!
So landeten wir glücklich am Final und konnten uns ins nigelnagelneue Logbuch eintragen.
Nach zweieinviertel Stunden saßen wir wieder, völlig verschwitzt aber glücklich, im Herdenbus.

Es war eine tolle Runde, die wieder viel Spaß gemacht und uns erstaunlich schnell doch zum Erfolg geführt hat.
Prädikat: Extrem empfehlenswert! 

Viele Grüße von der krassen Herde aus Kiba.

Hier vergeben wir 5 Sterne bei GCVote. 

Hinweis 12. November 2014 Pumuckel&Kuno hat eine Bemerkung geschrieben

Weil die Hängebrücke nach wie vor gesperrt ist und die Fähre im Winter nicht so oft übersetzt, gibt es an dieser Stelle hier einen alternativen Einstieg:
Daß auch der Tempelritterorden in Grimma eine Niederlassung unterhielt, kann man an der Nord-Ecke des betreffenden Gebäudes nachlesen. 570 Meter in 190° davon ist Kunos Mundloch, nur von Süden her zu erreichen.
Die letzten Stationen wurden etwas umgestaltet, die Baumfällarbeiten am Vor-Vorfinal sind immernoch im Gange. Man kann dieses Areal aber umgehen, indem man bei 51° 12.91 12° 43.465 parkt und über den Wegpunkt 51° 12.730 12° 43.650 zum Vor-vorfinal vordringt.