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Normaler Geocache
Der Kalkofen bei Maxen

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von silberphotographie.de     Deutschland > Sachsen > Sächsische Schweiz

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 50° 55.560' E 013° 48.972' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: mikro
Status: archiviert
 Versteckt am: 17. Juni 2012
 Gelistet seit: 18. Juni 2012
 Letzte Änderung: 01. Januar 2021
 Listing: https://opencaching.de/OCE5E2

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Der Weg
Zeitlich
Saisonbedingt

Beschreibung   

Rumfordöfen sind gewissermaßen Industriegeschichte pur: Mit Brennöfen dieser Bauart konnte erstmals industriell Branntkalk hergestellt werden. Charakteristisch sind bei diesen Hochöfen getrennte Brennkammern jeweils für Kalk und Brennstoff. Durch eine Trennung der Grundstoffe konnte hochwertigerer, insbesondere in der Bauindustrie benötigter, reiner Branntkalk hergestellt werden. Die Technologie wurde von Benjamin Thompson, Reichsgraf vom Rumford, zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelt.

Der Brennraum des Ofens wird mit dem im Bergwerk abgebrochenen Kalk von oben beschickt. Im oberen Teil des Brennraums wird der Kalk vorgewärmt. Die Isolierung der Hohlkammern des Vorwärmraumes vom Feuerungsraum erfolgt mit Kohlestaub. Der Feuerraum eines Rumfordofens ist seitlich mechanisch vom eigentlichen Brennraum getrennt, lediglich ein Querkanal verbindet diese beiden Schächte. Durch den Kanal dringt nun beim eigentlichen Brennprozess heiße Luft aus dem Feuerungsraum in den Brennraum. Dann geht es los: Kalziumkarbonat reagiert unter Wärmezufuhr zu Kalziumoxid und Kohlenstoffdioxid – Kalkstein wird also bei Temperaturen zwischen 900 und 1.200 Grad gewissermaßen in Kohlenstoffdioxid und in Branntkalk zerlegt; der Fachmann nennt es „Kalzinierung“. Unterhalb des Feuerungsraumes kühlt der sich im Brennraum befindende Kalk nun wieder ab, weil die Hitze aus dem Feuerungsraum (wie uns die Physik lehrt) nach oben strömt. Für die Sammlung der im Brennraum zwangsläufig anfallenden Asche gibt es wiederum unten einen separaten Schacht.

Der erste Rumfordofen wurde 1804 in Rüdersdorf bei Berlin erbaut – daher auch sein Zweitname „Rüdersdorfer Ofen“. In den darauffolgenden Jahren verbreitete sich die Rumfordsche Technologie des Kalkbrennens recht schnell in ganz Europa.
Im Rüdersdorfer Museumspark bei Berlin sollte man sich solche (und übrigens andere, deutlich moderne) Brennöfen unbedingt einmal ansehen. Aber: Warum so weit reisen, wenn man im Kalkofenmuseum Maxen (quasi um die Ecke) im Sommerhalbjahr den anderen Maxner Ofen von 1856 aufwendig restauriert, begehen und besteigen kann. Auf dem Kalkofen ist nämlich eine Aussichtsplattform; im Inneren kann man sich in einer Ausstellung über den Kalk- und Marmorabbau in und um Maxen, über das Kalkbrennen und über die berühmten Mineralien und Marmor (einfach mal eine Suchmaschine nach „Maxener Marmor“ befragen) aus dem Gebiet um das Müglitztal genauer informieren. Und wenn man schon mal dort ist, kann man sich noch die seit dem Jahr 2003 wieder eingerichtete Naturbühne ansehen und einen anderen Cache suchen.

Doch zurück zum Kalkofen an der Maxner Winterleite. Der Kalksteinbruch an der Winterleite ist der vermutlich älteste und größte in Maxen. Hier kann man außer dem Rumfordofen noch einige Überreste des Steinbruchbetriebes entdecken. Insbesondere sollte man in der Nähe des Ofens noch verweilen, um sich Stollenmundlöcher anzusehen; Kalk wurde hier unter Tage abgebaut.

Die im Devon entstandenen Kalkvorkommen erstrecken sich etwa von Maxen bis Berggießhübel. Während der ganzen Abbauzeit sollen allein um Maxen sieben Steinbrüche existiert haben. Kalkabbau in der Umgebung von Maxen soll erstmals 1546 von Agricola erwähnt worden sein. Die Gesteinssammlung des sächsischen Hofbildhauers Nosseni enthielt im Jahr 1587 Maxener Marmor – mit Sicherheit spielte das Maxener Kalkgestein erst ab dem Jahr 1713 eine Rolle für dekorative Zwecke; zumindest wurde durch die Familie von Schönberg um 1625 Maxener Kalkstein noch als solcher verkauft. August der Starke erwarb um 1710 in der Tat den nördlichen Maxener Marmorbruch von einem Bauern; der südliche Steinbruch gehörte der bereits erwähnten Familie von Schönberg; ferner wird noch ein Dresdner Bildhauer als Pächter eines weiteren Steinbruches genannt. Es ist davon auszugehen, dass nach 1780 in den Steinbrüchen und Bergwerken überwiegend Kalk abgebaut wurde. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden insgesamt vier Kalköfen in der Gegend betrieben, später wohl durch die Rittergutsbesitzer Serre. Bereits im Jahr 1890 wurden die meisten Maxener Steinbrüche bei der geologischen Landeskartierung als aufgelassen und verfallen erfasst; vereinzelter Kalkabbau soll noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgt sein.

Am alten Kalkofen an der Straße vom Müglitztal nach Maxen findet sich eine Tafel mit weiteren Erläuterungen, Skizzen und Photos. Damit die wenigen, immer weiter verfallenden Reste des Ofens heil bleiben, hilft das Spoilerbild bei der Suche nach dem Studium von Cachebeschreibung und Hinweistafel.

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Xyrvar Yrhgr züffra fvpu rgjnf fgerpxra.

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Bilder

Der Kalkofen an der Winterleite im Jahr 1929
Der Kalkofen an der Winterleite im Jahr 1929
Der Kalkofen an der Winterleite im Jahr 1950
Der Kalkofen an der Winterleite im Jahr 1950
Der Kalkofen an der Winterleite im Jahr 2006
Der Kalkofen an der Winterleite im Jahr 2006
Spoiler
Spoiler

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): FFH-Gebiet Müglitztal (Info), Landschaftsschutzgebiet Unteres Osterzgebirge (Info), Vogelschutzgebiet Osterzgebirgstäler (Info)

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Logeinträge für Der Kalkofen bei Maxen    gefunden 46x nicht gefunden 0x Hinweis 0x Wartung 2x

OC-Team archiviert 01. Januar 2021 mic@ hat den Geocache archiviert

Wie zuvor angekündigt erfolgt hier nun die Archivierung. Sollten sich später neue Aspekte ergeben, so kann dieses Listing durch den Owner selbständig über ein "kann gesucht werden"-Log reaktiviert werden.
Falls Hilfestellung gewünscht ist, dann einfach mich oder das Team kontaktieren.

mic@ (OC-Support)

OC-Team momentan nicht verfügbar Der Cache benötigt Wartung. 01. Dezember 2020 mic@ hat den Geocache deaktiviert

Den Logs auf geocaching.com (GC3NQWZ) zufolge ist der Cache nicht mehr vorhanden. Der Owner sollte hier dringend vor Ort erscheinen und die Lage überprüfen; bis dahin setze ich den Status auf "Momentan nicht verfügbar". Sobald der Cache vom Owner gewartet wurde, so kann dieses Listing durch ihn selbständig über ein "kann gesucht werden"-Log reaktiviert werden. Sollte innerhalb eines Monats (01.01.2021) keine Rückmeldung erfolgen, werde ich den Cache archivieren.
Bei Unklarheiten oder Fragen kannst du gerne mich oder das Team kontaktieren.

mic@ (OC-Support)

gefunden 19. Mai 2020, 11:17 dh5abc hat den Geocache gefunden

Auch diesen gefunden.... Danke!

gefunden 17. Mai 2020 Lu__Pa hat den Geocache gefunden

Zusammen mit DH_76 wurde heute auch dieser Ort besucht und das Versteck schnell gefunden.
Danke fürs verstecken und herlocken

gefunden 17. Mai 2020 DH_76 hat den Geocache gefunden

Ich veeabredete mich mit Lu__Pa bei den Kalköfen.

Die Dose konnten wir gut finden und loggen.

Danke für's Herführen und Zeigen der schönen Sehenswürdigkeit.