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Auer Mühlbach 5 - da wo alles endet...

von SaRa     Deutschland > Bayern > München, Kreisfreie Stadt

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 48° 08.345' E 011° 35.646' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: klein
Status: archiviert
 Versteckt am: 06. November 2005
 Gelistet seit: 29. Dezember 2005
 Letzte Änderung: 19. März 2012
 Listing: http://opencaching.de/OC13B8
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Der Auer Mühlbach ist ein von facettenreicher Historie schier triefendes Fleckchen. Aufgeteilt in einzelne Abschnitte laden wir euch ein diesen Münchner Stadtbach auf seine volle Länge zu erforschen. Die Einzelcaches sind unabhängig voneinander zu machen. Wenn ihr die Touren kombinieren möchtet, empfehlen wir euch die Caches in umgekehrter Reihenfolge zu suchen (also beginnend mit 5, 4, 3 etc.), weil dann auch die Laufrichtung durchgehend einheitlich ist.

Es lohnt sich wirklich für die Erkundung der Stadtteile etwas Zeit mitzubringen! Am einfachsten ist es, wenn ihr euch generell am Verlauf des Auer Mühlbaches orientiert, auch wenn dieser immer wieder mal kurzzeitig in den Untergrund verschwindet.

Es würde uns sehr freuen, wenn ihr mit dieser Serie ähnlichen Spaß hättet, wie wir bei den Stadtteilführungen, dem Wälzen der Geschichtsführer und den zahlreichen, wunderbaren und ausgedehnten Spaziergängen durch "unsere"  ;-) Viertel Giesing, Au und Haidhausen.

Auer Mühlbach 5 - da wo alles endet...

Der Startpunkt dieses Tourenabschnittes liegt am unspektakulären Auslass des Auer Mühlbaches. Hier bei N 48 08.345 E011 35.646 wird der Auer Mühlbach wieder in die Isar zurückgeleitet.

Maxwerk

Weiter zu: N 48 08.300 E011 35.623

Neben seiner technischen Raffinesse war das Maxwerk auch eine bauliche Besonderheit. In den Isarauen unterhalb des Maximilianeums gelegen sollte es den parkähnlichen Charakter seiner Umgebung möglichst nicht beeinträchtigen. Hierzu wurde nicht nur der Bau selbst kunstvoll im Stil eines barocken Garten- oder Jagdschlösschen ausgeführt, auch der zufließende Bach wäre schon eine zu große Beeinträchtigung dieser Landschaft gewesen: er wird in seinem letzten Abschnitt über 380 m hinweg unterirdisch in einer Betonröhre geführt. Stadtbäche galten in dieser Zeit nicht als landschaftlich wertvolle Gestaltungselemente, sondern als Energielieferanten und Entsorgungsadern.

Das ehemals noble Maxwerk ist heute mit "Kunst der Zeit" verziert ;-). Begebt euch zu diesem Graffiti, nur wenige Meter rechts davon findet ihr eine eiserne 4-stellige Zahlenkombination 2 1 _ _. Addiert bitte deren letzte beide Ziffern und notiert euch dies als A

Weiter geht es zu den Koordinaten N 48 08.122 E 011 35.479 auf den Isarsteg: hier solltet Ihr die Anzahl der hier angebrachten Zahnstangen notieren bevor ihr euch weiter auf den Weg macht zur Muffathalle. Summe = B

Der Weg führt uns an der Isar entlang Richtung Muffatwerk - aber nicht die schöne Isar sollte bei N 48 07.974 E 011 35.329 euren Blick fesseln - nein hier findet ihr auch zwei berühmte Münchner Unikate bildhaft verewigt - addiert die Anzahl der Buchstaben ihrer beiden Vornamen und notiert diese als C

Müllersches Volksbad

Kurz vor der Ludwigsbrücke, auf der so genannten "Kalkofeninsel" - auf der früher in mehreren Öfen geeignete Isarsteine zu Kalk gebrannt wurden - steht das "Müller'sche Volksbad", in dessen Fluten sich die Münchner Bürger erstmals am 10. Mai 1901 stürzen durften.

Die Entstehung des "Volksbads" verdankt München einer Stiftung des "Civilingenieurs" Johann Karl Bernhard Müller, der der Stadt im Januar 1894 seinen gesamten Münchner Immobilienbesitz - bestehend aus fünf Häusern im Wert von 1,5 Millionen Mark - schenkte, um vom Verkaufserlös ein Bad - "hauptsächlich für das unbemittelte Volk" - zu errichten. Bei der Wahl des Bauplatzes trug die Stadtgemeinde letztlich den Wünschen der Bevölkerung nach einem Standort in der Nähe der Arbeiterviertel Rechnung.

Durch seine architektonische Konzeption und der sorgfältigen Innenraumgestaltung wurde das Volksbad zum Vorbild des deutschen Bäderbaus nach 1900. Hier wurden in den Jahren 1898 bis 1901 übrigens satte 1,8 Millionen Goldmark verbaut. Zwei Stilrichtungen finden wir an diesem Gebäudekomplex: die Fassade des "Volksbades" war noch ganz dem "Historismus" verschrieben, die Innenausstattung jedoch bereits vom Jugendstil geprägt.

Auf eurem Weg Richtung N 48 07 946 E 011 35.360 passiert Ihr die Rückseite des Volksbades. Auf dem Dach trohnt ein Tier in einer goldenen Sonnenscheibe. Welches Tier ist es - Anzahl der Buchstaben = D

Bei den Koordinaten dann angekommen tanzen vor euch u.a. einfarbige (!) Marionetten - deren Anzahl ist E (ein dazu Hinweis: E ist durch 2 teilbar und mehr als eine Handvoll!)

Muffathalle

Bevor es eine öffentliche Brunnenversorgung gab, grub man in München private Brunnen. Die im 16. Jahrhundert einsetzende neue Wasserversorgung mit fließendem Wasser, setzte leistungsfähige mechanische Brunn- und Pumpwerke voraus. Und da die Quellen in der Nähe der Stadt nicht wesentlich höher lagen als das Versorgungsgebiet selbst, besaßen die Brunnwerke einen Wasserturm. Auf der rechten Isarseite gab es drei Brunnhäuser, mit deren Hilfe man Quellwasser in die Stadt München leiten konnte. Das Trinkwasser wurde in einen kupfernen Kessel im obersten Stockwerk des Wasserturms gedrückt, von diesem lief das Wasser in die aus hölzernen "Deicheln" bestehende Stadtleitung.

Das städtische und zugleich älteste Brunnhaus war das "Auf dem Isarberg". Es wurde anno 1555 erstmals genannt. Zweiunddreißig Jahre später kamen zwei weitere Brunnhäuser dazu, die Hofbrunnwerke am "Lilienberg" und im "Brunnthal". Wie wichtig diese Wassertürme für die Wasserversorgung Münchens und des Hofes waren, zeigt die Tatsache, dass Herzog Albrecht anno 1561 bestimmte, dass der Wasserturm und der Fahrweg auf dem Gasteig zur Stadt München gehören sollen.

Als das älteste Brunnhaus der Stadt den Anforderungen nicht mehr genügte, projektierte Franz Karl Muffat im Jahr 1833 ein völlig neues Werk. Das Wasser der verschiedenen Quellen lief in die "Brunnstube am Gasteigberg" und von dort in einem hölzernen Kanal in die Behälter der Saug- und Druckpumpen des "Brunnhauses auf der Kalkofeninsel". Ein unter dem Haus durchgeleiteter Seitenarm des Auer Mühlbachs trieb zwei Wasserräder an. Mit der Inbetriebnahme des neu erbauten "Brunnhauses auf der Kalkofeninsel" konnte das "Brunnhaus am Isarberg" anno 1837 aufgelassen werden. Das Brunnhaus wurde - zu Ehren der Brüder Muffat - (Karl August Muffat, ein königlich-bairischer Reichsarchivrat und Historiker (1804-1878) und Franz Karl Muffat) in "Muffatwerk" umbenannt. Nach der Inbetriebsetzung der neuen zentralen Wasserversorgung aus dem Taubenberggebirge wurde das "Muffatwerk" im Jahr 1883 außer Kraft gesetzt. Aus dem "Brunnhaus auf der Kalkofeninsel" entstand ab dem Jahr 1893 Münchens erstes städtisches Elektrizitätswerk, das zu einer High-Tech-Anlage des 19. Jahrhunderts werden sollte. Es war ein kombiniertes Dampf- und Wasserkraftwerk, damit bei geringem Wasserstand des Auer Mühlbachs oder bei Eisgang die gerade erst teuer installierte Straßenbeleuchtung nicht schon wieder ausging.

Im Jahr 1973 wurde das Muffatwerk aufgelassen. Seit dem 1. Juli 1993 wird die "Muffathalle" als Kultur-Projekt betrieben. Das Innere des einstigen Elektrizitätswerk ist zur multifunktionalen Veranstaltungshalle geworden.

Jetzt aber genug mit historischen Daten - damit könnt' ihr nun den Cache berechnen

Cache

N 48 07.C(D-A)8 E011 35.(E-3)(B-4)5

In dieser muggeligen Ecke zeigt sich wahres Können in einer möglichst unauffälligen Bergung, zwinker! Viel Spaß und allseits happy hunting SaRa - Sabine + Rainer

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

Qnf Svanyr oevatg qvr Reyrhpughat bqre jne'f hztrxrueg?!

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet Isarauen (mit ausführlicher Beschreibung der Schutzgebietsflächen zwischen der Stadtgrenze Oberföhring und dem St.-Quirin-Platz) (Info)

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Logeinträge für Auer Mühlbach 5 - da wo alles endet...    gefunden 50x nicht gefunden 5x Hinweis 5x

gefunden 21. Mai 2014 ice13-333 hat den Geocache gefunden

Nach dem KH war noch etwas Zeit bis zum Heimflug und so bin ich ein wenig spazieren gegangen und habe dabei auch diesen netten Multi eingesammelt.

(GC#5263 Gesamt#5289 OC#688)

gefunden 27. April 2014 MikeFoxtrot hat den Geocache gefunden

Mein Schatz und ich hatten diese Serie schon länger auf der Liste, heute war es dann soweit. Der Multi führt durch Orte in München, wo man sonst nicht so ohne weiteres hinkommt und zeigt die Großstadt München von einer ganz anderen Seite mit viel Natur. Dafür gibt's gerne einen Favoritenpunkt!

gefunden 15. Januar 2012 Eli&Kiki hat den Geocache gefunden

Das war unser erster Cache überhaupt. Der war echt toll. 

TFTC. Eli&Kiki

gefunden 03. Juli 2011 masada74 hat den Geocache gefunden

TFTC

gefunden 16. Mai 2011 ralphloewe hat den Geocache gefunden

Heute hab ich mir nach der Arbeit noch diesen erholsamen Cache
gegönnt. Hab sogar teilweise darauf verzichtet das GPS zu verwenden,
da es recht eingänglich war. Danke für die nette Runde am Nordende
des Auer Mühlbach. Der Cache war ein bisschen feucht, aber loggen
ging noch.
Bin schon gespannt auf die letzten beiden Auer-Mühlbach-Teile, welche
mir noch fehlen. Danke für die Dose!