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Rätselcache
Ein Eichhörnchen, ein Mohnfeld und rote Heringe

 Ein wohl etwas kniffeliger Mystery-Cache.

von dr_megavolt     Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Euskirchen

Achtung! Dieser Geocache ist „archiviert“! Es befindet sich kein Behälter an den angegebenen (oder zu ermittelnden) Koordinaten. Im Interesse des Ortes sollte von einer Suche unbedingt abgesehen werden!

N 50° 41.850' E 006° 37.290' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: archiviert
 Zeitaufwand: 72:00 h   Strecke: 1.0 km
 Versteckt am: 23. Juni 2005
 Gelistet seit: 03. Dezember 2005
 Letzte Änderung: 27. Februar 2012
 Listing: http://opencaching.de/OC10AE
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Beschreibung   

Mystery-Cache: Ein Eichhörnchen, ein Mohnfeld und rote Heringe

 

Ihr arbeitet für einen inländischen Nachrichtendienst. Euer Auftrag: Industriespionage verhindern, Täter enttarnen, Informationen sicherstellen, bevor sie in falsche Hände geraten. Seit Jahren seid ihr hinter einem Mann her, genannt „The Squirrel“, das Eichhörnchen. Ein harmlos klingender Name für einen skrupellosen und gefährlichen, international agierenden Topspion, den Kopf eines Netzwerkes, dessen Geschäftsfeld die Industriespionage ist – Erfindungen und Entwicklungen, besonders solche der Militär- und Kommunikationstechnik, ausspähen, Prototypen dokumentieren oder entwenden. Die Erkenntnisse werden dann meistbietend verkauft: an Russland, China, USA, Staaten der EU, Südafrika, Staaten des Nahen Ostens, und viele andere. Nicht verwunderlich, daß an diesem Mann viele interessiert sind.

Viel wisst ihr jedoch nicht von ihm. Gebürtiger Grieche, wohl Jahrgang 1959, sehr gebildet, spricht mehrere Sprachen fließend, seine Spezialität ist das chamäleonartige Auftreten unter einer Unmenge von Identitäten, so als Waldemar Buchwald, Stefano Emilio Ganoz, Dimitri Karasimov, Leon de Frutos, um nur wenige zu nennen. 

Kürzlich wart ihr schon sehr nah dran: durch den Tipp eines befreundeten Nachrichtendienstes wusstet ihr von einem geplanten Deal, bei dem der Prototyp und die Konstruktionszeichnungen einer Top-Secret-Entwicklung einer ausländischen Rüstungsfirma an einen Interessenten aus einem dritten Land übergeben werden sollten. Der Deal sollte hier in Köln, direkt vor eurer Nase, über die Bühne gehen, und ihr wolltet zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: die auch für euch interessante Information sicherstellen und Squirrel selbst ausschalten. Am 17.02.2005 landete eine Maschine der South African Airways aus Kapstadt kommend auf dem Flughafen Köln/Bonn. Ihr konntet Squirrel trotz Benutzung eines seiner vielen Aliasnamen und einer geschickten Tarnung observieren und wusstet daher, in welcher Absteige in Köln/Porz er übernachtet.

Am nächsten Morgen wart ihr ihm dicht auf den Fersen, als er das Hotel verließ. Dummerweise ist er euch wenig später in der Menschenmenge zwischen Dom und Hauptbahnhof verloren gegangen. Ihr dachtet erst, er wäre euch entwischt. Hatte er seinen Deal schon durchgezogen, war er über alle Berge? Ihr konntet euer Glück kaum fassen, als er abends doch wieder in seinem Hotel auftauchte. Eigentlich hättet ihr ja auch gerne seinen Interessenten festgenommen. Aber um eine erneute peinliche Panne zu vermeiden und wenigstens Squirrel zu verhaften, habt ihr euch zum nächtlichen Zugriff entschlossen. Als die um Amtshilfe gebetene Polizei das Hotelzimmer stürmte und ihr das Zimmer betratet, war eure Enttäuschung groß: er muß euch im letzten Moment entwischt sein. Das Bett war noch warm, im Bad stand ein Fenster weit offen, die reinkommende kalte Februarluft hatte die Temperatur im Raum noch nicht merklich abgesenkt. Euer Posten auf der Straße hat natürlich nichts gemerkt, weil gepennt – wenn man nicht alles selbst macht.

Wenigstens konntet ihr nun das Zimmer gründlich auf den Kopf stellen. Viel war jedoch nicht zu finden: im Bad die üblichen Hygieneartikel, Zahnbürste, Zahnpasta, zwei schlappe Kontaktlinsen im Behälter, und eigenartigerweise ein Fläschen weißer Nagellack. In einer Schublade im Schlafzimmer, in einer aktuellen Ausgabe des SPIEGEL, eine gebrannte CD-Rom, die ihr direkt in eurem Notebook überprüft habt: auf der CD nur eine einzige Datei, das verfremdete Digitalfoto eines Mohnfeldes. Neben dem SPIEGEL eine schwere, manuelle russische Schmalfilmkamera, ohne Film, ein dazu passender Rotfilter. Ganz hinten in der Schublade, ihr hättet es fast übersehen, eine Notebook-Festplatte. Beim Herausnehmen klapperte sie verdächtig, war sie überhaupt funktionsfähig? Euer Informatikfachmann hat es später bestätigt: nicht nur defekt, sondern auch gründlichst formatiert. Nicht weniger rätselhaft das letzte Objekt der Schublade: eine einzelne Walnuss.

Viel gab das alles nicht her. Eure gerade noch heiße Spur war ziemlich kalt, eiskalt sozusagen. 

Ihr wolltet schon aufgeben. Einige Tage später, etwa 50 km weiter westlich, ein Geschehen, das retrospektiv betrachtet, mit eurem Fall zu tun hat. Gegen Mitternacht des 21. Februar bemerkte der patrouillierende Werkschutz einen schwachen Lichtschein in einem der hohen Fenster der alten Indener Papierfabrik, die auf dem RWE-Betriebsgelände des Tagebaus Inden liegt. Zunächst annehmend, es seien möglicherweise Jugendliche aus der nächsten Ortschaft, die einer okkulten Feierlichkeit frönen, beschloss er, über Funk der Zentrale Bescheid zu sagen und der Sache auf den Grund zu gehen. Noch etwa 100 m entfernt, schon mit Blick auf den Hof der Fabrik, sah er mehrere Personen eilig eine dunkle Limousine besteigen, die dann mit, soweit es die Straßenverhältnisse zuließen, hohem Tempo davonfuhr. Eine Verfolgung war sinnlos, die Überprüfung der Fabrik erschien ihm vordringlicher. Er parkte seinen Geländewagen auf dem Hof und betrat die alte Fabrikhalle durch eine frisch aufgebrochene Seitentür. In der Mitte des Raumes stand eine flackernde Petroleumlaterne und erhellte ein bizarres Ensemble: ein großes 200 l-Faß, mit einer Kennzeichnung, die nichts gutes erahnen ließ; daneben ein alter Holzschemel mit abblätternder, türkiser Farbe. Vor dem Schemel ein Paar teure italienische Designerschuhe mit zwei schwarzen Socken. Auf dem Schemel zwei weitere Gegenstände: ein GPS-Gerät, und wieder eine einzelne Walnuss.

Der Werkschutz informierte die Polizei, und nach und nach füllte sich die Halle: Dorfpolizei, mehr Werkschutz, Feuerwehr mit Notarzt (völlig sinnlos eigentlich, mehr als in das Fass gucken und einmal umrühren konnte er auch nicht), Kriminalpolizei aus Aachen, Rechtsmedizin aus Köln.

Wann wurdet ihr informiert? Vor 10 Tagen, knapp 4 Monate später. Die aktuelle Faktenlage? Hier: 

  • Im Fass war Säure, im Bodensatz etwas undefinierbares organisches Material, sonst nichts mehr.
  • Die italienischen Designerschuhe gehörten Squirrel (PCR-Abgleich mit der Zahnbürste aus dem Hotelzimmer).
  • Die flüchtende Limousine wurde trotz Fahndung nicht gefunden. 3 Wochen später wurde ein belgischer Förster in der Nähe der Grenze von Spaziergängern auf eine völlig ausgebrannte Limousine auf einem entlegenen Waldweg aufmerksam gemacht. Möglicherweise handelte es sich um den Wagen aus der Papierfabrik. Spuren waren jedenfalls keine mehr nachweisbar.

Eure Spuren bis dato liegen vor euch auf dem Schreibtisch:

  • Zwei Walnüsse. Beide wurden selbstverständlich geöffnet, aber statt eines Mikrofilmes, eines Chips oder sonst etwas waren einfach nur verschrumpelte Walnüsse drin (s. Foto).
  • Eine Flasche weißer Nagellack (genauer: Unterlack), Bezeichnung „colours FOR YOU“ (s. Foto).
  • Eine defekte IBM-Festplatte für Notebook (s. Foto).
  • Eine voll mechanische Schmalfilmkamera Marke Zenit Quarz-Zoom DS8-3, für Doppel-Super8-Film, heute kaum noch erhältlich, mit passendem Rotfilter, Baujahr 1973, wie man der Seriennummer 733815 entnehmen kann. Die Kamera wurde komplett demontiert, aber negativ (Foto).
  • Eine unbeschriftete CD-Rom mit einer jpg-Bilddatei (1.jpg). Sie zeigt ein farblich verfremdetes Bild eines Mohnfeldes, vermutlich im Juni letzten Jahres (2004) aufgenommen.
  • Ein GPS-Gerät der Marke Magellan Sportrak, personalisiert auf eines der vielen Aliasse, die Squirrel benutzte (s. Foto). Der Speicher war sonst leer. Die nur noch zu zwei Dritteln vollen Batterien könnten darauf hindeuten, daß es benutzt worden ist, um irgendwo im Kölner Umland den Prototypen zu verstecken, als er merkte, daß es eng für ihn wird.

Wie weit seid ihr bisher gekommen? Auf dem Gelände der Papierfabrik fanden sich sonst keine Spuren, dort hat der Erkennungsdienst jeden Quadratzentimeter untersucht. Erneute Suche dort sinnlos. Das Mohnfeld habt ihr bisher nicht gefunden. Die Aufnahme war für eine eindeutige Zuordnung zu verfremdet. 

Nun euer Auftrag: könnten diese Spuren auf ein bestimmtes Versteck hinweisen? Analysiert alle Fakten und findet den Standort!

 

 

 Hints und Tipps:

  • es gibt nur eine eindeutige Lösung!
  • für die Analyse besucht bitte http://members.fortunecity.de/drmegavolt, dort alle notwendigen Fotos in höherer Auflösung (maximale Bild- bzw. Dateigröße hier zu klein).
  • abends eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang kommen!
  • ev. Gartenhandschuhe mitbringen.
  • ich rate ab, den Cache bei Schneedecke zu besuchen!

Der Cache ist ein 2 l Vorratsbehälter. Erstfüllung: Logbuch mit zwei Kugelschreibern (bitte nicht mitnehmen); 2 Citronella-Teelichter, Holzmarienkäfer, Postkarte mit Fröschlein drauf, Leer-CD, DVD Herr der Ringe – Die Gefährten.

 

Die letzten 150 m zum Cache sind bestenfalls mountainbiketauglich, auf keinem Fall kinderwagentauglich. Bitte auf Muggels achten, bitte deshalb nicht mit dem Auto bis kurz vorher fahren, man FÄLLT DORT SONST AUF! Für die nachfolgenden Cacher wäre es ganz nett, wenn hundeartige Teammitglieder den unübersichtlichen Weg nur zum Laufen benutzen würden.

Eine Bitte: um es für die nachfolgenden Teams nicht zum 5 min Drive-in-cache zu machen, bitte nicht den Lösungsweg oder Hinweise darauf in den Logs posten. Danke. Zuwiderhandelnde mögen vor Ort vom Blitz getroffen werden.

 

 

Verschlüsselter Hinweis   Entschlüsseln

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svaqra! Qvr gngfäpuyvpura Xbbeqvangra retrora fvpu anpu Yöfra qrf
Eägfryf (Grkg haq qnmhtruöevtr Ovyqre). Ovggr qvr Ovyqre qre Jrofvgr uggc://zrzoref.sbegharpvgl.qr/qezrtnibyg orahgmra!

Vs lbh jvfu na Ratyvfu
qrfpevcgvba, pbagnpg zr.

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Bilder

Papierfabrik Inden
Papierfabrik Inden

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in einem Naturschutzgebiet. Bitte verhalte dich entsprechend umsichtig! (Info)
Naturschutzgebiet NSG Fuessenicher See (Info)

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Naturpark Naturpark Rheinland (Info)

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Logeinträge für Ein Eichhörnchen, ein Mohnfeld und rote Heringe    gefunden 7x nicht gefunden 0x Hinweis 1x

Hinweis 14. Januar 2012 mic@ hat eine Bemerkung geschrieben

Dieser Cache ist auf geocaching.com archiviert und hier nicht mit dem Attribut "OC only" versehen. Das letzte Funddatum liegt lange zurück und die Logs bei geocaching.com lassen darauf schließen, das der Cache nicht mehr existiert. Aus diesem Grunde archiviere ich ihn auch hier. Sollten sich später neue Aspekte ergeben und der Cache wieder aktiviert werden, so kann dies durch den Owner selbstständig über die Funktion "Cache bearbeiten" erfolgen.

mic@ (OC-Guide)

gefunden 31. Mai 2008 mazzy hat den Geocache gefunden

Schneller Drive-in-Cache!

Schön wär's gewesen, war es aber nicht so ganz.
Vor ca. 3 Jahren haben wir uns die Cache-Beschreibung ausgedruckt und natürlich auch versucht, die Heringe zu übersehen und die richtige Spur zu finden. Aber leider ließ sich das Rätsel nicht so einfach lösen. Ansätze waren da und hätten "nur" der konsequenten Verfolgung bedurft. Es kamen andere Caches die gefunden werden mußten und Squirrel verschwand wieder für einige Zeit in der to-do-Schublade. Alle paar Monate fiel uns dann das Listing in die Hände und das Nachdenken über den richtigen Weg begann wieder von vorne.
Irgendwann im Mai beschlossen wir dann aufgrund diverser Logs, uns die eventuell möglichen Örtlichkeiten anzusehen. Und tatsächlich kamen wir der Sache doch ziemlich nahe. Aber eben nicht genau genug. Zuerst dachten wir an ein technisches Problem, aber erst mit kleinen Schubsern konnten diese Vermutungen ausgeräumt werden und so war es dann heute endlich soweit. Nach einem guten Frühstück, Rezept siehe hier: (visit link)
habe ich meinen DB4 gestartet und bin zum Cache gefahren.
Dort angekommen, ließ sich Dieser dann auch sehr gut finden.
Der Cache ist in gutem Zustand und die Örtlichkeit ist zur Zeit auch sehenswert. Leider war heute keine Sonne zu sehen, dafür leuchtete aber der Mohn in sattem Rot.

in: Earth-Day-2008-Pin, Oak-$-Münze
out: Kartenspiel-Engel-Teufel

Abgesehen von Enigma #1, hat uns kein Cache so sehr beschäftigt wie dieser. Er hat uns viel Kopfzerbrechen beschert, manche Flüche entlockt, aber auch die Erkenntnis des Wesentlichen und auch jede Menge schöner Aussichten.
Vieles ist nicht so wie es scheint, aber manches eben doch!

Vielen Dank für die tolle Story, das klasse Rätsel, das schöne Versteck und natürlich die nicht ganz unwesentliche Hilfe!

mazzy

Bilder für diesen Logeintrag:
Rote Heringe?Rote Heringe?
Drive-inDrive-in

gefunden 19. April 2006 bärti hat den Geocache gefunden

Die Ermittlungen waren schon vor einiger Zeit abgeschlossen und somit war auch der Ort klar. Aber welch eine Überraschung, er lag um einiges außerhalb meines "Zuständigkeitsbereiches". Was sollte ich nur machen? Ich habe den Fall weiter beobachtet und habe erst heute in Verbindung mit einer historischen Fortbildungsmassnahme zugeschlagen. Der Fall ist für mich abgeschlossen [:D].

In: Warnweste (neu)
Out: Lego

Vielen Dank für die tolle Story in Verbindung mit dem Cache
Stephan (bärti)
#277

gefunden 29. März 2006 Diefinder hat den Geocache gefunden

Ich muss gestehen, hier wäre ich ohne Rolands Spaß am Rätselraten nie hingekommen[:I]. Dafür habe ich aber für den Transport bis in den Nahbereich gesorgt und auch den Cache gefunden. Das nennt man dann "Arbeitsteilung"[;)]

No trade

Es danken und grüßen Diefinder, Jochen mit Freunden unterwegs.

gefunden 29. März 2006 roli_29 hat den Geocache gefunden

Schon vor einiger Zeit hatte ich das Rätsel gelöst. Heute ergab sich endlich eine Gelegenheit dem Cache einen Besuch abzustatten.

Danke für den Cache und die vielen Rätselstunden!

Gruß Roland