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Virtueller Geocache
Emser Quellensattel

 Die Heil- und Thermalquellen von Bad Ems (Teil 1)

von cacher.ella73     Deutschland > Rheinland-Pfalz > Rhein-Lahn-Kreis

N 50° 19.815' E 007° 43.754' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 27. September 2016
 Veröffentlicht am: 27. September 2016
 Letzte Änderung: 03. Oktober 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC127D4

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Beschreibung   

Naturecaching  [natürlich cachen]

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Die Bad Emser Heilquellen (Teil 1)

 

Lage und Entstehung:

Bad Ems befindet sich zwischen zwei Mittelgebirgen, dem Taunus und dem Westerwald.
Geologisch gehört das Gebiet mit seinen wechselnden Schichten von Quarzit, Sandstein, sandigem Schiefer und Tonschiefer zum rheinischen Unterdevon. Zu seinen Bodenschätzen zählen natürlich auch die vielen Heilquellen.   

Das der Kurort reich an Quellen ist kann man heute noch sehr schön an den Luftblasen beobachten, die an der Oberfläche der Lahn zum Vorschein kommen, denn sogar hier sprudeln die Heilquellen hervor - wie man an folgendem Foto gut erkennen kann.


Ursprünglich traten sie, auf den feuchten Wiesen, in Quelltümpeln im Bereich des heutigen Kurhauses zutage. Dazu muss man sich vorstellen, dass das Lahnufer im Mittelalter etwa auf dem Niveau der heutigen Römerstraße verlief. Die Römerquelle lag damals tatsächlich noch im Fluss.

Im 16. - 20. JHD  wurden im Zuge von Bauarbeiten viele neue Quellen entdeckt. 1887 konnte man sogar 29 davon zählen. Viele sind wieder verschüttet oder versiegt, einige wurden in Neufassungen zusammengeführt, andere wiederum wurden erbohrt.

 

                                                       Abb. Quellensattel nach Herbst-Müller

Im heutigen Bad Ems umfasst das Quellengebiet auf der rechten Seite der Lahn den Platz des Kurhauses, den Fuß von Klopp und Bäderlei, das anstoßende Flussbett bis zur linken Lahnseite einschl. ehemalige Römerbad (heute Sitz des statistischen Landesamtes) und dem Quellenturm. (siehe Plakette an den Listingkoordinaten)


Geologisch gesehen:

Die Hauptquellen sind an der Stelle zu finden, an der sich die Lahn am tiefsten in den Emsquarzit des Quellensattels eingeschnitten hat. Quarzit ist durch seine Beschaffenheit (wasserlösliche Bestandteile) und seine Klüftung besonders günstig für Gas- und Wasseransammlungen und die damit verbundene Bildung von Mineralquellen. Durch die Spalten dringt das Regenwasser bis zu 1500 m tief in die Erde ein und sättigt sich dort mit Kohlensäure. Verantwortlich für den Kohlesäuregehalt im Erdinneren ist  die rege Vulkantätigkeit im Tertiär. Durch die Anreicherung mit Kohlensäure kann das Wasser die mineralischen Bestandteile effizienter lösen als reines Wasser.

Aber wie gelangt es nun als artesische Quelle ans Tageslicht zurück?

Nun, dieses mit Kohlensäure gesättigte Wasser gerät unter hohem Druck und steigt dann zwischen den Tonschichten auf. Dieser Druck entsteht, weil sich das Grundwasser zwischen zwei wasserundurchlässigen, vertikal verlaufenden Erdschichten eingelagert hat und dort unter Spannung gerät. Durch Spalten steigt Grundwasser nach oben. Der Druck sorgt für ein fontänenartiges Austreten (- wie es  z. B. beim Robert-Kampe-Sprudel gut zu sehen ist).

 
                                This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic Artesian_Well.png: Andrew Dunn / derivative work: Mstroeck

 

Ob das Wasser als natürliche Thermalquelle an die Oberfläche gelangt, ist im Wesentlichen vom hydrostatischen Druck und dem Gasgehalt abhängig. Wenn diese Voraussetzungen nicht gegeben sind und das Wasser nicht von allein ans Tageslicht durchdringen kann, werden häufig künstliche Brunnen - bzw. Bohr- und Förderanlagen angelegt.  (siehe Emser Bohrturm)

Merke: Die Stärke des hydrostatischen Druckes des Lahnwassers ist also ausschlaggebend auf die Ergiebigkeit der Emser Heilquellen.

Später wurde die Ergiebigkeit durch den nahgelegenen Bergbau im westlichen Stadtteil gemindert. Es kam zu einer beeinträchtigen Schädigung der Quellen. Das Heilwasser drohte durch den Tiefbaubetrieb mehr und mehr zu versiegen. (Es entstand der sogenannte „Quellenstreit“ zwischen den Betreibern der Bad Emser Erzgruben und der staatlichen Bäderverwaltung.) Erst 1945, als durch Kriegseinwirkung der Bergbau stoppen musste und daraufhin die Gruben wieder überflutet wurden, begannen die Quellen wieder intensiver zu sprudeln.


Um diesen Earthcache zu loggen musst du folgende Aufgaben erfüllen und die Fragen dazu beantworten:

 

a) Finde den Ort, an dem die Heilquellen im Lahnwasser zu sehen sind und nenne die Koordinaten! 

Außerdem erkläre mir, warum die Luftblasen ausgerechnet hier zutage treten. Was denkst du?

 

b) Welche der hier abgebildeten drei Brunnen kann das heißeste Quellwasser aufweisen?

Erkläre warum deiner Meinung nach genau diese Quelle die heißeste ist.

1) Römerquelle    

Schon die Römer kannten und schätzten die Heilkraft der Emser Thermalquellen. Das Heilwasser in dem hübschen Rundtempel am Fluss kann man an auf olfaktorische Weise schon von Weitem bemerken. Die Mineralien der Quelle fördert die Verdauung - was dem Römer nach einem deftigen Gelage wohl zu Gute kam.  

 

2) Robert-Kampe-Sprudel

Die Fontäne kann sogar - nur mit natürlichem Druck - 8 Meter hoch sprudeln. Durch eine unterirdische Leitung wird auch die Emser Therme mit Thermalwasser des Robert-Kampe-Sprudels versorgt. 

3) Bohrung III  *39,3°C

Der Haustrunk von Bad Ems, viele Einheimische füllen sich hier ihre Flaschen für den Hausgebrauch ab. 

*) Die °C Angabe findest du außer beim Haustrunk auf den Tafeln an den Brunnen.  Achtung im Winter sind zwei der Brunnen verschlossen, aber die Schilder sind von außen sichtbar. (evtl. Sehhilfe mitbringen)

Optional: Messe an einer Quelle deiner Wahl die Temperatur des Wassers (Du brauchst einen Becher oder ähnliches und ein Thermometer) und nenne mir das Ergebnis.

 

Beantworte die Fragen und schicke die korrekten Antworten per e-mail an mein Profil. (Nicht im Log!) Wenn ihr mir die Antworten geschickt habt, braucht ihr nicht erst auf eine Bestätigung zu warten, sondern dürft direkt loggen. Ich melde mich, wenn etwas nicht stimmen sollte.


 

Fotos sind gern gesehen!

 

 

 

 

Hinweis: Die optionale Frage ist im Winter (bei Frost) nicht zu beantworten. Während der Sommermonate würde ich mich aber über eine Beantwortung dieser Frage sehr freuen. Lächelnd

 

Quellen: Verein für Geschichte, Denkmal- und Landschaftspflege e.V., Bad Ems / Geschichte der Stadt Bad Ems von Hans-Jürgen Sarholz

 

Zusätzliche Wegpunkte   andere Koordinatensysteme

Parkplatz
N 50° 19.633'
E 007° 43.876'
kostenlos
Station oder Referenzpunkt
N 50° 19.662'
E 007° 43.849'
Bohrung III und Marmorwanne
Station oder Referenzpunkt
N 50° 19.823'
E 007° 43.764'
Robert-Kampe-Sprudel
Station oder Referenzpunkt
N 50° 19.814'
E 007° 43.719'
Römerquelle
interessanter Ort
N 50° 19.829'
E 007° 43.708'
Brunnenhalle (Emser Kränchen)
Info Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.

Bilder

Plakette (Listingkoordinate)
Plakette (Listingkoordinate)

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Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Naturpark Nassau (Info)

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  Neue Koordinaten:  N 50° 19.815' E 007° 43.754'

kann gesucht werden 02. Oktober 2016 cacher.ella73 hat den Geocache gewartet

Da das Thema Mineralquelle einweitgehend hydrologisches und physikalisches ist, wird der Earthcache jetzt ein OConly. 

momentan nicht verfügbar 30. September 2016 cacher.ella73 hat den Geocache deaktiviert

Wird so auf GC nicht freigeschaltet... muss das Listing überarbeiten oder hier als OConly einstellen...

  Ursprüngliche Koordinaten:  N 50° 20.***' E 007° 44.***'