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Virtueller Geocache
Piscina naturale / Natural pool / Naturpool

von Mr. & Mrs. Marple     Italien > centro (i) > Siena

N 43° 26.147' E 011° 24.538' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 0:20 h   Strecke: 0.4 km
 Versteckt am: 12. September 2016
 Veröffentlicht am: 12. September 2016
 Letzte Änderung: 19. September 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC132DA
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Naturpool

Überall auf der Welt findet man natürliche Schwimmbecken, die in ihren Formen vielseitiger nicht sein könnten.

Naturpools entstehen auf vielfältige Art und Weise:

1) Auf Vulkaninseln erstarrt Gestein in Mulden und formt natürliche Barrieren, in denen sich Meerwasser bei Flut sammelt. Solche sogenannten Gezeitentümpel sind perfekte, geschützte Bademöglichkeiten. Gezeitentümpel ist zu eigen, dass sie keinen dauernden Zufluss vom freien Meer (Frischwasser) aufweisen.

Die Gezeitentümpel, die im unteren bis mittleren Eulitoral liegen, werden bei Flut meist regelmäßig mit Frischwasser versorgt. Die Rockpools des oberen Eulitorals bis zur Grenze zwischen oberem Supralitoral und terrestrischer Zone dagegen erhalten nur über Spritzwasser, Sprühwasser der Brandung, bei Sturmbedingungen oder durch Niederschlag Frischwasser.

Die Lage der Gezeitentümpel bewirkt eine fortschreitende Austrocknung durch Sonne und Wind und die damit verbundene Zunahme der Salinität im Pool. Wenn auch die Gefahr einer vollständigen Austrocknung hier nicht so groß ist, so wird aber zumindest die Temperatur im Gezeitentümpel bei längerer Sonneneinstrahlung im Vergleich zu der im offenen Meer deutlich ansteigen.

Die wichtigsten abiotischen Umwelteinflüsse für Rockpools und Gezeitentümpel sind somit:

· Sonneneinstrahlung

· Wind

· Niederschlag

· Kontakt zu Frischwasser

Letzterer Punkt ist dabei abhängig von der Höhe des Tümpels oder Pools über dem Meer (HüM), sowie von seinem Abstand zum Meer. Der Niederschlag spielt eine wichtige Rolle, da durch das Süßwasser des Regens (Sal 0,5 ‰) Rockpools oder Gezeitentümpel ausgesüßt werden können. Zum Teil vermag das Süßwasser infolge geringerer Dichte über dem dichteren Salzwasser eine einigermaßen einheitliche Schicht geringerer Salinität zu bilden.

Bildergebnis für garachico bilder Garachico , Teneriffa

2) Auch durch Erosion bilden sich Pools: Wenn sich Flüsse durch unterschiedlich feste Gesteinsschichten fressen, können Wasserfälle entstehen, welche wiederum über lange Zeit Wasserbassins ausspülen. Diese Bassins nennt man auch Tosbecken. Sie sind Auffangbecken für das abfließende Wasser.

Ein Wasserfall ist ein Abschnitt eines Fließgewässers, an dem die Strömung, bedingt durch die Formung des Gesteinsuntergrundes, mindestens teilweise in freien Fall übergeht.

In der Vielfalt der Formen ist der klassische freie, senkrechte Absturz eher die Ausnahme. Meistens befinden sich gleitende Abschnitte in der Fallstrecke, die oft durch Bildung von Gumpen in stufige Absätze umgeformt werden. Je nach Steilheit der Talstufe können daraus treppenartige Kaskaden oder weitständige Abfolgen mehrerer Wasserfälle entstehen.

Bei Wasserfällen lassen sich verschiedene Abschnitte unterscheiden:

· Beginn der Fallstrecke: möglicher Übergangsbereich zum eigentlichen Wasserfall (vgl. Stromschnelle)

· Kopfzone: Bereich des Wasserfalls oberhalb der Fallzone, wo das Gewässer vom Fließen über das Schießen ins Fallen übergeht

· Fallkante: mögliche klar definierbare Stelle in der Kopfzone des Wasserfalls, wo das Gewässer vom Fließen unmittelbar ins Fallen wechselt

· Fallzone: Bereich des Wasserfalls zwischen der Kopf- und der Prallzone, wo das Wasser entweder frei, kaskadenartig oder schießend (gleitend) fällt

· Prallzone: Bereich des Wasserfalls unterhalb der Fallzone, wo das fallende, schießende oder zerstäubte Wasser aufprallt und sich wieder zu einem Gewässer sammelt (Merkmale: Nässe oder hohe Feuchtigkeit, eingeschränkte Vegetation)

· Gumpe: meist vorhandenes Tosbecken in der Prallzone des Wasserfalls mit starker Tiefenerosion

· Auslauf der Fallstrecke – möglicher Übergangsbereich zum normalen Wasserlauf, stromschnellenartig mit Auskolkungen.

Entstehung und Typen

Generell hat ein Fließgewässer die Tendenz, durch rückschreitende Erosion und durch seine Schleppfracht (Transport von Sand, Kies usw.) Gefällebrüche abzuschwächen und ein ausgeglichenes Längsprofil auszubilden. Diese Tendenz steht der Bildung von Wasserfällen entgegen, so dass sich Fallstufen nur bei besonderen Gegebenheiten bilden und erhalten. Es lassen sich zwei wesentliche Arten von Fallstufen mit Untergruppen unterscheiden:

Fallstufen, die durch die Fließdynamik des Gewässers selbst bedingt oder wesentlich mit bedingt sind

Beispiele für destruktive, durch Erosionsprozesse sich formende Wasserfälle

  • Wasserfälle bilden sich besonders oft dort, wo unter widerstandsfähigem Gestein leicht ausräumbares folgt. Am Übertritt des Wassers in den Bereich, wo das weichere Gestein ausstreicht, entsteht aus einer anfänglichen Auskolkung eine Stufe mit Gumpe und schließlich die Unterspülung des härteren Gesteins. Über dieser Höhlung bricht mit der Zeit das Gestein nach. Die Lage des Wasserfalls verschiebt sich dadurch im Laufe der Zeit stromaufwärts. Diesen Formungsprozess nennt man ebenfalls „rückschreitende Erosion“.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/75/Wasserfall_schaubild.svg/487px-Wasserfall_schaubild.svg.png

Warum ein Wasserfall infolge von Auskolkung rückwärts wandert.

  • Auch in nahezu homogenem Gestein wie Granit oder Porphyr können sich aus Kolken über Stufen mit Gumpen formschöne Kaskadentreppen formen.

Beispiele für konstruktive, durch Mineralausfällung sich formende Wasserfälle

  • Wasserfälle, die sich durch Karbonatausfällung an zunächst kleinen Gefällestufen (lokaler Druckabfall an der Fallkante) nach und nach aufbauen. Die Terrassenkanten aus Travertin (auch Kalktuff genannt) können bis um 100 m Höhe erreichen, besonders zahlreich in Karstgebieten.

Fallstufen, die bereits ohne nennenswertes Zutun des Fließgewässers gegeben sind

Beispiele für sich verstärkende oder regenerierende Fallstufen:

  • Wasserfälle, die über Geländestufen aktiver Verwerfungen hinabstürzen. Hierzu kann man auch Gletschermühlen zählen, die Gletscherspalten hinabstürzen.
  • Wasserfälle, die über Brandungskliffs ins Meer stürzen
  • Wasserfälle von Nebenbächen, die der stärkeren Tiefenerosion des Vorfluters nicht folgen können und daher eine Mündungsstufe hinabstürzen
  • Wasserfälle von Nebenbächen, die über Prallhängen von Vorflutern münden und daher eine Mündungsstufe hinabstürzen

Bildergebnis für natürliche Schwimmbecken bilder Katalonien

3) Eine besondere Form der Naturpools sind die Cenotes, wo unterirdische Wasserläufe existieren, die durch Einstürze des oberen Höhlenbereichs freigelegt werden. Manche dieser Cenotes finden sich kaum zugänglich im Dschungel, andere wurden zu einer Art öffentlicher Schwimmbäder umgebaut. Unter Wasser lassen sich dann Stalagmiten bestaunen, über Jahrtausende entstanden.

Sie besitzen im Durchschnitt eine Tiefe von etwa 15 Metern, vereinzelt auch von über 100 Metern.

Bildergebnis für cenotes bilder Cenotes - Cancun

Fragen für die Logerlaubnis:

1) Um welche Art der Entstehung handelt es sich hier ? Beschreibe mit eigenen Worten, warum sich hier sogar mehrere Becken gebildet haben.

2) Handelt es sich um eine konstruktive oder destruktive Entstehung ?

3) Was versteht man unter rückschreitender Erosion ?

4) Bestimme die Höhe der Fallzonen.

5) Gib den durchschnittlichen Durchmesser aller Gumpen an.

6) Schätze die Tiefe der Becken. Wenn man annimmt, dass sich diese Becken pro Jahr um 1mm vertiefen, wie lange hat es gedauert, die geschätzte Tiefe zu erreichen ?

7) Optional: Foto ohne hints

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