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Virtueller Geocache
Emser Kränchen & Co

 Die Heil- und Thermalquellen von Bad Ems (Teil 2)

von cacher.ella73     Deutschland > Rheinland-Pfalz > Rhein-Lahn-Kreis

N 50° 19.662' E 007° 43.849' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 02. Oktober 2016
 Veröffentlicht am: 02. Oktober 2016
 Letzte Änderung: 03. Oktober 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC13399

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Infrastruktur
Wegpunkte
Saisonbedingt
Listing
Benötigt Werkzeug
Benötigt Vorarbeit

Beschreibung   

Naturecaching  [natürlich cachen]

Dieses Logo soll euch auf Caches aufmerksam machen, die zu Sehenswürdigkeiten der Natur und Naturphänomene führen. Das Logo ist an keinen Cachetyp gebunden, d. h. es kann sich hierbei um einen normalen Cache, einen Multi- oder Rätselcache, oder um einen reinen Virtual handeln. Wichtig ist nur, dass Listing und Location informative und lehrreiche Inhalte aufweisen. Regel zum Loggen virtueller Caches: Sobald ein Passwort zum Loggen benötigt wird, kann auf das Foto verzichtet werden. Sonst bitte immer ein Foto als Logbeweis hochladen. Weitere Caches zu diesem Thema findet ihr unter dieser Suche.

 

Die Bad Emser Heilquellen (Teil 2)

 

 

Kuren in Bad Ems:

Der Kurbetrieb in Bad Ems begann bereits im Spätmittelalter, im 14. Jahrhundert. Damit zählt Bad Ems zu einem der ältesten Heilbäder nördlich der Alpen. Im Moment läuft die Bewerbung "Greatest Spa of Europe" und Bad Ems ist noch dabei...

Quellenturm im Hintergrund

Viele Bauwerke zeugen vom Quellenreichtum der Stadt: z. B. der Quellenturm (das Wahrzeichen der Stadt) wurde 1907/8 über den vier Austritten der Neuquelle errichtet, oder der restaurierte Emser Bohrturm, der letzte noch stehende Bohrturm seiner Art, der über einer fließenden Heilwasserquelle steht. (Er dient dem Schutz der unter ihm gefassten Heilquelle und der Fördertechnik.)

Zu erwähnen ist auch die Brunnenhalle des prunkvollen "Badeschösschens" - dem heutigen Kurhotel. In der sogenannten Wandelhalle konnten die Kurgäste mit dem Badeglas in der Hand spazieren gehen. Dies diente einem therapeutischen Zweck, denn es sorgte für eine gleichmäßige Verteilung des Heilwassers im Magen.

In der Brunnenhalle treten gleich drei verschiedene Quellen zu Tage:  

- der Kesselbrunnen    

- der Kaiserbrunnen

und die wohl berühmteste Heilquelle


 - das Emser Kränchen ®
(Bis 1989 verschickte man das Wasser aus dem Emser Kränchen ® in Flaschen in alle Welt.)

 

INFO: Die Brunnenhalle befindet sich innerhalb  des „Häcker’s Grand Hotel“. Eine Besichtigung der Brunnenhalle ist während des Hotelbetriebes möglich.  Für den Earthcache muss die Brunnenhalle aber nicht betreten werden!

 

 

Um diesen Earthcache zu loggen musst du folgende drei Brunnen (siehe Teil 1) aufsuchen und Fragen dazu beantworten.


Die einzelnen Stationen können in unterschiedlicher Reihenfolge angegangen werden.

 

Steckbrief des Mineralwassers:

Bei den Heilquellen in Bad Ems handelt es sich um alkalisch-muriatische Säuerlinge, die  - und das ist einzigartig für Deutschland - hier auch als 27° bis 57°C warme Thermen auftreten (- aber es existieren auch etliche kalte Säuerlinge, also in Temperaturen unter 20° C.) 

Anwendungsbereiche:

Das Spektrum reicht von Katarrhen der Luftwege, akuten und chronischen Erkrankungen der Bronchien, des Kehlkopfes, des Rachens bis zu Magen- und Darmkatarrhen und einigen Stoffwechselkrankheiten. 

Im Quellwasser befinden sich Hydrogenkarbonat sowie Chlorionen, Na-Ionen und 1 bis 2g CO2, insgesamt 4g gelöste Substanzen. Und jede Quelle hat eine eigene Mineralienzusammensetzung. Deshalb schmeckt jede Heilquelle anders als die andere.

  AUFGABE

 Optional: Probiere das Wasser der Heilquellen einmal. Beschreibe Geruch und Geschmack. Welches schmeckt, deiner Meinung nach am besten? 

a) Inwiefern unterscheiden sich die Mineralienangaben der jeweiligen Brunnen? Welche Unterschiede kannst du feststellen?

b) Wann werden die Mineralien im Wasser wieder sichtbar? (Gut zu sehen, an der Brunneneinfassung des Robert-Kampe-Sprudels!)

Heilwasser ist reich an Mineralien. Leider kann man diese im Wasser nicht sehen - da sie von der natürlichen Quellenkohlensäure in Lösung gehalten werden -  was die Heilwasserbrunnen für einen Earthcache eigentlich nicht so interessant macht. Aber in besonderen Situationen können die Mineralien auch wieder sichtbar werden. Dies geschieht beispielsweise bei Mineralienausfällungen. Dabei zeigen sich die Mineralien als deutliche Ablagerungen in der Flasche oder auch als kristalliner Belag an Trinkgläsern. Dies kann durch falsche Lagerung geschehen (z.B. Lagerung in offenen Behältern oder durch starke Temperaturschwankungen), denn dann können die wertvollen Mineralstoffe ausfallen und es kann zu Flocken im Wasser und Ringen an Trinkgläsern kommen.

Außerdem kann es an Austritten mineralisierter Wässer (wie z.B. an heißen Quellen, Geysire...) zu „festländische Ausscheidungen“, sprich Sinterbildung, kommen. Die Farbe der Ausscheidung ist meist gelb, doch je nach chemischer Zusammensetzung kann sie auch rot bis braun-rot, grünlich und weiß sein.

Frage: Kann der Verlust von Kohlensäure durch Zufuhr von Sauerstoff zu Mineralienausfällungen führen? (Antworte mit Ja / Nein)

Optional: Welche Farbablagerung kannst du an den Rändern des Robert-Kampe-Sprudels erkennen? Was denkst du warum dies so ist? 

Informationen uner den Mineraliengehalt und die Zusammensetzung findet man auf den Tafeln an den Brunnen.  Achtung im Winter sind zwei der Brunnen verschlossen, aber alle Schilder sind von außen sichtbar. (Für Römerquelle evtl. Sehhilfe mitbringen!)

 

Im 19 Jahrhundert waren es vor allem Kaiser, Könige und andere Adelige, Staatsmänner und Künstler, die in den "Luxusbädern" von Bad Ems ihre Gesundheit pflegten.

1812 fertigte Meister Simon Leonhard II. aus Villmar mehrere Badewannen aus Lahntalmarmor die man im Lahnbau des Emser Kurhauses platzierte. In die mehrere Zentner schwere Wanne führten drei Steintritte den Heilsuchenden in das Wasser mit einer Sitzecke. Einhundert Jahre später hatten sie durch Modernisierungsarbeiten ausgedient. Nur noch eine historische Badewanne gibt es heute, gegenüber des Mainzer Hauses zu sehen. (siehe Koordinaten: Bohrung III)

Aufgabe: Nimm ein Maßband und vermesse die Badewanne, anschl. schätze das Wasservolumen, das die Wanne aufnehmen konnte.

 

Eine Frage habe ich noch zum Schluss:


Original Emser Quellenprodukte und das Ende des Heilquellenversandes:

Bereits im 17. Jahrhundert wurde Wasser aus Ems in Tonkrügen versandt.
Nicht zuletzt wird auch das Emser Salz und die Emser Pastille, das die Stadt weltweit bekannt gemacht hat, aus Emser Wasser gewonnen. (Nach dem Verdampfen des Wassers bleiben pro Liter 3,5 Gramm Mineralsalze übrig, die seit knapp 150 Jahren zu den bekannten Emser Pastillen gepresst werden.)
Im 19. Jahrhundert kurbelte das Bad die Wasservermarktung dann richtig an. Per Eisenbahn und Dampfschiff wurde das Emser Wasser zu Abnehmern in aller Welt transportiert.
Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 2 bis 3 Millionen Liter Emser Wasser jährlich versandt.
Letztendlich büßte die Quelle jedoch an Ergiebigkeit ein. Es gab Engpässe im Rahmen der Abfüllungen... 1989 schließlich musste der Versand ganz eingestellt werden, dies geschah aber aus anderen Gründen.

Frage: Warum ließ die Ergiebigkeit der Quellen in Bad Ems mit der Zeit nach? Was war die Ursache? (Antworten dazu findet man im Listingtext von Teil 1)

 

Beantworte die Fragen und schicke die korrekten Antworten per e-mail an mein Profil. (Nicht im Log!) Wenn ihr mir die Antworten geschickt habt, braucht ihr nicht erst auf eine Bestätigung zu warten, sondern dürft direkt loggen. Ich melde mich, wenn etwas nicht stimmen sollte.

 

Fotos sind gern gesehen!

 

TIPP: Im Zusammenhang mit den Emser Heilquellen stehen auch die berühmten Heinzelmannshöhlen (OCFE7C). Da das Thema Mineralquelle weitgehend ein hydrologisches und physikalisches ist, kann man hier die geologische Zusammenhänge des Naturphänomens im Fels betrachten.

 

Hinweis: Da manche Fragen im Winter (bei Frost) nicht machbar sind (Wasser abgestellt oder Zugang verschlossen) sind diese nur optional. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn ihr falls möglich im Log berichtet, wie - und ob - euch das Wasser geschmeckt hat. 

 

Quellen: Verein für Geschichte, Denkmal- und Landschaftspflege e.V., Bad Ems / Geschichte der Stadt Bad Ems von Hans-Jürgen Sarholz

Zusätzliche Wegpunkte   andere Koordinatensysteme

Station oder Referenzpunkt
N 50° 19.823'
E 007° 43.764'
Robert-Kampe-Sprudel
Station oder Referenzpunkt
N 50° 19.814'
E 007° 43.719'
Römerquelle
Station oder Referenzpunkt
N 50° 19.662'
E 007° 43.849'
Bohrung III u. Marmorwanne (Listingkoordinaten)
interessanter Ort
N 50° 19.829'
E 007° 43.708'
Brunnenhalle mit Emser Kränchen
Info Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.

Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Naturpark Nassau (Info)

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