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Die Ruinen von Wenig-Glasehuetten

 Diese Zeitreise dauert nur wenige Kilometer, führt aber 700 Jahre weit in die Vergangenheit hinein.

von Kuno von der Parthe     Deutschland > Sachsen > Muldentalkreis

N 51° 09.443' E 012° 41.875' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: normal
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 2:00 h   Strecke: 4.0 km
 Versteckt am: 31. Januar 2009
 Gelistet seit: 06. Februar 2009
 Letzte Änderung: 21. April 2016
 Listing: http://opencaching.de/OC770B
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Gefahren
Infrastruktur
Der Weg
Wegpunkte
Zeitlich
Saisonbedingt

Beschreibung   

Es soll im Muldentalkreis etliche Dutzend Wuestungen geben. Die meisten wurden im XIV. Jahrhundert verlassen, so wie auch diese hier. Allerdings finde ich, sind hier die am besten erhaltenen Ruinen zu finden. Übrigens hieß das Nachbardorf Kleinbardau damals ähnlich: Wenigen-Parda. Im Falle Glasehuetten gibt es eine weitere Besonderheit: in der Ersterwaehnung des heutigen Dorfes Glasten (um Tinte zu sparen, wurden aus dem Namen fünf Buchstaben gestrichen) wurde die Streusiedlung Wenig-Glasehuetten bereits als wuest bezeichnet, das war Anno MCCCL.


Der Name Glasehuetten deutet auf die Erzeugung von Glas hin, dazu brauchte man auch Aschenbrenner (die stellen aus viiiel Buchenholz-Asche den Glasschmelzezusatz Pottasche her) und Köhler (die Hitze zum Schmelzen von Quarzsand erreichte man nur mit Holzkohle). Diese wurden im Mittelalter als die „waldfressenden Gewerbe“ bezeichnet und wurden deshalb weit inmitten der großen Waldungen betrieben, ganz abseits von den Doerfern. Warum das alte Wenig-Glasehuetten unterging, ist schon sehr lange in Vergessenheit geraten. Die Truhe mit seinen letzten Habseligkeiten konnte der letzte Glasmacher Blasius aber noch schnell verstecken.



Hier und da erhaeltst Du wichtige Hinweise für das Versteck der Truhe.

Du mußt keine Wurzeln ausgraben, alle V Doeslein sind versteckt an Ueberresten menschlicher Bauwerke. Mit etwas Glueck sieht man spaeter auch eine kleine artesische Quelle sprudeln  ;-) Badesachen braucht man am abgelegenen Badesee nicht, aber vielleicht ein Handtuch zum Abtrocknen.


Ich sollte noch erwaehnen,daß 1986 ein mir gut bekannter Glastner im noerdlichen Teil der Wuestung von einer Kreuzotter in den Arm gebissen wurde, ich konnte damals auch mal eine zu Gesicht bekommen. Wer also etwas ängstlich ist in der Wildnis, sollte von WG.-Nord nach WG.-West nicht den kuerzesten, sondern den Waldweg benutzen. Wenn man feste Schuhe anhat, immer schön kuckt wohin man tritt, etwas wachsam ist beim Umschichten von Steinhaufen (da könnten sich die Tierchen sonnen), mit einem Gebet an Station zwei und einem Handy in der Tasche hat man das Risiko schon fast beseitigt. Denn die Schlangen sind von Natur aus sehr scheu und auch selten geworden. Das Winterhalbjahr verbringen sie tief unter der Erde in Winterruhe .



Startpunkt ist der Stuetzpunkt des KGB, wo jeweils am I. und III. Sonntag des Monats von XIIII bis XVII Uhr Sprechzeit ist. Dort kann man Euch bei der Suche nach Wenig-Glasehuetten vielleicht auch weiterhelfen, muss aber nicht. Sehenswert ist dort auch XL Meter in SW der eigentliche Anfang der Parthe am Zusammenfluss der Baeche Gossenbach (auch Parthe genannt) und Lehnbach; inclusive der Hochwassermarkierung von MMII. Etwas weiter in SW ist auch ein Kinderspielplatz.


Station 2 - Kirche

Die Infotafel auf dem Weg zur Kirche bitte nicht beachten, denn dass dieses Dorf früher Gossenborn genannt worden sein soll, halte ich für eine Verwäxslung. Das Kirchenportal wird gekroent von einem huebschen Mosaik. Wieviele Kreuze sind innerhalb des Mosaiks zu sehen ? Das ist die erste Ziffer der wichtigen Zahl „C“. Wieviele Lutherrosen ? Das ist die zweite Ziffer der Zahl „C“. Und wieviele Schafe ? Das ist die letzte Ziffer der dreistelligen Zahl „C“. Rechts hinten siehst Du noch eine einfache, seit Jahrhunderten bewährte hoelzerne Einrichtung, die eigentlich auf jedem Gottesacker zur Verfügung stehen sollte (leider isses nicht so).


Station 3 - an den Lehrreichen Tafeln

bei Nord LI° IX.CCXLII, Ost XII° XLII.DCCLIII stellet Euer Fuhrwerk ab,der Wald wird dort gar zu unwegsam, so das man später absteigen und sein Maultier am Halfter führen muss. Ergründet daselbst, was sich hinter "Intelligenzbeeinträchtigung“ verbirgt ... ich empfehle die Tafeln nicht zu vergessen, später brauchst Du die Info

Die Wegpunkte:



A KGB N 51° 09.443 E 012° 41.875      

 

B Kirche N 51° 09.507 E 012° 41.980  

 

 

 

 

C Lehrreiche Tafeln  51° 09.242  012° 42.753 ... ich empfehle die Tafeln nicht zu überspringen (Variable A)


D Wenig-Glasehuetten Nord N 51° 08.928 E 012° 42.787    Filmdose in Kopfhöhe in der geköpften Kiefer


E Wenig-Glasehuetten West N 51° 08.870 E 012° 42.555    Filmdose am Stöckchen


F Wenig-Glasehuetten Süd N 51° 08.639 E 012° 42.441     auf der NO-Ecke


G Wenig-Glasehuetten Ost N 51° 08.591 E 012° 42.643      unten außen in der Mauer, 60 cm vor der SW-Ecke


H Mauer hinter der schrägen Birke  ...134. ...854


I Wässerchen  ... 261. ...761


J Glasers Schatztruhe   .... ...01 / 790


 

 

Verschwundenseins-Hinweis für St.6 Wenigglasehütten Ost:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Station 6 Wenigglasehütten/Ost könnte eventuell fehlen. Daher hier der Text, den man ab dort normalerweise findet: ""Peile von hier 888 Meter in Richtung 164 °. Hast Du den angepeilten Ort erreicht: Mauerloch hinter diagonaler Birke!" Keine Angst, von da zum Final kommt man nur wenn man vorher die entsprechenden Variablen aufgesammelt hat :-)

Bilder

bild1
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Hilfreiches

Dieser Geocache liegt vermutlich in den folgenden Schutzgebieten (Info): Landschaftsschutzgebiet Colditzer Forst (Info)

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Logeinträge für Die Ruinen von Wenig-Glasehuetten    gefunden 9x nicht gefunden 0x Hinweis 0x Wartung 1x

gefunden Empfohlen 24. September 2016, 18:10 hemu hat den Geocache gefunden

im zweiten Anlauf geschafft. Beim ersten Mal reichte die Zeit nicht aus. Eine schöne Runde und dazu passendes Wetter, als Zusatz gabs Pilze und reife Pflaumen an den Überresten einer Hütte.. Die Infos waren auch sehr interessant. An Stadion 6 hab ich die Dose ohne Probleme gefunden. Bloß gut das ich von Kuno schon eine Schatzkiste in den Händen hatte, sonst hätte das öffnen sicher lange gedauert.

tfc

kann gesucht werden 09. März 2015 Kuno von der Parthe hat den Geocache gewartet

Station 6 Wenigglasehütten/Ost war verschwunden,

wurde heute neu ausgelegt.

gefunden 21. September 2014 Neuby1986 hat den Geocache gefunden

Der Start der lief ja mal wie geschmiert. Also ging es ratz fatz der Spur der Römer nach und schon waren wir im besagten ehemaligen Glas-Hütten-Abteil.

Schlangenkämpfe gab's für uns nicht, dafür aber reichlich Fotos der Infotafeln. Wir wollten ja keine Info außer Acht lassen

gefunden 07. März 2014 Eulenstein hat den Geocache gefunden

Das Listing klang interessant, und so ging es heute auf historischer Tour zur Wustung Wenig-Glashuetten. Da Station 1 natürlich geschlossen war, startete die Runde bei S2, wo erst mal fleißig Daten gesammelt wurden. Nach dem Umparken - man ist ja doch etwas bequem - ging es in die Natur. In allen Himmelsrichtungen standen noch die Überreste der Behausungen der Ur-Glastener. Die Stationen wurden alle gut gefunden, bis auf das "Wässerchen". Dort die Koords zu nehmen, ist in der jetzigen Jahreszeit schon ganz schön hart - oder ich bin zu weich dafür . Zum Glück hatte ich die für diese Station empfohlene Ausrüstung dabei, sodaß mir schnell wieder warm wurde . Doch dies war nicht die letzte Hürde, die genommen werden wollte: Kurz vor dem Ziel zerbrach auch noch die ECA, sodaß die magische Schatztruhe letztendlich mit bloßen Händen geborgen werden musste.

Vielen Dank für die interessante Runde sagt
Eulenstein

gefunden 20. Juli 2013 LiPSiA hat den Geocache gefunden

Die Spur der damaligen hier tätigen Holzfäller, Köhler und Glaser hatte sich im
Lauf der vielen Jahrhunderte im Unterholz oder den Pottasche-Resten verloren. 
Doch die wacker stehenden Ruinenfragmente deuten auch heute noch auf die 
damaligen Wuestungen Glasten und Parda hin. Der Wald hat sich wieder vom
köhlern regeneriert & lädt zu Erkundungen der Wuestungen oder einfach zum
wandern und erholen ein. Wie es der Zufall wollte, erfuhren wir unlängst, dass
ein gewisser Glasmacher namens Blasius die Grundsteinlegungsschatulle des
Dörfchens Wenig-Glashütten irgendwo in den Tiefen der Waldungen rings um
Glasten versteckt haben sollte. Ein Liedchen pfeifend begaben wir uns munter 
wandernd nach Glasten und trafen auch bald auf eine erfrischend kühle Quelle,
in welcher wir unsere heißgelaufenen Füße kühlten. An einigen der Überreste 
menschlicher Siedlungen fanden wir dann Hinweise auf die besagte Schatulle.
Die Warnung vor Kreuzottern ernst nehmend, steckten unsere Füße in festen
und zugleich überknöchelhohen Wandersemmeln. Die Hände behandschuht 
kamen wir bei unserer vorsichtigen Suche im Siedlungs-Ur-Gestein gut voran.
An einem der letzten Brunnen dieser Gegend stockten wir nochmal unseren 
Wasservorrat für die letzten paar Kilometer der Reise auf.  Mit dampfenden 
Sohlen überglücklich und einem Honigkuchenpferdgrinsen im Gesicht am Ziel 
angelangt, fummelten wir Glastens Schatzkiste aus ihrem Versteck hervor. 

Kunos tolle Kisten sind immer wieder ein Erlebnis der ganz besonderen Art! 
Dieser Cache erhält von uns das Prädikat „sehr empfehlenswert“ verliehen! 

DFDC und viele Grüße von LIPSI Λ aus LE 
Station(en) i.O. / Cache i.O. / kein Tausch