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Unbekannter Geocache
Salvesenklamm - Schicht für Schicht

 Salvesenklamm, die Klamm der vielen Schichtungen

von rolX     Österreich > Westösterreich > Tiroler Oberland

N 47° 15.886' E 010° 45.625' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Zeitaufwand: 2:00 h   Strecke: 4.0 km
 Versteckt am: 31. Mai 2013
 Veröffentlicht am: 31. Mai 2013
 Letzte Änderung: 03. Februar 2014
 Listing: http://opencaching.de/OCF965
Auch gelistet auf: geocaching.com 

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Geokrety-Verlauf

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Gefahren
Der Weg
Wegpunkte
Zeitlich
Saisonbedingt
Listing
Personen

Beschreibung   

Vorweg: Es handelt sich hier um einen EarthChache. Somit gibt es keine Döschen oder Behälter zu finden. Es gilt die Fragen (ganz unten im Text) zu beantworten.

Salvesenklamm:
Im Nordwesten von Tarrenz bricht der Salvesenbach in einer engen Schlucht ins Gurgltal heraus. Am Eingang zur Schlucht finden sich Sinterkalkbildungen, interessante Gerölle aus verschiedenen Epochen der Erdgeschichte liegen im Bachbett. Quellen lassen die unterschiedliche Durchlässigkeit der Gesteinsschichten erkennen, die Schlucht Wände weisen mancherorts wunderschöne Faltenstrukturen auf. Über eine Brücke in 40m Höhe quert man die Schlucht.
(Quelle: www.geozentrum-tirol.at)
Geologie

Allgemeines:
(Quelle: http://www.palkan.de) Die Alpen sind ein Faltengebirge das sich vom Golf von Genua bis nach Wien zieht. Vor rund 175-230 Mio. Jahren befand sich an der Stelle der heutigen Alpen ein großer Ozean, dessen Grund aus Gesteinen, Granit, Gneis und Schiefer bestand. Auf dem Meeresboden lagerten sich im Laufe von Millionen von Jahren Kalk und Tonschichten ab, die sich zu mehrere tausend Meter hohen Gesteinspaketen türmten. Durch Erdbeben stapelten sich zwischen Afrikanischer Platte und Europäischer Platte Erdschichten, die durch die Plattenbewegungen zu den Alpen wurden. Aus der Entstehung ergibt sich die Gliederung der Alpen in Zentralalpen, nördliche Kalkalpen und südliche Kalkalpen. Die Alpen wachsen heute noch jedes Jahr um 1-2 mm.
In der Eiszeit bildeten sich durch die Gletscherströme Täler und Pässe. Am nördlichen und südlichen Alpenrand bildeten sich tiefe Tal Seen wie der Bodensee und der Genfer See. Die einst mächtigen Gletscher haben sich zurückgebildet und bedecken heute nur noch die inneren und höchsten Teile der Alpen. Der Rückgang der Gletscher ist wahrscheinlich eine Auswirkung der Erderwärmung.

Ein Seitenarm des Inntalgletschers formte das Gurgltal. Als er abschmolz füllte sich das Tal mit Wasser, ein riesiger See blieb zurück. Der Wasserspiegel des Sees war in etwa so hoch, wie die Kirchturmspitze von Imst. Das weitere Abschmelzen der Gletscher öffnete dem Wasser den Weg durch das heutige Inntal. Zurück geblieben ist das breit ausgeschliffene Gurgltal, wie wir es heute kennen.

Die Salvesenschlucht wurde geformt vom gleichnamigen Bach, dem Salvesenbach. Sie liegt oberhalb von Tarrenz und ist sagenumwoben. Dazu mehr weiter unten. Der begehbare Teil ist ca. 1,2 km lang. Der Rundwanderweg erstreckt sich über 3,5 km. Die Klamm entsteht seit ca. 10-12 tausend Jahren.
Schlucht von oben, Standpunkt: hohe Brücke
Ich verwende absichtlich die Gegenwartsform, weil der Vorgang keineswegs abgeschlossen ist. Also seit der letzten Eiszeit graben sich unzählige Bäche ihren Weg durch das Gestein der Alpen. So auch der Salvesenbach. Gespeist von vielen Quellen die ihr Wasser wiederrum vom Niederschlag, Schneeschmelzwasser und von Gletscherresten des Hinteren Alpjochs erhalten. In Jahrtausend langer Kleinarbeit, 3-4mm/Jahr, hat sich das Wasser seinen Weg in den Kalksinter und den Wettersteindolomit gefräst. Das markante an diesem Stein ist seine helle Farbe, fast weiß. Das rührt daraus, dass Wettersteindolomit weitgehend keine fossilen Spuren aufweist.
Im Gegensatz zur Rosengartenschlucht, bei der der Weg vorwiegend entlang des Bachbettes verläuft, sind in dieser Klamm die Schichtungen des ehemaligen Meeresboden zu erkennen, da der gesamte Weg in ca. 40-50m Höhe über dem Bachbett verläuft:
Schräge Schichtung, wenig Faltung

Gerade Schichtungen deutlich sichtbar

Man kann drei interessante Beobachtungen an den Schichten, die vor 175-230 Mio. Jahren, als das Gebiet noch Grund des "Mittelmeers" war, machen. Da sind zum einen kleinräumige Faltungen:
Keinräumige Faltungen
Diese entstanden u.a. beginnend mit zwischeneiszeitlichen Auswaschungen und daraus entstandenen Hohlräumen. In den folgenden Eiszeiten entstand durch die darüber liegenden Gletscher ein enormer Druck auf den Untergrund, der die Erde darunter wieder zusammengedrückt hat. Folge daraus sind die nun sichtbaren Faltstrukturen. Diese Strukturen sind somit nur auf kleinerem Raum zu finden.

Direkt daneben findet man deswegen die geraden, ungefalteten Schichtungen:
Gerade Schichten, keine Faltung
Hier waren somit keine Auswaschungen unterhalb der Schichten aus der Vorzeit vorhanden. Was hier allerdings zu beobachten ist, sind die Brüche der Schichten. Diese entstanden bei der Auffaltung der Alpen durch den Druck der afrikanischen Platte auf die europäische Platte:
Schichtung mit Bruch

Das Dritte interessante Phänomen sind die Auswaschungen im oberen Teil der Schlucht, wo doch der Bachlauf mehrere 10m tiefer liegt:
Auswaschung
Diese entstanden zu einer Zeit, als der Bachlauf auf diesem Niveau verlief.
Da man im Gegensatz zur Rosengartenschlucht hier nicht entlang des Bachlaufes geht sondern ein gutes Stück oberhalb, sind diese Formationen besonders gut zu sehen.

Nun zur Besonderheit der Gegend um Tarrenz. Hexenvolk soll hier zu früheren Zeiten sein Unwesen getrieben haben. So ist heute noch Tarrenz von den umliegenden Dörfern und Städten als Hexen Ort verschrien. Der Ort selbst kümmert sich darum, diesen Ruf aufrecht zu erhalten. Ein neu gebauter Spielplatz unten im Gurgsltal wurde unübersehbar zum Thema Hexen gebaut. Liebevoll geschnitzte Hexen, schwarze Katzen, Raben u.v.m. sind auf und um die schiefen Häuschen mit krummen Kaminen zu finden. Auch der Eingang wird von einer Hexe bewacht. Kinder können sich im Info Büro einen Hexenpass geben lassen und auf einem Teil des Salvesenklamm Rundweges an Infotafeln Rätsel lösen und Geschichten und Sagen über das Hexentreiben, Wichtel und Riesen durchlesen. Hier sehr empfehlenswert die Sage vom Riesen Jordan und dem schönen Mädchen Hitte-Hatte. Die vielen Fasnachtszünfte sind ein weiterer Hinweis auf die Mystische Vergangenheit der Gegend. Zu erwähnen ist an dieser Stelle natürlich der Hexenofen (Cache Station 4):
Hexenofen
Dieser große Sinterkalkstein ragt markant vom Boden hervor. Unterhalb ist ein größerer Hohlraum, der mit Sicherheit in der Steinzeit schon als ein vor Regen geschützter Feuerplatz diente. Der Stein selbst hat ein Stück weiter oben eine weitere große Öffnung, deren Ruß beschichtete Oberfläche darauf schließen lässt, dass hier regelmäßig heute noch Feuer gemacht wird um Gruselnächte mit Kindern oder sonstige Feste zu feiern.


Der Weg ist in 60-90 Minuten gut zu durchwandern. Der Höhenunterschied ist nicht sehr groß und so ist der Earthcache gut auch mit Kindern zu machen.
Die Bilder (Tipp: vorher ausdrucken) zeigen die Stellen, die zu finden sind. Reihenfolge ist egal. Wer nicht suchen will, kann bei den Waypoints die Koordinaten der gesuchten Stellen verwenden.

Im Winter ist der Weg nicht begehbar und somit der Cache nicht zu machen. Informationen hierzu erhält man im Info Büro Tarrenz oder Imst.

Um den Anreiz für Kinder noch zu erhöhen kann man im Info Büro Imst oder Tarrenz noch einen kostenlosen "Hexenpass" holen. Ein Teilstück des Weges ist nämlich bestückt mit kindgerechten Info- und Fragetafeln, deren Lösungen im Pass eingetragen werden. Am Ende erhält man ein Lösungswort mit dem man sich im Info Büro einen kleinen Preis abholen kann.

Der Cache:

Aufgabe 1: Gehe zu Station 1 (Waypoint R1). Von hier aus kannst Du eine markante Schichtung auf der gegenüberliegenden Schluchtseite erkennen. Beschreibe diese und erkläre wie es zu diesem Erscheinungsbild gekommen ist.

Aufgabe 2: Schätze die Höhe der an Station 2 (Waypoint R2) gut sichtbaren Auswaschung über dem jetzigen Bachlauf. Berechne anhand der Beschreibung oben, vor wie vielen Jahren, der Bachlauf auf diesen Niveau verlief.

Aufgabe 3: Gehe zu Station 3 (Waypoint R3). Beschreibe den Unterschied der von hier aus gut sichtbaren Schichtformation in nördlicher Richtung, zu der Formation aus Aufgabe 1. Vergleiche anhand der unterschiedlichen Entstehungsgeschichte bzw. wirkenden Kräfte.

Aufgabe 4: (Zusatzaufgabe, keine Logbedingung) Hat der Hexenofen (Station 4, Waypoint R4) auf der Rückseite eine zweite Öffnung um darin Feuer machen zu können?

Aufgabe 5: Ermittle folgende Daten:

Welches Wort steht in der Mitte des Schildes "Förderung des Fremdenverkehrs-Forst", das an der "Hohen Brücke" angebracht ist (blaue Großbuchstaben)? (Lösung: AAAAA)
Wie lautet das vorletzte Wort der Sage von "Hitte-Hatte und der Riese Jordan" auf der Tafel 14 des verhexten Kinderpfades? (Lösung: BBBB)
Wann wurde die Bücke, die auf folgendem Bild zu sehen ist gebaut? (Lösung: CCCC)
Bitte das Baujahr dieser Brücke in der Nähe von N47° 16.167', E010° 45.048' ermitteln

Sende eine e-Mail mit den Lösungen der Aufgaben 1-3 bzw. 4 an die Adresse: AAAAA-BBBB-CCCC@rolx.de

Ist die Adresse korrekt, erhältst Du eine Automatische Antwort. Diese enthält das Kennwort, das zum Loggen notwendig ist. Du kannst dann den Logeintrag beim Cache vornehmen. Sind die Antworten in der e-Mail korrekt, bleibt der Eintrag stehen. Bilder von der Salvesenklamm sind natürlich erwünscht.

Viel Spaß in der Salvesenklamm.

Dieser Cache ist auch auf Geochaching.com (GC4CMC7) gelistet.

Zusätzliche Wegpunkte   andere Koordinatensysteme

Parkplatz
N 47° 15.886'
E 010° 45.625'
Kostenlose Parkmöglichkeit
Station oder Referenzpunkt
N 47° 16.345'
E 010° 45.104'
Station 1
Station oder Referenzpunkt
N 47° 16.716'
E 010° 44.972'
Station 2
Station oder Referenzpunkt
N 47° 16.167'
E 010° 45.048'
Station 3
Station oder Referenzpunkt
N 47° 16.094'
E 010° 45.446'
Station 4 (Hexenofen)
Pfad
N 47° 15.970'
E 010° 45.673'
2. Zugang zum Cache, Parkmöglichkeit eher eingeschränkt. Tipp: Stationen rückwärts durchgehen.
Info Die zusätzlichen Wegpunkte werden bei Auswahl des Caches auf der Karte angezeigt, sind in heruntergeladenen GPX-Dateien enthalten und werden an das GPS-Gerät gesendet.

Hilfreiches

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Hinweis 26. Juli 2014 schachtmeister hat eine Bemerkung geschrieben

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