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Virtueller Geocache
SVC: Dorfgeschichten (Verschwundene und verlassene Dörfer)

 Finde Geisterdörfer, verschwundene u./o. verlassene Ortschaften (Wüstungen)

von cacher.ella73     Deutschland

N 56° 18.254' E 003° 22.312' (WGS84)

 andere Koordinatensysteme
 Größe: kein Behälter
Status: kann gesucht werden
 Versteckt am: 15. Januar 2017
 Veröffentlicht am: 15. Januar 2017
 Letzte Änderung: 30. Januar 2017
 Listing: https://opencaching.de/OC13696

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Nordsee-Safari von FlashCool

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Beschreibung   

safari.png

Dies ist ein virtueller Safari-Cache. Es ist nicht an einen festen Ort gebunden, sondern kann an verschiedenen Orten gelöst werden. Die oben angegebenen Koordinaten dienen nur als Beispiel.
Weitere Caches mit dem Attribut "Safari-Cache" findet man mit dieser Suche.
Safari-Caches und die zugehörigen Logs werden auf der Safari-Cache-Karte angezeigt.
Der Cache und seine Logs werden hier angezeigt.

 

Geisterdörfer

Fast fühlt man sich wie in einem Horrorfilm.

Menschenleere Straßen...

verbarrikadierte Fenster und Türen...

verwaiste Spielplätze...

und  Stille...

Ja, es gibt sie diese Geisterdörfer – auch hier  in Deutschland.

 

Gemeint sind hier für gewöhnlich aufgegebene, oft abseits gelegene  Ortschaften aus halbverfallenen und unbewohnten Gebäuden.

Dabei werden bereits vor langer Zeit (z.B. seit dem Mittelalter) aufgegebene, heute vollkommen zerstörte Siedlungen im Allgemeinen als Wüstungen bezeichnet.

(Beispiel: Pützbach, ehemalige Siedlung bei Bad Ems)

Aber auch moderne Geistersiedlungen sind zu finden. Manchmal handelt es sich dabei um Orte, die erst noch besiedelt werden sollten, was aber aus wirtschaftlichen Gründen unterblieb. Oder um ehemalige Militärgebiete. (Beispiel: Wollseifen)

 

Sonderfälle sind Städte, die aufgrund von Katastrophen evakuiert werden mussten. Bekanntestes Beispiel ist Prypjat.  (Katastrophe von Tschernobyl)

 

Am häufigsten jedoch sind Bergbauorte betroffen, die wegen der in der Nähe liegenden Rohstoffvorkommen gegründet wurden. Versiegte der Rohstoff, war es auch bald mit der Siedlung vorbei. (Beispiel: Zechensiedlung "Schlägel und Eisen", Gladbeck, Stadtteil Zweckel)

Es geht aber auch  andersherum. Einige Geisterdörfer entstehen, weil sie gerade wegen dem Rohstoffvorkommen  weichen müssen.

(Beispiel: Borschemich, Stadtteil von Erkelenz)

Unter dem Dorf liegt Braunkohle, die in ein paar Jahren von RWE abgebaggert werden soll. Schon seit 2006 werden die Einwohner in andere Dörfer umgesiedelt. Dennoch ist Borschemich nur eine „Halb-Geisterstadt“, da der Ort noch immer von einigen wenigen Menschen bewohnt wird. Doch bald wird das komplette Dorf abgerissen. Und wird somit vom Geisterdorf zum verschwundenen Dorf.

 

Ein sehr bekanntes Beispiel eines verschwundenen Dorfes ist das Dorf Graun. Ursache des Verschwindens war eine geplante künstliche Seestauung.

 

Bei dem Foto handelt es sich um die

 Kirchturmspitze im Reschensee

bei N 46° 48.646 E 010° 32.197 

Bei der Seestauung 1950 wurde das gesamte Dorf Graun und ein Großteil des Dorfes Reschen in den Fluten des Stausees versenkt. Dabei wurden 163 Häuser zerstört und 523 Hektar an fruchtbarem Kulturboden überflutet. Heute zeugt nur noch der berühmte, aus dem Reschensee ragende, Kirchturm vom versunkenen Alt-Graun. Im Winter, wenn der See zugefroren ist, kann man den Kirchturm sogar zu Fuß erreichen.

Der Legende nach kann man im Winter die Glocken des Turmes läuten hören - aber dies ist eigenlich unmöglich, denn in Wirklichkeit sind die Glocken am 18. Juli 1950 (eine Woche vor dem Abbau der Kirche und der Überflutung) abmontiert worden. Vielleicht eine Raum-Zeit-Anomalie?! Zwinkernd

 

Foto by Jürgen Heinzig / This file is licensed under the

Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Germany license.

 

 

Gesucht sind solche Geisterdörfer / Städte und Wüstungen (- nicht nur in Deutschland).

 

Wichtig:

Um diese Safari zu loggen müsst ihr die Koordinaten eures Fundortes angeben und ein Foto, das euren Aufenthalt im oder vor dem Ort beweist, hinzufügen.

Verschwundene Dörfer, Städte, Siedlungen  werden mit Hinweistafeln oder ähnlichen Beweisdokumenten (siehe Listingbeispiel)  fotografiert. Berichtet im Log was heute hier zu sehen ist.

Ihr dürft diese Safari 1x als Fund loggen.

Da es nicht so viele verlassene oder verschwundene Dörfer gibt, darf jedes Dorf (Stadtteil, Wüstung etc.)  mehrmals in dieser Safari  vorkommen.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Suche und bin gespannt auf eure Funde!


Bilder

Pützbach ehemalige Lage mit Blick auf die Ruine Sporkenburg
Pützbach ehemalige Lage mit Blick auf die Ruine Sporkenburg
Pützbachstollen
Pützbachstollen
Geheimgang? Eher nicht. ;)
Geheimgang? Eher nicht. ;)
Nachweis auf das Dorf, Quelle: Geschichte d. Stadt Bad Ems / Dr. Sarholz / Abb. Karte: Bergbau und Verhüttung bis um 1900 (nach" Glück auf" 1908)
Nachweis auf das Dorf, Quelle: Geschichte d. Stadt Bad Ems / Dr. Sarholz / Abb. Karte: Bergbau und Verhüttung bis um 1900 (nach" Glück auf" 1908)

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gefunden 01. Mai 2020, 14:00 Lipsiatrucker1 hat den Geocache gefunden

Werbelin N51° 28.475 E12° 19.258

Das Dorf nördlich von Leipzig fiel wie viele Orte dem Kohleabbau zum Opfer. 1349 wurde es erstmals erwähnt. Doch die Geschichte des Ortes ist besonders traurig. Es sollte Kohle abgebaut werden, die Wende kam dazwischen. Doch beschlossen war beschlossen und so wurden 1991/92 noch die verbliebenen 130 Bewohner umgesiedelt, trotz massiver Proteste. Der Ort wurde 1992 devastiert doch Kohle wurde dort durch die Stilllegung des Tagebaus nicht mehr abgebaut. So wurde der Ort mit Kirche völlg umsonst zerstört.

Das angrenzende Tagebauloch wurde geflutet und ist heute Naturschutzgebiet, zahlreiche Vögel brten hier und auch der Wolf ist ansässig geworden.

Der See erhielt den Namen Werbeliner See. Eine Umrundung ist ca 15 Kilometer

Bilder für diesen Logeintrag:
Der Lipsiatrucker rollt am Gedenkstein hochDer Lipsiatrucker rollt am Gedenkstein hoch
Heute NaturparadiesHeute Naturparadies

gefunden 26. August 2019 daister hat den Geocache gefunden

Das verschwundene Dorf Mellin (Friedrichswalde)
(N 53° 01.330' E 013° 46.590')
1718 erstmals als Zaunsetzerstelle erwähnt, entwickelte sich der Ort nördlich des Mellinsees zu einem kleinen Tagelöhnerdorf.
Seine beste Zeit hatte das Dorf wohl um 1800, als Mellin fast 100 Einwohner hatte.
Um 1860 wanderten alle Einwohner nach Amerika aus.
Der Mellinsee verlandete, das Dorf wurde eingeebnet und zu Ackerland.
Übrig blieb nur der Gottesacker mit einem eisernen Kreuz.
(Quelle: Infotafel vor Ort, Wikipedia)
Danke für die Safari,
Gruß aus Eberswalde von daister

Bilder für diesen Logeintrag:
DorfgeschichteDorfgeschichte
InfotafelInfotafel
Gottesacker MellinGottesacker Mellin
Kreuz auf dem GottesackerKreuz auf dem Gottesacker
AussichtsturmAussichtsturm
Blick zum DorfplatzBlick zum Dorfplatz
Mellin - Seeblick mit SeekühenMellin - Seeblick mit Seekühen

gefunden 05. Februar 2019 hofarwaldfee hat den Geocache gefunden

Für die Safari gibt es nur eine für mich.

Der Forggensee bei Füssen dort war einst mal das Dorf Forggen und mußte dem Stausee weichen heute Bilder im Winter, der See wird im Herbst abgelassen und 2019 wird der Wasserspiegel so gering sein, da der Damm saniert wird das man dort sogar strassen erkennen kann.

N 47 38.571 E 010 44.187

Danke sagt hofarwaldfee

Bilder für diesen Logeintrag:
ForggenseeForggensee
ForggenseeForggensee
ForggenseeForggensee

gefunden 20. November 2018 dogesu hat den Geocache gefunden

Der frühere "Distelhof" bei Weidenstetten (1870 - 1901) wird unter Landeskunde entdecken BW als Wüstung aufgeführt. Der Aussiedlerhof hatte eine Abmessung von 14x9 Meter mit ca. 5 Hektar zu bewirtschaftendem Land. Das Bewirschaften auf der kargen Alb war schwer,  da es im Karstgebiet wenig Wasserquellen gibt und der Kalkboden sehr schwer zu bewirtschaften ist. Die Luftentfernung zum "Hauptort" Weidenstetten beträgt knapp 4 km. Die vollständige Information findet sich auf der Infotafel. Hervorzuheben ist die Anekdote über die Älbler:

Eines Tages brachte der Postbote einen Brief auf den Distelhof. Die Bäuerin wellte gerade in der Küche auf dem nackten Fußboden einen Teig aus. Den Postboten aber ermahnte sie folgendermaßen: "Treten sie bloß nicht auf meinen Teig, mein Mann ist nämlich heikel".

Vom Hof ist heute nur noch ein kleiner Keller erhalten, der 2008 von Weidenstettener Bürgern freigelegt wurde. Ein Feldgehölz begrenzt das frühere Anwesen und ist als Naturdenkmal eingetragen.

N 48 33.146 E 9 59.768

Danke für die Safari-Aufgabe, dogesu

Bilder für diesen Logeintrag:
Blick zum "Distelhof"Blick zum ´´Distelhof´´
Blick Richtung WeidenstettenBlick Richtung Weidenstetten
der freigelegte Kellerder freigelegte Keller
Infotafel zum DistelhofInfotafel zum Distelhof

Hinweis 26. Oktober 2018 delete_232734 hat eine Bemerkung geschrieben

-User gelöscht-

zuletzt geändert am 04. Januar 2020